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Full text of "Urkundenbuch der Stadt Lübeck: 1139-1470"

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CODEX 
DIPLOMATICUS LUBECENSIS. 



■jttbeckliielieii llrkandenbueb 



1^ Abtheilung. 



Urkandenbueli der ittodt !Llibeck. 



Zehnter Theil. 



1461—1465. 



Edmund Sohmersahl Nachf. 

(Rioh. Brunn.) 



1898. 



IJBKVMDEIV-BIJCH 



der 



iStadt liUbeck. 



Herausgegeben 



von 



dem YereiDe ffir LlibeclLische Gescbichte nad AlterthamskoDde. 



Zehnter Theil. 



14«1— 1465. 




Llibeck, 



Edmund Schmersahl Nachf. 

(Bioh. Brunn.) 



1898. 



p.") r' 



^ \ 



^ 7 



V 



, \0 



Dem Andenken 



AN 



Staatsarchiyar Dr. C. F. WEHRMANN 



GEWIDMET. 



a . — ^_. .. ® 



.A. 



Vorwort. 



Dieser Band des TJrkundenbuches der Stadt Ltlbeck ist dem Andenken 
des Mannes gewidmet, der seine Hauptarbeitskraft seit mebr als vierzig Jahren 
diesem seinem Lebenswerke gewidmet hatte, und der auch den jetzt abgeschlossenen 
vorliegenden Band nocb hat zu Ende fdhren kSnnen. 

Als Dr. Wehrraann am 11. Septbr. d. J. die altersmtlden Augen zum 
letzten Schlummer schloss, war der Druck dieses zehnten Bandes im Urkunden- 
texte fast vollendet und die Begister lagen ebenfalls in zahlreichen Zetteln 
beinahe fertig vor. 

Die Aufgabe des Unterzeichneten, welcher die Fortftthrung des Urkunden- 
buches ttbernommen hat, konnte daher diesmal nur sein, nachzuprtlfen, einzelnes 
zu berichtigen und zu erg£bizen, sonst aber an der Form festzuhalten, die sein 
Amtsvorgftnger geschaffen und durchgeftlhrt hat, die im Wesentlichen als muster- 
gtlltig anerkannt ist und dem TJrkundenbuche der Stadt Lttbeck seinen hervor- 
ragenden Werth fttr die Geschichte des Mittelalters sichert. 

LSbeck, im December 1898. 

p. Hasfe. 



I. 

Verzeichniss des zum gewohrdichen Gebrauch bestimmten SUbergerdths des Baths. 
1460, Jan. 14. 

Witlick sy, dat de ersamen her Hinrik Lipperode vnde her Johan Zina, 

kemerer der stad Lubeke, hebben Hartman Scherpenberge, des rades schenken, 

ouergeantwordet in dem jare LX des mandages vor sunthe Anthonii daghe 

dat dagelikes suluer smyde nedden vp dem huse denende, desse nascreuenen 

parcele. Interste twe sulueme kannen, twe suluerne klaretes schouwer, twe 

sulueme schouwer torn krude, eyn suluem vat torn tafelkrude, twe dubbelde 

sulueme koppe, twe suluerne schuffelen torn krude, twe grote suluem bekere 

torn Lubeschen beere vor de denere denende, den leddemen budel mit den 

dwelen. To merer witlicheid is desser scrifte twe eens ludes, de ene vth der 

anderen gesneden, darvan de erscreuenen heren kemerer de enen vnde Hartman 

Scherpenberch, des rades schencke, de anderen hebben in vorwaringhe. Gheuen 

vnde screuen, so bouenscreuen steit.^ 

Nach einer Eintragung in das dlteste Eidelmch Fol. 21. 

II. 

Ber Rathmann Johann Segeberg bekennt, dass er seinen Antheil an einer ihm und 
dem Burgermeister Bertold Witik gemeinsam zustdndigen Rente von 
42 Tri^ aus den Borfern Ktuideworde, Casseburg und Grabau den 
Schwestern des Michaelis Convents bei der Aegidien Kirche fUr immer 
aberlassen habe, 1460. Mdrz 26. 

Ik Johan Zegebereh, radesraan nu tor tijd to Lubke. Bekenne vnde 
betughe yn dessem breue vor my vor myne eruen vnde vor alsweme, dat yn 
dem breue sprekende vp twevndevertich mark geldes yarliker renthe, dede vp 
my vnde her Bertold Wytick vnde vnser beyder eruen vorseghelt ys van dem 

^ In einer Amnerkang ist spttter hinzugeftlgt: Anno VC yifif Jnuocauit befft de ersame rad noch 
twe solueme stope mit yordecken maken laten, eynen jewelken van eynem halaen stoueken vnde dem 
schencken ouerantwordet, jodoch andere nemande dan im radtcrtole darath to schenken. 

1 



2 1460. Marz 26. 

hochgheborn vorsten vnde hem, heren Bernde, hertighen to Sassen etc., yn vnde 
vth den dorpen Kyddeworde Kerseborch Grabow etc., welken breff nu tor tijd 
her Bertold vorscreuen yn truwer bewarynge heft, ik ofte myne eruen nyn part 
ofte deel darynne hebben, mer yck hebbe myt vryen vnde wolbedachten mode 
de renthe vnde houetstol, dede my vnde mynen eruen darynne vorseghelt ys, 
ouerghegheuen vnde ouerantwordet vnde ouergheue yeghenwordich vor my vnde 
myne eruen den gheistliken susteren vnde juncfrowen vnde sammelynghe, dede 
ynt ghemene vnder horsamme leuen vnde to ener tafelen gan vppe der Weuer- 
straten orde in dem vomsten huse by sunte Ilien kercken vnde al eren nakome- 
lyngen, dat se des breues vnde der renthe, so vele alse my vnde mynen eruen 
darynne vorscreuen steit, scholen bruken vnde besitten to ewyghen daghen 
vredeliken sunder yemandes weddersprake ofte behyndemisse alse rechte houet- 
saken, lijkerwijs oft de vorscreuen en yn myne stede van worden to worden 
thoghescreuen vnde vorseghelt were. In tuchnisse der warheit hebbe yk Johan 
vorgenant vor my vnde myne eruen myn yngheseghel wytliken an dessen breflF 
ghehanghen. Vnde wy Bertold Wjrtick vorbenompt vnde Her men Euynckhusen, 
borgher, betughen, dat wy jeghenwordich de vorgescreuen ouergheuynghe vnde 
ouerantwordynge mede behorden vnde seghen, vnde des to orkunde heft en 
itlick van vns syn ingheseghel mede ghehanghen an dessen breff, dede gheuen 
vnde screuen ys na der bord Cristi vnses heren in dem LX jare, des myd- 
wekens na Mydvasten.^ 

Nach dem Original. Mit den drei anhangenden Siegeln. Das des Joh. Segeberg ist eine Hausmarke, 
das des Bert. Witik s. Siegel des Mittelalters aus den Archiven der Stadt Liibeck Heft 5 S. 86. 
Tidetn. Evinghusen: Siegel rund, 2,5 Ctr., ein gespaltener Schild, vom gestreift, hinten ein FlUgel. 

Vmschrift: Bigtflntn ^mnaiTi emqndinecii. 

III. 

Der Rath von Riga empfiehlt dem Rathe von Liibeck zwei in Auftrdgen ihrer 
Obern reisende Franziskaner . 1460. Mai 16. 

Vnsen fruntliken grut mit vormogen alles guden touorn. Ersame vor- 
sichtige leue heren, guden frunde. Dusse iegenwardighe innighe geistlike brodere, 
her Bartholomeus vnde her Laurencius des ordens der mynner brodere van der 

') In zwei andern, an demselben Tage ansgesteUten Urkanden haben Jobann Segeberg fdr sich 
allein eine Rente von 84 m^ aus dem Dorfe GrOnau, Johann Segeberg und Bertold Witik gemeinschaft- 
lich eine Rente von B8 m^ 8 /S aos den DOrfern Linau und Wentorf den Schwestem des Michaelis 
Convents tiberwiesen. 






1460. Mai 16. 3 

observancie sancti Francisci, uthgesand in vromede yeghenode vnde uthwendige 
yeme lande na uthwisinge des breues eres oldesten ynde ouersten vnde dorch 
yele lande bethheer in vnse stadt vorwandert nach dem willen Godes eeren 
Qthgesatten wech alse gehorsame brodere geme to vullenbringende^ hebben vns 
demodigen juwer ersamheit erenthaluen to scbriuen angelanget. Hijrumme wij 
juwe ersamheide mit allem vlite deger fruntliken bidden, dussen genanten her 
Bartholomeus vnde her Laurencius juwer leue vmme vnser bede willen laten 
beuolen sin vnde en fnintlicke gunst bistant vnde vordemisse bewisen. Vnde 
wente zee nach der obseruancien nicht egene gebruken, en behulplick willen 
wesen, dat zee mit juwen koppluden to Berghen in Norweghen komen moghen 
vnde darsuluest van dem koppmanne vorhoghet besehermet vnde gefordert werden, 
bett zee in eren notrofftigen rechtuerdigen weruen nach eres ouersten willen tho 
wcghes ende komen moghen, dat Idn vam allerhogesten darvor to entfangende, 
de juwe ersamheide mote sparen gesund zelichlihen. Schreuen vnder vnser stadt 
secret, am fridage vor dem sondaghe Vocem iocunditatis etc. ymme etc. LX®"* jare. 

Consules Eigenses. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der stadt Lubeke, vnsen besundem 
gunstigen vrunden mit ersamheit. 

Nach dem, Original auf Papier. Mit aufgedriicktem, zwn grosseren Theil erhaltenen Secret 

IV. 

Schreiben der Aelterleute der Novgorodfdhrer bei Sendung von Soldnern auf nach 
Eeval /ahrenden Schiffen. 1460. Jun. 36. 

Vnsen vrundliken grute myt vormoge alles guden. Juwer ersamheyt to 
weten, leuen heren vnde guden vrunde, dat wy dar senden in dessen schepen 
alse in scypper Arnd Vlutener, in scypper Hinrich Wulff vnde in scypper Hans 
EadeloflF LXIIII soldeners, by namen so de schryfft inholt, de hyrin besloten is, 
vnde wo vele en jewelyck scypper inheflft. Desse soldeners sullen dar myt juw 
hebben, dewyle se dar lyggen, to elker weken elk man III fording ryges. Leuen 
heren, worvmme wy jw vrundliken bydden, dat gij wol doen vnde wyllen darto 
ordineren vnde schicken vrame lude, de den soldeneren vtrychtynge, so vorge- 
screuen is, don, dewyle se myt juw dar lyggen. Wes se dar vtgeuende werden, 
dat se dat vp vns auerkopen, dat wylle wij to dancke wedder betalen. Aldus 
sin wij vrundliken van jw begerende, dat gij de schepe van dar wedder spoden 



1460. Nov. 11. 5 

VI. 

Heinrich Beuss von Plauen, Ordenskomthur in EUnng, bittet den Bath von Ltlbeck, 
die Einforderung von 291 njfi fUr gekauften Bernstein von den Erben eines 
imwischen verstorbenen LUbecker Burgers zu unterstutzen. 1460. Nov. 11.^ 

Vnnsern fruntlicheii grus mit vormogen alles gutten stets zcuuor. Ersamen 

vnd namhaftigen liben hem vnd frunde. Wir thun euwer weisheit zu wissen, 

das Hans Schutcze, euwer stadt mitteburger, vns in vorgangenen czeiten etlichen 

bernsteyn abegekoft hat. Die summa des geldes vor sulchen bernsteyn trift sich 

W vnd XCI marg vnd III ferding prewsches aides geldes, das her denne bis 

vff desse czeit nicht von sich gegeben hat. So vorneme wir, wie her durch 

schickunge des almechtigen Gots vorscheiden ist. Also bitten wir euwer wisheit 

mit besunderm ganczen vleyse, das ir mit des gedachten Hans Schutzen neesten 

frunden adir vormundern wolt bestellen, das sie vns sulche summa geldes vsrichten 

vnd das Hartwig Stangen antwarten, desem beweyser. Vnd wolt euch hirinne 

80 beweysen, also ir wolt, das wir vns ken den euwern halden vnd beweysen 

soUen. Das woUen wir vmme euwer weisheit vnd die euwern in allem gutte 

vorscholden. Gegeben vff vnserm slosse Prewschemarkt, am tage Martini im 

etc. LX^ jar, vnder vnsem ampt segel. 

Bruder Heinrich Eeuss von Plauwen, 
kompthur zcum Elbinge Dewtsches ordens. 

Aufschrift: Den ersamen vnd namhaftigen hem burger meistere vnd rat- 
mannen der stadt Lubeke, vnnsern sundern gonnern vnd gutten frunden. 

Nach dem Original a%if Papier. Mit geringen Beaten des Siegels. 

VII. 

Verfugungen des Baths von Lubeck uber die Gerechtsame der Nurnberger und 
anderer Fremden. 1460. 

Int jar LX do weren vnse olderlude, de do seten, vor dem rade myt den 
van Norenberge vnde wunnen dat recht, dat en de rad affsede vor recht, dat se 
opene kelre holden mochten, also se se van oldynges gheholden hadden, men se 
en scholden in eren kelren anders nicht veyle hebben men tant, also ambachtes 
man bynnen Norenberge maken mochte. 

') Angekommen den 10. April 1461. 



1461. Jan. 15. 7 

f V margk. Item, leue Eire, ick solde dij wol tidinge schriuen, men du eoldt zee 

dar beth horen, wenn ick eth dij schriuen kan. Item, leue Eire, wete, dat hir 

is eyn geselle, de heth Gerdt Radeheym, dar byn ick es mede eyns vnd ick do 

em hir EQ^ margk van vnser beider wegen, de horen dij halff vnde mij de 

ander helffte, dar sal he vor geuen vp sunte Johans dach, verteyn dage myn 

eflEte mer, 11^ rinsche gulden, eflPte dat geldt nicht vth en qweme vp de tijd, wat 

schade dar forder vp qweme, den sal he my vprichten. Item desse 11^ gulden 

sal Hertich Stange redt geuen vppe de tijd, dith lath di toseggen van Hertich 

Stangen vnd schriuet mij mit den ersten hir en antwurt van, wat Hertich hirto 

secht, wente wer id zake dat Hertich die dat geldt nicht toseggen wolde, so 

moste ick seen, wo ick em dede, wente de geselle is wisse genoch. Hirumb do 

wol vnd schriff my mit den ersten hir en antwurt van, to Reuell eflPte to den 

Holme eflFte to der Rige, desse dre wege dar schriff mij tidinge, wente den wech 

moth ick vth, hir en steyt nen oldt geldt to kriegen, hirumb moth ick don, wo 

ick kan, Ick wil mijn ding slijten vnd wil mit den ersten vth dem lande wesen, 

offt ick kan. Ick sta mit eynem schipper in worden, den hebbe ick vorfracht, 

to dem Holme offt to Reuell to segeln offt to der Rige, vnd ick hebbe em 

togesecht XXX schippunt hoppe. God vorlene beholden reise. Disse dre wege 

schrijff mij tidinge mit den ersten vnd do de brieffe yo bekanden luden, dat 

zee mij to der stede kamen. Item, leue Eire, ick solde die wol vaken schriuen, 

men de lude willen van hir gene breffe voren. Nicht mer vp disse tid, men 

sy Gode beualen. Geschreuen to Konigesberch , dos donnerdages vor sunte 

Anthonijus dach anno LXI etc. 

Brun van Achem. 

Nach einer von dem Rathe von Danzig, dem der Brief ala Lubeckiadier von dem Ordenameister mber- 
liefert war, mit Schreiben vom 1. April (middeweken vor Faschen) eingesandten Abschrtft. 



Der Knappe Luder Eumohr verkavft dem Andreas Geverdes, Rathmann, und dem 
Qerd von, Lente, Burger in Lubeck, das Dorf Wester au fur 1450 mfL 
Lub, Pf. 1461. Jan. 19, 

Ik Luder Rumor, knape. Bekenne vnde betuge openbar in vnde mit 
desseme breue vor alle den jennen, de ene zeen edder horen lesen, dat ik wit- 
liken wolberadenn modes mit willen vnde vulbord miner rechten eruen vnde 
negesten vnde besunderges mynes gnedigen heren, hern Cristiem, to Denne- 



1461. Jan. 19. 11 

Cristiern, hertoghe to Sleswijgk, greue to Holst^n etc., vnse secretum witlyken 
laten henghen to dessem breue. Ghegheuen an vnsem slote Segheberghe, na 
Oodes bord veerteynhundert dama in dem eenvndesostighesten yare, am auende 
Eabiani vnde Sebastian! der hilghen merteler. 

Nach dem Original. Mit anh&ngendem Siegel des Konigs. Es ist iibrigens dem zu Bd. IX. JA 8S6 
heschriebenen gleieh, nur isi rechts am Schilde ein Engel der Schildhalter. 



Der Rath von Wismar schreibt dem Rathe von Luheck, dass seines Wissens der 
Wismarsche Ha/en niemals von Banzigern benutzt sei, urn geraubte 
Ddnische Outer dahin zu bringen oder sich zu Feindseligkeiten gegen 
Ddnemark auszurusten, mit der Bitte, dem Konig Christian davon Mil- 
theiJung zu machen. 1461, Jan. 23. 

Vnnsen fruntliken grud vnde wes wij gudes vormogen thouornn. Ersamen 
leuen heren, bisundem guden frunde. Alse gij nv hebben geschreuen vnd copien 
mede sand sodanes breues, alse juw de irluehtigeste hochgheboren furste vnde 
here, her Cristiernn, der rike Dennemarken Sweden vnde Norwegen etc. koningh, 
heflFt gesand rorende, wo etlike van Dantzike, de zine gnade vnde syner gnaden 
ryke vnde vndersaten bouen sodanet bestand vnde vrede vppe juwem raidhuse 
hijrbeuom besloten dagelikes beschedigen vnde zulkes bynnen vnse stad bringen 
scholen vnde dat darsulues sliten vnde sick van hijr wedder vth vitalien vnde 
starcken etc., hebben wij giitliken entfangende woll vornomen, begerende juwen 
ersamheiden darvp gutliken weten, dat hijr nummant van Dantzike in vnser hauen 
heflFt gewest, dat vns witlik ys, de syne gnade vnde de syne beschediget vnde 
sulkes hijr bracht hebbe, edder de sick hijr vth vitaliet vnde starket hebbe, vnde 
wij willen dar ok mit gantzem vlite vore wesen, dat hijr nummand vth edder 
in syne gnade vnde de syne schall beschedigen jeniger wijs, ok nummant jegen 
syne gnade vnde de syne sick hijrvth schall vitalien edder starcken, ane de 
varende copman, de mit rechter kopenschop vmmegeit vnde vnse hauene vorsoken 
werd. Vnde bidden van juw, ersamen guden frunde, gij dyt vppe juwe vor 
beterent sinen koninckliken gnaden vor en antworde wedder schriuen vnde vns 
hijrane mit dem besten vorantworden vnde entschuldigen willen. Vorschulden 
wij altijt mit vlite gheme, wor wij konen vnde mogen, jegen juwe ersamheide. 
Vorder alse gij schriuen vnde begheren, wij juw vor de van Colberge enen 
besegelden geleidesbreflf schicken willen, en vortau rayt juwem leidebreue to 



1461. Jan. 27. 13 

grypet, vanget vnde een ere schepe vnde ghuder ghenamen hefft vnde de vnsen 

in vencknissen liggende, vnde van vns nicht wyl nemen vor heren forsten vor 

yw werdighen, wes recht ys, noch vor synen rade, dar wy in vortiden vnsen borger- 

mester hadden vuget in syne rike. Ok vurder vnse herr des landes syk hefft 

vorbaden van vnsent wegen, rechtes thu plegende, ok nicht weddervaren mach, 

men he wyl syk holden, so he vns scryfft vnde anbuth, an vnse lyff vnde ghuet, 

dat he vns doch deith yeghen God ere vnde recht. Wy doch in warheith 

yeghen syne gnade yffte de ryke ne vorschult hebben, dat God bekent etc. 

Des, werdighen heren, bidde wy yuwe klare wysheit myd andachtliken beden, 

vns yuwen gunstighen guden rath mede thu delende, in wath mathe vns hijr 

tiliu hebbende, nachdeme de here konink nicht van vns wyl nemen, wes recht 

ys, men also syk thu holdende an vnse lyff vnde ghuth yeghen God vnde recht, 

vnde wy vns noch vorbeden vor yuwe ersamheit vnde vor alle de yenen, de 

yuwe leue dar wyl thu theen, vulkameliken na thusprake vnde antwerde rechtes 

thu horende, vnde dat vnrecht by vns nicht schal wesen, men alle weghe heren 

manne vnde stede besunderghen yuwe werdicheit rechtes auer vns mechtich. 

Vurdermer kan yuwe lutter wysheith mer derkennen, wy vns hogher vorbeden 

scholen, synd wy de yenen, de em so gerne don. Hijrop, werdighen heren, 

bidde wy vnde begheren yuwes scryfftliken gunstighen gudes rades by desseme 

yeghen wardighen vnseme baden, vns thu benalende, wo wy vns hijr moghen 

thu hebben. Yffte denne yuwe werdicheit deme heren koninghe alsulk hadde 

benalet, dat syne gnade noch van vns neme, wes recht were, duncket yw radsam 

wesen, zee wij gerne. Doch so sette wy dat by yw, wes gy darane wyllen dim. 

Ok so bevruchte wy vns, so veme myd deme heren koninghe vnde vns in bestant 

nicht kumpt, dat vnse here syk merkliken werd vordemde denne yegent jar in 

de zee, dat denne nicht vramelik mochte wesen deme varende kopmanne, dat wy 

doch nicht gerne seghen, deme so scheghe. Wy vns doch vermuden alsulken 

thu kerende, so veme de here konink noch wolde recht horen vnde van vns 

dat nemen. Ghode almechtich beuolen. Screuen thu Eugen wolde, vnder vnsen 

secret, am dinxstedage vor Purificacionis Marie, anno Domini etc. LXP. 

Kadmanne thu Rugenwolde. 
Aufschrift: Den grot werdighen laueliken vnde wolwysen heren borger- 
mesteren vnde radmannen der stad Lubyk, eren besunderghen gunstighen heren 
vnde guden gunren myd aller werdicheit. 

Nadi dem Original auf Papier. Mit Besten des Secrets. 



1461. Feb. 1. 15 

emen in den ersten achte dagen, alse se darumme mauet werden, en deger vnde 
alto vnde mit der plichtigen renthe vpriehten vnde wedderleggen vnde sick des 
mit nenen saken entschuldigen, vnde willen vnde scholen ok desse vorschreuene 
acker nenewys antasten plogen offte bearbeiden laten, so lange went se en in der 
betalinge dan vnde holden hebben, des se en plichtich synt. Deden se darjegen, 
80 scholen vnde willen se noch jemant van erer wegen sick mit den voresprokenen 
ackeren vnde eren tobehoringen vnde vryheyden neynewijs mer beweren to 
netende oflPte to brukende, vnde ok dar nicht mer vp saken oflPte spreken, men 
Lambert Wytinghoif vnde syne eruen vnde de witliken hebber desses breues 
mogen vnde scholen der denne bruken vnde neten to eren besten vnde se denne 
mit krafft desses breues sunder rechtes forderinge antasten vorkopen vorgeuen 
vorhuren vorsetten vorandem vnde vppelaten, weme se willen, vnde anders dar- 
mede don vnde laten, alse ererae willen beHaget, sunder des vorbenomeden 
Hinrick Johanssons vnde syner eruen oflfte anders jemandes vulbort vnde willen 
vnde ane alle naschuldinge broke vnde hynder eynes jewelcken. Desulue Hinrick 
Johansson vnde syne eruen willen vnde scholen ock vnder eren egenen kosten 
vnde arbeyde dem erbenomeden Lamberde vnde synen eruen vnde den witliken 
hebberen desses breues de voresprokenen ackere mit eren tobehoringen gans vry 
holden van der hetschup wegen vnde in alien dingen, vnde en darane der vor- 
benomeden veer marck renthe vnde eres houetsummen rechte waren vnde ent- 
weren vor aller ansprake vnde bewernisse eynes jewelckenn, vnde he hefft mit 
bedderuen louenwerdigen mannen vor vns nogehafftigen betuget vnde vorwisset, 
alse he van rechte scholde, dat desuluen ackere in alien dingen vry weren vnde 
vnvorpendet wente vppe de stunde, dat he desse rente darane vorkoffte. Jodoch 
demesuluen Hinrik Johansson vnde synen eruen de gnade to beholdende, so verne 
alse se de renthe jarlikes to willen betalen, alse vorschreuen is, dat se denne 
desuluen veer marck renthe wedderkopen mogen alle jar in den achte dagen 
Vnser leuen frouwen Lichtmissen vor vefftich mrk. lub. deme suluen Lamberde 
vnde synen eruen vnde den witliken hebbern desses breues de houetsummen mit 
der plichtigen renthe vnde mit alien schulden bynnen der stad Lubeke tosamende 
to betalende an gudem pagimente, alse dar tor tijt genge vnde geue is vnbeworn, 
buten bescheiden de klenen vnde holen penninge, vnde en den wedderkop eyn 
halflf jar touorn witliken to uorkundigende. Alle desse vorgeschreuen stucke hefft 
Hinrick Johanssen ergenomet vnde syn husfrouwe mit em vor sick vnde ere 
eruen in vnser jegenwordicheit gelouet vnde secht dem vorbenomeden Lamberde 



1461. Feb. 3. 17 



Amd Kolpin schreibt dem Bathe von LUbeck, doss er gem 100 Last Roggen kaufen 
woUe, hittetj die Erlatibniss zur Ausfuhr bei dem Herzog Erich von 
Pommern und dem Rathe von Wolgast nachzusuchen. 1461. Feb. 3. 

Minen steden vruntliken denst touorn. Ersamen leuen heren, besundergen 

gunstigen vrundes. So my juwe ersamheid scrifft, ik schole Hinrick Bentzin, 

juwem marketfogede, van wegen juwer stad togesecht hebben, to kopende vnde 

to schickende hundert last roggen to uorjaren etc., des, leuen heren, do ik juwer 

"^jsheid to irkennende, dat ik wol vorhandelt hebbe mit demsuluen Hinrick 

Bentzin vmnie den roggen. So wil ik gerne vmme juwer leuen willen mynen 

^lit darto doen vnde hijr kopen hundert last roggen, so verne gi ene konen 

"v^thkrigen. Darvmme dunket my nutte syn, dat gi sunder bileggent scriuen an 

^nsen gnedigen hern hertoch Ericken, dat he mochte laten den roggen vleten 

"^or Wolgast hen vnde ock hijr an vnsen rad, dat gi den roggen hijr mochten 

^hkrigen, vnde id duchte my wol radsara syn, dat gi boswereden den irluchteden 

Heren, hem Hinrick den jungen, hertogen van Swerin, dat syne gnade an vnsen 

genanten hem Ericken darvmme ock screue, dat gi also vmme syner beden willen 

hijr den roggen vth vnde den vor Wolgast hen krigen mochten. Kan ik juw 

^^orane denen, dar scholen gi nummer ane twivelen, ik mynen gantzen vlijt darbi 

doen wil. Sijd mit Gode. Screuen vnder mynem ingesegel, am dage Blasii, 

anno etc. LXI®. 

Amd Kolpin. 

Au/schrift: Den radmannen to Lubeke, sijnen u. s. w. 

Nach dem Original anf Papi^. Mit jetzt unkenntlicheni Siegel. 

XVII. 

t^ropstf Aebtissin und Convent des Klosters in Binteln bitten den Bath von LUbeck, 

das Einsammeln von milden Gaben zu gestatten. 1461. Feb. 5. 

Jhesum Cristum tovom vnde vnse innighe bed to densuluen vnsen heren. 

Erwerdighen leuen heren. Vmme not vnser closters vnde sunderiikes vmme val 

^"nser kerken to bewarende sende wy twe myd namen Margarethen Byleuelt vnde 

Alheydis Menken, vnse begheuenen gheystliken sustere, an juwe werdicheyt, in 

juwer stad van bederuen cristenen luden almissen to biddende, so wy ok eyr 

3 



1461. Feb. 11. 21 

in schipper Cleis koggen wesende etc., so hebben wij en wedder schipp vnde 
gud vp juwe certiflcacien breue togesecht vnde weddergegeuen vnde sulden wij 
den juwen vp juwe breue ere gud also wedder toseggen vnde de vnsenn der effte 
ire guder glickewol mit juw darvmb gethouet solden werden, moge gij leuen 
heren wol irkennen, vns vnde den vnsen dorane to kort geschege vnde ouell 
darmede to lijdende stonde. Wat hiruann forder gescheenn mach, biddenn wij 
nach juwe clarlik antwerde vns mit den erstenn to uorschriuenn. Gode dem 
herenn syt beuolenn to langenn salichhen tydenn wolfarende in aller glucksalicheit 
Geuenn to Danczik, am middewekenn negest na dem dage Scholastice virginis, 
im etc. eynvndesostigestenn jare. 

Eadmanne Danczik. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stat Lubecke, vnnsenn u, s. w. 

Nach dem Original auf Papier, Mit als Pressel aufgedriicktem Siegel. 



Heinrichy Herzog von Mecklenburg, schreibt dem Bathe von Lubeck wegen einer 
Forderung Heinrichs von Plessen an Cord Hoykendorp, 1461, Feb. 14. 

Hinrick, van Godes gnaden hertoge van Mekelnborch vnd 
greue to Zwerin etc. 

Vnsen gunstigen grut tovom. Ersamen vnde wisen leuen besundern. 
So gij vns van wegen Cord Hoykendorpe, wandages juwes schencken, (schriuen), 
de juw schole to irkennende geuen hebben, wo dat de duchtige vnse leue ge- 
Iruwe Hinrick van Plesse eme schole maninge doen vmme veerhundert rinsche 
gulden schaden, den he in vortijden, doe he noch in juwen densten was, schole 
geleden hebben, begerende wij id raochten voruogen mit dem obgenanten 
Hinricke, dat he sodanne sake in gude bestaen lethe, beth gij vns to worde 
hadden gewesen etc., des doen wij juw weten, dat de vorberorde Cord Hoiken- 
dorp sodannen schaden in juwem denste vmme juwen willen edder van juwer 
vegen heft nicht geleden, men eme suluen van siner egen wegen tokumpt. 
Vorumme bidden wij vnde begeren andechtigen, wes de vorsechte Hinrick van 
Plessen iegen den vorbenomeden Corde mit rechte vor vns vorfordern kan vnd 
IB deme rechten beholden, gij dat to nenem vn willen nemen vnd juw nicht 
^njegen en sij, wente wij in kort jeghen juw dencken to ridende vnd willen 



1461. Marz 8. 2 



9. 



Entscheidung des Baths in einer Havarie-Sache. 1461. Mdrz 8. 

Witlick zij, dat Hinrik van der Heyde, borger to Lubeke, vor deme 
ersamen rade to Lubeke tosprake gedan hefft to schipper Thomas Messingk van 
wegen etliker inschependen guder, de wedder ouergesat worden, vrarae de to des 
ghemenen besten willen to lossende der guder, de darinne bleuen, welke guder 
denne van wedders windes vnde stormes wegen vppe deme Pampoys in der van 
Lubeke hauene mit deme pramen scholen vndergan zin, begherende des van 
deme rade vorscreuen, eyn lubesch recht afftoseggende, wo yd vmme sodane 
guder varen scholde. Des denne de erscreuene rad to Lubeke na besprake vnde 
ripeme rade beiden parten heflft aflPgesecht recht: nademe zodane guder vmme 
des ghemenen besten willen gelosset weren, so vorgerort is, so scholde de schade 
gan ouer schip vnde gud. 

Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1461, Oculi. 



Kunigunde, Aebtissin in Zarrentin, hittet urn die Erlaubniss, in Lubeck Almosen 
sammdn zu Idssen, 1461. Mdrz 12. 

Vnsse innige beet myt lutter leue in God etc. Ersame heren vnde leff- 
like gunre. So wy an vorleden tijden vor juwer iegenwordicheit gesand hadden 
vnsse suster, vor Druden Nigenborges, myd andern erliken personen, de des 
louenwerdich weren, de juw geuen irkennende vnsse werff van wegen vnsses 
bichtigers, gij em wolden gunnen, dat hee bede bynnen juwer stad Lubeke to 
vnsser kerken behoff, vnde gij vp de vorscreuene tijd des vmboraden weren etc. 
darvmme bidden wij andachtigen myt otmodigen beden, gij noch willen don 
vmme juwer salicheit vnde bowillen endrachtliken vnssen bichtegher, dede hir 
iegenwordich is, en wiser vnsses breues, dat hee mit juwem orloffe vnde 
willen moge bidden van vramen luden to vnsser kercken bohoff, vp dat gudes- 
denst gevorderet werde vnde zin loff gemeret werde van wegen juwer hulpe, 
wente gij, erliken heren, konen wol bekennen, dat wij sodan work nicht konen 
vuUenten van vnsser egen mach wegen. Darvmme bowiset vns hijr willenn ane, 
darvor willen wij ellenden kinder stetliken God vor juw bidden nacht vnde dach 
an vnssen otmodigen sunderlat. 8yd dem almechtigen Gade beualen sund vnde 



1461. Marz 28. 25 

syne gnade vns hijrvp werd gheuende vor eyn antwort, wille wy yuwer leue 

s lender sument benalen. Begheren, gij myd deme heren koninghe vorscreuen 

tx^jchen synen gnades vnde vns in vruntlik bustant thu eyner tyd mochten 

v^^tighen, de synen gherne vordem vnde hnlpelyk willen wesen, wor wy konnon 

ide moghen, mach deme so schen. Gade ewich beualen. Screuen thu Rugen- 

olde, vnder vnsem secrete, am sunnauende vor Palme, anno Domini etc. LXI^ 

Eadmanne thu Bugenwolde. 

Aufschrift: Den grotwerdighen laueliken vnde wolwysen heren borger- 
esteren vnde radmannen der stad Lubick, eren besunderghen gunsteghen guden 
'vrunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit ah Fressel aufgedriicktem Siegel. 



Entscheidung des Raths von Ltibeck, dass der Rath von Kiel berechtigt set, das 

Amt eines Knochenhauers nach WiUkUr zu verleihen, 1461, Mdrz 29. 

V\ itlick sy, dat schelinge vnde twidracht is ge wesen twisschen deme 
ersamen rade tome Kyle vnde deme ampte der knokenhouwer darzulues alse van 
wegen der knokenhouwer lede bynnen deme Kyle, wente de rad tome Kyle in 
tneninge was, dat ze de lede mochten vorlenen, vnde de knokenhouwer menden, 
de rad mochte der nicht vorlenen. Darvmme ze an beiden sijden ere vulmech- 
tigen procuratores, beschedeliken de rad de ersamen manne Goslik Middelborgh, 
borgermester, vnde Marquard Scheie, radman, vnde de ghemenen knokenhouwer 
de beschedenen Tymmen Wogen, Laurentium Visch, Hans Mekelnborgh vnde 
Beymer Ghiseken mit eren machtbreuen van deme rade tom Kyle vorsegelt vor 
den ersamen rad der stad Lubeke alse willekorde schedesheren hebben gesant, 
de denne an beiden sijden ere procuratoria vnde machtbreue deme rade to Lubeke 
ouergeantwordet hebben, de de rad hefft lesen laten vnde na erer flitigen vor- 
horinge bij macht vnde werde gedelet, dama se vort an beiden sijden sijk vor 
deme rade to Lubeke in jegenwardicheit enes openbaren notarii vnde tughe vor- 
villekorden, also allent wes en de rad to Lubeke in der bouenscreuen twistigen 
zake vor recht vtsprekende vnde affseggende worde, dat ze dat stede vast 
^de vnuorbroken holden, nergene schelden eflFte anderwor voruolgende wolden. 
^nde de procuratores der ghemenen knokenhouwer vorscreuen togeden enen 
openen permyntes breff van deme rade tome Kyle oldinges vorsegelt inneholdende, 

4 



1461. Apr. 8. 29 

langhen tijden Screuen tor Hanrouwe, am mytweken am hillighen feste Paschen, 
^inno etc. LX. primo, vnder mynem iagesegel. 

Henneke Walstorpp. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stat Lubeke, sinen u. s. w, 

Nach dem Original avf Papier, Mit Resten des Sitgels. 



Zeugniss Uber die Heilung eines Aussdtzigen. 1461, Apr. 12. 

Witlik zij, dat mester Peter Heyne, richteschriuer, in jegenwardicheid 
Marquard Scherues vnde Hans Northoues, borgeren to Lubeke, vor deme ersamen 
rade darsulues to Lubeke heflFt getuget, dat Ludike Kluuer vnde Ludike 
Kemmensteen vppe deme stene to sunte Jurgen vor Lubeke belegen Tilemanne 
Kerckhoue beseen vnde densulfften Tylemann mit den andem sanden vnde 
zeken van wegen der zuke der vthsetzioheid nv tor tijd reyne befunden vnde 
gherichtet hebben. 

Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1461, Qxiasimod. 



Papst Pius II. tr&gt dem DeJcan der Lubeckischen Kirche und dem Domherrn 
Albert Krummendik auf, einen Streit der Elisabeth, Wittwe des Nicolaus 
Sarbens, mit dem Kloster Doberan zu entscheiden. 1461. Apr. 13. 

J: ius episcopus, seruus seruorum Dei. Dilectis filiis . , decano et Alberto 
Cromedijck, canonico ecclesie Lubicensis salutem et apostolicam benedictionem. 
Conquesta est nobis Elizabeth, relicta quondam Nicolai Sarbens laici, vidua 
Zwerinensis diocesis, quod abbas et conuentus monasterii in Dobbraen Cisterciensis 
ordinis et quidam alii clerici dicte diocesis super quibusdam immobilibus in 
eadem diocesi consistentibus mobilibusque bonis pecuniarum sum mis et rebus 
aliis iniuriantur eidem. Cum aut^m dicta vidua, ut asserit, potentiam dictorum 
iniuriantium merito perhorrescens eos infra ciuttatem Zwerinensem et diocesim 
predictam nequeat conuenire secure, discretioni uestre per apostolica scripta 
mandamus, quatinus vocatis, qui fuerint euocandi, et auditis hinc inde propositis, 
appellatione remota usuris cessantibus decernatis, facientes, quod decreueritis, per 
censuram ecclesiasticam firmiter observari. Testes autem, qui fuerint nominati, 
si se gratia odio uel timore subtraxerint, censura simili appellatione cessante 



32 1461. Apr. 13. 

Alffs vnde ok zodder. Ok en kone wij anders nicht vorvaren, sunder de juwen 
hebben dar toUen geuen wente heertho. Doch dat is vnsem gnedigen heren dem 
koninge etc. vnde juw vntwischen, wan syne gnade wedder bij de hand kompt, 
so werde gij juw mid synen gnaden dar wol vmme vorliken. Doch, leuen heren 
vnde guden frunde, hebbe wij mid dem ergenomeden Henneken Walstorpen ge- 
sproken vnde heft vns gesecht, den man, den he in vengnisse heft, vnde ok syn 
perd to borge to donde vppe redeliken tijd, alse vppe sunte Johannes dach 
to midsomer, waneer de man kumpt mid bedderuen luden, de dar got vor syn 
vnde vor em lauen willen, so wil he ene gheme to borge don in desser na- 
screuenen wise, dat men dar ener tijd vnde enes daghes vnder vorrame to hand 
na den Pinxgsten, wan juw dat beqweme is, vppe legelike stede alse to Struck- 
dorpe, dar mines heren redere mogen bij komen vnde gij de juwen mogen bij 
senden vnde Henneke Walstorpp vnde de ergenomede Hans Wolgemid ok jegen- 
wardich komen. Duncket denne juw mid mines heren rederen, dat de man an 
Henneken nicht gebrbken heft, dat he denne qwijt werde. Duncket juw ok, 
dat de man wes gebroken heft, dat Henneken denne wedder vare, wes juw mit 
mines heren rederen duncket, de dar komende werden, fruntschopp odder recht, 
dar wil he ane tovrede syn. Wes juwer leue hijrane duncket, beghere wij juwe 
richtige bescreuene antworde bij dessem jegenwardigen, de sulue leue God vriste 
vnde spare zund vnde salich to langen tijden. Screuen to Nyemunster, am man- 
daghe negest dem sondage, als men in der hilgen kerken synget Quasimodogeniti, 
anno Domini etc. LXI. vnder Claweses ingesegel, des wij samptliken hijrto bruken. 

Clawes Bantzouw. Detleff van Bockwolde. 

Aiifschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen ti. s, w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Siegela. 

XXXIII. 

Konig Christian henachrichtigt den Bath von LUbeck, doss er zum Schutze der 
Schiffahrt einige Auslieger in die Ostsee gesandt habe. 1461, Apr. 16. 

Cristiernn, van Godes gnaden to Dennemarken, Sweden 
Norwegen, der Wende etc. koningh, hertoge to Sleswijk, 
greue to Holsten Stormam Oldenborgh vnde Delmenhorst. 

Vnnsen gunst touomn. Ersamen leuen bezunderen. Vns is vorkomen, 
wo etlike vorsamelinge sij in der Ostersee, de denne scholen van dem hoch- 



38 1461. Mai 2. 



SchliesseTy Vogt und Richter des WeichbUds Heide heglanbigen die LUbecker BUrger 
Hans Veld in der Schmiedestrasse und Hans Veld in der Fischstrasse 
als bevoUmdchtigt, das dem verstorbenen Bode Baddeffs gehorige Haus in 
der Marlesgrube zu verkaufen. 1461. Mai 2. 

Juw ersamen wisen mannen heren borgermesteren vnde radmannen der 
stad Lubeke, vnsen ghuden frunden, don wij slutere vogede richebere des wick- 
beldes to der Heide witlik apenbare betugende in vnde mit desseme breue, dat 
vor vns sint gewesen Eode EadeleflPes zeliger dechtnisse wanaflFtich vpper Heide 
was in Detmerschen beleghen sine rechten erven vnde negesten, alse Boye Johan, 
Marquard Boye vnde Diderk Boye, brodere, vnde sine testamentarii alse de er- 
werdige here, hern Nicolawes Egge, Hans van Werben vpper Heide vnde de 
bescheidennen raannes Hans Veld in der Smedestraten vnde Hans Veld in der 
Vischstraten, juwe borgere, vnde hebben darsulues vor vns in der besten formen 
vnde wise, alse van rechte scholden vnde mochten, de bescheden mannes Hans 
Velde in der Smedestraten vnde Hans Velde in der Vischstraten vorgenomet 
mit jw wanafftich jeghenwardich vnllmechtich gemaket vnde in 6re ware pro- 
curatores gesat, vmme Radelleffs zelliger dechtnisse nalaten hus bynnen juwer 
stad in der Marleuesgroue beleghen tho eren besten to uoranderende vnde to 
vorkopende quid vnde vrij to uorlatende, de pennynge darvan kamende vpto- 
bfirende vnde to entfangende, quitansien darvan to gheuende vnde meynliken 
alle ander djmgk darbij to donde vnde to latende, de desuluen Rode Radeleffs 
eruen vnde testamentarii darbij don vnde laten mochten, offt se van der weghen 
mit jw personliken tor stede weren, stede vast vnde vnvorbroken tho holdene, 
wes de ergemelden Hans vnde Hans darbij doen vnde laten. In tuchnisse der 
warheit hebben wij vnses wickbeldes tor Heide ingesegel benedden an dessen 
breff laten hengen na der bord Cristi vertheinhundert dama in deme eenvnde- 
sestigesten jare, des sonnanendes na dem dage Philippi et Jacobi apostolonim etc. 

Nach dem Original. Mit anhdngendem Siegel. Es iat rund, 4 Ctr., und zeigt den Ertengd Michad 
den Lindwuryn todtend, zur Rechten ein Anker. Umschrift: •¥- BtgiOttltt itX bUXBdfOp tOT l^ri)t. 



Ulrich Weltzli, Kanzler am Kaiserlichen Hofgericht, sendet, nachdem das Gericht 
ein Urtheil gesprochen, deni Bathe von Lubeck den Entwurf eines von 



1461. Mai 7. 43 

dairomme voir v te dingen ende te dedingen in den recht, dat ghij hem dan 
goede ontcnmmeringe van recht ende expedicie van justicien doet gescien ende 
wederuaren ende uwe wijsheid soe gunsteliken hirinne bewijsen, als wij den- 
seluen volcomelic toebetrouwen ende wij den uwen, oft hen voir ons noet 
geboirden, geme doen zouden van gelijken. Dat kenne God allmechtich, die 
dieselue uwe wijsheid bewaren will in gesonden. Gescreuen VII. dage in Meye, 
anno etc. LXI. 

Die stad van sHertogenbosch. 

Aufschrift: Den — — raet der stad van Lubeke, onsen u. s. w. 

Nach detn Original auf Papier. Mit Besten eines Siegels. 



Das Domkapitel von Ratzeburg bittet den Bath von Ltibeck, zu gestatten, dass die 
Bauern von Lenschau etwas spdter ah an dem ihnen angesagten Termine 
in Lubeck erscheinen. 1461. Mai 7. 

Vnse innige bet vnde wes wy gudes vormogen. Ersamen leuen heren. 

Alzo gy hebben vorbadet vnse bftr van Lentzschow vor jw to wesende am vryg- 

dage negest vor dem sundage, zo me zinget in der hilgen kerke Vocem iocundi* 

tatis to souen tijd etc., des hebben dezuluen bur vor vns gewesen vnde vns 

der zake en deel vorstan laten, der se zik allenen nicht vnderwinden vnde 

vndergan, ouerst ze vns gebeden, wy willen de mede besenden, dat wy, leuen 

heren, vp den vorscreuenen dach vmme anvalles willen vnser kerken vnde ok 

de zake vor vns altokort gekomen is, alze men enen dach voren, nicht konen 

don. Hirvmme bidde wy juwe ersamicheyt myt gantzem vlite, gy willen zodane 

zake bestunden vnde an gude lat^n bestan wente am midweken negest vor 

Knxsten anstande, zo willen wy etlike van den vnsen myt den buren by jw 

hebben, darin gutliken an to sprekende. Schadet ok jw wes vp den dach, zo 

bidde wy, gy willen vns enen anderen wedder scriuen by dessem baden, dar 

willen wy gerne vp waren. Sijt Gode beuolen. Screuen vnder vnser kerken 

secret, am dunredage na Cantate, anno etc. LX. prime. 

Ludolphus, prauest, Johannes, prior, vnde dat gantzse 

capittel to Eazeborg. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubic, vnsen u. s. to. 

Nach dem Original auf Papier. Mil Spuren einea Siegels. 

6* 



1461. Mai 11. 45 

nemelken Hamborgli Bostok Wismer vnde Danczk dy sake vor jw escheden 
Tnde vns beiden parten boden by swarer pyne vnde vorvalle, midt jw bynnen 
to Lubek to kamende, wy qwemen edder nicht, dem horsamen dele scholde 
^weddervaren, wadt recht were. Deme wy so gerne deden vnde dar bynnen vnde 
Tppe dem wege grepen dy vamme Sunde sunder jenighe schult vnsen borger- 
meister Thomas Parcham, wol dat sy vnse mederichtere weren, so dat juwe 
recessesbriff mit juwem anhangheden grotesten ingesegel wol vtwiset, vnde ene 
also tu langhen tyden in gevenkenisse hylden vnde vor em den vamme Sunde 
muthen nv geuen vnde betalen XVP vnde XXV gulden ane alle vnsen anderen 
vorderfliken merkliken vnde groten schaden. Mochte gy nv, werdighen liuen heren, 
midt den anderen jw bibelegenen steden also bespreken, nademe dat gy noch 
alles redelken vnde rechtes noch wol ouer vns mechtich syn, dat wy van Star- 
garde jegen dy vamme Sunde vnde van Stettin mochten by rechte bliuen vnde 
80 iammerliken nicht vorwaldiget vnde vorvnrechtet werden. Wente, liuen heren, 
vy nv vorvaren, also gy jw beclagen, dat dy gemeyne kopman to water vnde 
to lande beschinnet vnde berouet werde vnde van alle syner rechtichheit kvmmet, 
is vns hertliken leedt vnde wolden dar gerne to helpen midt line vnde gude na 
vnsem vormoge, dat deme also nicht en schege. Vele meer moge wy vns des 
to jw vnde to alien framen luden beclagen, dat vns alsulk beschudt vnde wedder- 
vardt an vorwaldinghe gripendes schinnes vnde roues van den vns bibelegenen 
steden in der hanse besethen vnde konen id to nenem rechte midt em bringhen 
vnde noch trost noch hulpe van imande darane krighen, Wes wy nv hulpe 
vade trostes mochten van jw darby hebben, bidden wy, gij vns noch gutliken 
by dessem boden mogen vorscriuen. Weret dat deme also nicht en schege, kone 
gy, liuen heren vnde vrunde, wol merken, dat wy dat Gode vnde alien vramen 
heren vnde forsten mothen clagen, beth wy by rechte mogen bliuen, dat wy 
doch rechte vngerne deden, so veme id vns van jw mochte weddervaren. Gode 
almechtich beualen. Gegeuen to Nienstargarde, am me mandaghe vor Vnses heren 
hemmelvardt, vnder vnsen secret, anno etc. LXI. 

Eadtmanne to Nienstargarde. 

Aufschrift: Den ersamen wolwisen heren borgermest^ren vnde radesheren 
to Lubeck, vnsen besunderghen liuen guden frunden etc. 

Noch dem Original auf Papier. Mit Spuren des aufgedriickt gewesenen Secrets. 



1461. Mai 12. 47 

beteren gestalt op dem ergenanten daghe krege. In alien landen hijr vmme 
lanck alles, dat dar frucht dreycht, id sij gras edder b6m, dyer edder bester, 
en wet sick woU, vthgenomen dat reddelike dyer, der mensche, dat wyl jo to 
wolde to, dat Gode geclaget sij, de juwer vorsichticheyd lange friste. Gegeuen 
an dem dinstage in der Crutzeweken in dem jare etc. LXI., to Nurenberg. 

Simon, juwer dener. 

Aufschrift: Den — — ratdraannen der stadt Lubeek, mynen u, s, w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit ah Fressel aufgedrUcktem Siegel (angek. den 28. Mai). 

XLiVII. 

Cord Hoykendorp bittet den Bath von Lubeek um 400 Gulden, die Heinrich von 
Plessen wegen einer im Dienste des Baths verrichteten Handlung von ihm 
fordere. 1461. Mai 13. 

Mynen willighen denst. Leue heren. Jwe leue bekent wol, dat ik by 

jw was, my to boklaghende vmme des schaden willen van Hinrik van Plessen 

"weghen, dat doch wol lude vnde stede weten, dat be my van nynerleye zake 

tosprek men van der zake weghen vnde ik ok myt em anders nicht en wet 

^ttostande, zander van jwes denstes weghen. Zo bidde ik noch, leuen heren, 

j wes ghndes rades, wente he my tosprek wol vmme verhiindert rynsche gulden 

schaden, dat ik nicht wol vtrichten kan zunder jwe hulpe vnde raet. Ok, leuen 

laeren, do ik was vmme desses vorschreuen rades willen to jw, do was ik to 

^tlekeme vt jweme stole des rades, biddende jwe leyde. Des wart my en ant- 

b'erde, dat my des nyn bohof en dede, wente ik were jwe bolende knecht, ok 

i'ente ik hadde myn tosechte ghelt by jwer ersamheyt. Bouen dat let my her 

-Andreas Gheuerdes holden myt dem bodel, nicht vmme schult willen, men vmme 

^f ^kenschop willen. Vnde wil em don vor jwer wisheyt, wor em dunket, wat 

x-^cht is, vnde ik em ne rekenschop vorwezet byn. Ok bidde ik, leuen heren, 

^Izo vmme dat tosechte ghelt, dat gy willen wol don vnde schicken dat by her 

^^tlarquart Becker, wente wy beyde krank zynt, dat vnser nyn dar koraen kan, 

"v^nde vns des grot behof is. Leuen heren, hir bidde ik en antwerde vp by her 

^^arquard Becker. Ghescreuen an Vnses heren heramelvart auendes, anno LXI^., 

'^nder myneme inghesegel.^ Cord Hoykendorp. 

*) In zwei anderen Briefen bat Cord Hoykendorp dieselbe Bitte ausgesproclien. Der erete ist ohne 
Ji^lireBzahl am Frohnleichnams Abend (Juni 3) geschrieben, der zweite ganz undatirt, am 20. Octbr. 1461 
^ngekonimen. FQr den ersten Brief ergiebt das Jahr 1461 sich auB einer Bemerkung auf der RQckseite. 
^'gl. M 20. 



1461. Mai 15. 49 

iuwer borgher vnde anderer vromer lude wegen, de nu kortes gheleden, Gode 
embarmed, vppe der Elue sind vordruncken vnde merckelick golt vnde clenode 
"bij sick hebben ghehad, begherende, wij dar voruarenheid vmme doen willen 
Tnde darna visschen laten vnde id so veruoghen, oft dar wes ghevunden worde, 
dat dat in guder vorwaringe bliue, wente wij des vurder to handelinge komen 
^tc., hebben wij to guder mate wol vorstaen vnde vort van stund vnser stad 
Tisscher, de dar tor stede voruarenheid hebben, vorbodet vnde en sodanent in 
leuele geuen, vnde wat vns denne van der wegen wedderfared, willen wij alien 
^vnsen flijth nach iuwen begherte geme vorvullen vnde bewisen. Dat kenne God 
almechtich, de iuw to langen tiden sund vnde salich sparen mote. Screuen vnder 
vnnser stad secrete, am fridage na Ascensionis Domini, anno etc. LXI^. 

Consules Hamburgenses. 

Aufschrift: Den. — — radmannen der stad Lubeck, vnnsen u. s, w. 

Nach dem Original. Mit Ueaten des Secrets. 

Verbot der Anlage eines Backhai^es. 1461. Mai 17. 

Witlick zij, dat Cord Bememan vnde Henningh Vincke vor deme rade 
to Lubeke mit etliken eren medenabem tosprake gedan hebben to Wolter Rutinge 
alse van wegen enes buses negest bij des erscreuenen Cordes huse belegen, dar 
de erbenomede Wolter Rutingh ein backhus aflf decht^ to makende, dat doch 
bouen dertich jar nyn backhus gewest were, daraff de gesechte Cord vnde 
Henningh vnde ere medenaburen zijk befruchteden , in tokomenden tijden to 
komende in schaden. Darvpp de erscreuene rad den ergesechten beiden parten 
iia besprake vnde ripeme rade heflft afifgesecht vor recht: nademe dat sodane 
erscreuene hus van langen jaren her nyn backhus gewest were, so en scholde 
Wolter Eutingk dar nyn backhus aflf maken.^ 

Nojch einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1461, Exaudi. 

III. 

Einsetzung eines Wechslers. 1461. Mai 20.^ 
Witlik zij, dat int jar na Cristi gebord veerteynhundert eenvndesostich, 

\) In gleicher Weise hat der Ratli die Anlage einer Brauerei in einem Hause in der Beckergrube, 
^ dem sie bisher nicht gedbt war, nicht gestattet. 1465, OcuU. 

^ Vgl. Panli, LQbeckische Zustftnde im Mittelalter, Th. 2, S. 107, 108. 

7 



1461. Mai 22. 51 

hengelecht na forme eyner tzedelen, de wy in juwem breue vorsloten ok ent- 
fangen hebben. Des wy iuw vruntliken bedanken, wowoll he vor Gode to vns 
neyn recht en heuet vnde vns swar ankomen will, vnse gelt vnuorschuldes 
vtthogeuende, so wille wy des doch, nachdeme gy id so bedegedinget hebben, 
geme volgaflftich wesen vnde willen sodane dusent mark, als id gedegedinget is, 
entrichten, nachdeme wy woU merken, dat in vnses heren keysers houe swar 
rechtgant is. Vnde wy bidden iuwe ersamheide myt sunderliken vlite vrunt- 
liken, dat gy vns van em yo myt ener nogaflftigen quitancien vorsorgen willen 
vnde dat he vns ok borgen sette, de vor em louen, dat he syne eruen noch 
nemant van syner wegen sunder alle argelist vpp vns vnse nakomelinge, vnde 
stadt van Eeuale vppe desse vorschelinge saken willen, sunder de vorlate darvan 
Try quijt leddich vnde los, als iuwe ersamheide denne woU irkennen kunnen, 
wo vns sodane vorwaringe beth van noden vnde behoeff sy. Vordermer, ersamen 
leuen heren, so heuet vns her Erick Axelssone, ritter vnde houetman vpp 
"Wyborch, eynen warschuwinge breff geschreuen, des copie wy iuw hijrynne vor- 
sloten zenden, vnde vns bedunket gar vnbequeme syn, dat de gantze copman, 
so vaken de genante her Erick wes myt den Bussen to donde heuet, stille liggen 
vnde de reyse in de Nue to segelende vormiden sail. Vnde darvmme so is vnse 
vnintlike bede, ok so dunket vns geraden syn vppt vorbeterent van iuw, dat gy 
inwen copman sodane warschuwinge ok vorkundigen, vnde dat gy an den heren 
koning to Dennemarken Sweden etc. schriuen, en darto vormogende, dat eyn 
sodant affgestalt moge werden, vnde wes iuw van em in sodanen saken weddir- 
uaren wert, dat gy vns dat ok dorch iuwe schrifften benalen willen, vppe dat 
^y vns dama mogen weten to richten. Dat wille wy alle tijt geme, wor wy 
oiogen, vmme iuwe ersamheide vorschulden, de Gode syn beuolen to langen 
zaligen tiden. Gescreuen to Eeuall vnder vnsen secret, des vridages vor Pingsten, 
^ den iaren vnses Heren etc. ym LXP*®'^ iare. 

Borgermeystere vnde raetmanne to Beuall. 

Aufschrift: Den — — raetmannen der stadt Lubeck, vnsen u. s. w, 

Nach dem Original atrf Papier. Mit liesten des Secrets (angekommen den 4. Juli). 

i.ai. 

Der Bath von Dorpat schreibt dem Bathe von LUbeck iti)er den ndchsten Hansetag, 
aber das Verhdltnisa zu den Statner und vber den Frieden mit Novgorod. 
1461. Mai 29. 



1461. Mai 29. 53 

Stamer myt vns bij liue vnde glide, de zake alhir itn rechte vor vnsem er- 

verdigen heren vthtodregende vnde to vorderende, vorbunden vnde vorsegelt 

lebben etc. Bidden noch, leuen heren, fruntliken, offt id sick so vindende worde, 

dat jenige badescop ofte breue an den obgenanten heren koningk van den ge- 

meynen henzesteden gande ofte schickende worden, denne desuluige zake van 

den Stameren den gemeynen steden vortogeuende vnde van vnser wegen anto- 

langende vnde to biddende, dat se de zake an den heren koning vorgemelt mede 

willen beuelen edder vorscriuen, dat sine gnade sodane vorbenoraede personen, 

de sick nicht an rechte laten nogen, nicht uppneme noch heghe den henzesteden 

towedder, wente wij vns altos to rechte geboden hebben vnde noch to demsuluen 

beden dergeliken, so vorgerord is, vnde sodane vnwonlike dageladinge gensliken 

afifstellen etc. Ok, leuen heren, so twiuele wij nicht, juwer ersamheid sij wol 

indechtich, wo lange dat de bifrede mit den Nougarders, de nu am lasten to 

gedye des gemeynen copmans uppgenomen vnde vorleget ward, de drade in korten 

jaren werd uthgande; darvmme duncket vns wol nutte vnde radsam wesen, 

ouereyntokamende, wanner gij de reyse gedencken to besenden, wente in dessen 

suluen bifrede den Russen io ouerseesche boden gelouet sint to komende. Des 

begere wij juwe vruntlike scriftlike antwerde. Hirinne, leuen heren, juw gud- 

willich laten vinden, so wij nicht en twiuelen, gij geme doet, dat wij, wor wij 

konnen vnde mogen, vmme juwe ersamheide willen vorschulden. Gescreuen 

vnder vnsem secrete, des vridages na Vrbani, anno etc. LXI. 

Borgermeister vnde ratmanne to Darpte. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der stadt Lubeck, vnsen u. s. w, 

Nach dem Original avf Papier. Mit Resten des Siegels. 

MV. 

I^r Bath von Stade schreibt dem Bathe von Lubeck, doss der Erjsbischof von Bremen 
auf das bei Ertrunkenen etwa gefundene Geld und Gold Anspruch mache. 
1461. Jun. 5.1 

Vnssen vruntliken grot vnde wes wij gudes vormogen touom. Ersamen 
kuen heren vnde guden vrundes. Juwen breflf an vns gesand hebbe wij gud- 
liken entfangen vnde wol vorstan, inholdene, dat me wille ouergeuen vnde volgen 
laten juwen borgheren alsodane geld vnde gold, dat by juwen borgheren vunden 
^, dede latest erdruncken vppe der Elue, den Gk>d alle gnedich sy. Beghere 



1461. Jun. 6. 55 

vordenen wij vrame juwe ersamheide alle wege gerne vnde begeren desses juwe 
richtige bescreuene antworde bij desseme vnseme jegenwardigen. Sijt Gode beualen. 
Screuen vnder vnser stadt secrete, des sonnavendes na Corporis Cristi, anno LXI^^* 

Consoles Lubicenses. 
Aufschrift: Den — — radmannen tome Kile, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original im Kim. Preuss. Staataarchiv zu SchUsung. Mit Spuren einea aufgedrUckten Siegels. 

Suhne wegen Todschlags, 1461, Jun, 15.^* 

Witlik zij, dat schelinge sint gewest twisschen broder Diderike van Duuen, 
woltmester, vnde deme gantzen closter to Eeyneuelde vnde Henneken Cleyneuelde 
torn Heylshope in der abbedie to Eeyneuelde wonafftich, vppe de ene, vnde Hanse 
vnde Gereken Platen, vppe de anderen zij den, alse van wegen der slachtinge, 
de Marquard Cleyneuelt, des erscreuenen Henneken Cleyneueldes elike zone, an 
Hanse Sloess, der ergenanten Hanses vnde Gereken haluen broder, scholde 
beghan hebben, darouer ze denne vormiddelst fruntliken degedingen des ersamen 
heren "Wilhelms van Caluen, borgermesters, vnde der beschedenen manne Peter 
Gornouwen vnde Hans Kabel, borger to Lubeke, gentzliken zint vorliket in na- 
bescreuener wijse: also dat Hans vnde Gereke Plate noch ere eruen noch alle 



*) 1462 Laetare (M&rz 28) Glaus Magnus, Hans Luders, Henneke Bemdes und Hans Michel bezahlen 
fllr die T5dtung des Magnus von der Ost 18 m^ an dessen n&chste Verwandte. 
Margarete (Juli 13) Bernd Grambeke hat fOr die TOdtung des Fricke Dickmann dem Vater 
desselben 25 m^ bezahlt. 

1466 Oculi (Mftrz 9) Martin Balemann hat fQr die TOdtung des Hans Smalebeke dem Bruder 

desselben Marquard als Mangeld 50 m^ bezahlt. 
Voc. jucund. (Mai 11) Reineke Tabell, Schleusenmeister auf der Seeburger Schleuse hat 
fflr die T5dtung des Glaus Schepel 20 m# an zwei Vettern desselben Jacob und 
Hermann Gronewold bezahlt. 

1467 Exaudi (Mai 10) Timmeke Suselmann hat fttr die T(kitung des Ulrich Mulsow an den Vetter 

desselben Gord Mulsow 25 m^ bezahlt. 

• Margarethe (Juli 18) Hans Junge hat far die TOdtung des Hans Keding dem Bruder des- 

selben Matthias Keding, Priester und Bruder des Klosters Riddagshausen 60 m^ in drei 
Terminen zu zahlen sich verpflichtet, auch den ersten Termin, 20 m^, sogleich entrichtet. 

• Sim. et Jud. (Oct. 28) Hans Ertmann hat far die TOdtung des Hans Degener dem Bruder 

desselben, Tideke, 12 m^ bezahlt und zugleich sich verpflichtet, eine Wallfahrt nach 
St. Enwald, Wilsnack und Maria-Einsiedeln zu machen. 

• Lucie (Dec. 18) Gerd yamme Hove hat far die T(kltung des Heinrich Telchlow der Wittwe 

desselben, Dorothea, 8 m^ bezahlt. 

1469 Reminiscere (Feb. 26) Wilh. Louwe hat far die Todtung des Heinr. Hagevaet an die Wittwe 

desselben 15 m^ bezahlt. 

1470 Laorentii (Aug. 10) Hans Pakebosch hat far die TOdtung des Martin Niemann dem Michael 

Niemann 25 m^ bezahlt. 



de giienne. ^ier ze vwl tier :?piILesyde meehtkii lint. Tppe dat erscreuene closteKT 
to Reyneneliie woeh €ze reader waeh aOe de gfacnne, de ze mit lechte vordege^ 
dingea viide vfs^nddefu in jem^oi rDkomenden tqden nicht manen edder zake 
aehaL Jodoek werec lake dac HiaiL» Soes. dcs enerenenen Hans Sloeses sone 
den dot zine} waders benwnnL konde edder woLde. dar sekolen der erscreuene 
Platen no*ih ere emen nvn *ioen£ hebben Tnde seholen to den zaken nich 
domen anrvorden. 

Suk -mtr Bme-wiwm im Swiarttmthmdm rm J. IMl, JUL 



Heinrich, Herz^jn vm Mfxldembrnf^i . rqrderi Sekmdem$ersatz von dem Bathe v^ 
Lnbeck, 14*>1 Jfm, IS, 

Hinrit Tan Gode«? icnaden hertoge a^^ Mekelnborg vnd grene to Swerin e 

V nse ghunst touora. Vor^icktigen wisen besundem. So gij villichte w 
vordenken. dat gij in korten v*»nckangenen iaren mit deme eddelen vnd w 
gebomen hem Jasper Ghan^je. hen?n to Podijst in twistinge vnd vnwillen were^K 
vmme sake willen. de vns to desser tijt to langk weren to verhalende, vnd gfi^ 
vns ok mit etliken vnseu guden mannen vmme desuluen schelinge in sware^ 
verdechtnisse hadden vnd ess^^Ueuen vns darumme to mer tiden to dagen beyd J 
tor Wismer Greuesmoleu Kene vnd torn Schonenberge, vns vmme rad daet vnd* - 
medewetent sulkes gesohetftes ant^^prvkende, des wij dock mit den vnsen, so gi^ 
in Niisem antwenle wol veruemen. vuschuldiek weren vnd noch sint, vnd sin*^ 
des in drepliken sohaden kivs^t vnde teringe gekomen. Worumme, so gij denn^ 
sodder der tijt mit ilem genanten heren van Potlijst des sint ouereyngekomen vnd 
hebben iw darumme fruntlikeu versleteu sunder vnse wetent vnd vns in dem 
schaden besitten laten, bidden wij \-nd begeren mit gantzer andacht, gij vns so- 
dane teringe kost vnd sohaden, also wij dar vnsohiddigen vmme leden hebben, 
noch mochten wedderleggeu vnd vns ok vor sodane tieht, dar gij vns deshaluen 
vnsehuldich ane hat hebben mochten, don, so vele gij vns in dem redelken 
darumme to donde plichticli sint, vppe dat wij des furder bij vnsen heren vnd 
frunden nicht beclagen en doruen, vnd begeren desses iuwe richtige beschreuene 
antwerde bij dessem iegenwardigen boden. Geuen to Zwerin, am donredage na 
Viti, anno etc. LXI^.^ 

*) Der Kurftirst Friedrich von Brandenburg hat in einem Schreiben vom 30. Juli (donnerst na Jacobi) 
und nochmals in Verbindung mit eeinen BrQdern Johann, Albrecht und Friedrich in einem Schreiben vom 
19. August (Mittwoch nach Ase. Mar.) das Gesuch des Herzogs unterstfltzt. Vgi. Bd. DC. M 781. 



1461. Jun. 18. 57 

Aufschrift: Den vorsichtigen wisen vnsen leuen besundern borgermestemn 
radmaunen der stad to Lubeke. 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Pressel aufgedrUcktem Siegel. 

am von Rentden bittet wegen eines in Bisdorf vorgekommenen Fall^s den Bath 
von Lubeck urn Wiederholung seiner fruheren Entsclieidung . 1461. Jun. 33. 

Mynen willygen denst. Ersamen leuen heren. Juwe erbar leue wille 
1, wo dat ik myd dem proueste van Vemeren vor juwer erliken wisheit 
also van des rechtes vnde des brokes wegen van Bystorppe, vnde wo id 

erlyke wisheit afsede, dat is juwer erlyken wysheyt wol wytlyk. Nu heft 
rauest hir gewesen vor den swaren vnde heft gesecht, dat sik nemand myd 
i vnde myd dem rechte bekummeren schal, er id de konynk affgesecht heft, 
;all em juwe erlike wisheit aflpgesecht hebben, do wy beyde vor jw" weren. 
nen leuen heren, aldus so is myn vruntlike beger, dat juwe erlike wysheit 

scriuen an de swaren, wes gy vns beyden aflfeeden, do wi vor jw weren. 

i schryuet my ok juwen willen, wo ik id myd em holden schall. Hirmede 

Gode beualen vnde gebedet ouer my. Gescreuen vp dem Glambeke, vp 

5 Johannis auent, anno LXI. 

Bertram van Rentelen. 

Au/schrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, mynen u. s. w. 

Nach (Urn Original at^f Fapier. Ohne Siegel. 



Rath von Lubeck and die in Lubeck versamnidten Uansestddte erinnern die 
hansischen Aelterleute in Brugge an die auf den Hansetagen in den 
Jahren 1441, 1447, 1449 und 1452 gefassten Beschltlsse hinsichtlich 
des Schosses und fordern sie auf, diesdben nach bestem Vermogen in 
Ausfiihrung zu brivgen. 1461. Jun. 23. 

Allen vnde eneme isliken, de dessen vnsen breff zehen horen edder lesen 

besunderen juw ersamen vorsichtigen mannen, olderluden des ghemenen 

lans van der Dutschen hense to Brugghe in Vlanderen residerende, vnsen 

n frunden, don wy borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke vnde wij 

isendeboden desser nabescreuen stede, naniliken van Bremen Hermen Ghrope- 

8 



1461. Jun. 30. 67 

kamen also tho roffguderen myth rechte, de wy em hebben lathen antwerden, de 

he hefft entfanghen, qwithe breue darvp gheuen vnde tho juw sick tho nalende 

is hir van vns ghethoghen, vnde hebben anders nicht gheweten, men dat de 

gilder alrede scholden hebben weseth thor stede. Vnde so de gudere worden 

ghewunnen vor aflFgheroueth gude, hebben vns beholden den drudden penny nk. 

Vnde vp desse tid der guder nicht mer is bij vns, idoch wes wij mer nu vorth 

dar gudes bij dhon scholen vnd konen vmme juwen willen, dho wij rechte gheme 

vnde scholen vns dar gudwillich inne beflnden. De wij juw Gode bouelen al- 

mechtich. Gheuen vndher vnseme secrete, anno Domini etc. LXI mo, des neghesten 

dingstedages na sunte Petri. 

Ratmanne tho Stholp. 

Aufschrift: Den ersamen namaflFtigen werdigen mannen, heren borger- 
mesteren vnde ratmannen der stad Lubeck, eren groten gunren vnde leuen vrunden- 

Ncuk dem Original avif Papier. Mit ah Fressel aufgedrUcktem Siegel (angek. den 13. Juli). 



Der Rath von Hamburg schreibt dem Rathe von Lubeck Hber mehrere auf die 
Grafen Gerhard und Moritz von Oldenburg bezugliche Vorkommenheiten. 
1461. Jul 2. 

V nnsen fruntliken grued mid vermoghe alles guden. Ersamen heren vnde 
guden frunde. So iuwe leue vns nu kortes gheleden schreuen hadde van so- 
danen tidingen, alse iuw to wetende worden was, dat juncher Gheerd schepe in 
de zee maked hadde vnde dar etlike varende coplude, de van der Elue segheld 
weren, mede touet hadde, begherende van vns, wy de schepe vppe der Elue 
liggende na sodanen ruchte rosteren vnde mid emste waerschouwen wolden, se 
van dar nicht en seghelden, eer vnse sendeboden do tor tijd mid iuw in iuwer 
stad wesende wedder by vns gekomen weren etc. Des, leuen heren, hebben wij 
deme also gheme ghedaen vnde de schepe vppe der Elue liggende rosteren laten 
vnde ock vor der tijd, eer iuwe schrifte van der wegen an vns quemen, vnnse 
bodeschop in Vreesch vnde to Oldemborch ghehat, de vns denne vorbodeschopped 
hebben, dat in sunte Johannis Baptiste auende latest leden juncher Mauricius 
twe schepe schal namen hebben vppe der zee, de mid pick tere vnde wagen- 
schote laden scholen syn, vnde de in de Hunte ghebracht, dar juncher Gheerd, 
80 men secht, ouel ouer thovreden is, vnde men ock noch nicht en weeth, wes 

9* 



1461. Jul. 5. 69 

ik fruntliken, dat gij em willen helpen, dat he em sodane gheld wedder to 
dancke geue vnde betale. Wes my desses moge weddervaren, beghere ik juwer 
leue richtige bescreuene antworde bij dessem jegenwardigen. Desuluen juwe leue 
God vriste vnde spare zund vnde vroliok to langen tijden. Screuen to Plone, 
am sondage negest Vnser vrowen dage visitacionis, vnder minem ingesegel, anno 
Domini etc. LXL 

Clawes Bantzouw, amptman to Plone. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, synen u, s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten dea aufgedrUckten Siegels. 



Bernhard, Herzog von Sachsen-Lauenburg, bezeugt dem Rathe von Ltibeck seine Be- 
reitwilligkeit , zu verschiedenen von demselben gewUnschten Verbesserungen 
mitzuivirken. 1461. Jul. 13. 

Bernd, van Godes gnaden to Sassen Engern vnde Westphalen 
hertoghe vnde des hilghen Eomeschen rikes ertzemarschalk. 

V nsen gunstighen gruth touorn. Ersamen leuen bisundem vnde gude 
frunde. So gij vns gescreuen hebben, so also vnlanges twyschen vns vnde iwen 
radessendeboden dat affscheyden to Groten Sarouwe van wegen der lantweren 
vorbeteringe etc., so iwe breff dat myt mer worden ynnehold, so hebbe des iwen 
l^reff to guder mate wol verstan. So gij denne tom ersten roren, wo iw byge- 
tonaen sy, dat van vnser wegen van deshaluen schuUe gebreck gefunden werden, 
liemelken tor Vroweyde, bisundem frunde, is dar yenich gebreck ane, dat is vns 
^twytlik vnde degher leyt. Wy hadden beuolen vnsem fogede to Ratzeborch 
to makende. Hefft he des wes vorsumet, des en hope wy nicht, vnde wy willen 
^an stund vnse ernsthafftige bodeschop to den genanten vnserm fogede schicken, 
^at he sodan sunder vortoch maken schulle. So gij vorder roren vmme den 
Stenfforde, seghe wy gerne, gij wolden der juwer eynen darby besenden, to 
l>eseende vnde ouertowegende, wo men en wol maken mochte, so dat nemehde 
schedelk were, so wille wy de vnse dar ok gherne by senden vnde so maken 
^ten, dat yd vnstrafflik sy. Vnde sendet vns yo Fynckenfenger nicht, myt dem 
^le wy to schickende hebben, so wy m3mst moghen, vmme sake willen, de vns 
^^arto beweghen, wente wy irfaren, dat he vil vor iw bringet, des gij so in der 



70 1461. Jul. 13. 

warheyt nicht vinden schuUen. Sunder sendet vns eynen andem, der iwer eynen 
redelken man, wen iw dar duncket beqweme to wesen, mit dem wille wy dat 
gheme vorhandelen laten vnde so maken, alse wy gescreuen bebben. So gy ok 
vorder scriuen vmme den boem tor Boken etc., willet dat weten, dat wy dat 
sulues muntliken bestellet bebben, dat men so don schal, also gy scriuen. Dock 
so wille wy auer vnse ernsthafftige bodeschop dar schicken vnde laten dat so 
bestellen. Ok so gij vurder scriuen, wo dat wy Smale Jobanne bestellen schullen^ 
de dar nicht auer en pedde etc., guden frunde, bebben wy em suluen ok munt- 
liken gesecht vnde vorboden vnde he heflft vns gesecht, dat he node faren wolde, 
dar he iw schaden ane don mochte, des wy ok degher to eme wol vorseen. 
Vnde so gij denne ok scriuen, dat wy dat so maken laten, dat dar nymand vtk 
vnde yn wancke, vnde weret dat yenich schade van der weghen scheghe, dat iw 
dar nicht mer to lydende stunde etc., bisundern guden frunde, moghe gij merken, wo 
vns dat to donde steyt, sunder wy willen na alle vnsem vormoge vns darane 
vlitighen, dat wy dat so maken laten, also vnse eldern vnde auerelderen dat 
gemaket bebben laten. Vnde wen dat denne so gemaket is, so en bape wy 
nicht, efft iw schade schege, dat vns doch leyd vnde God affkere, dat wy iw 
dar antwerdes vmme plichtich weren. Sunder mochte vnde kunde wy iwen 
schaden keren vnde weren, dede wy myt alien willen. Vnde wur wy vorder 
iwer ersamecheit to willen wesen mochten, schuUe gij vns alle tijd gutwillich 
ynne vinden. Geuen to Louenborch, vnder vnsem ingesegel, am dage sunte 
Margareten, anno etc. LX. prime. 

Aufschrift: Den ersamen radmannen to Lubeke, vnsen u. $. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit ale Pressel aufgedriicktem Siegel, 



Schiedsrichterlicher Spruch der Stddte Rostock und Stralsund in der Zwistigkeit der 
Stadt Colherg mit Liihech und Wismar. 1461, Jul. 13.^ 

In Gades naraen amen. Wi Peter Hanneman, Clawes Lubeke, Bemd 
Cruse, borgerraester, Bernd Haueman, Clawes Bruker, radmanne der stad Rostoe, 
van des ghemenen rades weghen hijrto geschicket, vnde wy Erasmus Steenwech 
vnde Hinrik van Oren, vulmechtige radessendebaden der stad Stralessund, int 
jar vnses Heren X^IIIILXI. am daghe Margarete bynnen Eostoc to daghe vor- 

») Vgl. Bd. IX. Ja 261. 268. 



1461. Jul. 13. 71 



gadderet, wilkorede richter vnde vrundlike vorschedeslude twischen den erbaren 

fiteden als Lubeke, vppe de enen, vnde van Kolberge, vppe de anderen zijden. 

3ekennen vnde betughen openbare, dat wi hute vppe data desser scrift twischen 

den vorghesechten steden na ereme willen vnde vulbord beyder parte vulmechtighe 

sendeboden, als van Lubeke de ersamen heren Johan Westphal, borgermester, 

Johan Brolyng, radman, vnde mester Symon, sindicus, doctor in beyden rechten, 

^van Colberghe her Lubbert Home vnde Hinrik Teche, radmanne, hebben in 

"VTTundschop vnde in rechte vorscheden vnde vthgesproken twischen den vorbe- 

omeden steden enen ewighen steden vasten vrede vmme alien vDwillen schaden 

nde manynge, als ze twischen sik vnderlanges ghehad hebben beth an dessen 

dtich in desser wijse, alse nascreuen steyd. 

Int erste als de van Lubek anspreken de van Kolberghe myd eneme beze- 
Selden breue, dede lud vppe VF ghude mark, de de van Lubek den van KoUe- 
l>«rghe ghudliken ghelenet hebben in eren noden, als desulue bref dat inhold, 
<iar de van Colberghe to antwordeden, ze wusten van den breuen nicht vnde 
hedden dar nicht af ghehoret, zo togheden de van Lubeck eren bref vnde de 
van Colberghe bekanden erer stad zegheles, dar de schedesheren vp deleden, dat 
de van Colberghe den van Lubek gheuen vnde betalen scholen zodane VF ghude 
mark bynnen Lubek vppe sunte Mertens dach neghest komende vord ouert 
jar vmbeworen. 

Item als de van Lubeke de van Kolberghe anspreken vmme ver molen- 
stene zo ghud als twehundert mark vnde twe mark, dar de van KoUeberghe to 
antwordeden, ze wusten anders nicht, sunder ze weren betalet, vnde den van 
Lubeke van der botalynge nicht witlik en was, zo scholen de van Kolberghe dat 
^Tyngen bij eren rad vnde den van Lubek darto antworden vor den menen 
steden tor neghesten dachuard, (de) bynnen Lubek beromet ward. 

Vurder als de van Lubek de van Colberghe anspreken vmme de bussen 

Vnde tzoldeneres, de ze en leneden to ereme krighe in eren noden, dar de van 

liubek to achter van synt, als ze zeden, V^ mark lub. LIII mark I sch. VT pen, 

dar de van Kolberghe to antwordeden, dat ze van der bussen nicht en wusten, 

dar hebben de schedesheren vmme sproken, dat de van Lubek dat ghudliken 

8<iliolen mid en sliten vnde de van Kolberge by en zo gherne wedder don scholen 

'to erem vormoghe, eft en des van noden were desghelike. 

Item vmme dat schip van Abo, dar schipper Kutyng vmme klagede, dat 
i^n borghern van Lubek tohorde, dar dat vele ledder vnde schynmezen scholen 



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1461. Jul. 13. 75 

Crase mit juw tor stede inschepede vmme vraoht viflf leste soltes, dede he to 
Valsterbode vort segelen vnde vorantworden scholde vul vnde all, so reoht is. 
Deme de schipper denne so nicht en dede, men he toleuerde to Valsterbode nicht 
mer dan veer last soltes vnde dre tunnen soltes, alse dat vor vns tuget vnde 
bekant is na ynholde vnses openen breflfes darup ludende, also dat vnse er- 
benomede medeborger noch negen tunnen soltes darane mysset. Bidden up alien 
vordenst, dat juwe wisheid vnsem vorbenomeden borger gunstigen wille hulplik 
vnde vorderlik syn darto, dat em de nastelligen negen tunnen soltes van juwem 
erbenomeden schipper gutliken mogen gegulden werden anne vmmetoch, anto- 
seende, leuen ersamen heren, dat vnse vorbenomede borger desse sake lange her 
vnde sunderges vor juwer stad vogede up Schone to jare uterlik voruolget hefft 
vnder swarer teringe vnde kost, dat mennigen vnsen erliken borgeren bekant is, 
dede dat vor vns openbart tuget vnde bekant hebben. Screuen vnder vnser stad 
secret, am dage suntte Margarete, anno etc. LXI^. 

Eacdmanne tom Stralessunde. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original avf Papier. Mit Resten des Secrets. 

liXTIII. 

J^cr Rath von Braunschweig ersucht, den Braunschweiger BUrger Ludeke Moller 
die Bechte eines hansischen Burgers geniessen zu lassen. 1461. Jul. 14. 

We, de rad der stad Brunswigk, bekennen vnde betugen openbar myt 
dussen breue vor alle den jennen, de one seen edder horen lesen vnde bisundern 
^or den ersamen heren borgermestem vnde rade der stad to Lubeke, vnsem 
"isundern leuen frunden, dat Ludeke Moller, wiser dusses breues, vnse borger is 
^iide plecht myt vns to wonende vnde to wesende vnde stadplicht to donde, 
^nde boret vns to aorbiddende vnde to uordedingende gelijk andern vnsen borgern. 
W^urumme wij alle de jenne, de vnse heren vnde frunt sin, denstliken vnde 
flitliken bidden, dat gij dem genanten vnsem borger willen gunstich forderlik 
Vnde behulpen sin in sinen rechtuerdigen saken vnde one laten gebruken sodaner 
^cchticheyt vnde gnade, der vnse borger vnde andere frome borger vnde coplude 
van der Dutschen hense in juwen landen steden vnde gebeden plegen to bru- 
'^^nde na older wonheyt. Vns hir gunst vnde willen ane to bewisende, dat 
Allien wij in geliken edder grotteren saken gerne vordenen vnde hebben dusses 

10* 



1461. Jul. 18. 79 

Friedreich, von Gottes gnaden Eomischer kayser, zu alien 

tzeiten merer des reichs, zu Hungern Dalmacien Croacien 

kunig, hertzog zu Osterreich vnd zu Steyr etc. 

Jcjrsamen lieben getrewen. Als wit euch yetzo hiemit vnsern kayser- 

lichen offen brieff zugesanndt haben vnd vmb hilffe vnd beystannd von vnsern 

vnd des heiligen reichs wegen damit ermant, wie dan das derselb vnser brieffe 

eigincklich innhalttet, habenn wir dem hochgebornnen Albrechten, marggrauen 

zii Brandemburg vnd burggrauen zu Nurinberg, Karlen, marggrauen zu Baden 

vnd grauen zu Sponheim, vnsern lieben oheim swager vnd fursten, vnd dem 

^volgebornn vnserm vnd des reichs lieben getrewen Vlrichen, grauen zu Wirtten- 

beig, gemeinlich vnd sunderlich beuolhen, ettwas vnser raeynung derselben vnd 

armder sachen halber zu gutter eynung vnd fride in dem heiligen reiche dinende 

ferrer an vnser statt mit euch zu reden, als ir von innen wol vernemen werdet 

V'xad wann aber nach gestaltt der sachen vnd leuffe, so yetzo sein, vil zu lanng 

w^ore, deshalben ye von einer vnser vnd des reichs statt zu der anndern zu 

reiten, also begernn wir an euch mit ernste, daz ir ewer erber ratzbottschaflft 

aufi sannd Bartholomeus tag nechst komend in vnser vnd des reichs statt Nurin- 

terg senndet, als dan soUichs vnser meynung, das selbs von innen zu vernemen, 

avich innen dismals gentzlich darinne als vns selbs zu gelauben vnd auff solich 

egemeltt vnser ermanung von vnsern wegen derselben ewer hilffe vnd beystannd 

talb ewer austreglich zusagen tutt, vnd den sachen also beweist, als wir des ein 

ganntzes vertrawen zu euch haben vnd ir vns dem heiligen reiche, dem rechten 

^nd euch selbs des schuldig vnd pflichtich seyt. Daz wellen wir gegen euch 

vnd ewer gemeinen statt gnadiklich erkennen. Geben zu Gretz, am sambtztag 

vor sund Maria Magdalena tag, anno Domini etc. sexagesimo primo, vnser reiche 

des Eomischen im zweivndtzweintzigisten, des kayserthumbs im zehendten vnd 

des Hungrischen im dritten jarenn. 

Aufschrift: Den ersamen burgermaister ratte burgem vnd gemeinde der 
statt zu Lubeck, vnssem vnd des reichs lieben getrewen. 

^ach dem Original atrf Papier. Mit zxoar verletztem, dock ziemlich tcohl erhaltenen aufgedrUckten Siegel. 



Bernhard, Herzog von Sachsen-Lauenburg, benachrichtigt den Rath von Lubeck, dass 
er fur die Wiederherstellung der Frauweider Schleuse schleunigst sorgen 
werde. 1461. Jul. 20. 



1461. Jul. 24. 81 

Aufschrift: Den heron Johan Tjuneborch, heren Willem van Caluen 

vnde her Bartolt Wyteck, borgermestere to Lubeck, synen u. 5. tv. 

Nock dem Original auf Papier. Mit Besten des Siegels (angekommen den 2. Octbr.). 



Der Rath von Stettin versicJiert dem Bathe von Lubeck, dass die Klage der Lubecker 
Schonenfahrer uber Verletzung der PrivUegien der Stadt durch die Stettiner 
nicht begrundet sei. 1461, Jul, 26, 

Vnsen fruntliken grud vnde wes wij gudes vermogen touorn. Ersamen 

ieren, besundern leuen frundes. Also gij vns geschrenen hebben, wo vor jw 

sint gewesen de Schoneuars bynnen Lubeck vnde clegelik to irkennende gegeuen 

iebben, wo dat wij vnde de vnsen sunderlike priuilegia vnde vryheide, de teghen 

iex ghemeynen stede priuilegia vnde vryheide to Schone, bruken vnde holden 

tegen eynen artikel des recesses van den heren radessendeboden to Lubeck ge- 

maket vnde beslot(;n etc., leuen heren, besundern guden frunde, wij hebben juwe 

sclirifte wol vornomen vnde myt vnsen copmanne dar furder vth gesproken, 

.Vlso wete wij edder sij nicht nyes, dat dar schut edder geschen is wedder der 

stede priuilegia, men dat se de juwerlde to Schone to Valsterbode gerne geholden 

hebben vnde sik der noch gerne bruken willen myt den juwen vnde anderen 

copluden van der henze, de dar komende werden, vnde dat de vnsen dar wes 

nyes scholden vpbringen, dat wedder der stede priuilegia were edder den priui- 

legien schaden inbringen scholde, des segen wij nicht gerne, wan wij vnde de 

vnsen desulue priuilegia yo leuer by macht beholden vnde meren wolden helpen, 

wan dat sij worane gesweket scholden werden. Wes wij juwer leue to willen 

vnde denste sin mogen, des sin wij willich vnde dont gerne. Geschreuen am 

sondage na Jacobi apostoli, vnder vnser stad secret, anno etc. LXI^. 

Radmanne to Olden Stetin. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeck, vnsen u, s. w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Pressel aufgedriicktem Siegel. 



Der Rath von Wisnmr fragt bet dem Bathe von LUbeck an, ob dersdbe Gdeits- 
briefe fur die Fahrt nach Schonen schon erhalten habe, 1461. Aug, 1. 

Vnnsen vruntliken grud mit vormogen alles gudes touorn. Ersamen leuen 



11 



82 1461. Aug. 1. 

heren, bisundem guden vrunde. De radessendeboden, de wij nv ynlangb^ 
bynnen juwe stad to dage scbicket hadden, hebben vns berichtet, wo gij en c 
tosecht hebben, dat gij van juwer vnde vnser wegen bij juwem egenen bode 
wolden weruen laten vmme leide vppe Schone na wonliker wijse, so men r 
darhen plecht tho segelende etc. Bidden wij hijrvmme deger andachtigen, d 
gij vns bij dessem vnsem boden wedder schriuen willen, wer gij deme ok ; 
daen hebben vnde wes juw deshaluon sij wedderuaren. Vorschulden wij allti^ 
willichliken gerne, wor wij mogen. Gode deme heren zijt beuoln. Gescreu^ 
vnder vnsem signete, ipso die Petri ad vincula, anno Domini etc. LX print 

Consules Wismarienses. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnnsen u. s, w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringem Reste des Signets. 



Verordnung des Baths uber die Sortirung und Bezeichnung der Heritage. 14^ 
Aug. 5.^ 

Int jar MCCCCLXI, des mytwekens vor sunte Laurencyus daghe do w^ 
by dem ersamen rade to Lubeke vorramet vnd eyndrachtliken gesloten, so ^ 
van nv vordan de ghesworne heryuk makelers by den eden, den se dem r£^ 
ghedaen hebben, soUen al den herynk, den men hyr vorpakket, truweliken bese 
so dat he sowol mydden in den tunnen also vor dem bodeme ghelik ghevlegbr 
vnd wol ghepakket sy vnd na der mate darto gheordinert de tunne ghevuE 
vnd vorhoghet werde sunder arghelyst. 

Vnd wanner de Schonssche herynk, de to rechten tyden, also in dJ 
herueste ghesolden vnd wol beghadet is na der ordenancie bouen gheschre 
so solen de vorbenomede mekelers den suluen herynk vor den bodem teke 
myt eme helen dubbelden tzyrkel van dem rade darto gheordinerd. 

Item den Schonschen herynk, de v6r er den rechten tyden ghesolten 
den me nomet somer ghud, vnd na der vorgenanten ordenancie beghadet ' 
wol ghepakket is, den solt de me(ke)lers tekenen vor den bodem myt eme hal 
dubbelden tzyrkel. 

Item den Alborgheschen herynk, dat ghud ghud is vnd na der yor 

*) Vgl. Bd. IV. M 187. Es ergiebt sich, dass die dort abgedruckte Verordnung erst 1461 erlasflen 
ist, wie schon Schdfer, Dae Bucli des Ltlbeckisohen Vogts auf Schohen S. 129, bemerkt hat. 



1461. Aug. 5. 83 

benomedeu ordenancie wol beghadet vnd ghepakket is, den sal men tekenen myt 
dem vorbenomeden dubbelden tzyrkele mydden an de tunne vp enen staif. 
Item alien holen herynk den sal men ghorden na older wonheyt. 
Vordmer alien anderen herynk, dat gheyns kopmans ghud is, also vuel, 
ghasterich vnd des ghelik, dar eyn ghud kopman den andern nycht mede to- 
leiieren mach, den sal men nycht tekenen myt dem tzyrkele, mer ellerlik se to, 
^WOTVOT he den kopen wyl. 

AUe desse vorgenanten stukke wyl de rad ernstliken gheholden hebben 
sunder arghelist ofte qwade behendicheyt, vnd worde hyr bouen emendes brok- 
i^ftich ane ghevunden, de desser vorgheschreuen ordenancie mysbrukede oft mys- 
Ir^rnket hadde, dat wylt so an eme so rychten, dat eyn ander daran denken sal. 

Nach einer Aufzeichnung auf Pnpi^. Ohfie Beglaubigung. 



ii^echt Achilles y Markgraf von Brandenburg y sendet dem Bath von Liibeck einen 
Brief des Kaisers und fordert ihn auf, dem Kaiserlichen Verlangeii 
nachzukommen. 1461. Aug. 7. 

Albrecht, von Gotes genadenn marggraue zu Branndemburg 
vnd burggraue zu Nurinberg etc. 

Vnnsern gunstlichen grus zuuor. Ersamen vnd weisen lieben besundem. 
ir senden euch auch hiebei brine von vnnserm allergenedigisten herrn, dem 
^^tomischen keiser, an euch lautende, der innhalt mit seiner keiserlichen genaden 
^^eynung ir wol vernemen werdent. Vnd uff derselben seiner genaden empfelhen 
^*ii8 getan so begern wir an euch von seiner genaden wegen vnd biten euch 
^^unsernhalb mit vleis, dar ir nach gesyunen seiner genaden den tag uff Bar- 
tlaolomei in seinem santebriue bestymmet besuchen, euch auch nicht destmynder 
^5irzu schicken vnd richten woUet, seiner keiserlichen genaden bei vns vnd andern 
^^iner genaden haubtleuten nach laut seiner keiserlichen genaden gebotzbriue 
'^^nd vnnsers bescheids gehorsamlich zu willefarn, als er vnd wir an seiner ge- 
^•^aden stat vns des vngezweiuelt zu euch versehen, das dieselb sein keiserlich 
S'^nad gnediglich gen euch erkennen vnd wir gunstlich vmb euch beschulden 
"^^ollen. Datum Onolzpach, am freitag vor Laurentii, anno etc. LXP"' 

Auf einem beiliegenden Zettel: Were es aber das solch brine euch so kurz 
"^or dem benanten tag wurden vberantuorten , das ir kurtz halb der zeit die 



1461. Aug. 19. 87 

Wes he desses vnnses vorscriuendes moge geneten, begemn wij juwe richtige 
vnuortogerde antwerde bij dessem iegenwardigen. Screuen vnd ghegeuen vppe 
ynnsem slote Vorde, am dage Magni, anno Domini etc. LXI°^^ 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnnsenn u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier, Mit als Pressel aufgedriicktem Siegel. 



I^er Bath von Lubeck theilt dem Rathe von Kiel mit, dass der Freigraf Heinrich 

torn Basche ihm aufgetragen habe, die Streitsache ztmschen Lorenz Stael 

und Hans Veld zu entscheiden, und bittet, Ersteren unter Zusicherung 

freien Geleits anzuweisen, dass er nach LUbeck komme, 1461. Aug. 22. 

Vnsen vnintliken grut mit vermogen alles ghiiden. Ersamen besunderen 

ffviden vrunde. Wij don juw gudliken weten, dat van wegen der twistigen sake 

^^^sende twisschen vnseme borgere Hanse Velde vnde Laurentz Stael, juwer stad 

ixx^oner, een vrijgreve geheten Hinrik tome BuSvSche van dersuluen sake wegen 

l^^ft vns gescreuen, dat wij Laurentze Stael vnde zineme procuratori in zin husz 

tome Kile toscriven scholen een strak velich geleide vnde enen dach tekenen 

t'Wrisschen dit vnde Vnser leuen vrowen daghe nativitatis nu erst komende, he 

v^OT vns kome vnde aldar zine klaghe opene, vnde Hans Veld erne denne do na 

vnser irkantnisse etc. Darvpp do wij juw gudliken weten, dat, wo woU wij deme 

eirscreuen Laurencio Stael vnse geleide eer gescreuen vnde vnsen borger Hans 

Veld to rechte vorboden hebben, nicht heft willen annemen, jodoch wij deme 

erscreuen Laurentze Stael vnde zineme procuratori vor vns, de vnse vnde alle 

ie vmme vnsen willen don vnde laten willen vnde mit rechte scholen, vnse zeker 

velich geleide toscriuen in krafft desses vnses breues, in vnse stad to komende, 

dar to wesende twisschen datum desses vnses breues vnde Vnser leuen vrouwen 

daghe nativitatis negest komende vor vns to irschinende, aldar zine claghe tegen 

den erscreuen Hans Velde to opende, dar over wij erne denne alles rechtes be- 

hulpen willen zin, begerende, gij ene so hebben willen, dat he sijk darna richte 

vnde deme so volgaftich zij. Vorschulden wij vmme juwe ersamheide allewege 

gerue vnde begeren des juwe bescreuen antworde mit den ersten, de Gode 

zin beualen. Screuen vnder vnseme secret, ame sonnauende vor Bartholomei, 

anno LXI^. 

Consules Lubicenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen tome Kile, vnsen w. s, w. 

Nach dem Original im Kon. Preuss. Staatsarchiv zu ScMeswig. Mit Spuren eines Siegels. 



1461. Sept. 8. 93 

etc., daroTier ze denne dorch de ersamen heren Olrijke Comelies vnde heren 

Fritze Grawerdes, radmannen to Lubeke, van derae ersamen rade darto gheuoget 

fruntliken zint vorliket in nabescreuener wijse, also dat de erscreuene Hans 

Vehusen vnde Hans van Bruggen sodane erscreuene tnnne salpeters vnder malk- 

ander delen scholen vnde des so schal de erscreuene Hans van Bruggen deme 

erscreuenen Hanse Yehusen gheuen twevndetwintich mark rigesch, verteyn 

schilling lubesch vor de mark rigesch to rekende, de Hans Vehusen to ziner 

genoge heflft entfangen, so he vor dessem boke bekande. 

Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1461, Nativ. Mar. 



Heinrich, Graf von Schwarzburg, schreibt dem Rathe von Lubeck, dass einer seiner 

Unterthanen bei einem Handel mit Waid von einem Lubecker Burger 
stark abervortheilt sei, und bittet zu veranlassen, dass von Letzterem 
Schadenersatz geleistet werde. 1461, Sept. 13. 

Heinrich, graue in Swarczpurg, herre zu Amstet vnd Sundershusen. 

Vnnsern fruntlichen grus zuuorn. Vorsichtigen vnd ersamen wisen be- 
sundem frundes. Vns had furbracht Herman Daniel, vnnsir burger zu Grussen, 
wie daz er einem uwirn mitburger genant Herman Evinchusen zweihundert vnd 
zweivndvirczig fasse mit weyte zu Maygdeburg zu getruer hant ingeantwurt vor 
solch gelt, als der vnsir die selbir ingekauft habe, die auch vorvracht vnd dem 
uwern ane alle beswerunge frye geandelanget vor dry thusent dryhundert vnd 
fiinfvndzwenczig gulden, so yr beydir hantschrift, als sie vndir einander gegebin 
habin, inheldet, daruf der uwer etlichin burgern in Maigdeburg sobinczehen 
hundert vnd sobinvnddrissigistehalben gulden vssgebin solde vnd damach solde 
der uwer solch gud f order vorvngelden vnd alle vnkost vnd vracht, so daruf 
'^omen mochte, vsslegen vnd furder in HoUant schicken vnd daz darselbist nach 
profyte vnd rate verkouffen yn beyden zu gute etc. Alse hat vns der vnsir 
^richt, daz der uwer solch gud in Holland bracht vnd verkauft habe den kel- 
stechem vnd nicht den ferwem vnd ixlich kubeln dryer vnd etliche vier gulden 
nehir gegeben habe, den es die ferwer von denselben kelstechem vort wider 
haben must keuffen, vnd der uwer had nach berurter masse sin gelt also gemacht 
dem vnnsem zu vertirplichem grossen schaden, daz vns gar vmbilch duncket^ 
nachdem wir von dem vnsren vnderwiset sind, daz der uwer yme vnd syme 



1461. Oct. 14. 101 

singulis, dum sic, ut premittitur, flerent et agerentur, vna cum 

prenominatis testibus presens interfui eaque omnia et singula 

Notariat^- sic fieri vidi et audiui, ideoque hoc presens publicum instru- 

Zeichen. mentum manu mea propria conscriptum exinde confeci sub- 

scripsi et in banc publicam formam redegi signoque et nomine 
meis solitis et consuetis signaui rogatus et requisitus in fidem 
et testimonium omnium et singulorum premissorum. 

Nach dem Original. 

XCVI. 

Jurgen Halberstadt bittet den Bath von LUbeck, den Hans Plessen noch bis Martini 
im Gefdngniss eu behalten. 1461. Oct, 18, 

Mynen denst tovoren. Ersamen leuen beren. Jwen breff an my gesant, 
darane gij scryuen van Plessen, hebbe ik woU verstan etc. Leuen beren, zo 
bidde ik vruntliken, dat gij noch densuluen Hans Plessen wente sunte Merten 
neghesten komende holden, ik wijl to iw komen to Lubeke vnde brynghen iwer 
leue sodane breue, zo ik iw secht vnde louet hebbe, vnde wijl my myt iw vmme 
kost vnde therynghe vruntliken sliten, vnde dancke iw vruntliken vnde denst- 
liken, dat gij my vaken groten willen bewisen. Sijt Gode beualen. Screuen to 
Zwerin, ipso die sancti Luce, anno LXI. 

Jurgen Haluerstad. 

Aufschrift: Den — — ratmannen to Lubeke vruntliken gescreuen. 

Ncich dem Original airf Papier. Mit Beaten des Siegela (angek. den 26. Oct.). 

XCVII. 

I^ Rath von Parchim bezeugt dem Rathe von Lubeck, dass die Behauptung des 
Claus GarvitZy er sei von Claus Schalentin von seinem Erbe vertrieben, 
ungegrundet sei. 1461. Oct. 19. 

IJen ersamen vnde vorsichtigen borgermesteren vnde radmanuen der stad 

Lnbek entbede wij borgermestere vnde radmanne to Parchim vnsen fruntliken 

grut vnde don jw witlijk openbar betughende in vnde myt dessem brefi'e, dat 

vor vns geweset ys de beschedene knecht Clawes Schalentin, desse jegheuwar- 

dighe breflfwiser, vnde hefift vns wol irkennende gheuen, wodane wise Clawes 

Oaruitze schal ene vor juweme richte anclaghed vnde tosprake gedan hebben, 



1461. Oct. 24. 103 

suMigten anderweitigen Feststellung des Werths des rheinischen Guldens 
eine Besprechung eintreten zu lassen. 1461. Oct 24. 

V rundliken grut totiorn. Ersamen leuen heren, guden vrunde. Alse gij 

nis am latesten van der munte wegen scriuen, wo gij endrachtigen slaten hadden, 

rfat gij den rinschen gulden up twevndetwintich schiUinge setten wolden, men 

gij mochten des vor sunte Martini dage nicht beden noch afkundigen laten etc. 

mit meher worden, hebben wij wol vornomen. Des, leuen heren, vordencket 

mssen sendeboden, de up den lateren dag to Molne weren, des aueschedendes 

dar anders, hebben vns dat ok na eren besten entholdes anders inghebracht. 

Begeren darvrame, gij vns van der wegen dach stede vnde tid vor sunte Martini 

dage vorscriuen, dat de juwen vnde vnsse tosamende komen vnde de sake vorder 

vnderspreken mogen, up dat alle dingk van der munte wegen endrachtigen 

handelt werde, so dat lange jar is geholden. Gode almechtich bevolen. Screuen 

des sonnauendes vor Crispini, vnder vnsser stad secret, anno LXL 

Consules Hamburgenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubicke, vnnsen w. s, w. 

Nach dem Original. Mit Resten des Secrets. 



Ikr Bath von Luneburg Httet den Bath von Lubeck, nicht einseitig den Werth des 
rheinischen Guldens festzustellen, sondern vorher eine Besprechung zu ver- 
anlassen. 1461. Oct. 24. 

Vnsen fruntliken denst touorn. Ersamen heren, besundern guden frunde. 

So gij scriuen, dat juwe sendeboden, dede vnlanges mit vnses rades sendeboden 

by Molne vorgaddert weren, van wegen der munte hebben iw ingebracht, dat dat 

affschedent darsulues sij gewesen, dat men den rinschen gulden by der wicht 

vnde nicht durer dan vor twevndetwintich schiUinge entfangen vnde vthgeuen 

scholde etc., guden frunde, ensodans en hebben vns vnse sendeboden in sodaner 

vijse nicht ingebracht, men de juwe vnde vnse scholden malk mit eren reden 

ouerwegen vnde ouertrachten , in welker wijse men mochte vorkomen, dat vnse 

schiUinge, desuluen wy noch hebben, nicht worden vorvaret vnd vorhatet vnde 

datme alle golt na sinem werde mochte achten, vnd wes den juwe sendeboden 

mit juwer vorsichticheid vor dat gemene gud worden ouersprekende , en sodanes 

wolden gij vnsen frunden van Hamborg vnd vns benalen, offt wij dar wes 



1461. Oct. 25. 105 

Daldorpes, des genanten Hartmans weseke, wo dat se meynet, de negeste rech- 
ticbeyt to dessem vilgenanten vnd anderen gudem, de he sick vnderwindet, to 
hebben, de wij ok node rechtlos mocbten laten. Geuen to Louenborch, am Bon- 
dage negest na der Eluen dusent juncfrouwen dage, vnder vnsem ingesegel, anno 
etc. LXI^ 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubike, vnnsen u. s. w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren des aufgedriickt gewesenen Siegels. 

CI. 

Schack Bantzau bittet den Bath von Lubeck, einen ihm entwiclienen Lansten nicht 
zu schutzen. 1461, Oct. 29. 

Minen willigen denst to alien tiden. Ersainen leuen heren borghemestern 

vnde rad to Lubeke. Ik do jw witlik, dat my is entgan myner lansten eyn 

vth myme gude mid wait vnde myt vnrechte vngheenghet vnde vngbedrenghet, 

<le is ghenomet Peter Krose, dat ik kan nabringhen mit gudenmannen vnde mid 

al desses ieghen, de darby boseten sint. Darenbouen vth juwer stad he my 

screuen heft, dat gi ene dar gheleydet hebben. Dar he my scriflft vorder, dat 

he my vth juwer stad veyden wil, dat sy nacht edder dach, des ik doch hope, 

dat he des mid neneme rechte don schal, also ik hope wol nabringhen wil, also 

"v^orscreuen is. Hijrvmme bidde ik juwe erbarcheyt, gij mynen eghenen man vnde 

vndersaten dar nicht ene leyden, also ik my doch wol vorhope, gij nicht endot, 

"Wente he my scrifft vth juwer stad bouen recht to veydende. Ik bogher man 

"Van juwer leflikheit, dat gij dessen suluen man willen vnderwisen, dat he wil 

hijr komen, don vnde nemen, dat vnse landrecht is, wente ik ene velighen wil 

vor my vnde vor de ghennen, dar ik ouer to bedende hebbe, aff vnde tho. 

Hijrane bowiset jw, ersamen guden frundes, also ik jw to loue, dat ik hijr dorff 

border ouer claghen heren edder vrunden. Darmede sijt Gode almechtich bo- 

volen. Vnde boghere jw boscreuene antward by dessem jeghenwordigen. Screuen 

vnder myme ingesegel, des andem dages Simonis et Jude, anno LXI. 

Schacke Eantzouwen, Henneken sone to Neuerstorpp. 

Aufschrift: An de erwerdighen borghemester vnde rad der stad Lubek 
^nsiliken ghescreuen. 

Nach dem Original oMf Papier. Mit Beeten des SiegeU. 

14 



1461. Nov. 22. Ill 

dam bitted, den vnsem zcu vnderwisen, den vwirn sulcher clage zcu uortragen, 

md op des nicht sien mochte, das dan der vnsir in vwir stad kome adir eynen 

Tolmechtig schicken vnd dem vwirn das vierczehin tage zcuuor zcuschriebe, 

dan woUe vnd solle vwir burger dem vnsirn thun vnd widder von ym nehmen, 

ves ir im rechtin irkennet, also ist des vnsirn sache fehede halben vnd vnsicher- 

heit wegin des weges vnd stete also gewant, das er uff diese zcijt in keynewis 

personlich bie uch komen adir geschicken konne, sundem wir bethen uch mit 

gantzem flies noch gutlich als vor, den vwem darzcu vermogen woUet, des eynes 

vnuerphlichtigen gutlichin tagis zcii warten zcu Magdeburg uff des nuwen jars 

tag erstzcukumptig uff den abint dar zcu syne, darhynn wir den vnsern mit 

vnsem rethen auch schickin woUen, nach schulde vnd antwurtin darselbst zcu 

gebin vnd zcu nehmen, wes ein teil dem andern in rechte phlichtich sin werdet, 

op man sie in der gutlich eit nicht vertragen mochte, vnd glouben uch wol, des 

vwirn auch darzcu mechtig sin woUet. Des nicht zcu uerslaen, uff das dem 

vnsirn darvmb ander muwe vnd arbeit nicht dorffe nod sien vnd das ir vns des 

vwir eigentliche antwort widderschriebit, darnoch sick der vnsir genczlich wisse 

zcu richten, woUen wir vmb uch fruntlich gern vorschulden. Gebin vnder vnserm 

ingesigel, am sontage Cecilie virginis, anno etc. LX. primo. 

Aufschrift: Denn — — rathe zcu Lubeke, vnnsirn u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Reaten des Siegeh (angek. den llten Decewber). 

CVI. 

Detlev Parkentin verkauft dem Aegidien-Kaland in Ltibeck fur 100 m^ eine jdhr- 
liche Rente vtm 7 nijc au$ seiner Muhle bei Dassow. 1461. Nov. 23. 

Ik Detleff Parkentin, Clawes Parkentines sone, wonaftich to dem Lutken- 

haue in deme kerspele to Dartzouwe. Bekenno vnde betuge openbar in dessom 

brene vor alle den, de ene seen edder horen lesen, dat ik vor my vnde myne 

eruen vries wolberadenen modes den ersamen heren vnde kalandes broderen, 

geestliken vnde werliken, Vnser leuen vrouwen, den man plecht to begande in 

sonte Egidien kerken bynnen Lubeke, vnde eren nakomelingen to behoff der 

armen, de me dagelikes spiset by dem kalande, vor hundert mark lub. pen., de 

se my an gudem grauem pagimente to myner noge wol getellet vnde betalet 

hebben, de ik vort an myne vnde myner eruen nut vnde vromen gekeret vnde 

ategeuen hebbe, rechte vnde redeliken hebbe vorkoft vnde uppelaten, vorkope 



112 1461. Nov. 23. 

uplate vnde vorlate mit craft desses breues souen mark jarliker ewiger rente 
lub. pen. in vnde uth mynem haue tor Molen beleghen by Darsouw, den nu tor 
tijd bewonet vnde buet Henneke Streptze, vnde in alien dessuluen haues tobe- 
horingen bewegelik vnde vnbewegelik, alse he bynnen vnde buten in synen enden 
scheden vnde begrepen is, mit alien akkeren (Folgen die ublichen Wendungen,) 
Wy willen vnde scolen ok de ergenomeden gudere vrig holden van aller be- 
swaringe anderer rente vnde der vorscrenenen rente vnde houetsummen gans 
vrig vnde vuUenkomen recht darane waren beschermen vnde entweren vor aller 
ansprake vnde beweringe enes jewelken, behaluen souen mark geldes, de ik in 
demsuhien haue vnde syner tobehoringe den vakenoraeden heren vnde kalandes 
broderen na lude des breues darup besundergen screuen vnde besegeld vor hun- 
dert mark hebbe vorkoft vnde uppelaten. Des so hebbe ik see in de vredesamen 
brukelken were vnde besittinge gewiset vnde settet vnde wise vnde sette see 
darin mit craft desses breues. Vnde ik mit mynen eruen willen en darane alle^ 
dink keren to dem besten sunder alle arch ofte schaden. Doch so hebben se^ 
my vnde mynen eruen ghunt, dat wy de vorscreuen souen mark rente alle jarr- 
in den achte dagen sunte Mertens vor hundert mark lub. wedderkopen mogen. 
Also wen wy de wedderkopen willen, schole wy denne den vorbenomeden here: 
vnde kalandesbroderen, eren nakomelingen ofte dera hebber desses breues mi 
erem willen den wedderkop kundigen bynnen den achte dagen Pasken vnde i 
den achte dagen sunte Mertens negest uolghende en betalen hundert lub. mar 
mit der plichtigen rente bynnen Lubeke mit gudem grauem gelde, alse denne t 
Lubeke genge is, an enem summen vnde up ene tijd sunder lengher vortoch — 
Alle desse vorscrenenen stucke vnde en islik by sick lone ik Detleff Parkentirs. 
vor my vnde myne eruen mit vnsen truwen medeloueren, alse wy Detleff vanm 
Bockwolde to Johanstorpe, Hans Boet tor Calkhorst, Hinrik Quitzouwe to 
Vogedeshagen, Kone Quitzouwe tom Tanhagen wonende, knapen, lauen vnd 
seggen vor vns vnde vnse eruen vngescheden mit samender hand vnde en isli 
vor vns alle den vakenomeden heren vnde kalandesbroderen, geestliken vn 
werliken, eren nakomelingen vnde deme hebber desses breues mit erem will 
in guden truwen mit ganseme louen stede vast vnde vnuorbroken to holdei^^^^ 
in aller wise, so vorscreuen is, vnde nenerleye insaghe offte argelist vnde ^^]| 
nener uthneminge were vnde behelpinge dariegen to brukende ofte to Detexi^^ 
darmede desse kop waringe vnde betalinge ofte desse breff mochten krenket ^^^^-^ 
tobroken werden na esschinge vnde tolatinge geestlikes vnde werlikea 




1461. Nov. 23. 113 

IDesses to groterer bekantnisse vnde bewaringe hebbe wij houedman vnde inede> 

louere alle vorbenomet vor vns vnde vnse eruen mit endrachtigem gudem willen 

vnse ingesegele witliken gehenget an dessen breff, de geuen is na der bord Godes 

veerteynhundert jar darna in dem envndesostigesten jare, an sunte Clementes dage 

des hilgen bisschoppes vnde mertelers. 

N<uh dem Original. Yon den angehdngten Siegeln ist nur das des Detlev Parkeniin noch kennUidi, 
das des Detlev von Buchioald fehlt gdnzlicJi. 

cvn. 

-Der Rath von Bugenwalde zeigt deni Rathe von Lubeck an, dass er dem Lubecker 
Burger Klumpe den ihm genommenen Bering toieder verschafft habe, dass 
aber spdter andere rechtmdssige AnsprUche geltend gemacht seien, 1461, 

Nov. 26. 

Vnsen vruntliken grut myd vormoghe alles gudes stedes touorn. Grot- 

"^^erdighen leuen heren. Also gy scriuen van juweme borghere Klumpe gheheten 

^^«ii anderthalue last heringhes, de em Hans van Koine namen schole hebben in 

^^T zee, begherende, em de wedder moehte werden etc., des wylle yuwe her- 

licheit weten, dat wy vmme yuwer leue willen deme so gerne dan hebben vnde 

V>€arbeydet, dat he den herinek wedder krech. In deme so qwemen dar etlike 

Tnyd klarer buwisinghe, myd breuen der van deme Sunde, vnde densuluen herink 

"Vnde merk anspreken, also dat Klump vorscreuen willichliken vorleth. Ok was 

desulue Klurap vnwetende synes merkes, so dat he gentzliken dar afHeten, vnde 

'W'as des thovreden. Wes wy alleweghe ghudes vorderinghe den yuwen bewysen 

konen, synd wy, de em so gerne dun. Gode almechtich ewich beualen. Screuen 

tho Rugenwolde, am dunredage vor Andree, vnder vnseme secrete, anno 

Domini MCDLXI. 

Kadmanne thu Rugenwolde. 

Aufschrift: Den grotwerdighen laueliken vnde wolwisen heren borger- 
Daesteren vnde radmannen der stad Lubyk, eren gunstighen heren, myd werdicheit. 

Nach dem Original auf Papier. Mil Resten des Secrets. 

CVIII. 

Eine Wechselsache. 1461. Nov. 28. 

Witlik zij, dat int jar etc. LXI. des sonnauendes na der hilgen junc. 
^uwen sunte Katherinen daghe is vor dem ersamen rade to Lubeke erschenen 

15 



1461. Dec. 3. 115 



Of to Meinerstorf schreibt noch einmal in dersdben Angelegenheit. 1461. Dec. 3. 

Vrontliken gnit touorn. Ersamen borgermester vnde rad der stad Lubeke. 
Xuwes antwerdes breff, dar gij inne scriuen, wo juw sodane ouerlast hSn vnde 
sinalieid, alse mi in juwer stad wedderuaren is, nicht witlick en sij, vnde hadde 
ik alsodanes vor juw vorclaget, eer ik nth juwer stad reed, gij wolden mi wol 
rechtes beholpen hebben, vnde begheren, ik juw sodaner tosage vordrege; moch 
ilc eer ouer juw nicht vordregen, dat ik denne in iuwe stad kome twuschen dit 
vnde sunte Lucien daghe negest komende; is mi denne jenich vnrecht offte wald 
bescheen, gij willen juw redelick vnde limpelick vinden laten, darup schal ik 
geleidet wesen mit minen vrunden, de ik mit mij werde bringende, vnde be- 
gheren, ik ok alle dingh in gude bestan late vppe de vorscreuene tijd etc., hebbe 
ik entfangen vnde wol vornomen. Alse gij scriuen, dat juw dat nicht witlick 
en sij, dat mi alsulk wedderuaren en sij, dat is meer luden binnen juwer stad 
vnde ok buten in twen edder in dren landen witlick, wen minen vrunden vnde 
^ni gud is. Alse gij ok scriuen, dat ik id scholde vorclaged hebben, eer ik uth 
Juwer stad reed etc., dar mochte ik villichte wol to hebben belachchet worden. 
Ok moste ik des mit frunden spreken, alse gij wol konen irkennen, dat mi des 
>^ol merkliken behof is, wente de minen sint newerlde mit dem bodele trecket. 
Doch, guden vrunde, wowol sick dat nicht enthemet, vmme der sake willen, de 
^i van den juwen wedderuaren is, in juwe stad to ridende, so wil ik doch 
^Qime gudes gelimpes willen in juwe stad komen nv am mandage to middage 

^nde wil denne to enen vor dem radhuse wesen vnde horen, wes mi van juw 

"Wedderuaren mach, vnde wil alle dingh so in gude stan laten. Sijt Qode beualen. 

Screuen to Ekelenforde, am donredage vor Nicolai, vnder minem ingesegele, anno 

Domini etc. LXT°. 

Otte Meynstorp. 

Aiifschrift: Den ersamen heren borgermesteren vnde radmannen to Lubeke 
*^oine desse breflF. 

Nadi dem Original avf Papier. Mit Beaten des Siegels. Der Brief iat von anderer Hand geadirieben 
als der frUhere, anscheinend ist der frUhere Originalbrief. 



^thssendeboden von AnUam und Demmin und der Bath von Oretfsvoald bitten den 

16» 



116 1461. Dec. 4. 

Bath von LUbeck, zur Erreichung eines freundschaftlichen Verhdltnisses 
zwischen Kdnig Christian und Herzog Erich behUlflich zu sein. 1461, 
Dec. 4A 

Vnse fruntlike grute vnde guden willen steds tovoren. Eersamen leuen 
heren vnde vnindes. Wy don juwen ersamheiden gutliken to wetende, dat de 
hochgeborne irdorchluchtede furste vnde here, here Cristieme, tho Dennemarken 
Sweden vnde Norweghen etc. koningh, de vnsen in den ryken to drepliken 
schaden vnde vorderuen touet vnde schattet van der weghen, dat zine gnade 
menet to hebbende merklike maninghe tho vnsein gnedighen heren, heren Ericke 
etc., des wy zine gnade vurder vnderrichtet hebben, wy do vnsen mochten zo- 
danes schaden vnde vorderues vorhauen wesen vnde zine gnade zyk wolde 
richtich weten teghen zine koninklike gnade des vpgenanten heren, heren 
Cristiemes etc., vnde mochte mid zinen koninkliken wordigheiden to di^he 
kamen tho leghelker stede tho Rostok, wenner zine koninghlike gnade em dach 
vnde tijd vorscreue. Dar denne vnse vpgenante gnedighe here, here Erick etc., 
gutwillich vnd ouerbodich to is, vppe dat zodanne vorderff vnde schattent der 
zinen nabliue, vnde wil ok nicht vnrichtighes weten teghen zine koninghlike 
gnade etc. Worvmme, eersamen leuen heren vnde vrundes, bidden juwe eersam- 
heit degher andachtighen mit vlite, gy mochten int beste dorch vnser bede willen 
vnd vordenstes dartho vormoghen de koninghlike gnade des vorghenanten heren, 
heren Cristiernes etc., dat zine gnade mochte vorscriuen vnsem gnedigen heren, 
heren Ericke, vnde zinen gnaden tijd vnde dach beramen bynnen Bostok edder 
thor Wismer, dar denne vnse erghenante gnedige here teghen zine koninglike 
werdigheit kamen vnde wesen wil vnde nicht vnrichtich gevunden wesen in 
ziner koningliken jeghen werdigheit. Dar gy vnsem gnedighen heren vorghenant 
vnde ok den vnsen vorderlik ane zyn mid den ersten, nachdem zine koninglike 
werdigheit jeghenwardich mit juwer ersamheit thor stede is, vnde willen vns des 
juwe richtighe antwerde wedderscriuen. Vorsculden wy denstliken vnde hoch- 
liken alleweghe gheme mit vlite. Zijt mit Gode. Screuen vnder dera secrete 
der vam Gripes wolde, des wy nw hyr thor tijd samentliken tho bruken, am daghe 
Barbare virginis, anno etc. LX. prime. 

Radessendeboden der steder Ancklam vnde Demyn 
jeghen wardighen tho deme Gripes wolde vorgaddert 
vnde de gantze rad darsuluest. 



) Vgl. M 25. 



1461. Dec. 15. 121 

Cristiemn, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen 
der Wenden vnde Gotten koningh, hertogh to Sleswik, greue to 
Holsten Stormam Oldenborch vnde Delmenhorst. 

Vnsen gnnstigen gnit touom. Ersamen giiden frunde. Alse iuw de 

vamme Gripeswolde Ancklem vnde Demmyn vrame enen dach mid hertoge Erike 

to Eostocke edder Wismer to vorramende bi vns to bearbeidende geschrenen 

hebben, hefPt vns de erbenomede hertogh Erik twe dachstede vmme sulker to- 

sprake willen, alse wy to em hebben, dar wy vns mid vnsen leuen getruwen 

rederen vnses rikes Dennemarken vpp bekostiget vnde riehtet hadden buten 

vnsen riken vnde landen, suluen vorschreuen, der he nicht enen geholden hefft, 

80 dat vns deshaluen daghe buten vnsen riken vnde landen vnd ock, alse wy 

nene vnses rikes redere vth Dennemarken hir iegenwardich bi vns hebben vnde 

de sake vnse rike sunderges andrepende is, vppe ditmal steid vptonemende oflPt 

to vorramende. Wanner wy doch in vnse ergenante rike Dennemarken, dar wy 

vnuortogerd mit der hulpe Godes denken hentoreysende, komende werden, willen 

wy eyn sodant mid densuluen vnsen leuen getruwen rederen vorhandelen vnde 

iuw mid dem ersten vnse meninghe deshaluen bi vnser egenen bodeschupp wol 

vorschriuen. Gheuen to Gottorppe, am dingesdage na Lucie der hilgen juno- 

frouwen daghe, anno etc. LXI., vnnder vnsem secret. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen w. s, w. 

Ntich dem Original auf Papier. Mit zum grbsseren JTieile erhaltenem Siegd. 

CXVII. 

Besitzwechsel in Israelsdorf, 1461. Dec. 31,^ 

ilinrik Diuesse hefft gegeuen in zynem testamente zin zelige vader 

Hinrik mylder dechtnisse eyn dorp genomet Israhelstorppe, zo it belegen is in 

der veltmark desser stad Lubeke, hcbbende sosteyn houe in alien zynen schedingen, 

myt allem egendome vnde vriheyde vnde myt ackeren geploget vnde vngeploget 

wischen weyden broken vnde broken gehethen de more, dar van men barnetorue 

plecht to grauende, myt weyden busschen vnde alien holten, vthgenomen allene 

de ekenen home, welke tobehoren der ergesechten stad Lubeke, yodoch de grunt 

der borne tobehort dem gesechten Hinrike Diuese, beholdende ok fordermer der 

*) Helnrich Diven, der Vater hat das Dorf 1448 von Bruno Warendorp gekauft. Vgl. Bd. VIII 
J0 523. 

16 



1461. 123 



Beschwerde der Kramer uber die von auswdrtigen Verkdufern ihnen zugefUgten 

Nachtheile. 1461. 

Int jar LXI. do begunden de olderlude, de do seten, to vorbadende de 
orenberger vnde schulden se vor dem rade, also dat se ere kelre nicht ea 
olden, also en de rad afgesecht hadde vor recht vnde se in eren kelren nicht 
ebben scholden anders den tant, alse ambachtesman bynnen Norenberge maken 
ochte, dar en de rad ere borat vp gaf wente na Wynachten. 

Item ok dessuluen dages in eneme stande beklageden wy vns ouer de 

^^an Vrankenvorde vnde ouer de van Venedye vnde ouer de van Colne vnde 

oner de van Erforde vnde ouer de van Smallekalle, also dat se opene kelre 

lielden vnde vorkoften gelik eneme kreraer vnde helden ere ghewycht, klen vnde 

grot, in eren kelren gelik den vnsen vnde legen vns vnde vnsen borgeren to 

vorvange, also dat se van gesten koften Poperinge vnde sardok vns to vorvange. 

T)ar ok mer ouer clageden Clawes Bruns vnde Lutke Porner, deme dat ok also 

let was alse vns vnde wy doch aller sake vp dat leste by vnsem erliken rade 

Weuen vnde by vnsem erlyken weddeboke vnde beden vnsen erlyken rad dar- 

vmme, dat se erlyke weddebok lesen leten, des vnse erlyke rad do dede vnde 

se samelken alle vnde myt den van Norenberge do en borad kregen wente na 

Wynachten. 

Nach einer Eintragung in das im Archiv der Handelskammer hefindliche dlteste Protokollbuch der 
Kf^erCompagnif. 



^onig Christian I verpjdndet dem Hans Bantzau, Schack's Sohn, das Schloss und 
die Stadt Kiel nebst der Vogtei und ubrigem Zubehor fur 6050 m^, 14:6 1. 

ffij Cristiernn, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen 
^w Wende vnde Gotten koningh, hertoge to Sleswijck, greue to Holsten Stor 
Diarn Oldemborch vnde Delmenhorst. Bekennen vnde betugen openbar in desseme 
weue vor alleswemen, dat wij vnde vnse eruen rechter schuld schuldich sint 
deme duchtigen knapen, vnsem leuen getruwen Hanse Eantzouwen, hern Scacken 
^ne, vnde synen eruen soss dusent lub. mark pen. vnde vofftich lub. mark pen,, 
^ke to Lubeke vnde Hamborgh genge vnde geue sint, vnde dar en islick gud 

16* 



1462. Jan. 3. 127 



C 



Kfmig Christian bestimmt einen Tag fur die Verhandlungen mit dem Herzog Erich 

von Pommern, 1462. Jan. 3. 

Cristiernn, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen, 
der Wenden vnde Gotten koningh, hertoghe to Sleswik, greue to 
Holsten Stormarn Oldemborch vnde Delmenhorst. 

V nsen gunstigen griit touornn. Ersamen guden frunde. Vppe dat eyn 

iBlik merken moghe, dat wy nene degedinghe, de to frundschupp vnde endracht 

dregen konen, affslan willen, hebben wy mid itliken vnsen leuen getruwen vnses 

Tikes Dennemarken rederen, alse wy iuw latest schreucn, vmme sodane tosprake, 

alse wy to hertogen Erik hebben, word gehad vnde gespraken, so dat wy siner 

to Eopenhauen, Steke vppe Mone, Wordingborch offt Nykopinghe in Falster, 

Tppe den sondach alse men in der hilgen kerken singet Misericordia Domini 

negest komende, welker stede van dessen veren vorbenomed eme beqwemest vnde 

to sokende vppe de erbenomede tijd behegelikest is, mit vnsen erbenomeden 

leuen getruwen gerne warden vnde ene vnde de sinen mit veligem sekeren ge- 

leide, darane he vnde de sinen vorbenomed sunder alle arch, so sick gebord, scholen 

vorward zin, wanner vns touornn benalet word, dat he sodane dachstede soken 

vill, besorgen willen. Gheuen to Gottorppe, am sondage na dem hilgen Nyen 

jare, anno eiusdem etc. LXII., vnnder vnnsem secrete. 

Aufschrift: Den ersamen borgermesteren vnde radmannen der stad Lubeke, 
vnnsen leuen besundem frunden. 

Ncuih dem Original auf Papier. Mit als Presael aufgedriicktem Siegel. 



c: 

^ Bath von Neu-Stargard hittet den Rath von Lubeck, die Stargarder Burgern 
gehorigenj von Stettinern auf der See genommenen und nach Lubeck ge- 
brachten Gruter wieder frei zu geben. 1462. Jan. 5.^ 

Vnsen vruntliken grudt midt allem wes wy meer vormogen in steder 
^luardt tovoren. Ersamen heren, besunderghe gunstige gude vrunde. Etlike 
^^r medeborger, bonameliken Andreas Goritz, vns ouer clegeliken vorgebracht 
k^bben, en ermale ore guder in dher see van dhen van Stetin vnverwardt ghe- 

') VgL Bd. IX. M 723. 



t desulfte kopman den erscreuenen schipperen vor sodane ere gudere tor vracht 
heuen ynde betalen schoUen beschedelken dat wagenschott dre marck, klapholt 
jff marck, remen verdehalue marck, pijck ter asche twe marck, traen dre marck, 

emund twe marck, vlasspaken dre marck, dorsch smer twe marck vnde louwendes- 
^acken veer marck lubesch. 

NcLch einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1462 Epiph. Dom. 



einrich (Mstorp und Heinrich von Hacheden zeigen dem Bathe von Lubeck an^ 
doss die Herzoge von Laitenburg auf Lubeckischem Gebiete jagen. 1462. 
Jan. 7. 

Vnsen fruntliken denst mit vormoghen alles guden touorn. Ersamen 

"^dwijsen leuen heren. So ghij vns vnder anderen weruen mede in beueel 

gegeuen hebben, rait Clawese Vinckenfenger to sprekende vnde tor kentnisse to 

Seuende alse van der jacht weghen, darvan de irluchtigen hochgebomen forsten 

'VTide heren, her Bemd vnde her Johan, hertogen to Sassen, an juw heren hebben 

gescreuen, dat desulue Clawes am sonnauende negest vorleden vppe dem eren 

soUe ghejaghet hebben etc., wn dann desulue breff mit mher worden inneholdet, 

liebbe wy eme laten lesen, de vns darvp berichtet heflFt, wu dat yd war sy, dat 

liee an dem erscreuenen sonnauende ghejaghet hebbe vppe der Wackerbarde 

vnde nicht vppe der herschopp guderen, dat juwwerlde juwe voghede to Molne 

ghedan hebben. Men vaken yd wol beschuet, dat de erscreuenen heren hertoge 

vnde de eren jaghen vppe dem juwen, darvan juwen lansten vnde vndersaten 

vol grot schade van bescheyn is, alse by namen tom Schretstaken, dat enem 

manne in ertijden wol neghen edder teyn swin van den jaghethunden worden 

d6t gebetten. Hijrmede Godde dem heren sund vnde to langen tijden wolmogende 

rijt beuolen. Screuen vnder Hinrick Castorpes ingezegel, am donnersdaghe na 

Trinm Eegum, anno LXII^ 

Hinrick Castorpp vnde Hinrick van Hacheden. 

Aufschri/t: Den radmannen to Lubeke, vnsen ghunstighen leuen heren. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren des attfgedriickt geweaenen Siegels. 



^ Rath von Hamburg giebt dem Bathe von Lubeck Auskunft Hber mehrere den 

17 



1462. Jan. 11. 133 



nde de here hertoge Frederick, zin sone, de sodane totast vnde neminghe gedan 
efft, den dach wolden vorlecht vnde vorslagen hebben, yodoch de van Bruns- 
ijgk vmme des ghemenen besten willen den dacb bearbeydet vnde vorlenget 
b^-ebben beth vp den sondach auent schierst komende bynnen Hildensem, des 
■.iiendes in der herberghe to wesende, des wy ntothen vorbeydende wesen. Hijr- 
:^nede Godde deme heren gesundt vnde lange tijd wolmogende zijt beuolen. Ge- 
t^^reuen vnder mynen Hinrick Castorpes ingezegel, am raandage na Trium regiim, 
B^ixmo etc. sexagesimo secundo. 

Hinrick Castorpp vnde Hinrick van Hacheden. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Resfen des aufgedriickfen Siegels. 



Der Bath van Qreifswald schreibt dem Rathe von Lubeck, dass Herzog Erich nicht 

geneigt sei, nach Ddnemark zu gehen, sondern in Rostock, Wis^nar oder 
Lubeck zu verhandeln wunsche. 1463. Jan. 17.^ 

Vnse vruntlike grute mit vormoghea alles ghuden. Ersamen heren, be- 
sunderen guden frunde. Juwen breff an de radessendeboden der stede Ancklam 
T)emyn vnde intsamede an vns hebbe wy gutliken entfanghen vnde wol vornamen 
^an der twistighen schelaftighen sake weghen des irluchtighesten hochgebom 
fursten vnde heren, heren Cristiern, der rike Denneraarken Sweden vnde Nor- 
^eghen etc. koning, vppe ene, vnde vnses gnedighen heren, heren Ericke, vppe 
de andere zyden, dat wy zine gnade int beste mochten vnderwisen, dat he zinen 
koninkliken werdigheden to daghe queme vppe tijd vthesticket vnde stede berort 

• 

iii der copie besloten in juwer ersamheit breue an vns ghesand etc., dar wy int 
^8te mit vnsem vpgenantea gnedighen heren, heren Ericke etc., gutdunkende 
nJuntUken an ghespraken hebben mit vns in jeghenwardigheit vnde tokumpst 

• 

juwes breues thor stede bynnen, dar vnse gnedighe here, here Erick vorghenant, 
^du8 vns berichtet heft vnde spraken vnde vormodet zik des int reddelke, nach 
deme zine koninglike werdigheit twistighen schelinghe to em heft, dat zine gnade 
^na the daghe volghen darflf to nenen steden vnde tijden an zine rike vnde 
gebede, vnde weret sake dat zine koninglike werdigheit komen woldo to Rostok 
edder thor Wismer, ok bynnen juwer eersamheit thor stede, des is vnse gnedighe 

*) Vgl. Xk 116, 122. 



138 1462. Jan. 31. 

heren vnnde gude frunde. Vor vnns sint gewesen vnnse getruwen Jachim v 
Bulow vnnde de Barnekowen, Kurd Hoykendorpes eelike husfirowen broder, ynncSi 
hebben jwen breff an er gesand toget laten lesen, darinne gij mank vil anden 
beroren, de vorbenomede arme vrowe jw sodaner maninge vmme den schaden, 
also se meynt to jw to hebbende, mochte vordregen. Land vnnde luden doch 
wol witlik is, mennigen guden manne, jw ok suluest, dat des erbenomeden 
scbaden gij vnde de jwen en apenbar bowislike orsake sint gewesen etc. Wor- 
vmme bidden vnnde bogeren wij andecbticb, gij dat so vogen, en de scbiade 
moge werden vorbott in fruntscbopp edder in rechte, wente he vnns hefft gedenet 
alse en vmberucbtiget arm bederue man, sodanes ok vnschuldich, alse en jwe 
dener wedder God lik vnde recht to heflFt gelecht. Vnns des ok nicht en 
weygem, wille wij an jw gutliken irkennen. Wer id auer deme so nicht en 
schege, so mote wij en vnnde sinen frunden in erem rechte bijplichten vnnde 
hulplik wesen, so lange en des schud vorbote. Des jw scriflFtlike antwerd, was 
he vnnser bede hirane moge neten. Screuen to Luptze, vnder vnnsem ingesegel, 
am sondage vor Purificationis Marie, anno LXIP*^- 

Aufschrift: Den ersamen borgermeisternn vnnde radmannen tho Lubeke, 
vnnsen besundermn guden frunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Besten des als Fressel airfgedrUckten Siegels. 



Der Rath von Greifswald vnederhoU dem Rathe von Luheck den Entschluss des 
Herzogs Erich uber Verhandlungen mit dem Kdnig Christian mU der 
Bitte, ihn dem Konige mitzutheilen, 1462, Febr. 3, 

Vnse vruntlike grute mit vormoghen alles guden tovoren. Eersamen 
leuen heren vnde vrundes. Wy hebben in kort vorleden juwen eersamheiden 
antwerde wedderscreuen van vnses gnedighen heren, heren Erickes weghen etc ! 
van der weghen, dat wy zine gnade mochten vnderwisen, dat he dem irluct 
tigesten hochgeborn fursten vnde heren, hern Cristiern, der rike Dennemarkcn 
Sweden etc. koninge, to dage qweme in de rike vp de stede en in der copied 
ziner gnaden breue benomet vnde vppe de tijd den sondach, alse men in det 
hilghen kerken singhet Misericordia Domini neghest komende etc., dar wy vnse^ 
gnedighen heren hertoghe Eriken vorbenomt mit vns tor stede hebben muntlike*^ 
eme vnderrichtet, vnde secht vns, dat he zinen koningliken werdigheiden nieb- 



leghe is to daghe to volghende in de rike, nachdem dat he schelafftighe sake 
eft to em, alse to vnsem gnedighen heren. Vnde weret sake dat zine konink- 
ke gnade to daghe komen wolde bynnen rait juw thor stede bynnen, thor 
ismer edder tho Rostok, dar is vnse gnedighe here hertoghe Erick vorscreuen 
Qerbodich tho kamende VDde tho wesende vppe de tijd vorberort Misericordia 
omini neghest komende etc. Worvmme, eersamen leuen heren vnde vrundes, 
idden mit andacht, gij willen zodane vorberorde andacht oiierscriuen van vnses 
edighen heren weghen hertoghen Erickes tho vnsem vorgenanten gnedighen 
eren, dem koninghe, vnde vns des denne en antwerde willen wedder benalen. 
at vorsculde wy alleweghe gheme ouerbodighen. Zijt Gode beualen. Screuen 
der vnser stad secret, amme daghe sancti Blasii martiris, anno etc. LXII*^. 

Radmanne thom Gripeswolde. 
Aufschrift: Den — — radheren der stad Lubek, vnsen n. s. w. 

Nach dem Original. Mit geringen Resten des Secrets. 



Rath von Lubeck gieht dem Rathe von Liineburg Nachricht, dass ein Mann 
Namens Meyhom die Strassen unsicher mache. 1462. Feb, 6, 

Vnsen vnmtliken grut mit vermogen alles guden. Ersamen heren, be- 

*\indem gnden vrunde. Wij don juw vmme des besten willen gudliken weten, 

^Bt vns bigekomen is, dat een geheten Meybome sulff twelfte ofte veerteynde 

edder darbij, nicht bouen IIII rayle van vnser stad nu tor tijd zin afleger 

Wbbende, vppe de strate denket to tastende, nademe de Elue nu myt yse ouer 

w bevroren, wente se tosage to juw vormenen scholen to hebbende. Vormoden 

wij vns gensliken to juw, gij hirvpp wol vordacht willen zin, so dat gij de 

juve vnde de gemene vnschuldige kopmann vmbeschediget bliue. Vorschulden 

vij vmme juwe ersamheide allewege gerne. Sijt Gode dem hem beualen. Screuen 

•m dage Dorothee, vnder vnsem signete, des wij vmme der hast willen hirto 

taiken, anno etc. LXII""*" 

Consules Lubicenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Luneborg, vnsen u. s, w, 

Nack dem Original im Stadtarchiv zu LUneburg. Mit Resten des Signets. 

18* 



1462. Feb. 10. 141 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen wijsen roannen, heren borger- 
mesteren vnde radmannen to Lubeek, vnsen bisundem guden fninden. 

Nach dem Original. Mit Beaten des aufgedrUckten Secrets, 



Der Rath von Dordrecht hittet den Rath von LUbeck, sich mit Tidemann Greverade 
ahzufinden, da seine Beschlagnahme Lubeckischer Outer gerechtfertigt sei. 
1462, Feb. 11. 

Xl^ersame wijse vrome heren ende lieue geminde vrienden. Uwen brief 

0118 geseynt nirende van den restement gedaen bij Tyman Greefrode, onsen 

borger, aen uwer borgem gude alhier bynnen onser stadt, dat wij dat restament 

aff willen doen ende denseluen Tyman bij uwer eerbairheiden te senden off te 

comen, ghij soudet hem guet recht doen, mit meer andem woirden inhoudende 

hebben wij minlic entfangen ende deuehdelic verstaen. Ende begeren dairop 

derseluer uwer eerbairheiden gelieuen te weten, dat wij denseluen uwen brieff 

ontfingen omtrent Korssauent lestleden ende op huden eerst versocht is, dairop 

een antwoirt te hebben, anders souden wij des lienor eer gedaen hebben. Tis 

vair, wij hebben uwer eerbairheden tot veel stonden gescreuen die redenen, 

vairom Tyman uwer borgern guede alhier rastiert hadde, dairop ons altijt ter 

andwoirt gecomen is, denseluen aldair te comen off volmachtich te senden, hem 

8oude guet recht geburen. Des ons verdunct mits der redenen v gescreuen, also 

bij van uwen verbode niet en heeft geweten off ten minsten ons dea niet en is 

vercondicht, ende oeck dat verbot van uwern borgern niet en was onderhouden 

ter seluer tijt, soe hij ons seit ende vorder van andem vorstaen hebben, ende 

dat meer is, hem te sullen te recht staen voir zijn wederpartij ende rechters 

^edewesende, des is hem swaer ende, als ons dunct, niet redelic na alien rechten, 

^ude heeft dairom mids groten cost lange aen uwe eerbaerheden ende aen den 

^Idermannen van der Duytscher ansen veruolcht ende laten veruolgen, om 

^©stitucie van sinen schade te hebben, des hem noch niet gebuert en is, ende, 

dat meer is, aen ons versocht bij machte van onser stede rechten ender priui- 

l^gien lange gevseert, hem trecht van onser stede te gescien, des wij altijt duech- 

delic vorleit ende offgestelt hebben, om vrientscop onderlinge te onderhouden, 

^airto wij geneycht tzijn, mer doch van cedes wegen dairtoe gebrocht hem ver- 

*^nt ende geopent hebben die wege van rechte tot sulken saken dienende ende 



146 1462. Feb. 14. 

credencien des gedochten hern koniges, were vortellet vnde to kennen gegeu 
wo dat syne koniglieke genade alle puncta articlen vnde clausulen im race 
des frundlicken vpslages begrepen volkamen vnde all holden wolde vnde d^i 
nakamen, so ueme vnses herm genade koniges to Polen etc. rait syner genct^de 
vndirsaten deme also ock don worden. Ersame herrn, gunstige guden fruix<le, 
wie dancken juwer ersamen wijsheith solker juwer moge vnde vlieth gehat xnit 
deger andachtigem vlite, willende dat Got helpende nah allem vormogen vmbe 
juwe ersame wijsheit vnde de juwen gerne vorschulden vnde vorhopen axine 
alien twifel, vnse genedigste herr konigk mitsampt syner genaden vndirsaten de 
beslutynge des frundlicken vpslages vorgeschreuen na allem inholde der reczesae 
darouer gemaket ok vnuorkortet holden werde. Vnde so denne in dem genomden 
reczesse steyt begrepen, eyn juwlick party e synen schedesherrn alle jura ^nde 
gerechticheide etc. bynnen eynem haluen jare effte veerndel jares vor der tokope- 
kamynge in juwer herrn stat ouersenden solde etc., daranne an vnsem dele nicht 
gebreck syn soil, sunder wie sulke vnse gerechticheide bij vnsen schedesherrn 
bynnen vorgeschreuener tijdt hebben willen, den zaken nahkamende, alse dat 
vorgeschreuen is vnde vorsegelt bij der hulpe van Gode, de juwe ersame wijsheit 
in wolfarender gesundheit genediglicken entholde to langen seligen tiden. Geuen 
to Danczk, am sundage am dage Valentini martiris, im etc. LXII^ jar. 

Eathmanne Danczick. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der stat Lubeck, vnsen u. s. w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Siegels. 

CXLillI. 

Bernhardt Herzog von Sachsen-Lauenburg, beschwert sich bei dem Bathe von Lubeck 
daruber, dass Hermann Billinghusen Lauenburger Schiffern die Fracht 
nicht vollstdndig bezahlt habe. 1462, Feb, 14, 

Bernd, van Godes gnaden to Sassen Engern vnde Westualen hertoge, 
des hilligen Eomesschen rikes ertzemarschalk. 

V nsen gunstigen gruth mit vormoge alles guden touom. Werdigen vnde 
ersamen leuen besundern vnde guden frunde. Wij begeren juw weten, dat vor 
vns sin ghewesen vnse leuen getruwen borgere vnde schiplude to Louenburg, 
de vns mit clage hebben angebracht, wo juwe borger Hildebrand BichlinghuseD 
en vor hebbe entholden ere fracht von bodickholtes wegen, dat se an den tale 



1462. Marz 20. 157 

liirenbouen vurder nicht belastet vnde beswaret werden royt nenen dinghen, wen 

id wonlik heft ghewesen etc. Ok, leuen heren, hebben vns vnse sendeboden 

l>erichtet, dat de kopman myt juw sik beclagede, dat etlike schepe tor Wismar 

liogher vorvrachtet synt, wen dat wonlik is. Dar hebbe wy myt den sendeboden 

tor Wismar vmme sproken, de hebben vns ghesecht vnde begheren, dat de eren 

moghen seghelen, so se vorvrachtet synt, se willent myt den eren so schicken 

*^de bestellen, dat se nene hogher vracht nemen scholen, wen de juwen, de myt 

juw synt ghewnnnen. Vnde bidden hiraf juwe gutlike bescreueDe antwarde by 

<iesseme boden. Sijt Gode beuolen. Screuen vnder des rades to Eotzstocke 

secrete, des wij samentliken hirto bruken, anno Domini etc. LXII^, des sonnauendes 

^or Oculi mei in der Vasten. 

Badessendeboden der stede Stralessund vnde Wismar 
vnde de rad to Rozstocke, nn tor tijt to Botzstocke 
to daghe vorgadderd. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen u, $. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Beaten des Secrets. 

CIiIV. 

Der Bath von Bremen schreibt dem Bathe von LUbeck, dass er nur im Einver- 
stdndniss mit dem Grafen Moritz von Oldenburg eine Suhne mit dem 
Grafen Gerhard eingehen konne, erldart sich jedoch zu einer Verhandlung 
in Hamburg bereit und bittet, fur sicheres Geleite auf der Elbe zu sorgen. 
1463. Marz 22. 

Vnnsen fruntlijken gruet myt vormoghe alles gudes thouorn. Ersamon 

l^eren, bisundern guden frunde. Juwen bref an vns gesand mang anderen worden 

ytineholdende, wo de ersamen vnnse leuen frunde to Hamborg ere drepliken 

^dessendeboden by juw in juwe stad gesand, dar gy samptlijken vorhandelinge van 

der sake twischen junchem Gerde, greuen to Oldenborg, vnde vns wesende ghehad 

hebben myt ouertrachtinge, wath vnuorwinlikes schaden dar van komen mochte, 

'Vnde begheren, wy vnuortogert nae sichte juwes breues vnnse drepliken rades- 

trand nv am mydweken negestkomende bynnen Hamborg des auendes in der 

Wberge hebben wolden myt vuUer macht, vmme een gud myddel to vindende 

«t(^ sodanes juwes vlites vnde ouertrachtinge wy juwer leue vnde den ersamen 

^imsen fmnden to Hamborg hochlijken dancken vnde begeren juwer wysheit 



\\\{) 



14f;2. Nach Marz 24. 



tiau ^IiihI inyt viis; viulo worn vordor begherende, so also wy den ^eleydi 
Mill VMS ^lll*^lMMu>1l haddeii, de inhclt myt verhundert perden vnde nyc 
«»ltv. oft «lnr nil woron vyftorh odder hundert perde mer, dat wy tus dim 
st'hiOiMi Irlni viido dat se al mode gheleydet weren, dat vere doeh sundc 
so so (lilt bovostodon myt groteii wordon etc. 

I loin dan>p na bospnikc de raed dede vor eyn antvord wedder 
ilat so biuldon bilon vorslaon in alien herberghen vnde bevunden a2iM.e 
still v:m dos horon konynghos volke by den drehundert perssonec. aldi^ 
alios i::liiulon wijllon so wolden se noch den heren konvnk. smer. » 
koiivnk«:vinio vmlo junokor Gherde, synen broder, veleghen mde in ere SG 
tliirdoor ijholovdi^n myt viflfhundert to perde myt den ingherekend. de ml: 
dor Stat worn oto. Vnde seden vord, dat were ware, dat se in der «tat ei 
in don linson vndo op den portton myt volke to hamssche bestalli iidce 
woiv nyi*lit ijhosolieyn erme heren to arghe, mer dat scheghe em zo Ai< 
to gri>tor sokorhoyt, went wy hadden ene ghrote ghemente. dar vele vas 
>\on\ vnimo do to stvlleude wer des noet vnde behoff. vnde den b.er«i ] 

unt don svr.on do bot to boschermende vnde svn chelevde to h'>ld€-«. i 

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do nid \i^rsooht haddo. darumme were sulke were bestalt vnde CM^eiikJ 

Pos do dos heren konvnehes sendeboden weren tovr^sier. aer se 

o«on mod, da: so oros rades twe personen wolden mede serden lo Set 

bv 0.0 V. horor. kiv.vr.k. do om ok sulken antword suluen 5rcer> Tm A 
« . . « « 

..Vat n^ .«, >«^ •.*..' .....^IaC.^ t.1^. 

':;"'. ,y s:tv.>v/.::ez ■l.ii.h van dem rade wem chevc^bec r*"* ZK^auet 
:\yv >: »:;*".v rr..u' L:':>>e vrr Trrsmen hadden to svk der «:a: d*si£r rade 

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1462. Nach M^rz 24. 161 

enen hoyken van roden krymesyn fluwel myt marten ghevoderd, darto dem 
^onynghe vnde der konynghynnen soss verssche lasse. Dyt drogen bede 
schaffers, de hussluter vnde de markvoghet. 

Item juncker Gherde senden se twe stoveken Malmesyer vnde soss 
kannen wyns. 

Item also de here conynck vmme dat gheleyde hadde weruen laten, zo 

leyd de raed ere borghere vorboden vppe dat rathus, darto de olderlude van den 

grotesten amtten, vnde ghauen en to kennende, wu dat se den heren konynk 

liadden gheleydet vnde wn dat vorhandelt was, so vorgheschreuen is etc. Vnde 

wern van en begherende, dat eyn juwelik hadde in synem huse enen werafftighen 

man, vnde we mer hadde, dat de ok verdich weren by nachte, by daghe, wan 

men en tosede, vnde dat eyn jnwelik bleue in syme huse vnde leten de vrouwen 

tor kerken ghaen, dat ok eyn juwelik were hovesch vnde tuehtich vnde sturde 

den synen, dat se gheyn vnstur dreuen, dar vordreyt aff komen mochte etc. 

Se ghauen en ok to vorstande, dat se dachten, dem heren konynghe enjeghen 

to rijden, so wonlik were, dat dar anders nement mede vt der stat rede noch 

vtghenghe, dan de darto ghevoghet wern, dat eyn juwelik to hus bleue etc. Dat 

de borghere so ghuetlik to sik nemen vnde wolden dem so gherne doen etc. 

Nu is to wetende, wat vorsynnicheyt dat de raed myt eren borgheren 
liadden, darmede se ere stat vredesaem vorwarden, nademe dat so vele lude in 
erem hamssche in ere stat qwemen, dat se wysten, behaluen dat se nycht ene 
vysten, so dat wol moghelik hadde ghewesen, ware darto nycht ghedocht. 

In dat erste wern ghevoghet op dat Holstendoer, vp dat Molendor vnde 
op dat Borchdoer to juweliker stede twe personen vt dem rade, darto ere knechte 
"^de acht oft teyn man werafftich. De heren vnde ere dener bleuen op den 
portten dach vnde nacht, so langhe alse de here, de konynk, hyr inqwaem vnde 
iJi der stat was vnde wedder vtgereden was. Vnde dewyl dat houevolk to dem 
Holstendor inqwam, so weren dat Molen- vnde Borchdor vnde alle ander porten 
gesloten wynt so laDghe, dat eyn juwelik syk in syne herberghe hadde ghedeylt 
^de vtghedaen. 

Item alle schotportten weren tovorne vorseyn vnde verdich ghemaket vnde 
op de tome weren bussen vnde ander were ghebrocht etc. 

Item de slote van alien portten worden vorandert vnde vmmeghelacht, 
vnde dewylt de konynk in der stat was, weren alle de slotele van den klenen 

21 




162 1462. Nach Marz 24. 

portten by dem oldesten borghermester, deyt word heylt, vnde darna eneme ju 
liken wedderghedaen, de se tovorne hadden. 

Item dat Huxserdoer was al de tyt ouer viider dem nyen tome gheslot^^sn 
vnde op den nyen torn wern ghesettet soss man, de ene warden. De mole wo 
ok vorward, dat men dar neraande des nachtes mochte dorlaten. 

Item de tzyngelen, namelyken vor dem Holstendore, stent anderhalff da 
vor der tijt, er de konynk qwam, stedes ghesloten myt den klenen portten vg^fc le 

wan dar we vt vnde in wolde, leyt men doer ryden, vnde men naem in gh e- 

sohryfte, wu vele des konynghes volkes hyr inqwam vnde war se to bus toghen et c. 

Item noch was van dem rade gheordinerd vnde ghevoghet in juwel 
verde part van der stat vor houetlude eyn vt dem rade vnde ver deghelL 
borgher, dat weren twintich perssonen, de worden den ghemenen borgheren g 
nomet op dem radhus, do se vorsammelt wern etc. Vnde men sede en dar 
wert sake dat enieb oplop edder ghcruchte worde, dat dan eyn juwelik so 
tyden in syn quartter, dar de houetlude mit der were tosamene wern etc. 

Aldus so wern de houetlude vt dem ersten quartter der Travensyden ^ 

den Scbottelboden, in Lamberttes bus van Huldern, dat was do ene kumpen^-^^^^ 
vnde hadden dar to syk van den borgheren vnde der borgher knechte hund^ ^^^ 
man to harnssche. 

Item vt dem andern verdendel by der Travene de houetlude daraff wer^*^"^^ 
to hope in der Bredenstrate bouen der Beckergrouea in Bertraem van Rentals J^ 
huse, vnde was do der junckern kumpenye vnde hadden to syk vt erme quartt'J'- 
eyn huudert man to harnsche. 

Item vt dem andern quartter by der Wakenysse de houetlude myt hunde 
man to hams vt demsuluen quartter wercu tosamene in Hynrik Berkes hw 
bouen der Beckergrouen op der Papenstraten orde, vnde was do der kopluc> 
kumpenye. 

Item vt dem ersten qwartter by der Wakenysse de houetlude we 
tosamende myt hundert man to harnsche op dem Vodermarkete in her Korc 
Brekewoldes bus, dat stond woeste. 

Item de olderlude van den Berghervarn wern ghevoghet op dat wanthu-^ 
vnde hadden dar to syk by den twehundert man to harnsche van erem volk:^*^'^ 

Item bouen vp dat radhus wern ghevoghet twe personen vt dem racfc^^ "^ 
vnde twe borghere, de hadden to syk by dertich man van den Berghervarn. 

Item op der heron marstal was ghevoghet van dem rade eyn van de^^^ 



1462. Nach Mftrz 24. 165 

De ordinancie vnde schickinge, alse de here koningk wedder wech reed. 

Item also de here konynk vt vnser stat na der Wilsnakke reyt, do reden 
twc borghermester vnde twe vt dem rade myt der stat knechten myt em vorder 
weghes wynt an de lantwere. 

Item do he wedder van der Wilsnakke qwaem, desuluen vorghenomeden 
at dem rade myt den denern vmraetrent myt sonentich personen reden em en- 
jeghen vnde entfenghen ene ghuetliken. 

Item desses suluen auendes sende de raed dem konyngh vnde der konyn- 
kynnen twe vate Eynbeker beres vnde soss tunnen Hamborgher beres, enen 
kanen vul leuendigher vyssche, darto twe schone stoer, de stonden myt vore 
\0 m^ 2 sch. lub. 

Item des anderen daghes hadde de konynk den raet to ghaste, mer dat 
was so ghevoghet, dat myt em eten nycht mer dan ver borghermester vnde ver 
vt dem rade, de anderen konden nicht komen. Dat schach alwyllens vnde nicht 
sunder sake, en word ghuetliken ghedaen etc. 

Item in des konynghes herberghe hadde de raet twe husdener gheschikket, 
de stonden in der dore, de werden vnde holden dat lose gheboefte buten dem 
huse, des dar vele qwam vnde vnstur dreuen etc. 

Item also de here konynk van hyr vt der stat na dem lande to Holsten 
reyd, do reyd nement myt em vt dem rade vorder weghes etc. 

Nach einer Aufzeichnung des Secretaire Johann Amdes in einem Papierheft in folio von vier Bl&ttem, 
Vgl. die Bearbeittmg von Hagedorn in der Ztschr. d. Vereins f. Lub. Oesch. Bd. 4 S. 283 fg. 

CliVI. 

Christian J, K6nig von Ddnemark, bekennt, von der Stadt LUheck gegen Verpfdn- 
dung von zwei goldenen Kronen mit Perlen und von filnf goldenen 
Spangen mit Diamanten und anderen Steifien 3000 rri^ angeliehen zu 
habeny die er ndchste Weihnacht zuruckzuzaKlen verspricht. 1462, Mdrz 25. 

Wij Cristiernn, van Godes gnaden to Dennemarken etc. koningk. Be- 
kennen vnde betugen opembar in vnde mit desseme breue, dat wij vnde vnse 
eruen vnde nakomelinge an rechter witliker schuld schuldich zin den erliken 
mannen, borgermesteren vnde radmannen der stad Lubeke, vnde eren nakome- 
linghen dredusend mark lubesches geldes, alze genge vnde geue is darsulues, de 
ze vns gelenet vnde ouertellet hebben an rinschen gulden gud an golde vnde 



1462. Marz 25. 167 

Vnsen fruntliken grut mit vormoghe alles ghuden touom. Ersamen 

lieren, besundem ghuden frunde. Wij twiuelen nicht, juwe eriiken radessende- 

boden, de vmmetrent Concepcionis Marie negest vorleden bynnen vnser stad bij 

ims mit den eriiken sendeboden vnser frunde van Eostoke vnde Wysmar to daghe 

'weren, hebben juw tho ghuder raathe wol ingebracht, wat vorhandelinge wij do 

samptliken hadden van den mennigerleygen gebreken vnde vorkortinghen , de 

TTiser aller borgheren vnde kopluden tho Schone jarlikes vorkerende darsulues 

teghen vnser aller prynilegia jarlikes vnde dagelikes wedderfarn, vnde wu dat 

^j samptliken vnde eendrechtliken vppe der ersci'euenen tijd an den irluchti- 

^esten hochgebomen forsten vnde heren, hern Cristierne, tho Dennemarcken etc. 

lonyngh, sereuen, dat wy vor sinen gnaden hedden to weruende in saken, der 

"wij eme nicht scryuen offte enbeden konden, biddende, vns stede vnde tijd synen 

^aden beqweme to vorscriuende, dar vnde wanner wij samptliken bij desuluen 

sine gnade komen mochten hebben. Darvpp vns sine gnade bij vnsem boden 

^nbot, he wolde vns bij deme erwerdigen in Godde vader vnde heren, hem 

-irnde, bisschopp der kerken tho Lubeke, deshaluen eyn antworde weten laten. 

^Idus desulue here bisschop dosulues rait dem gestrengen hercu Jachym Brede, 

Hitter, in juwer vnde der anderen vorbenomeden vnser vrunde sendeboden jegen- 

"^ardicheyt in vnse stad qwam vnde vns samptliken vnderrichtede vnde to 

^ennende gaff vnder velen ghudliken vnderwijsinghen, wat merliker nodsake 

<3eme heren konnynghe vnde sinen Ian den vnde luden ouerliggende weren, de 

^ne dartho drunghen, dat he int Norden riden moste vnde vnser vppe der tijd 

^cht ghewarden konde, begherende, wij dat to nynem vnwillen vpnemen wolden, 

"^ente dar nyn qwad wille mede were, jodoch wenner de here konyngh wedder 

'^pe de egge landes na vnser stad werdes qweme, wolde vns de here bisschop 

^at veerteyn dage tovoren vorkundigen, vmme juw dat to vorscriuende, wenner 

'^ij bi dem heren konyngh komen mochten, dat nu beth hcrtho vmme zake 

"^illen is gebleuen. Alsus, ghuden frunde, is de here konyngh nu jegenwardich 

bynnen vnser stad vnde wij mit sinen gnaden van der bouenscreuen gebreke 

"^^de vorkortinghe vnser aller pryuilegia so verne hebben verhandelt, dat he vns 

'^escheden hefft, bij sinen gnaden to wesende to Zegeberge am sondage Judica 

^^gest komende des auendes in der herberge to wesende, dar he juw, ander vnse 

^orbenomten frunde vnde vns denne gherne dencke to horende vnde gutliken 

^it vns deshaluen to vorhandelende. Darumme is vnse fruntlike begher, gij 

3^We eriiken radessendeboden am sonnauende vor deme sondage Judica vor- 



1462. Marz 31. 169 

Labeckischen BUrger Heinrich Drosedow eine Summe Geldes einzufordern. 
1462, Mdrz 31.^ 

In nomine Domini amen. Vniuersis et singulis presentes literas in- 

specturis sen audituris pateat euidenter, quod nos Catillus, Dei et apostolice 

sedis gracia episcopus Lincopensis, omnibus melioribus modo via jure causa et 

forma, quibus melius possumus et debemus, facimus constituimus et ordinamus 

nostrum verum certum legittimum et indubitatum procuratorem actorem factorem 

et negociorum nostrorum infrascriptorum gestorem et nuneium specialem et ge- 

neralem, ita tamen quod specialitas generalitati non deroget nee econtra, videlicet 

circumspectum et honestum virum Henricum van Alren, ciuem Lubicensem, ab- 

sentem tamquam presentem, solum et in solidum ad petendum exigendum et 

leuandum nostro nomine et pro nobis a discreto viro Henrico Drosdow, ciui 

Xubicensi, quandam uotabilem pecuniarum summam in numero quadringentarum 

Tnarcharum holmensis monete vna cum quadam puri argenti marcha pleni ponderis 

ct valoris necnon vno floreno renensi, de huiusmodi plenariter leuatis et habitis, 

nostro nomine et pro nobis quittandi et quittancias dandi, et, si necesse fuerit 

pro premissis et eorum occasione coram quibuscunque judicibus tam ecclesiasticis 

cjuam secularibus nostro nomine et pro nobis comparendi agendi et defendendi 

^t ad quoscunque actus judiciales eciam vsque ad sentenciam diffinitiuam in- 

olusiue iudicialiter procedendi et ab ea appellandi apostolosque petendi et obti- 

xaendi et generalit^r ad omnia alia et singula faciendi dicendi et exercendi, que 

premissis et circa ea necessaria fuerint et quomodolibet oportuna et que 

osmet facere et dicere possemus, si premissis omnibus et singulis presentes 

ersonaliter interessemus, eciam si mandatum magis exigunt speciale, quam pre- 

«ntibus est expressum. Datum et actum Lincopie, anno Domini MCD sexa- 

esimo secundo, vltima die mensis Marcii, sub nostro pontificali secreto apposito 

Jesentibus impendente. 

Nach dem Original. Das Stegel ist vom Siegelbande abgeschnitten. 



Sericht des Syndikus Simon Batz an den Bath von Labeck. 1462. Apr. 2. 
JDereyden wyllighen denst alletijd tovor. Ersamen wysen heren. Alse 

*) Der Vorgftnger des Bischofs Catillus, JNicoIaus Koning, hatte, wie anderweitig erhellet, eben die 
^^Ibe dem Kapitel gehOrige Summe mit Zustimmung desselben im J. 1457 dem Ldbecker Btlrger Drosedow 
^^^ Aofbewahnmg tlbergeben. Das Kapitel hat die Vollmacht in einer Urkunde vom 1. April dess. Js. 
V*Utigt. 

22 



1462. Apr. 4. 173 

dewelke wie Gade gesunt beuelen to langen saligen tijden. Geuen to Danczick, 
am Bondage Judica, im etc. LXII*®^ jare.^ 

Eathmanne Danczik. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der stat Lubeke, ynsen u. 8, w. 

Nach dem Original auf Fapier, Mit grosaeren Theils crhaltenem Siegel. 

ciiXin. 

Konig Christian schreibt dem Bathe von LUbeck nochmals wegen eines seinem Diener 
Johann Frille gehorigen Schiffes. 1462, Apr. 6.^ 

Cristiemn, van Godes gnaden to Dennemarcken Sweden Norwegen, 
der Wenden vnde Gotten koningh, hertogh to Sleswigk, greue to 
Holsten Stormarn Oldemborch vnde Delraenhorst 

V nnsen gunstigen grut touornn. Ersamen guden frunde. Wij twiuelen 
nicht, gij syn wol indechtich vnses mennichuoldigen schriuendes van des ge- 
strengen vnses leuen getruwen hem Johann Frillen, litters, schepes eme van den 
juwen affhendiget vnde solkes vnwillen wegen, alse twischen iuw vnde vnsem 
leuen besundern Borcharde van Hamelen, borgermester to Kopenhauen, sus langhe 
gevest is, an jw gedan, de sake doch nenen ende betherto hebben nemen mocht, 
80 se vns vaken vnde vele, en rechtes to behelpende, angeuallen vnde gebeden 
hebben vnde noch darumme anlangen dachlikes. Offt jw hirvmme to synne is, 
dat gij de juwen, de gij to Kopenhauen vppe den vorrameden dach na Pingsten 
negest komende sendende werden, gantzer dinghe der saken willen mechtich 
maken, willen wy vns dar geme gutwillich inne bewisen, dat de dar denne 
endliken moge gesleten vnde geulegen werden, so wy vngeme, God kennet, 
segen, dat id anders den frundliken vnde wol twischen den vnsen vnde iuw 
scholde gewand wesen. Schreuen to Segeberghe, am dingesdage name sondaghe 
alse men in der hilgen kerken singet Judica, anno etc. LXIL, vnder vnsem secret 

Aufschrift: Den ersamen vnnsen guden frunden, borgermestern vnde rad- 
mannen der stad Lubeke etc. 

Nadi dem Original auf Papier. Mit Resten des Siegels. 



') Ein am 8. Apr. (donrd. na Jud.) an Ltibeck gcschriebener Brief iBt genau desselben Inhalts. 
Driiigender and noch aosfdhrlicher iet ein zwar zugleich an die St&dte Hamburg, Kostock und Wismar, 
aber doch haaptafichlich an Ltibeck, als Antwort auf einen Brief vom 5. April, gerichtetes Schreiben 
Duudgfi Tom 23. April in von der Ropp, Hanserecense Bd. 5 «Ml 227. 

^ VgL Bd. IX. ;fi 709, 710. 



174 1462. Apr. 11. 

CLiXIV. 

Der Rath von Braunschweig sendet bei dem Bevorstehen eines neuen Vermittelungs- 
versuches dem Rathe von Lubeck den Fehdebrief zuruck, mit der Bitte, 
ihn anders zu datiren und toiederzuschicken. 1462. Apr. 11. 

Vnsen fnintliken denst touorn. Ersaraen vnde wisen, bisundem leuen 
frundes. So alz juwe leue in saken den hochgebornen fursten hern Fredericke 
den jungeren, to Brunswig vnde Luneborch hertogen, belangende vns hir beuorn 
ichteswelke veyde vnde besegelde vorwaringe breue gesant hebben, des wij juw 
gutliken danken, so hebben wij myt itliken vnsen heren vnde frunden in den 
saken ichteswelke fruntlike dage geholden vnde hedden wol gemeynet, wij wolden 
bearbeydet hebben, dat den juwen vnde dem vnschuldigen kopmanne dat vpge- 
dreuen gud scholde gekart worden, dat wij doch noch tor tijd so nieht mogen 
vinden. Des is auer van den hocheborn fursten hertogen Wilhelm van Sassen, 
lantgrauen in Doringen etc. vnde lantgrauen Lodewige van Hessen in den saken 
eyn fruntlik dach vorscreuen, dede wesen schal am mandage na Quasimodogeniti 
Hirmede hebben sijk de sake vortogen, dat men juwer breue vorgerort noch 
nicht gebruket en heft vnde wij senden de juwer leue wedder bij dussem, flit- 
liken begerende, dat gij de vmme scriuen laten vnde den data willen setten vppe 
den mandach na Misericordia Domini, vnde willen ok vorwaringe don an de 
jenne in dusser cedelen benomet na der formen, de wij juw hirinne mede senden, 
vnde ok na der wise, so an de cedelen getekent is, vnde vns de breue alle bij 
dussem boden ouersenden, oft de dach vnendigen worde gesleten, dat wij denne 
sodanner breue myt vnsen vnde anderen vnser heren vnde frunde breuen mochten 
gebruken, vnde willen hirinne gutwillich sin. Dar vorlate wij vns to vnde vor 
denent gerne. Juwe antwerde. Gescreuen vnder vnser stad secret, am Palme- 

dage, anno etc. LXII. 

De rad der stad to Brunswigk. 

Aufschrift: Den — — rade der stad to Lubeke, vnsen u. 8. to. 

Noch dem Original auf Papier. Mit ah Pressel aufgedriicktem Siegd. 

CliXV. 1 

Verkauf eines Wohnhauses in der Konigstrasse, 1462. Apr. 11. 

Cord Voged vor desseme boke hefft bekand vor zijk vnde sine eruen, 
dat he rechte vnde redeliken hebbe vorkofft deme ersamen mester Johanne 



1462. Apr. 11. 175 

Semeltreder, in medicinis doctor! , vnde zinen eruen zin bus bij zeligen Bertold 

Xiange nalatener wedewen recht jegen sunte Katherinen kerken ouer belegen vor 

sosshundert mark lubescb, de desulffte Cord van deme erscreuenen raester Johanne 

to ziner genoge hefft entfangen, so he des vor desserae boke bekande. Vurder- 

mer so louede vnde bekande de ersereuene Cord Voged, dat he deme genanten 

mester Johanne Semeltreder vnde zinen eruen sodan bus in der stad Lubeke 

ouerste boek wille toschriuen laten, wenner dome siilfften mester vnde zinen 

eruen des geleuet. 

Nach einer Inscription des Niederstadthuchs vom J. 1462, Palmarum. 

CliXVI. 

Der Rath von Bremen schreibt dem Bathe von Lubeck nochmals ilber beabsichtigte 
Verhandlungen mit dem Orafen Gerhard von Oldenburg, 1462. Apr. 12. 

Vnnsen fruntlijken gruet vnde wes wy gudes vormoghen. Ersamen Icuen 
heren vnde guden frundes. Juwen bref an vns gesand mang anderen worden 
ynneholdende, dat gy van eghener beweghinghe bynnen Lubeke rayt dem irluch- 
tigen forsten vnde heren, hern Cristiernen, koninghe to Dennemarken etc., van 
der twistigesten sake twisschen deme edelen junchern Gerde, siner gnaden broder, 
vnde vns wesende muntlijke vorhandelinghe ghehad vnde dat so verne ghebracht 
hebben, dat gy enen anderen dach darvmme bynnen Hamborch to holden vns 
torn besten vp den negesten donnerdach nae Paschen, nomptlijken up den auent 
sunte Juriens, vorramet hebben, dar gy ersamen van Lubeke juwes rades sende- 
boden denne vnuorsumet in der herberghe ghedencken to hebbende, vnde begheren, 
naedeme wy myt dem edelen heren, hern Mauricio, greuen to Oldenborg etc., in 
vorbunde sitten, wy vnses rades vulmechtighen frunde up de vorgerorden stede 
vnde tijd ok denne hebben willen edder dessuluen hern Mauricii vuUenkomene 
Diacht darmede to bringhende, vmrae de sake to vathende etc., hebben wy guet- 
liken entfanghen vnde dancken juwer ersamheit juwer guden beweghinghe vnde 
vlites degher fruntlijken vnde begheren juwer leue gutlijken wethen, wowol vns 
de besendinge desses dages up dijtmael sere vnlijke valt vnde de irluchtige 
forste vnde here, de konyng erbenomed, vns desser sake haluen nv ok sine 
scrifte heft beschicket, darynne sin gnade van ener anderen tijd des erbenomeden 
daghes ys rorende, zo gy des ware vthsorift hirane vorsloten vinden, de tijd wy 
dooh lathen ghan vnde vns in deme deele na sinem breue nicht en richten, sunder 



178 1462. Mai 3. 

bidde wy an groter andacht juwe ersamen leue, dat gi vmme Godes vnde des 
guden heren Nicolaweses willen, syner kerken grot broksamheid vnde so mer 
gantzlijken voruallen is vnde sunder guder lude hulpp van armodes wegen nyner- 
leye wys wedder gebuwet mach werden, gy Hayen vorbenomed to sodanen na- 
latenen guderen Jesse Slotes seligen mit jw willen dat beste tokeren vnde 
wesen em vrundlijk vorderlijk vnde behulppen, dat be se tor kerken beste krigen 
mogbe, dat Ion van Gode vnde guden heren sunte Nicolawese to nemende vnde 
vnsen steden vlitigen denst, wor wy konen vnde moghen, to alien tijden darvor 
to hebbende. Dem alweldigen Gode sij juwe ersame leue beuolen to langen 
tijden salich vnde sund, ouer vns to bedende. Screuen vnder vnsem secrete, an 
des Hilgen cruces daghe inuencionis, anno etc. LXIL 

Cousules Flensburgenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Beaten des Secrets (angek. den 7. Mai). 



Burgermeister und Schoffen der Stadt Goes in Sedand urkunden iiber den von dem 
dortigen Burger Jacob Swartekop gdeisteten Eid, doss er in seinem Schiffe 
nur ihm selbst und seinen Mitburgern gehorige Waaren verladen werde. 
1463. Mai 4. 

Allen den ghenen, die desen tegenwoirdigen brieflp zuUen zien off hoiren 
lesen, ende bijsondere den edelen ende vromen capiteynen ende volke van wapenen 
liggende vpte zeede, van wat lande off nacyen zij ziin, saluyt mit goeder gonsten. 
Wij burchmesteren ende scepenen der stede van der Goes in Zeellant certifioereB 
ende doen te weten, dat vpten dach van huyden voir ons gecomen is Jacop Jans 
sone, die men noerat Zwartecoppen, scipper ende onse medepoirter, thoener deser 
lettren, ende heeft lieflic voir ons an den heyligen gezworen mit vpgerichte 
vingheren ende gestaeffts edes, dat hye tot gheenen plaetsen binnen zijnen scape 
laden off doen laden en sal eenick goedt, het zij coim off ander waer, om erghent 
te voeren off te gebruyken tot eenigen profijte van hem off van yemande, wya 
hij zij, dan alleene hem off anderen zijnen goeden vrienden, oick onse mede- 
poirteren toebehoiren sal, die zelue alzo vrij ziin, als hij is. Wairomme bidden 
ende begeren zeere vriendeliken an alien edelen vromen capiteynen ende volke 
van wapenen voirseid, dat hymluyden ghelieue, denzeluen Jacop Jans sone, onse 



1462. Mai 4. 179 

medepoirter vorseid, mit zijnen goede oflP mit zijner Trienden goeden, oich onse 
xnedepoirteren , rusteliken ende redeliken te laten varen ende keren ende hym 
X'echtuairdeliken vnde mit eeren te gheneren, gelijcken als van Goidts recht ende 
^eren wegen behoret. Ende want alle saken rechtuaerdeliken gesciet ziin in der 
xnanieren vorseid, so hebben wy burchmesteren ende scepenen vurseid desen 
l>Tieff doen besegelen mit den segel ten saken der stede van der Goes vurseid, 
"v-jten veerden dach in Meye, int jair ons Heeren duysent vierhondert twee 
^ude tsestich. 

Nach dem Original. Mit. anh&ngendem Siegel. Es ist rund, 4,6 Ctni. Ein vierapaltiger Schild mit 
einem Schilderfuaae, 1 und 4 geweggt, 2 und 3 vier Lowen, im Fusse eine Gans. Er wird gehalten 
von einer weiblichen Figur, von der nicht deutlich ist, ob sie einen Heiligenschein hat und in der 

rechten Hand eine SalbenbUchae oder einen Thurm trSgt. Umschrift: Stgtllltin Opxbx it 00(6 Il5 



er Bath von Braunschweig bittet den Bath von Lubeck bet den bevorstehenden 
Verhandlungen mit dem Grafen Gerhard von Oldenburg auch die von 
demselben Braunschweiger Burgern zugefugten Schdden zu berucksichtigen. 
1463/ Mai 7. 

Vnsen fruntliken willigen denst vnde wes wij leues vnde gudes vor- 

ogen touorn. Ersamen vnde wisen heren, bisundern leuen frundes. Wij sin 

l>erichtet van itliken guden frnnden, wo dat gij vnde de ersamen vnse fninde, 

<ie rede der stede Bremen vnde Hamborch, mit dem edelen vnde wolgeborn 

JTxnchern Gherde, grauen to Oldenborch vnde to Delmenhorst, in dusser toko- 

tticnden wekene eyneu fruntliken dach holden schullen van der guder wegen, de 

t^^ juwen vnde anderen borgeren vth der hense buten veyden vnde vorwaringen 

'^'ent an dusse tijd genomen heft. Des do wij juwer leue witlijk, dat desulue 

^<idele juncher Gherd van Oldenborch Bertelde van der Heyde, Ludeken Horne- 

t^orge, Tilen Munstede, Fricken Nidinge, Ghereken Witten, Corde Schickelmanne, 

C^orde van Werlle vnde Hanse Eoden, vnsen medeborgem, in vortijden buten 

"^^yden vnde vorwaringen, so wij myt sinen gnaden nicht en wusten men leue 

^^ide fruntscup, vnbesorgedes dinges ok dat ore genomen, en deyl gegrepen vnde 

■^^schattet heft, so juwe leue vth dusser ingeslotenen cedelen, wes he eynem 

3^^elken van den vnsen genomen heft, wol willen vornemende werden. Des 

^i<ide wij juwe leue gutliken, wan gij mit dem erbenomeden eddelen junchem 

Qherde deshaluen to worde vnde in vorhandelinge komen, dat gij denne der 

23* 



YBsen Yorbenomed ok willen andeohtieh sin vnde ore beste weruen vnde doi 
dat on dat ore ok wedder werden vnde gegulden moge werden sunder lengei 
Yortoch, wente he on dat ore sere Ynbilliken Ynde mjt groten Ynbeschede sonde: 
jennigerleye reddelike sake genomen heft Gijk hirinne so emstliken vnde flit 
liken to bewisende bij den Ynsen, alz gij wolden, dat wij don scholden vnd-__€ 
geme don wolden, wan id den juwen hir bij Yns so gelegen were Ynde ok b^3y 
itliken Yan den juwen rede gedan hebben, des Yorseen wij Yns to juwer lei^^e 
wol Ynde Yordenent gerne. Juwe antworde. Gescreuen Ynder Ynser stad secret 
amme fridage na Misericordia Domini, anno Domini etc. LXIL 

De rad der stad to Brunswigk. 

Auf einem eingelegten Zettd: Item hirna Yolget de schade, den Ynse 
sellen hadden Yan juncher Gherde Yan Oldenborch. 

Item int erste ward Bertelde Yan der Heyde nomen, do se ene grep^rn, 
I^ Ynde V gulden rinsch, hirto moste he em to schattinge geuen EEI^ guld^Esn 
rinsch Ynde eynen sack hoppen Ynde Yeer armborste. Item hirto gaf he om ^ 
geleyde twe jar lang Ynde sinen besegelden bref; in dussem geleyde nam he c^m 
eynen terling, darinne sostein leidesche laken, stunden om II^XVII gulden rinsc^li, 
hirto heft he schaden, dat he dar Yorschenckede den drosten stockmestem vn.^e 
anderen, dat sijk lopt Yppe LX gulden; summa VF XXXII gulden. 

Item Ludeke Horneborgh gaf om to schattinge F gulden Ynde de twe de^jl 
der pannen, Yude dat se om nemen Ynde dat he gaf to gheschencke drost^^u 
stockmestem vnde mer andem, komet in all IFV gulden rinsch. 

Item Tile Munstede Ynde Fricke Niding geuen om elk P gulden to 
schattinge, vnde dat on genomen ward vnde dat se geuen mosten drosten sto^ok- 
mestem vnde an armborsten vnde iseren hoyden, leep sijk Yppe LXX gold^i^ 
komet to hope IF LXX gulden rinsch. 

Item Ghereken Witten nam he twintich gulden rinsch, vnde moste ^o 
geuen to schattinge L gulden rinsch Ynde den verden deyl der pannen, Ynde €3lat 
he gaf drosten vnde stockmestem komet in all vppe XCIII gulden rinsch. 

Item Cord Schiekelman schattede he vppe veftich gulden vnde mo^te 
geuen den verden deyl der paAnen vnde mit dat se em nemen, komet in alie 
Yppe LXX gulden rinsch. 

Summa dat dijt komet, XIFXXII gulden rinsch. 

Item Corde van Werle heft juncher Gherd Yan Oldenborch genomdu 
eynen terling leydesche vnde kirsey also gud alz PLXV gulden rinsch. 



1462. Mai 7. 181 

Item Hanse Boden heft he nomen eynen terling leydesche also gud alz 
T^ XXX gulden rinsch. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Besten des Secrets, 



J^er Rath von Luneburg schreibt dem Rathe von Lubeck uber den Besuch des 
ndchsten Jahrmarkts und uber Zahlung fdlliger Zinsen. 1462. Mai 7. 

Vnsen fruntliken denst touorn. Ersamen vnd wisen heren, besundem 
guden frunde. Alse gij vns hebben screuen begerende, wij darup sehn vnd 
Wachten laten willen, dat de gemehne varende man vpp dissen anstanden ynsen 
marcket twisschen vnser stad vnd der Elue vmbeschediged bliuen moghe etc., 
leuen frunde, wij willen vnse dener gerne darup holden vnd tosehn laten na 
vnsem vermoghen vnd iw ok na juwem beger verkunseoppen vnd witlik don, 
eflFt wij jenige sammelinge houewerckes, dat vppe de strate guide, irfarende 
worden. So gij ok scriuen van der betalinge etliker van den juwen vnd iuwer 
borger bedageden renthen van dem termyne Paschen erstuorgangen etc., darumme 
hebben wij rait vnser stad vpkome coUectoribus gesproken, de hebben vns be- 
richted, dat se hern Johanne Bor,^ vnsen cappellan, twisschen dit vnde deme Bon- 
dage Cantate erstkomende binnen juwe stad willen schicken, sodanne betalinge 
to donde. Zijt Gode zalich beuolen. Screuen vnder vnsem secrete, am frigdage 
vor Jubilate, anno Domini etc. LXTT. 

Consules Luneburgenses. 

Auf einem einliegenden Zettel: Ok, leuen frunde, so gij in eneme andem 

breue scriuen vor de broderscopp des Cirkellaghes binnen juwer stad vmme erer 

rente in vnser gnedigen heren tolne on bedaged etc., also, guden frunde, hadden 

^j alrede by dersuluen vnser heren tolner bestellet, dat dem ersamen mester 

Johanne Wunstorppe in siner wedderkominge sodane rente entrichted werden 

scollen. Wuranne wij iw vnd den juwen furder to leue vnd willen syn moghen, 

don wij gerne. Datum ut supra. 

Jidem. 

Aufschfift: Den ersamen wijsen mannen, heren borgermesteren vnd rad- 
mannen to Lubeke, vnsen leuen besundem frunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit ala Pressel airfgedrUcktem Secret. 
*) Derselbe ist mehrfach nach Llibeck gesandt, nm Uber das Schnldenwesen Lttneburgs zu verhaDdeln. 



1462. Mai 23. 183 

vnde here, hern Cristiernn, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden etc. 
konjrngk vnde hertoge to Sleswijk, greue to Holsten etc., hefft grot vthboth vnde 
'^orsamelinge in etliken jeghen, vnde vns vnwitlik is, weme dat gelt. Jodoch 
^tlike gnde vrunde vns anrichtinge gedan hebben, dat se sik bevruchtet van 
vriser weghen vnsem lande andrepende. Warvrarae beghere wij, leuen vrunde, 
offle gij van der weghen wes vorvoren, dat vnsem lande schadelik were vnde 
anrorede, juwe erwerdicheit vns andachtich wesen wolde rait den besten, alse wij 
j'w ghantzliken wol getruwen, vns to rechte bedende vnde to settende, lijk vnde 
'wandell to donde vnde wedder tho nemende van aller thozaghe na lude vnde 
inholde der vorsegelden breue vnde priuilegien twisschen beiden landen gheuen 
vnde vorsegelt, des wij ok vp alien dagen vnde degedingen ouerbodich gewesen 
liebben, vnde vorder bij juwe erwerdicheit vnde de van Hamborgh vnse sake in 
redelicheid tho settende vnde to bliuende na lude vnde inholde des sons vnde 
slete breues twischen dem hochgebornen fursten hertoge Alffe zeliger dechtnisse 
▼nde vnsem lande geuen vnde vorsegelt,^ dar wij jw ene ware copien in vor- 
tijden van gesand hebben, vnde de hochgeborn furste hern Cristiem mede vor- 
segelt hefft vnde ghude mans in dem lande to Holtsten vnde juwe erwerdicheit 
vnde de van Hamborch tho ener tuchnisse ok also dan hefft. Offte wij denne 
desses nicht neten mochten vnde vns dar bauen anvallen wolden, so beghere wij 
juwes ghuden rades vnde wes gij vns hirane denen vnde behulplik wesen willen, 
Des beghere wij juwe ghudlike antworde bij dessem vnsem jeghenwardigen 
baden tho benalende. Sijt Gode almechtich beualen tho ewigen tijden. Screuen 
vnder vnses landes ingesegel, anno etc. LXIL, des sondages vor der Cruseweken. 

Vogede sluter sworn achtevndevertich radgheuere 
vnde de gemenheit des landes to Detmerschen. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen wisen mannen borgermestern vnde 
^dmannen der stad Lubeke, vnsen vrunden, vrundliken gescreuen. 

Nach dem Original auf Papier, Mit geringen Beaten des aufgedrUckten Siegeh. 



^^ig Christian fordert den Bertram von Rentelen und die Geschworenen des 
Landes Fehmarn auf, den Kirchherrn von Landkirchen bei der Atis- 
ubung seiner Jurisdictionsbefugnisse nicht zu hindern, 1462. Mai 23. 

^) Fine SQhne des Landes mit dem Herzog Adolph vom 21. April 1456 ist abgedruckt in Michelsen 
^'f^rmdenbuch des Landes Dithmarschen S. 69. 



1462. Mai 31. 187 

t 

pxouest, rayd dera konynge dor to dryuende, dat se den broke rousameliken 
l>T\iken willen. Aldus so heb wy juwer erliken wysheit gesant de utschriff des 
tireues, den vns de konynk gesant haff, vnde he begert vnse antworde darvp. 
Aldus so begere ik van jw to wetende, wer gy em dar willen antworde vp 
scriuen ofte wer ik em dar en antworde vp scriuen, vnde de suaren de scriuen 
ok enen breflF an juw, de lud alse de breff, den se dem konynge gesereuen 
hebben. Hirmede syd Gode beualen. Gesereuen vp dem Glambeke, des man- 
dages vor Pynxsten, anno LXII. 

Bertram von Rentelen. 

Aufschrift: Den — ^ — radmannen der stad Lubeke, mynen m. s, w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Hesten deu Siegela. 



Die Kdmmerer und Geschworenen des Landes Fehmarn bitten den Bath von Lubeck, 

sich uber die Jurisdiktionsbefugnisse der GeistUchen mit dem Konige zu 
verstdndigen. 1462, Mai 3L 

Vnsen plichtighen willighen denst alletijd touorn. Vorsichtighen ersamen 

leuen heren. Wy senden juw in desseme jeghenwardighen breue besloten ene 

v^thscryflft enes breues van dem heren konynghe an Bertram van Eentelen vnde 

v^ns ghescreuen alse van des brokes weghen to der Landkerken, so juwe 

^^ysheyt in dersuluen vthscryfft vorder wol vornemende werden etc. Bidde wy 

jxiw^tomale denstliken vnde vruntliken, alse gy bynnen kortes deme heren konynghe 

to worden komende werden, so wy iruaren hebben, gy sodanne sake van des- 

sxiluen brokes weghen myt eme vorhandelen vnde endeghen, wo wy darby don 

vxide laten moghen, wente alse juwer ersamheyd wol wytlik is, wy van der 

Weghen vele vnwillen vnde vordretes hebben. Sijd Gode beualen to langhen 

tijden. Gesereuen am mandaghe na Vnses heren hemmelvard, vnder des landes 

^emeren ingesegel, anno etc. LXII. 

Kemerere vnde gantzen sworen des landes Vemeren. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen wysen heren borghermesteren vnde 
wtmannen der stad Lubeke, vnsen ghunstighen leuen heren. 

Nach dem Original auf Papier. Mit grdsseren Theila erhaltenetn Siegel. 

24* 



1462. Jun. 5. 



— fr'.Tyt'r-f^ ff:* S^^^.9< •-..>« D(inzi<f fur sicei Schiffe^ wdche Bathssendeboten tm 
S'fi *•-*.; F^rnan tMch Lilbeck hr'wgenj zur Hinfahrt und RicifAri. 

•^ ~ :•. riTf rmeister vnde rathmanne der stat Danczik. Doen kundt vnde 
> r-Tuifn iT-£r-r>ar mit dissem \Ti5em breue alien vnde iczlicken, de en seen adir 
: r'^z -fSfz ia: wie gesekert vnde celeidet hebben, sekem vnde geleyden in 
ir^^ :->>f< :reu«r< do eriieken radessendebaden . wo de namen hebben, alse de 
'TSi^^i. "TLir v.vr^iohtigon borgermeister vnde rathmanne der stede Rvge vnde 
riT-: ^f irn Lv^beok vmmetrent Jacobi des hijligen apostels dage negest kamende 
:.i-pT f^nirz \rerdeii. so dat se mi: twen si-hepen mit volke vnde eren in- 
- Tr-iiT^ czitren vor vns vnde alle den vnsem vnde vor alle, de vmme vnsen 
^~-- i.*Tr vT:>j laten willen vnde sullen, vnde eemevnlick vor alle, de ^p 
1^^^ rtiT-:_nf:fi: hirn koninces to Palen etc. svde sien, seker velich vnde vn- 

- ■ ^ • 

^"zi^ii-is'.r: iti Lubi'ik thoen <eire:e:i vnde faren vnde dar ere sake entscheiden 
i:* i^.ji-' -vl:s: :.t ..if'^. wedder mi: sohewn volke vnde guderen vmbe8chedij5rt 
--U 11 tT: it-^-i.v-':. ken der Eiire v::if Pamow seselen vnde kamen mogen. 

^A :i:rA:rrr.:ri>:er v::.ie r.ithxiiniie der stat Danezik vorbenomet 

■.i:tL ri-it>>-r..it ro-.ie-^ i:t".r.:r'^. >:ede >a5ie vnde vnnorseret to holdctt 

i-t: r;tLrti -rruv:- ine iiV.e ;iri:^l:>: Pe> : forderem bekentnisse hebbea 

-^— r -T:.- I ':.:.;.£ >-.-.ri: hir v;-.,;.:.. inLengen laten dissem breue, de 

:.-*. ":::;'/>■::: r::.^:>:a-.:;:-ie. im jare Cristi vnses hewn 






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> vermogen touom. Ersaffld 

Mr* .:.?.'. S::ue>. vyser van dessen, heft 

'.:..;: :r.^i:s?r*rQpte erer priuilegie ▼<* 

- v'S: fr^rilike b^her, gij em gwh 

..> :5.: r.e line werue ok dem heien 

.: ^': : . -J. T^ir darinne gutliken gchort 



1462. Jun. 18. 189 

ghe werden, so de erscreuenen van Rijge en sodans an vns in eren schrifften 

tliken beghert hebben. Juw gutliken hijrinne to bewisende vnde vns mit den 

ten, gij konen, wie gij bij dem erscreuen heren koninge entfangen zin vnde 

t jenige tidinghe mit juw tor stede weren, to uorschriuende , vorschulde wij 

e wage game vmme juwe ersamheide, de God almechtich beware in suntheid 

ige wolmogende. Screuen vnder vnser stad secret, des vrijdages na Corporis 

isti, anno LXII. 

Eadmanne to Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen mannen, heren Hinrik Castorpp, 
ngermestere, vnde heren Hinrik Lipperode, radmanne u. s, w. 

Nach detn Original. Mit Resten des Secrets (angek. in Koper^uigen den 2S. Juni). 



Bericht des Si/ndikus Simon Batz an den Rath von Lubeck. 1462, Jun. 19. 

Mynen schuUighen denst mit wyllen tovor. Ersamen leuen heren. Ge- 
le juwer wysheyt to weten, dat ik in mynem werff noch in dedingen steyn 
t vnserm allergnedigsten heren, dem keyser, de my dan mit den reden hebben 
Qen guden trost gegeuen, de sake wol hintolegende, vnde ik vermode my wol, 
t dar meer qweme op den ban, alse id ok komen is, vnde vp dat, dat id eyn 
idragh mochte werden vnde vnder eynen daeck komen. So woUe ik my nicht 
rsnellen darin. Ik hebbe stedes gestanden vp der taxe des olden procuratorii 
vnsem antall, welke de van Dancke sulues gesworen hebben vor dem com- 
ssarien to Dantzke in der tijd. Mse op dat nye laten ik dat olde also bestan 
58 also langhe, dat ik darop juwer menynghe verneme. Hijr is gewesen Geor 
?ypot, de vnse wydderpart in der saken schuUe sin, alse men seght, sunder 
e de keyser alle breue Westerhans sellige tokomende bekumraert heflft, so 
chte hee nene handelinghe in der saken hebben vnde gaff sick widder enhut 
der Nyestadt edder to Wyen to. Vnde ik vrochten, nene ende in der saken 
rt de keyser vns geuen, hee kome dan to der Nyestadt, dar de breue vnses 
iderparts liggen. Wenner edder hee darsulues hynne komen wirt, dat weyt 
tt, hee wirt noch in tween daghen riden vurbas soss milen verren to Kakens* 
pg, dar heft hee vorschreuen alle sine gude lude der lantschafft Stire, Ker- 
ten etc., vnde wert dar bliuen lenger dan verteyn daghe. Id is wol tijd, dat 
j von hinnen komen, wente men mach nene fuder linden op dem marckt den 



perden noch vmme Godes wijllen vnde see mothen gras eten, des se ok kume 

wyrdich sin, wente eyn is pur blint, dat ik tovor seggede, dat ander cleyne is 

also kort vnde frisch, dat id eynem alle de knoken in sinem liue reget, darvmnQc 

begert see nyeman to kopende. Vorsichtighen leuen heren, op dat juwer lexi< 

jo wat vor juwer gelt kregen, so wetet vor nye tijdinge, dat in veer daghen ij 

de legat, den de pawes hadde dessen winter gesanten in Vngern, widder koinei 

is vnde hefft vrede gemaket twyschen dem keyser vnde den Vngern in dej 

wyse, alse men secht, wente id is noch nicht oppenbar, dat de Mathiaske sch.&l] 

bliuen eyn koninck to Vngern vnd schall noch in tween manden dem keyser 

vor de Vngersche krone betalen achtentich dusent vngersche gulden vnde gelike 

wol schall ok de keyser den tytel des koninges to Vngern beholden mit eyn.em 

affsnede eyns deyles des landes vnd koninckrichs to Vngern, vnde de legat blinet 

hijr in den landen also langhe, byss dat gantz vollentoghen is, darna wirt hee 

trecken in Polen vnde in Prussen, dar sick sine legacien hin extendiret vnd 

nicht verrer. Hee is eyn Venecianer vnde bischopp in Candien, episcopiw 

Cretensis. De van KoUen vnde Nurenberg hoUen sick des marckgrauen <ier 

hulpe halff op, in crafft alsodanns priuilegii, dessen copien hijr in beslotcn. 

Hedden wij ok vortijden gewaket in ervervunghe etliker priuilegien vnd excepci«ti, 

de mochten vns to sture komen, wentte schall men see danne erweruen, wenxier 

men ore gebruken schall, so dut men, alse de dat korn wolde affsniden, dar he 

id sewede. De keyser steyt noch mit sinem bruder hertoghe Albrecht in tviree- 

dracht, alse ok dat nyemans mach to Wyen vnde vmlanck vth noch in kom^n. 

De van Oollen hebben hijr oren procuratorem, de dar vake is hijr gewesen vnde 

steyt bij dem keyser na etliken vurderen breuen vnde besunder, dat sine msie- 

stad an den koninck van Engelant verschriuen woUe, dat hee confirmiren wolde 

de priuilegia des Dutschen kopmans vnde dat hee den bestant, den de kopman 

heflft mit den van Louden, eyn jar lanck verlengen woUe. Mit dem sijt langhe 

tijd Gode beuolen. Gegeuen to Grecz, am sunnabinde vor Johannis Baptiste, 

int lar etc. LXII. 

Simon, juwer dener. 

Aufschrijt: Den — — radmannen der stadt Lubeck, mynen u, s. w. 

Noch dem Original auf Papier. Mil Spuren eines Siegels, 



Der Bath von Ltibeck erwidert dem Rathe von Wismar, doss er eine van mehreren 



1462. Jun. 22. 191 

fJten gemeinsam erlassene Verfugung nicht einseitig aufheben konne, 

: Beeintrdchtigung der Rechte Wismars sicherlich nicht wUnsche^ ver- 

./ auf einen spdteren Hansetag. 1462. Jun. 22. 

1 vTuntliken grut mit verraogen alles guden. Ersamen heren besun- 

vrunde. Juwen breff latest vnde ok nv bij desseme juweme boden 

I anrorende de Berghervarers wij mit ener ingelachten copie gud- 

ii vnde mit zineme inneholde wol vornomen hebben. Deshaluen 

4cboden, de mit juwen eriiken radessendeboden des mydwekens in 

a) Darsouw to dage weren vorgaddert, vnder anderen vorhande- 

-bben etc. Darvpp geleue juw gudliken weten, dat wij ok van 

a olderluden to Berghen enen breflf entfangen hebben, desse sulften 

, des wij juw waraftighe copie hirinne vorwaret senden. So gij 

ogerende zint, dat wij darvpp willen vorseen wesen, dat sodane 

t werd, welk wol in vnser macht zij, vorseen juw des ok wol, 

were, juw to drengende van juwen rechticheiden etc. Gunstigen 

\ nde vrunde, gij vornemen wol vth desser erscreuenen ingelachten 

deme breue van den ergemelden olderluden an juw gesand, wes 

ock Stralessund vnde gij imme namen der gemenen hensestede 

gelt hebben, so men des wol tor warde komen kan, des moghe 

.s, irkonnen, wo dat in vnser macht zij, sodane tolatinghe bele- 

.segelinghe van vns afftostellende sunder consent vnde vulbord 

.sestede, in der namen en sodans schal bescheen zin. Hirvmme 

begere, deger andachtigen biddende, gij vns dat nicht toleggende 

zin, dat en sodans, dat van vns steden int gemene imme namen 

'Cstede vmme des gemenen besten willen ingesat beleuet vnde 

user macht zij, allene afftostellende sunder der consent vnde 

rich, vnde were vns van herten leet, dat gij jenigerleye wijs 

loyden scholden gedrungen werden, des gij vns gentzliken to 

Ok beghere wij juw gudliken wetende, dat desse nabescreuenen 

.ieborg imme jare, do men twelffe screff, to dage weren vor- 

CoUen Hamborg Dortmunde Bremen Stralessund Gripeswold 

Dantzijk Gotland Rijge Brunswijg Munster Osenbrugge Wesel 

■^•"del Stade Boxstehude, de olderlude des kopmans to Brugge in 

-le rad to Luneborgh. Wes wij ouer sus juwen ersamheiden 

wenner de stede van der Dutschen hense mit vns vorgadderende 



192 1462. Jun. 22. 

werden, to willen zin mogen, don wij mit alleme vlite geme, kennet God, de 
juwe ersamheide spare sund lange wolmogende. Screuen vnder vnser stad secret, 
amme dinxstedage vor Johannis Baptiste, anno etc. 62. 

Consules Lubicenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen tor Wismer, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original im Rathsarchiv zu Wisnuir. Mit Resten dea Secrets. 



Der Rath von JReval schreibt dem Bathe von Liibeck, dass er fur die Dauerhaftig- 
keit des in Reval verfertigten Kabelgarns sfets sorgen werde, schreibt auch 
uber den Gothenhof in Novgorod. 1462. Jun. 23.^ 

V nsen vruntliken grot tovoren myt vormoge alles gudes. Ersarnen Tor- 
sichtigen heren, zunderlinges guden vrunde. Als vns denne iuwe wysheide nv 
am herueste vorgangen geschreuen hebben van wegen des kabelgarns, begerende, 
dat wy sorchuoldige acht darvpp hebben wolden laten, dat id to dege vnde woU 
gespunnen vnde gehanteret mochte werden, nachdeme dar Taken lyues vnde gudes 
macht an gelegen were, als dat ok avoII in der Avarheit is. Also hebbe wy 
oynen geswornen olderman mang den hanneppspynnern darto gesat, de dar by 
synen ede to seen sail, dat id to dege gemaket werde, also dat wy hopen, dat 
daran vnsenthaluen nene vorwarlosinge edder gebreck bevunden sulle werden. 
Wert hir aiier wes vtli den anderen bynnenlandesschen steden geschepet, dar 
kunde wy nicht guth vor wesen. Vurdermer, ersamen leuen heren, als wy denne 
iuwen ersamheiden woll er, vnde gy ok wedderumme dem eopmanne to Now- 
garden geschreuen hebben van deme gelde als van der Gothen houe, des wy 
noch to achter syn vnde lange entberen hebben, also hebbe wy en ok nv yna 
vorledenen winter by juwem breue vmme datsulue gelt geschreuen, de vns denne 
weddervmme geschreuen heuet in forme vnde lude, alse desse hijrinne geslotene 
copie dat vthwiset, darvth gy woll eren syn vnde vornement raerken kunneu- 
Worvmme wy iuwe ersamheit deger vruntliken bidden, dat gy noch deme cop' 
man enistliken schriuen vnde se vnderrichten willen, dat vns sodane gelt nocU 
sunder vorder vnde lenger vortogeringe entrichtet moge werden, wente wy des 
lange noch entboren hebben, vnde wes wy sustlange in den saken, als van des- 



*) Dass der Brief von <lem Kathe von Keval gi'sclirieben ist, erhellt aus v. d. Ropp, HanBcrecesae 
Bd. 5 S. 147 Anm. 3. 



1462. Jun. 23. 193 

suluen houes wegen, gedan hebben, dat hebben wj yo int gemene beste gedan, 

als dat ok wol merken kunnen desulue juwe ersamheide, de Gode moten syn 

beuolen to langen zaligen tiden. Gescreuen vnder vnsem secret, am auende 

Johannis Baptiste syner gebort, ym LXII'^^ iare. 

Ohne Unterschrift. 

Aufschri/t: Den — — raetmannen der stadt Lubeck, vnsen u, s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit ah Preasel atrfgedrUcktem Secret 



Der Bath van Stolpe beschwert sich bet dem Rathe von Lubeck daruber, dass Hans 

Badeloff Stolper Outer mit BesMag belegt und den Burgermeister ver- 

Idumdet habe^ obwohl ihm in Stolpe grosse Wohlthaten ermesen seien. 

1462. Jun. 23. 

Vnsen vruntliken gruth mit vormogen allis gudes stedes tovom. Ersamen 

vorsichtigen werdigen heren gonner vnde gude frunde. Iw geuen to irkennende 

vpdecken vnde apebaren, wodanewys an dem jare vorleden eyn genomet Hans 

Radeloff, de sick holt vor iwen, wart gefangen van den hafeluden Dudessches 

ordens tor Lowenborch, vnde so vns desulueste hofftlude secht hebben. vnde wy 

ock nah vorfaren hebben, so hadde de irgenante Eadloff deme hofftmanne lafet 

eyne vengenschop by eren vnde truwen vnde swor to den hilgen, dat he vth 

der Lowenborch nicht wolde gan edder lopen sunder wille des hofftmans. Vnde 

op sodane loffte vnde eeth ginck he los in der Lowenborch vnde de hofftman 

settede ene by synen disch to middage tit to etende. So denne desulue Eadeloff 

cyn wenich rumes krech, do vorgath he syn eth vnde loflFte vnde entlep vth der 

Lowenborch. Des senden em de hofftlude nah ere knechte, de ene wedder 

pepen vor der stad Stolp vp deme felde vnde brochten ene bynnen de stad vnde 

brochten eren vangenen vor vns, darvmbe wy denne mathe vnde wyze toleden 

vnde hedden densuluen Radloff en gerne entbrocht, hadde wy kont, vnde enthelden 

cue den hofftluden bauen verteyn dagen vnde lengh vnde hadden ene gerne 

€n entbrocht, dat he los hadde geworden vnde to nynen schaden komen, vnde 

hebben ene de tijth vorborgen, dat wy em deden vmbe iwen willen vnde jw to 

fruntschop vnde leue, so he op iw toch, dat ith were iwe borger, so hebbe 

vy darby dan vnse beste iw to fruntschop vnde denste vnde deme dacten Eadeloff 

to gude. Darvmbe vns denne escheden de hofftlude vth der Lowenborg drye to 

dage vnde spreken hartliken an, dat wy en hadden entbrocht eren vangenen> 

25 



194 1462. Jun. 23. 

vnde drengeden vns op de ede. Alzo koade wy ene nioht leng holden, men he 
ging VB8 aff mit rechte. Darauer syn gewesen vnsere bynabere, de ersamet, 
radessendebaden (van) Eugenwolde vnde 81a we, ouer welken dagen, de wy mi^ 
en op der grentzen helden, wy vorterden bauen veflPtich mark vnde mehr. Sc: 
senden na deme Radeloff desuluen geste, zo he vns was mit rechte aflpgegan, er^ 
knechte vnde wagen, aldus wart he en geantwert. So he en geantwerdet was, 
do qvemen vnse borger, de varende kopman, vnde led en to hope vnde 
loseden en van den gesten vor sostich gulden mit grotem arbeyde, wente de 
geste vnde hofftlude droweden ene, ze wolden ene alzo eynen meneder hengen. 
Aldus, leuen heren vnde frunde, hebbe wy nu vorfaren, dat desulue Radeloff 
hefft vorgeten de woldat, de wy by em vmbe jwen willen dan hebben, likerwys 
alse he vorgath syn eeth tor Lowenborch, dat he dar dede, vnde heflTt mit jv 
vordert schuttinge vnde tofinge op de vnsen, vnde wy doch em ne rechtes 
auer den vnsen hebben geweygert, vnde hefft getouet eyn schip dar mit gude 
vnseme borgermeistern Swuchowen vnde Buschen tohorende. Vnde ok hebben 
vorfaren, he vnsem borgermeister Swuchowen schelt vnde em qwat nahsecht>, dat 
he doch an em nicht hefft vordenet, welk wy wol weten, wen de irgenante 
vnse borg.ermeister Swuchow dar nichtes nicht inne dan hefft, men dat he dede 
na rades rade. Hirvmb, leuen heren guden frunde, jw fruntliken bidden begeren 
vnde gutliken anlangen, willet los geuen sodane schuttede guder mit jw ynde 
vnse wankent mit jw na older wyze vnuorhindert willet laten, deme wy ok zo 
gerne don willen. Schelet deme Radelofe wes to vns edder etlike deme vnseme, 
wy willen em behelpen alles rechtes vnde scriuen em edder synen vulmechtiger 
velicheit aff vnde to, dar to kamende, sunder alle arch, sodan recht to forderende, 
vnde demsuluen Radeloff alzo vnderwisen, dat he sodane vnreddelicheit seggent 
nahlate. Vnde were id zake he deme zo nicht en don wolde, dat gy dat mit 
ernste wolden kereu, alzo wy wolden don an den jwen, de op jwe herlicheit 
spreke, dar gy vns mercliken streuich inne vornemen schulden. Vnde bogeren, 
gy vnsem borgermeisters vulmechtiger willet vmbe de schellewort auer den Radeloff, 
wen wy ene to jw fogende werden, willen behelpen wat recht were. Wes hirinne 
mach schen, bogeren iwe schrifftlike antwert, de wy iw Gade almeohtich bevelen. 
Gegeuen tor Stolp, vnden vnsem ingesegel, in vigilia Johannis Baptiste, im 
jar etc. im LXII**^" Ratdman Stolp. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stad Lubeck, vnsen u, 8. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Siegela. 



1462. Jun. 25. 195 



Arnold, Bischof von Lubeck, entscheidet als Schiedsrichter, doss dem Bertold von der 
Ouwe, Vikar in der Kirche des Johannis Klosters, von dem Ertrag einer 
halben Sdlzpfanne in Luneburg nur 32 w^ fur seine Vikarie und 2 m^ 
fUr den Mariendienst zustehen, der ubrige Ertrag dem HeiL-Geist Hospital 
und dem St Jiirgen Hospital eukomme. 7462. Jun. 25,^ 

Arnoldus, Dei et apostolice sedis gracia episcopus, Nicolaus van der 

^olen, in decretis licenciatus, decanus, Ludolphus Bobring, senior et thesaurarius, 

-A.lbertu8 de Kethem, licenciatus in decretis, cantor, Detleuus Hoyer, Dyonisius 

B!esten, Detleuus Eantzouwe, Johannes Wolteri, Johannes de Mynda, Johannes 

Fabri, Hinricus Georgii, Conradus Losten, vtriusque juris doctor, Wolmarus 

^^olmerssen, Johannes Hoy man, Georgius Warendorpp et Hinricus Colman, 

licenciatus in decretis, canonici ecclesie Lubicensis totumque capitulum eiusdem 

ecclesie Lubicensis, vniuersis et singulis presentes nostras litteras sine presens 

publicum instrumentum inspecturis salutem in Domino et presentibus fidem in- 

dubiam adhibere. Orta pridem inter honorabilem virum, dominum Bertoldum de Ouwe, 

presbiterum, perpetuum vicarium in ecclesia monasterii sancti Johannis Lubicensis, ex 

vna, et spectabiles viros, dominos Bartoldum Witik, Johannem Westuael,proconsules, et 

Johannem Brolingk, consulem imperialis ciuitatis Lubicensis, prouisores et ex nomine 

pauperum Cristi domus Sancti Spiritus intra et leprosorum hospitalis sancti Georgii 

prope et extra muros Lubicenses, de et super fructibus et obuencionibus sive 

specialibus amiciciis, qui vltra triginta quatuor marcas annuatim occasione dimidie 

sartaginis Luneburgensis saline prouenire poterint, rebusque aliis et eorum occasione, 

partibus ex altera, materia questionis, tandem partes huiusmodi volentes, ut 

^sseruerunt, litibus controuersiisque fidem imponere, idcirco. ut asseruerunt, bene 

deliberate et mature desuper habito consilio de et super omnibus et singulis 

Utibus questionibus et controuersiis inter eos premissorum occasione quomodolibet 

subortis, presentibus eciara spectabili viro, domino Wilhelmo de Kaluen, seniore 

proconsule Lubicensi, et egregio vtriusque juris doctore, Symone Homburch, sindico 

ciuitatis Lubicensis, sponte pure simpliciter et libere in nos Amoldum episcopum et 

capitulum prefatum tamquam in arbitros arbitratores et amicabiles compositores de alto 

rt basso nichil excipiendo compromiserunt et quelibet earum compromisit, ita 

^delicet, quod nos arbitri arbitratores et amicabiles compositores simpliciter summarie 



») Vgl. JA 71. 



25^ 



1462. Jul. 3. 201 



ebben van wegen des stackes etc., wo wij van deshaiuen an de ersamen vnse 
f^riinde van Hamborch vorschriuen wolden vnde juw des sunder antworde nicht 
^^ten, gunstigen leuen heren, alsus so hebben ze vns vorschreuen, dat ze anders 
icht en weten, den dat wij vnde ze in kortes bij eynander komende werden, 
68 ze denne mit vns van sodanes stackes wegen to slaende geme gutlike vor- 
andelinge hebben willen vnde juw des denne sunder antworde nicht laten. 
Vnde is vnser f runtlike begher, dat gij juw an desser korten tijd nicht willen 
ischelen laten. Gode deme hern zijt beualen. Screuen vnder vnser stad secrete, 
des sonnauendes na Visitacionis Marie, anno etc. LXII. 

Consules Lubicenses. 

Aiifschrift: Den radmannen tho Luneborgh, vnsen u, s. w, 

Nctch dem Orxginal itn Stadtarchiv zu LUneburg. Mit Reaten des aufgedrUckten Siegels. 



JDer Bath von LUbeck befiehtt dem Schleusenmeister zur Hahtienburg, ein von ihm be- 

schlagnahmtes mit Bottcherholz beladenes Schiff frei zu geben, 1462, Jul. 3. 

Vnsen fruntliken grud touorn. Leue DetleflF. Thomas Schroder vnde Hans 

"v-amme Zee, vnse borger, wiser desses breues, hebben vns to kennende gheuen, 

"^^0 dat gij en schipp mit bodickholte bekumraert vnde besatet hebben vnde en 

des na vnser stad wardes to schepende nicht staden willen etc. Des do wij dij 

gntliken weten, dat wij en sodan bodickholt vppe ditmael ghegund hebben vth- 

toschepende etc. Alsus is vnse wille, dat du den erscreuenen vnsen borgem, 

Thimmen Schroder vnde Hans vamme Zee sodan schipp bodickholtes volgen latest 

vBgelettet vnde vngehindert. Darane deistu vns vpp ditmal dancknamigen willen. 

Gode deme heren wes beuolen. Screuen vnder vnser stad secret, am sonnauende 

na Vnser leuen frouwen daghe visitacionis, anno etc. LXH. 

Radmanne tho Lubeke. 

Aufschrift: . Deme beschedenen raanne Detleue N. dem slusemester tor 
Hauenborch, vnseme besunderen gudera frunde. 

N<ick dem Original. Mit Reaten dea Secrets. 

cxc. 

^ Rath von Bremen beJcennt, von den Lubecker Bathmdnnern Johann Segeberg^ Johann 

26 



1462. Jul. 30. 211 

Amoldus, Dei et apostolice sedis gracia episcopus Lubicensis. Vniuersis 
^t singulis presenteR litteras visuris seu audituris salutem in Domino. Sincere 
^^votionis affectus, quero spectabilis vir, dominus Bartoldus Wytik, indite ciuitatis 
l-iubicensis pi'oconsul, ad ecclesiam nostram Lubicensem atque nos venerabileque 
oapitulum ecclesie nostre Lubicensis gerit, promeretur, ut suos laudabiles afPectus 
fsBuoribus graciose prosequamur. Dudum siquidera inter ceteras vicarias in ecclesia 
parrochiali beate Marie virginis Lubicensis (sic) fundatas eeiam due vicarie in 
eadem ecclesia, quas nunc dilecti nobis doraini Walterus Veltbergh et Ludowicus 
Rollin, presbiteri, in eadem ecclesia beate virginis obtinent, de bonis quondam bone 
memorie Gherardi Odeslo, ciuis Lubicensis, cum certis redditibus fuerunt et sunt 
atl altare in capella per eundem Gherardum versus partem septemtrionalem prope 
altare beate Katherine ex opposite chori ibidem erecta et constructa legitime 
fxandate et dotate, prout in patentibus pie memorie Euerhardi, prodecessoris nostri, 
et capituli Lubicensis desuper confectis litteris, quas presentibus haberi volumus 
pro sufficienter expressis, plenius continetur. Et quia predicto quondam Gherardo 
'^ita functo, expost eciam successiue omnibus aliis et siugulis, pro quibus jus 
patronatus ad vicarias antedictas fuerat reseruatum, de medio sublatis huiusmodi 
'V'icariarum dispositio et collatio secundum earundem litterarum continentiam et 
trenorem ad decanum et capitulum dicte ecclesie nostre censetur libere esse deuoluta, 
licet de eisdem nondum disposuerunt, nos igitur consideracione premissorum 
^^ anutentione quoque bonorum et reddituum vicariarum earundem aliquantulum 
Peioratorum eundem dominum Bartoldum proconsulem graciose prosequi volentes, 
^^is supplicationibus in hac parte nobis factis inclinati jus patronatus dictarum 
vicariarum in prefatum dominum Bartoldum et dominam Telseken, eius conthoralem, 
^ctu viuentes filios quoque et filias ab eisdem procreates seu procreandos duntaxat 
de espresso consensu dominorum decani et capituli predictorum auctoritate ordinaria 
teiiore presencium transferimus extendimus ac prorogamus. Et nichilominus ex 
certa nostra et eorundem dominorum decani et capituli scientia statuimus et con- 
cedimus, quod predictus dominus Bartoldus proconsul solus, interim quoad vixerit 
et post eum predicta vxor eius, quoad vixerit, eciam sola et post mortem amborum 
eorum liberi vtriusque sexus ex eorum corpore solum et duntaxat nati et nascituri, 
^t prefertur, donee vixerint aut aliquis eorum vixerit, et semper senior inter eos 
wmsenra tamen aliorum liberorum, fratrum et sororum suorum ab ipsis domino 
^artoldo et Telseken vxore eius prefatis duntaxat genitis et procreatis tunc actu 
■ ^uentium requisite et obtento ad vicarias predictas, quociens eas vacare contigerit, 



214 1463. Aug. 3. 

ineynonge, vort to Lubeke to reysen tot sulker daghuart, alz awe ersain 
tusscben den hogeboro fursten, hem koDynghe ran Denemarken etc., ind d 
Btat Collen Tnderuangen hefft. So is oen sulke schrifft ind waimonge 1 
van den erwerdigen hem, dem hugeborn fursten, vnsen heren van Muns 
des lant oir wech sich geboren sulde, dat na der aorghliker gelegenbeit d 
besunder in den orden ind eggen, sij doir trecken moesten, kriecfas oirlc 
onvelicbeit halff sijne genaden nyet en tmwet, myt geleide sie konnen I 
as wij dan darvan sijner genaden brieff an die Turgemelte sendebodei 
kiintliken gesien hebn, ind hebii darvmb an ons begert, sulke ore gade m 
vlijt ind hyndemisse v hern to kennen to geuen, van uwe ersamheit be 
sie in oren wederkieren, dat sie nyet gem gedaen en hebben, sie to veran 
ind to entschuldigen an den vorgenanten hem konynck off sijnre genade 
boden ind anders, as uwe eersamheit beduncken wort nut ind orber to 
to dem besten dienen, dat wij oick fruntliken ind vlijtliken begeren, ( 
eersamheit dat also doen ind anders to dem besten willen helpen vnegt 
V darin so vruntliken bewisen, as dieseluen van Colne ind wij des ej 
getruwen hebn tot uwen ersamheiden, die God almechtich altijt vrol 
gesunt raoet bewaren. Gegeuen onder onset stat secret, des dinida 
Laurencii, anno etc. LX secundo. 

Burgermeister scepen ind rait der stat Wesell 

Aufschrift: Den — — rait der stat Lubeke, onsen u. s. w. 

Sack dem Original aitf Papier. MU geringen Reiten des Secreb (angek. dot IS. Avgutt, 

CCIV. 

Entscheidung des Bathes von Lubeck und anwesender Rathssendeboten von 
Stralsund und Wtstnar, doss BUrger von Zutphen und Kampen, 
Schonen verkehren, dort ahgabepflichtig sind. 1462. Aug. 3. 

Witlick zy, dat na der bord Cristi vnses heren dusent verhundei 
in dem twevndesostigesten jare des dinxstedages na sunte Petri dage ad 
vor den ersamen heren radessendeboden der stede Bostock Stralessui 
Wismer, binnen Lubeke to dage vorgaddert, vnde deme ersamen rade i 
zint gekomen der van Lubeke voged, de vppe Schone jarlikea plecht to ■ 
vnde etiike borger van Lubeke, de to den Mellebogen jarlikes tor sol 
plegen to vorkerende, vppe de ene, vnde de vogede der van Zutphi 



214 1463. Aug. 3. 

ineynoDge, rort to Lubeke to reysen tot sulker daghuart, alz uwe ersam 
tusscheo den bogeborn fuiBten, hem konyngfae ran Denemarken etc., ind d 
stat CoUen vnderuangen faefft. 8o is oen sulke scbrifft ind waimonge 1 
van deo erwerdigen bern, dem bogeborn fursten, vneen beren van Muds 
des lant oir wecb sich geboren sulde, dat na der sorghliker gelegenbtsit d< 
besunder in den orden ind eggen, sij doir trecken moesten, kriecbs oirU 
onvelicheit halff sijne genaden nyet en truwet, myt geleide sie konnen I 
as wij dan darvan sijoer genaden brieff an die Turgemelte sendebodei 
kuntiiken gesien hebn, ind bebn darvmb an one begert, aulke ore gnde m 
vlijt ind byndemisse v hern to kennen to geuen, van uwe ersambeit be 
sie in oren wederkieren, dat sie nyet gem gedaen en bebben, sie to veran 
ind to entscbuldigen an den vorgenanten hem konynck off sijnre genadc 
boden ind anders, as uwe eersambeit beduncken wort nut ind orber to 
to dem beaten dienen, dat wij oick fmntliken ind vlijUiken begeren, < 
eersambeit dat also doen ind anders to dem besten -willen helpen vueg( 
T darin so vruntliken bewisen, as dieseluen van Colne ind wij des ej 
getruwen hebn tot uwen ersamheiden, die God almechtich altijt vrol 
gesunt moot bevraren. Gegeuen onder onser stat secret, des dinxda 
Laurencii, anno etc. LX secundo. 

Burgermeister scepen ind rait der stat Wesell 

Au/schrift: Den — — rait der stat Lubeke, onsen «. 5. «?. 

NaiA dem Original tttrf Pt^ier. Mit geringm Beilen des SecreU (cmgek. den IB. Avguat^ 

CCIV. 

Entscheidung des Rathes von LUbeck und anwesender Sathssendeboten von 

Stralsund und Wismar, doss Burger von Ziitphen und Kampen, 

Schonen verkehren, dort abgab^Jlichiig sind. 3462. Aug. 3. 

W itlick zy, dat na der bord Cristi vnses heren dusent verbunde: 

in dem twevndesostigesten jare des dinxstedages na siinte Petri dage ad 

vor den ersanien heren radessendeboden der stede Rostock Stralesaui 

Wismer, binnen Lubeke to dage voi^addert, vnde deme ersamen rade € 

zint gekomen der van Lubeke voged, de vppe Scbone jariikes plecht to ■ 

vnde etlike borger van Lubeke, de to deo Mellebogen jariikes tor eel 

plegen to vorkerende, vppe de ene, vnde de vogede der van Zutpb 



214 1463. Aug. 3. 

ineynonge, yort to Lubeke to reysen tot sulker daghuart, alz uwe ersamheit i 
tusschen den hogeborn fursteD, hem konynghe van Denemarken etc., ind derseb 
stat CoUen ynderuangen hefft. So is oen sulke schrifft ind waimonge begeg 
van den erwerdigen hem, dem hogeborn fursten, vnsen heren van Munster, c 
des lant oir wech sich geboren sulde, dat na der sorghliker gelegenheit der lai 
besunder in den orden ind eggen, sij doir treeken moesten, kriechs oirloghs 
onvelicheit halff sijne genaden nyet en trawet, myt geleide sie konnen besorg 
as wij dan darvan sijner genaden brieif an die vurgemelte sendeboden ges 
kuntliken gesien hebn, ind hebn darvmb an ons begert, sulke ore gude meynoi 
vlijt ind hyndemisse v hern to kennen to geuen, van uwe ersamheit begeren 
sie in oren wederkieren, dat sie nyet gern gedaen en hebben, sie to verantworc 
ind to entschuldigen an den vorgenanten hern konynck oflf sijnre genaden sen 
boden ind anders, as uwe eersamheit beduncken wort nut ind orber to sijn i 
to dem besten dienen, dat wij oick fruntliken ind vlijtliken begeren, dat u 
eersamheit dat also doen ind anders to dem besten willen helpen vuegen. I 
V darin so vruntliken bewisen, as dieseluen van Colne ind wij des ejm gai 
getruwen hebn tot uwen ersamheiden, die God almechtich altijt vrolich i 
gesunt moot bewaren. Gegeuen onder onser stat secret, des dinxdages i 
Laurencii, anno etc. LX secundo. 

Burgermeister scepen ind rait der stat Wesell. 

Aufschrift: Den — — rait der stat Lubeke, onsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Reaten des Secrets (angek. den 15. August). 

CCIV. 

Entscheidung des Bathes von Lubeck und anwesender Eathssendeboten von lU^o 
Stralsund und Wismar, dass Burger von Zutphen und Kampen, die 
Schonen verkehren, dort abgabepflichtig sind. 1462, Aug, 3. 

Witlick zy, dat na der bord Cristi vnses heren dusent verhundert dai 
in dem twevndesostigesten jare des dinxstedages na sunte Petri dage ad vine 
vor den ersaraen heren radessendeboden der stede Eostock Stralessund vi 
Wismer, binnen Lubeke to dage vorgaddert, vnde deme ersamen rade darsul 
zint gekomen der van Lubeke voged, de vppe Schone jarlikes plecht to wesei 
vnde etlike borger van Lubeke, de to den Mellebogen jarlikes tor schonre 
plegen to vorkerende, vppe de ene, vnde de vogede der van Zutphen v 



Campen, de ok jarlikes vppe Schone plegen to vorkerende dergeliken, vppe de 

anderen sijden^ der der van Lubeke voged vnde borger vorsoreuen klageden ouer 

de van Zutphen vnde Campen, de to dem Mellebogen jarlikes vorkeren, dat ze 

ere schot gelijk anderen kopluden van der hanse jarlikes nicht geuen wolden, 

<iarto de vogede van Zutphen vnde Campen antworden vnde menden, ere borger 

'weren des nicht plege, gelijk ere rede dem rade to Lubeke hadden vorschreuen 

na inneholde der breue deshaluen van eren reden an den rad to Lubeke gesand, 

€3e dar ok worden gelesen. Darvpp de heren radessendeboden vorbenomed vnde 

de rad to Lubeke na erer besprake vnde ripem rade vtgesproken affgesecht vnde 

^edelet hebben vor recht: nademe de van Zutphen vnde Campen de gemenen 

Itensestede priuilegien gelijk anderen borgeren der hensestede to den Mellebogen 

nde anderen enden vppe Schone dechten to brukende, so scholden de van 

utphen vnde Campen eren schot geuen vnde ere rechticheide don gelijk anderen 

l>orgeren der hense. Were jemand, de darinne wedderstreuich were vnde zijk 

darentegen settede, dat wolden de stede in eneme also richten, dat dar eyn ander 

^n dencken scholde. 

Ncuik einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1462, Decoll. Joh. 

ccv. 

auf der Meise befindlichen Kolnischen Ahgeordneten schreiben dem Rathe von 
Lubeck, dass sie zu ihrem Bedauern sich genothigt sehen, wieder umzukehren^ 
da der Bischof von Munster wegen der vielen Fehden in seinem Lande es 
fur unthunlich halte, ihnen Geleitsbriefe zu geben, 1462, Aug. 6. 

Vnse vruntliche grote ind wat wij guitz vermogen altijt tovorn. Ersame 
^^Tsichtige hern, besunder gude frunde. As v ersameit eynen dach vnderuangen 
*^^dde tuschen dem hogebom hern konyng van Denmarck etc. vnd der stat CoUen, 
^Xisen heren ind vrunden, van den wij dan to soeulken dage geuogt ind geschikt 
n, so hebbe wij mit allem ernst ind vlijte vns daryn gearbeit, dat wij vns 
e to soeulken dage geuoicht hedden, ind as wij dem so na allem vnsen vermoge 
^^gedacht hebben ind darvmb to vnsem gnedigen heren van Munster gereden 
^^^d gebeden ind vlijtliche versoicht, syne gnade vns mit geleide hedden willen 
^^saorgen, dat wij velich oeuer wech hedden mogen komen, darvp syne gnade vns 
&^*ntwert hefft, dat he na gelegenheit der lande ind soeulker sorgeliken loippen 
^^loichs ind kreichs halff, de besonder an den eggen ind enden nu ter tijt sijnt, 
^ar dur vns geburde to rijden, treuwe syne gnade vns neit oeuer wech velich 



i 



in ind durch onse lant myt geleide zo doin besorgen etc., want id dan yedtzont 

an der eggen vnser lande, dair eir wech hen geboeren soulde, myt veeden ind 

kriege seer wiltligengeleigen ind bewant is, besorgen wir, sij myt dem geleyde nychtto 

konnen verwaren, so yn dat wail noit wer, ind hebn yn daromb in dem besten 

geraden, sich sulehs reysens vp dit mail to verholden, dat wir v dan, gude frunde, 

vmb ere begerte, vp dat yr sij sulehs affstellens in anderre meynonge nicht to 

beschuldigen hebn, in den besten to kennen gheuen, want wir ouch anders nicht 

verstaine dan en gruntlich leit is, sy nu wederkieren moeten, so wy ock meynen, 

y dat vyt eren schriflften, se v licht hirby schicken, woU verstainde werden. 

Gegheuen ton Ahus, des satersdages nyest na sent Peters daighe ad vincula, 

anno etc. LXII. 

JS'cuk einer Eintragung in das Brief bitch 26, Fol. 173a im Stadtarchiv zu Kbln. Afitgefheilt von Dr. Mollwo. 

CCVII. 

JJe:r Bath von Hamburg schreibt seinen in Liihech befindliclien Abgeordneten , doss 

er tine Verstdndigung der auf der Elbe liegenden Schiffe mit den 
Labeckischen Kaufteuten eingeleitet habe. 1462. Aug. 13. 

Vnsen fruntliken grud mit vermoge alles guden. Ersaraen heren vnde 
l^nen frunde. Mit entfanginge juwes breues, darinne gij beroren, wo dat de 
^x^samen, vnse leuen frunde van Lubeke vnde de kopman darsulues dencken, hijr 
^or stede de oren to schickende, de mit den schippers dar moghen inseggen, wo 
^es kopmans gud velich moge ouerkomen etc., hebbe wij de schipper, de noch 
^^T stede hijr itzund mit vns zynd, vor vns vorbodet, on dat gesecht vnde juwen 
*^Teff laten lesen. Ok hebbe wij van stund an vnse bodesschup vthgesand to dem 
opmanne vnde schipper, de to Vrijborch vnde anders vppe der Elue liggen, on 
^screuen, alse juwe breff inneholdet, vnde begeren van on, dat ze van stund 
^ wedder vpkomen edder ere vulraechtigen schicken van orer wegen, dede mit 
en sendeboden der van Lubeke vnde veer personen van dem kopmanne ouereyn- 
omen mogen, wo dat ze mit oren lyuen vnde gudern, wil God, velich mogen 
^erkomen. Sijd Gode sund vnde salich beualen. Screuen vnder vnser stad 
terete, an dem frijgdage vor Assumpcionis Marie, anno etc. LXII. 

Consules Hamburgenses. 

Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtigen heren Detleue Bremer, borger- 
eister, vnde hern Alberde Schillinge, radmanne to Hamborg, nu tor tijd to 

28 



dat wol bewiesen konen vnde och dem gantzen lande Vemeren witlich is. Vnde 

aJsdenne dat lanth Vemeren mit aller tobehoringe den ersamen to Lubeke nu 

vorpandet steyt, wil ere voget torae Glambeke eyn solkent hinderen vnde sich 

darinne weldigen vnde den kerckheren erer jurisdictien derhahien nicht gebruken 

la ten, men den broke ira wederae rechte fallende to sich forderen, seggende, he 

em tobehore, nachdeme dat gantze land rait aller tobehoringe em verpandet is. 

!Menen de genanten kerckheren to Petersdorp vnde tor Lantkercken nu sinde, in 

eren breuen, de se darvp hebben, vthgenoraen synt alle gheistliche lehnware, 

vnde dit doch gheistlike lehne vnde gheistlike fryheide mennige jar her rowelich 

\}y en gewest vnde dar nogafftich bewys to is. Bidden se darvrame mynen 

gnedigesten leuen heren vnde syne werdigen redere, id to uorfogende vnde to 

"bestellende by den van Lubeke, dat se eren voget vnderwisen vnde darto holden 

den genanten kerckheren an erer jurisdictien neen furder hinder geschee, mer 

der rowelich gebruken laten, nachdeme alle gheistlike lehnware vnde gheistlike 

jurisdictien en derhaluen nicht tokomen. Dat verdenen se vmme syne gnade 

'willich gerne etc. 

Nach einer unbeglaubigten Abschrift auf Papier. 

ccx. 

^%ristian, KSnig von Ddnemark, ladet den Rath von Lubeck zu einer Verhandlung uber 

die Jurisdictionsbefugnisse der Geistlichen auf Fehmarn ein, 1462. Aug, 15. 

Cristiern, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen, 
der Wende etc. koning, hartoge to Sleswijg, greue to Holsten Stor- 
marn Oldemborch vnde Delmenhorst 

Vnsen gunstigen grut touorn. Ersamen guden frunde. Vns heflFt de 

^'^Werdige in God vader, her Magnus bisschop to Odensee, vnse andechtige leue 

S^truwe, vnde ok des gelikes vnse capellan tor Landkercke, her Johan Boeekmast 

^ohriflFtliken benalet vnde ock vormiddelst merckliker bodesschop clegeliken be 

'^'^^ihtet laten, wo juwe amptman torn Glambeke en hinder vnde vorfanck deyt 

^^ eren vrigheiden vnde rechticheiden vnde sunderges am rechte vnde broke, so 

^d jnw nu to Lubecke in bijwesende vnnse reder bij juw geschicket wol van des 

^^isschopps wegen ergenant sunderges wol vortellet ward vnde gij ock lichte van 

^es ergenanten vnnses capellans wegen wol vorfaren hebben, der ere vorfaren 

"^de ock desulue her Johan van siner kercken wegen suluen mennich jar row 



224 1462. Aug. 20. 

in domo habitacionis honorabilis domini Marquardi Becker, in beate Marie Lubicen ^si 

ecclesia perpetui vicarii, sub anno indictione die mense pontificatu et ali: ^is 
predictis, presentibus ibidem honorabilibus viris dominis Johanne Nosselman ^ et 
Petro van der Lynde, in dicta beate Marie ecclesia perpetuis vicariis, testibus ** — » ^ 
premissa vocatis specialiter et rogatis. 

Notariats- Et ego Henricus Veeregge, clericus Verdensis diocesis, public^ — as 

Zeichen. imperiali auctoritate notarius, quia (u. s. w, wie gewohfdich^-^^.) 

Nach dem Original. 

ccxv. 

Der Bath von Stettin bittet den Bath von LUbeck, die von dort flUchtig gewordcM^ m 
Geistlichen nicht aufzunehmen oder zu unterstHtzen, 1462, Aug. 2^^ 

Vnsen fruntliken denst touoren. Ersamen heren, besundem leuen fruEi.^3e. 
Gij hebben wol irfaren, wo de vorfluchtigen papen vth Stetin, den wij n<^3^n 
qwad gedan hebben, vns honen vnde schenden, also wij vns doch tegen sij 
vp vnsen gnedigen heren hertogen Otten, sine prelaten manne vnde stede, y-x:^^^ 
ock vp vnsen gnedigen heren, den bisschop van Cammyn vnde sin cappittel g®' 
boden hebben, dat men de saken, de se tegen vns meynen to hebbende, hii^ ^^ 
lande irkant hadde, den wij aller redelicheit wolden gehort hebben. Dat se ^TM^^^ 
van vns vorslagen hebben. Vnde gij scholt vnscr noch darto mechtich sin, ^^t 
wij dem also don willen. Vnde nachdem gij vnser also mechtich sin, bidde ^^>*^y 
juwe Icue fruntliken, gij wilt des densuluen papen nicht ghunnen, noch dar *^ 
husen ofte hofen, dat se vns vnde de vnsen furdermer also honen vnde schenc^-^^ 
noch jonnigen anfal edder vordreth an den vnsen vnde oren guden steden ™ 
donde, wan wij des neyuerleyc wys ouer juw vnde de juwen, wan id also gele^^^^ 
were, staden wolden. Des gelouen wij jw wol vnde vordenent mijt flite to alJ 
tiden gerne vnde bidden des juwe gutlike antward. Geschreuen am donredi 
na Bartholomei, vnder vnser stad secret, anno etc. LXII^. 

Radmanne to Olden Stetin. 

Aiifschrift: Den — — radmannen to Lubeck, vnsen u, s, w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Secrets. 

CCXVI. 

Caspar Warnsdorp, Hauptmann in Lauenburg, Stargard und Osterode, sckreSft 




1462. Sept. 4. 229 



Der Bath von Wismar bittet den Bath von Lubeck, Lubecker Bathmdnner an einer 
Sendung an den in Segeberg verweilenden Kdnig Christian von Ddnemark 
theiinehmen zu lassen, 1462. Sept. 4. 

Vnsen fruntliken grud mit vormogen alles guden touorn. Ersamen leuen 
heren, bisundem guden frunde. Wij don juwer ersamheid gudliken weten, so 
alse gij woU weten van dem vorrame des heren koninges van Dennemarken etc., 
dat VI18 vnse radessendeboden hebben ingebracht van der settinge wegen sodaner 
zake, alse vnse here van Mekelnborch jegen vns vnde vnse stad vormeent to 
hebben, dat wij huten darumme vnse borger hebben vorboden laten vnde ene 
sodane vorram lesen laten hebben, de vns darvp hebben geantwordet, dat en 
duncket vnde vns mede, dat sodane vorram en vnde vns to na sy vnde en dar 
nicht sta vnderthogande vmme mennigerleie sake willen darynne berort. Darumme 
wij denne de vnsen na lude sodanes vorrames an den vorscreuenen heren kouinck 
dencken to senden to Segeberge am dinxedaghe negestkomende, de denne negest- 
komenden mandage bynnen juwer stad wesen scholen, vmme synen gnaden so- 
daner zake to berichten, worumme wy vuder sodanen vorram en nicht gaen en 
konnen. Bidden vnde begheren wij deger andachtigen, gij de juwen dar denne 
mede henschicken willen vnde, efft juw geraden duchte, de juwe denne mede 
nemen mochten ene vthscrijfft sodanes breues, alse gij wol weten, den hertoch 
Alff juw vnde vns steden schal besegelt hebben, so vns vnse sendeboden hebben 
ingebracht, dat sodane breff bij juw wesen schole. Vnde ^4j bidden ok, gij vns 
vor de vnse, de wij nu amme mandage bynnen juwe stad senden worden, vord 
geleide van dem heren koninge weruen laten willen. Willen wij altijd gerne 
vorschulden, wor wij mogen, vnde begeren desses juwer gudliken bescreuenen 
antwordes bij dessem vnsem boden. Gode dem heren zijt beuolen lange salich, 
vnde gesund. Screuen vnder vnsem signete, amme sonnauende na Egidii, anno 
Domini etc. LXII®. Eadmanne tor Wismer. 

Aufschrift: Den erbaren wijsen mannen, heren borgermestem vnde rad- 
mannen tho Lubeke, vnsen besundern guden frunden. 

Nach dem Original a^f Papier. Mit als Presael aufgedriicktetn Signet. 



Arnold vom Loe bekennt, von dem Syndikus Simon Batz zehn Gulden geUehen zu 
hdben. 1462. Sept, 7. 



1462. Sept. 7. 235 

clde. Also is dye keyser rait behendicheyd inkomen wol mit aeht dusent rasker 

guder mans vth Stiren Kemeter etc. Doeh moste hee dre daghe liggen vor der 

staet vnde moste den Wyener gelouen, dat hee see nicht beswaren vnde ouerfallen 

wolde etc., vnde van bodes wegen siner gnade wyllen see den radt nicht loes 

geuen. Woerhyn de keyser sik keren wirt mit dem volke, dat weyt men nicht, 

etlike meynen, op dye, de ome in Osterich vngehorsam sin gewesen, vnde darna 

op sin bruder; etlike seggen, dat twyschen on frede wirt vnde dat hee trecken 

wirt en op dat rick dem margrauen to hulpe, etlike meynen in Mererer op des 

koninges soen van Behemen, den de van Mererer gefaugen hebben vnde dem 

keyser schriuen, dat hee kome, see woUen ome den soen geuen vnde ok dat lant 

to Meren in. De Behemen hebben to Prage gefangen des pawes legaten vnde 

des koninge to Behemen canceler Procopium, wente vnse vrunt Euckeczan hefft 

see beyde in verdacht, dat see den pawes vnde keyser wydder oren gloiien vnde 

sij hitten, vnde is eyn oploep gewesen to Prage twyschen den cristen vnde 

vnserm vrunde Euckeczan mit siner geselczafft vnde hebben gebranten etlike 

obseruanten bruder gude cristen. Ik wil nu nicht meer visitiren vnsen vrunt 

Ruekeczan, ik geuen on nun ouer den katten mit sinem konige Hirsick, de dar 

ok dyeper in dye boshoyt gefallen is, vnde weyt nicht, wat weges ik schuU vor 

de hant nemen, wentt see sin nun alle bestoppet. Hijr in den landen, is eyne 

op dem felde, so hefft hee swert armbrost bussen vnde an der weer hinder vnde 

voir; is hee in der stadt, so hefft he welsche pyll pestilencie vnde febres. Nyemans 

mach hijr wat vthrichten, wentte de keyser hefft nun mit dessem volke also veel 

to schicken, dat hee nyemans gewarden kjm, vnde eyn radt is hijr, de ander dar. 

Ok is hee desses leues nicht gewan, volk to furen vnde gelt vthspannen. Dyt 

were eyn euen leuen vnde wyse vor her Clamerbuse, dat he hijr vnse vnd sine 

saken verstunde vnde darmed ok mit siner schrifffedern sinen kost vnde brot 

gewunde mit den andern stallbrudern, to vormiden vnnutte kost vnde terunge, de 

wye dun. Ik en hebbe noch nene breue vernomen, nadem als juwe leue vmmetrent 

Phingesten my schreff, dat ik my schuUe entholden alse lange etc. Id en is 

darmede ok nicht ylens, nadem als hijr die leuffte sin; mochte ik weten, welke strate 

ik riden mochte vnde vth Osterich feylich komen, ik rede to hus to myner bus- 

frawen vnde mynen kyndern, dar begeren ik op to weten juwerer wysheyd meninge, 

de God lange sparon woUe. Gegeuen to der Nyenstadt, am dinstage vor 

Natiuitatis Marie. 

Myne lantlude, de stadt to Metz, hefft vthgegetzet vnse heren de papen 

30* 



236 1462. Sept. 7. 

vnde domheren darvmme, dat se op de pawestlike vnde keyserlike breue, n: 
welken see geboden hebben 6n, dat see den marchgrauen van Baden widder d« 
paltzgrauen schuUen sturen vnde hulpe dun, nicht willen ouereyndragen, went 
de radt to Metz wolde vnde mochte den breuen gehorsam wesen, de geystlicheyt woL 
gehorsam wesen, also is der geystlichen procurator hijr vnde claget dat dem keys^ 

Ohne Unterschrift. 

Au/schrift: Dem rade to Lubeck. 

Nach dem Original auf Papier, Mit ah Preasel axrfgedrUcktem Siegel. Von dem Empfdnger ist t 
der RUckseite die Jahreszahl bemerkf. 

CCXXIV. 

Der Rath von Wismar bittet den Rath von Lubeck, RathiMnner als Zeugen an rf< 
Eidesleistung des Peter Langejohann theilnehmen zu lassen. 1463. Sept. i 

Vnsen fruntliken grud mit vormogen alles gudes touom. Ersamen leue 
heren, bisundern guden frunde. So juwer ersamheit woU witlik ys van dein< 
vthsproke latesten bynnen juwer stad bescheen twisschen vnsem gnedigen herei 
van Mekelnborch, vp eyne, vnde her Peter Langejohann, vnses rades borgermester 
vppe de andere sijden, dorch de redere des irluchtigesten hochgebornen fursteu 
vnde heren, heren Cristiernn, to Dennemarken etc. koninges, vnde de radessende- 
boden van Hamborch,^ vppe welken vthsproke deselue vnse gnedige here nv am 
mandage nestkomende bynnen vnser stad komende werd, vmme de eede van dem 
genanten heren Peter to nemende na lude des vthsprokes vorscreuen, worumme, 
ersamefi leuen heren vnde guden frunde, bidden wy juwe ersamheit deger frunfr 
liken, dat gy juwe dreppliken radessendeboden amme sondage negestkomende 
jegen den auent bynnen vnser stad hebben vnde schicken willen, de denne amme 
mandage darnegest hijrmede by an vnde ouer wesen mogen, vnde willen vnfi 
desses nicht weighern. Dar vorlaten wij vns gantzliken tho vnde vorschuldeni 
altijd gerne, wor wij mogen, vmme de erscreuene juwe ersamheide, de wij God< 
beuelen. Gescreuen vnder vnser stad secret, ipso die Natiuitatis Marie, anno etc. LXH 

Consules Wismarienses. 

Aufschrijt: Den ersamen — — Lubeke a. s. tv. 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Pressel aufgedriicktem Secret 
*) Vgl. Jahrbttclier d. Vereins f. Mecklenburgieche Gescb. u. Alterthumskuode. Jahrg. 36. S. 6( 



1462. Sept. 8. 237 

ccxxv. 

UPtf Rath von Koln bittet den Rath von Lubeck, bei dem Konige von Ddnemark 

die Verschiebung der Verhandlungen mit ihm auf etwas spdtere Zeit zu 
betvirken. 1462, Sept, 8, 

Vnse fruntliche groisse vnd wat wir gutz vermoigen. Eirsame wijse be- 
sondere gude frunde. Vwer eirsaraheit brieff ons nu leste gesandt hebben wij 
wale verstanden ind dancken v seer fruntlichen vwer guder meynongen ind 
sulchs tIijss, den vwe eirsamheit ons ind dem gemeynen gude ten beaten bewijst 
ind gedain heefft, antreflFende den onwillen tusschen den irluchtigera gnedigen 
heren koeninck van Denmarckt etc. vnd ons, ind dencken, dat ouch to tyden 
vmb vwe eirsamheit gerne to verschulden. Vort as van des anderen daighis 
weigen virtien daghe na sent Mertyns daghe etc., wie uwe brieff dairvan vorder 
ynnehelt, so mach vwe fruntschaff wale myrcken, dat sulche tijt vast vngelegen 
ons bedunckt, ind weulden wale begeren, vwe eirsamheit sich darinne arbeiden 
^Tid dairan sijn woulde, dat soulke tijt, bis dat weder eyn semfter ind ouch die 
lande, die nu myt orloch vnd kriege, as v dat waill kundich vnd wislich is, 
l>eladen sijnt, eyn beter gestalt hedden, in fruntlicheit to vndervangen, also dat 
<iairenbynnen vnse burger vnd koufflude in des vurgemelten irluchtichsten vnss 
Snedigen heren des koenyncks van Denmarck etc. landen velich vnd vnbesorgt 
'Wandelen vnd myt yrer koepmanschaff verkeren moigen. Ouch, gude frunde, 
tiebben wij in kurtz uwer eirsamheit etlicke andere onse meynonge geschreuen 
ttiyt onsem boiden, die noch nyet wale bij vwe gekomen mach syn, darup wij uwe 
glide meynonge ind antworde beyden syn. Ind as wij dan die gehoirt ind ver- 
standen hebben, willen wij eyn vuUicker antwort weder laten weten vwer eirsamheit, 
die onse herre Got zo langen zijden gesparen wille. Geschreuen vp Vnser lieuen 
frauwen dach natiuitatis, anno Domini etc. LXIP. 

Burgermeister ind rait der steide Coelne. 

Aufschrift: Den — — raitmannen der stat Lubeko, vnsen u, s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des aufgedriickten Secrets (angek. den 17. Septhr.) 

m 

CCXXVI. 

Eine Bausache. 1462. Sept. 8. 

Witlick zij, dat schelinge gewest zint twisschon Hans Tiguogele, vppe de 
^^e, vnde Hanse Senewoldes, vppe de anderen zijden, alse van wegen enes i>e- 



1462. Sept. 9. 239 

^^TiUet tuusehn bestellen vnd verfugen dorch die uwen vnd die keufflude, die 
domyde handeln, als wir nit zwyfeln, ir daz wol wisset zu bestellen, domyde 
solichs versehen gebessert, die gildunge an stockfisch auch die packunge an 
In. cringe storen vnd lachs gemacht vnd gehalden werde, als von alder. Dan wir 
\>j[ vns durch vnse vnderkeuflFer meynen zu bestellen, daz forter an fischwerg 
ig:liche gadunge gelibert vnd gegeben werde, als iglichs an im selbs ist vnd sich 
grebore. Vnd wuUe uwer liebe vmb gemeynes noczes auch erbenanter kouffluden 
vnd vnsern willen uch darinne so gutwillig erczeigen, als wir zu uwer fruntschaft 
e^in besunder gut getrewen ban vnd mit willigen dinsten geme verdinen wollen, 
atura feria quinta post lestum Natiuitatis Marie, anno XIIIF LXII. 

Nach dem Concept auf Papier im Stadtarchiv zu Frankfurt am Main. 

CCXXVIII. 

^er Rath von Wismar bittet den Rath von Ltibeck, seine Abgeordneten zu Wasser 
zu schicken, falls er ihnen nicht genugende Geleitshriefe schaffen konne. 
1462, Sept. 10. 

Vnsen fruntliken grud mit vormogen alles gudes thouorn. Ersamen heren, 

t^ifiundern guden frunde. Alse gij vns nv weder hebben gescreuen, eflfte vnse 

l^ere were hijr wor vppe de egghe landes vnsse stad ward vnde wij juw tidliken 

S^leide van zinen gnaden weruen vnde juw dat benalen konden, denne wolden gij 

^e juwen bynnen vnse stad na vnsem begere geme hebben etc., hebben wij 

^udliken entfangen, woll vornomen. Also hebbe wij darumme nv an vnse heren 

Seschreuen. Isset dat wij zodane geleide van zinen gnaden krygen konen, zo 

"^illen wij juw zulkes vort tijdliken benalen. Weret auer wij sodan geleide nicht 

^^g^ii en konden, welkes wij juwer ersamheit vorscryuen worden, so bidden 

^^nde begeren wij deger vruntliken mit gantzem vlite, dat gy denne yo juwe 

^ulmechtigen radessendeboden to waterwerd, effte wo gij best konen, am negesten 

bondage jegen den auend bynnen vnsse stad senden vnde schicken willen, de 

^^nne oner vnsen dedingen mede wesen mogen, wente wij myt vnsen heren vruntlike 

^edinghe dencken to holden na dem affschede latesten to Segeberge,^ alse juw 

"^^ol juwe erliken radessendeboden latest van Segeberge hebben ingebracht, vnde 

^^ van Rosstke werden hijr ok bynnen senden ere radessendeboden. Vns desses 

"^icht weigheren, dartho vorlaten wij vns gantzlike vnde vorschuldent altijd 

*) Die dortigen Verhandlungen hatten Peter Langejohann betroffen. Vgl. JA 224. 



1462. Sept. 14. 241 

Wir haben dissen gegenwertigen Thomas Sesselman, vnnsern diener, gefertigt, 
in vnnser botschaft zu reyten zu vnnserm lieben hern vnd s wager, dem konig 
von Dennemarken etc. Bidden wir uch mit allem fleis, so der genante Thomas, 
vnnser diner, zu uch komen vnd uch vmb eynen diner anlangen wirt, yr woUit 
im eynen uwern diner zuschicken, der die sprach kan, denisch, vf das er dester 
sicherer vnd bass moge durchkomen. Vnd woUit uch in eynem sulchen lassen 
giatwillig erfinden, das woUen wir in solchen adir grossern sachen, ob iuwe bethe 
ipvidder an vns geuil, gerne vmbu vorschulden. Geben zu Coin an der Sprew, an 
dxustag des heiligen Crutz tage exaltacionis, anno Domini etc. LXII^. 

Aufschrift: Den ersamen weisen vnnsern lieben besundern burger meistern 
vnd radtmannen der stat Lubeck. 

Nath dem Original auf Papier. Mit ala Pressel attfgedrUcktem kleinen SiegeL 

CCXXXI. 

Suhne eines ehelichen Zwistes. 1462, Sept, 14. 

Witlick zy, dat schelinge gewest zint twisschen Bernde Hermens, vppe 

^© ene, vnde Taleken, dessufften Berndes eliken husfrouwen, vppe de anderen 

^ijde, also dat ze van eynander gan weren etc. Darouer ze denne dorch de 

^^samen heren Hinrike Ebbelinge vnde heren Andres Geuerdes, radmanne van 

^^me ersamen rade darto gefoget, mit erer beiden frunde dar an vnde ouer ge- 

^eden fruntliken sint vorliket in nabescreuener wijse: also dat de erscreuene 

-Bemd vnd Taleke, zine husfrouwe, wedder to hope gan vnde leffiken vnder 

^alkander leuen scholen. Vnde de erscreuene Bernd schal de erscreuene zine 

•husfrouwe Taleke nicht mer ropen, slan odder hartogen, so he alsus lange gedan 

hefift. Vnde des so schal desulffte Taleke den erbenomeden eren man Bernde 

'V'or eren man holden vnde em vnderdanich wesen. Ok so schal de gesechte 

Taleke ere suluersmyde vnde wes ze vth dem huse gebrocht hefft, dat vorpandet 

^t^it, wedder inbringen, welk er erscreuene man. Bernd er wedder inlosen vnde 

®^dane ere schulde, also ze schuldich is, betalen schal. Vnde des so schal de 

^orgenante Bernd sodane suluersmyde vnvormynnert vnde vnvorbrocht laten, 

^ ixde weret dat hijrenbouen vnde na desser tijd erer eyn vppe deme anderen 

^^Ixteswes schelede, dat scholet ze deme rade clagen, de schal ze darouer richten. 

Nock einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1462, Exalt cruc. 

31 



sodanen vorram vmme merckliker sake willen en gan nicht konen, biddende 
ot;inodichliken, juwe koninglike gnade dat to nenen vowillen nemen en wille. 
^A^lse wij vns denne er vorboden hebben, vorbede wij vns noch, recht to geuende 
vmde to nemende vor juwer gnade, juwer gnade rederen, deme heren bisschop 
van Lubeke vnde den van Lubeke vnde Hamborch vnde efFt derae so nicht scheen 
mochte, vorbeden wij vns vor geborliken richtern. Wij hebben ok de zake 
lit vnsem gnedigen heren van Mekelenborch vorscreuen in fruntschop vorhandelt, 
dat vns allent nicht mach helpen. Vnde zo denne juwe koninckliken gnade woU 
mach vordencken, dat juwe gnade vns latesten in dessem jare in der Vasten an 
dem mandage na dem sondage Inuocauit gescreuen hefft bouen der stede priuilegie, 
'wille vnse copmann in juwer gnaden rike komen sine richtigen kopenschop 
sokende, de schole juwen gnaden vnde den juwen willkomen wesen vnde gut- 
liken gefordert werden myd dem besten, alse juwer gnade breff clarliken inholt, 
darvp de vnse nu in juwer gnaden rike getogen sind, ere richtige kopenschop 
to sokende, darouer denne wij vnde de vnssen groten merckliken schaden genomen 
l^ebben, indeme de vnssen van Schonessijd hebben vpbreken moten, anuallen vnde 
bidden wy juwe koninckliken gnade odmodichliken, dat juwe gnade angeseen 
"V^nse hochlike vorbedinge vorscreuen vnde ok, dat wij edder de vnsen desses an 
J>iwe gnade vnde de rike nicht hebben vorbroken, darouer doch de vnssen alrede 
groten schaden genomen hebben, sodane vorbot,- dat de vnsse juwer gnaden rike 
"^nde lande myden scholden, affdon wille vnde dat de vnsen in juwer gnaden 
ike vnde lande vrij vnde velich komen vnde wlBsen mogen na older loueliker 
ijse. Juwe koninchlike gnade hijrbij gnedichliken bewisen, willen wij altijd 
(erne wedderumme willichliken vordeynen, wor wij konen vnde mogen, biddende 
lesses ener gutliken beschreuen antworde bij dessem vnsem jegenwardigen. God 
ipare juwe konincklike gnade to langen tijden salich vnde gesund. Screuen vnder 
^nser stad secret, amme fridage vor Michaelis archangeli, anno Domini etc. LXII^^ 

Badmanne tor Wismer. 

Nach einer unbeglmibigten Abschrift auf Papier. 



Bath von LUbeck zeigt dem Rathe von LUneburg an, dass er mit RucksicM 
auf den bevorstehenden Luneburger Markt ftir die Sicherheit der Strasse 

^) An demselben Tage hat der Rath von Wismar in einem Briefe den Rath von LObeck ersucht, 
e Bitte bei dem KCnige zn unterstdtzen, and dabei vermuthlich die Abschrift eingesandt. 

31* 



244 1462. Sept. 26. 

zwischen Molln und der Elbe gesorgt habe, und fordert ihn zu gleicher Vor^^ 
sicht fur die Strasse zunschen der Elbe und LUneburg auf. 1462. Sept, 2S^ 

Vnsen fruntliken grut mit vermogen alles guden. Ersamen heren, bo- 
sunderen guden frunde. De ersamen juwe radessendeboden, de vnlanges binnen 
Molne bij den vnsen weren, hebben juw wol ingebracht dat afschedent van wegen 
der beschermynge der straten dessen anstanden juwen market ouer darsulues 
bescheen. Aldus hebben wij nu jegenwardigen vnse were to Molne gesterket, 
vmme de straten twisken dar vnde der Elue to beschermende, begerende, gij 
twisken juwer stad vnde der Elue daropp holden laten, so dat de gemene varende 
man deshaluen vtb vnde to bus vmbescbediget bliuen moghe. Vorseen wij vns 
gensliken to juw vnde vordenent alle weghe geme. Sijt Gode dem heren sund be- 
uolen. Screuen am sondaghe vor Michaelis, vnder vnsen signet, anno Domini etc. LXIl 

Consules Lubicenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Luneborgh, vnsen w. s, w. 

Nach dem Original im Stadtarchiv zu LUneburg. Das ala Fresael aufgedriickte Signet iat gut erhalUn. 



Der Bath von Lubeck fordert den Rath von Luneburg auf, an einer Besprechuf^ 
mit Abgeordneten des Rerzogs Bernhard von Lauenburg wegen Erhohuft^ 
des Fdhrgeldes bei ArtUnburg tJieilzunehmen, 1462. Sept. 28. 

Vnsen fruntliken grut mit vermogen alles guden. Ersamen heren, b^" 
sundern guden vrunde. De ersamen juwe radessendeboden, de vnlanges mit de:0 
vnsen binnen Molne to daghe weren, hebben juw wol ingebracht dat aflEejcheden.'* 
darsulues bescheen, alze van wegen sodans daghes, den men mit dem hereSB 
hertogen Bernde to Sassen vmme den onwontliken veerschat, den he to Erten^* 
borgh vpboren let, holden scholde. Darvpp don wij juw gudliken weten, da^ 
desulue here hertoge Bemd vns heft gescreuen, so gij vinden in der copi^ 
hirinne vorwaret. Darvmme bidden wij juwe ersamheide deger fruntliken, gi| 
juwe erliken drepliken radessendeboden vppe de tijd vnde stede in der copie 
benomet bij den vnsen hebben willen, vmme in desser bouenscreuen sake to 
sprekende, so dat vor dat gemene beste wesen schole, vnde desset nicht willen 
vorleggen, darto wij vns gentzliken vorlaten, vnde hebben vnsen vrunden van 
Hamborgh sulke vorbenomede copie gesand vnde en ok gescreuen dergeliken. 
Juw gudwillich hirinne vinden laten, vordene wij vmme juwe ersamheide, de 



1462. Sept. 29. 251 

mysse van dem hilgen licham vte is, denne herliken ere myssen anheuen vnde 
syngen. Vnde amrae sonauende, wenner de mysse van Vnser leuen vrouwen 
vte is, denne scholen de sengere van stund syngea de nietten mit den anderen 
tijden, wente dat men de metten vp dem kore anheuet; wes en dan nablinet, 
dat scholen se vort lesen, so vorschreuen is. 

Item so mogen de vromen prestere vnde sengere to dessen godesdenste 
vorplichtich wol toseen, dat se to rechten tijden darsuluest erschinen vnde eres 
dinges truweliken wol warden, anders na guder vormanynge vnde warninge willen de 
^vorstendere, dede ouertreden, afsetten vnde ander in ere stede bestellen vnde vorlenen. 

Item^ vortmer so worden de vorschreuen vorstendere ens, also dat men 
schal den veer presteren geuen alle weken elliken enen schillink, dat schal 
anghan vp sunte Michael anno LXVI vnde den schillink schalmen aldus geuen, 
so naschreuen steit. Also de soss werkeldage in der weken schal men elliken 
S^uen in de hand, dede to alien tijden vesper vnde complete genoch is, twe 
pennynge, vnde de dat vorsumet, sine twe pennynge schalmen in de bussen steken, 
vnde dit gelt schal Vincencio vnde Symoni, de nu sankmeisters sint, vnde ere 
liakomelinge elliken geuen, vnde wan dat yar vmme kumpt, wes denne in der 
bussen is, dat scholen Vincencius vnde Symon half hebben, de anderen helfte 
scholen de veer prester hebben, vnder sik delen, vnde to der bussen schal eyn 
van den vorstenderen den slotel waren. 

Item wan enych van den veer presteren, de darto denen, aflftheen willen 
de en scholen nenen anderen vor en in ere stede setten, dat en willen de vor- 
stendere nicht gedan hebben, men de vorstendere willen se suluen setten, wen 
se darto hebben willen, vnde nemende anders. 

Item so willen de vorstendere de tijde nicht so hen geslabbert hebben, 
^en se scholen se beschedeliken vnde herliken syngen, so veme se de tijd hebben; 
^^s en entbrekt, dat scholen se na lesen na wontliker wyse etc. 

Aus dem Statuten- und Rechnungahuch der Sanger- KapelU. 



^^ndld von Loe urkundet uber die bei dem Syndikus Simon Batz gemachte Anleihe 

und die Art der RuckzaUung. 1462, Oct. 4. 

Jbigo Arnoldus vom Lo, baccalaureus in legibus, procurator causarum sacri 

') Dieser Absatz ist spftter durchstrichen. 

32* 



1462. Oct. 7. 253 

wold und Luder Lutzow Hber die Fischerei auf dem See bei Goldensee 
und Thurow. 1462. Oct. 7} 

Wij Bernd, van Godes gnaden to Sassen Engem vnde Westualen etc. 

hertoge, des hilligen Eomesschen rikes ertzemarsschalk, vnde wy Hinrick, van 

densuluen gnaden hertoge to Mekelenborch , forste to Wenden, greue to Swerin, 

to Rostok vnde Stergerde der lande here etc. Bekennen apenbar betugende in 

dessem breue vor alsweme. So als denne schelinge vnde twedracht vppgestan is 

twTisschen den werdigen vnde innigen brodern, vader pryore vnde gantzen 

sammelinge to Marienwolde van on vnde ors godeshuses wegen, vppe ene, vnde 

den diichtigen vnsen redern vnde marsschalken Luder Lussouwen to Grabouw 

van sines veddern Helmedes vnde siner kinder wegen vnde sinen brodern van 

des sees vnde waters wegen to Goldensee vnde Turouw, vppe de andem syden, 

so hebben doch vnser beyder reder de schelaflFtigen parte fruntliken to ende to 

ewygen tyden ghescleten vnde gheplegen in nascreuener wyse. De sammelinge 

to Marienwolde offte ere vorstendere scholen vnde mogen hebben de helffte van 

deme see to Goldensee vnde Turouw vnde se scholen den see theen to lyke in 

dusser wyse. Wanner dat se vpp dem see willen theen, so schal oer een dem 

andern achte dage tobeuoren toseggen, vnde se scholen de waden kost teringe 

ghebrack vnde wadensclete to lyke stan, de Lussowen sowol als de van Marien- 

"Wolde. Ok scholen vnde mogen se an beyden syden twe smaltouw hebben. 

Jodoch scholen de Lussouwen to des houes behuff vnde nicht anders eynen kan 

iiebben vnde en smaltouw. AUent dyt hebben de van Marienwolde vor sick 

vnde ere nakamelinge angenamet, vnde Luder vor sick, Helmede sinen veddern 

vnde sine brodere vnde erer aller eruen. Jodoch is in beyden syden beuorwordet, 

dat dusse breflf des godeshuses houetbreue vnde den Lussowen vnde ereme erue 

>^n andem saken eflfte stucken nicht to voruange wesen, besundern stede vnde 

Vast vnde vnuorbroken bliuen to alien tijden, men allene de artikele vpp desser 

vopgescreuen see schal bliuen, also vorgheroret is. Desses to tuge hebben wy 

vnse ingesegele vrame beyder parte bede willen hengen heten vor dussen breff, 

der twe syn enes ludes by jewelken parte en. Ghegeuen to Ratzeborch, na Cristi 

Stebort verteynhunder dama in dem twevudesostigen jare, am donredage vor 

^yonisii vnde siner selsschupp dage. 

Nach dem Original. Mit beiden anhdngenden Siegeln. 



») Vgl. Bd. IX, Ja 302. 



254 1462. Oct. 8. 

CCXIil. 

Vicke Schonenberg warnt den Bath von Lubeck vor Tideke Hudekoper. 0. D. 
(Vor 1462, Oct. 8,)^ 

Weten schole gy, eddelen heren van Lubeke, to vor vnde wes ik gudes 

vormach nu vnde to alien tijden, juwen schaden to werende, wor ik kan vnde 

maeh. Do ik de borgerscop wan, do swor ik en eed, der stad truw vnde holt 

to wesende. Hir is desse Titke Hudekoper, dede is wechgelopen, he heft sik 

laten leydet in dat gantze lant to Mekelenborch vnde wil dar wanen myt sinen 

guderen, wan he se kan hemelken vth der stad krighen. He heft gehort to der 

Kalkhorst vnde heft dat geslaten myt den haueluden, wo he dusse stad vorraden 

wil. He wet al dusse sleke vmrae Lubke, dar he se bringhen wil, wente he 

secht, gy sint quaden schelke vnde vorreders, gy heren van Lubke, dat gi nicht 

sint werdich vramen heren antwardende, wente he wil nen seggen, wen gy laten 

ene antasten. By manne warheyt vnde bi myner zele salicheyt so heft he sik 

dus-ses vorroraet in deme lande to Mekellenborch, dar ik wane. Vnde late gy 

ene vth der stad, juw scut dar nuraraer gud af, gy hebbet erne wol brot to 

gheuende, he kan doch nicht langhe leuen, wente he vorroraet sik, he heft wol 

twehundert lude vormordet. 

Vicke Schonenberch. 

Aufschrift: An den erwerdighen rad van Lubke kame desse bref. 

Nach dem Original auf Papier. Ohne Spur eines Siegels. 

CCXLilI. 

HanH, Graf von Gleichen, schreibt dem Rathe von Lubeck, doss der LubeckiscM 
Ldufer mit Recht verhaftet set, da die Stadt die Verbindung mit Damig 
imrner aufrecht erhaUen und sich dem Orden feindlich beunesen habe- 
1462. Oct. 14. 

V UHim fruntliken gruth mit behegeliken willen allewege touorn. Werdige 
ptufU-u fnifi(Ur. So gij schriuen vns myt sampt vnsen frunden, wij Hans Backer, 
lUrh lojf^tr Inwtrr stad borgher, ghefangen hebben, des gij iuw an vns nicht hadden 
\ot:no^Ud i'A*. . Wxwm frunde, iuw wol in vordechte is, dat vnse homeister iu^ 
\iA*: mtiUn n tuiv bijsteden schriftliken vormanet heft, vnses ordens vigende nicht 
t/y ttUrfkt'UfUr rnyt thovore edder brieffen. So wij denne vornamen hebben, dat 

' . ,; 'if.f i*''trkit*!ii*i hffmerktes Datum des Empfangs des Briefes. 



1462. Oct. 14. 255 

de koningk van Dennemarken vnde de koningk van Palen efte ere redere vnde 

de van Dantzke ene dachfart in iuwer stad hadden, etlike saken to beslutende, 

vnde de sendebaden des koninges van Palen, de borgere van Dantzke, sine vuUe 

macht nicht hadden, dar se vmme schreuen, des desulue iuwe borger Hans 

Backer de brieflfe bij sick hadde, des he lochende, de denne vnseme hern homeister, 

sinen haueluden vnde vns schedelick weren, vnde wij doch alsuUick ens to iuw 

nicht vorhapet hadden, leuen frunde, gij wol wethen, wo lande vnde stede in 

Prussen van vnserra hern homeister vnde vnseme orden ghetreden synt, darvmme 

se in vnses alderhilligesten vaders, des pawestes, ban synt vnde in vnses alder- 

gnedigesten hern keysers acht, de iuwe her is, so gij ock suluen kennen, dat 

a.lle de jennen, de myt sodanen vorbanneden vnde voracht^den luden menschop 

Vnde handelinge hebben, in dersuluen besweringe synt. So kone wij nicht 

dirkennen, dat van den iuwen vp vnses ordens syden myt schepen komen synt, 

de^nirle de krych gestan heft, sunder vnse vigende gesterket hebben, besundergen 

de van Dantzke. Leuen guden frunde, gij sodant wol mochten wandellen, wente 

gij suluen dirkennen wol konen, dat se iegen Gode vnde alle recht gedan hebben 

vnde noch don, vnde de jennen, de en byligghen, wen gij vmmer wol wethen, 

'Wo gij mit vnseme orden ghewant sijn. Vnde bidden des iuwer werdicheit 

schriftlike ant wart, de Goth almechtich mote fristen gesunt to langen tijden. 

Schreuen tor Lowenborch, ipsa die Calixti pape, imme LXir*'^ iar, vnder vnsem 

angebaren ingesegel. 

Graffe Hans van Gleichen, Dudesches ordens, 

Aufschrift: Den ratmannen der stad Lubecke, vnsen mit werdicheit 

Nach dern Original auf Papier. Mit geringen Reaten des Siegels (angek. den 27. October.) 

CCXlilll. 

-^^r Bath von Ltibeck mahnt den Bitter Olav Axelsson an die Lubechischen Burgern 

versprochene Zahlung einer Schuld. 1462. Oct. 18, 

Domino Olauo Axelsson. 

Jcirbare leue her Oleff, gestrenge gude vrund. So wij juw vaken ge- 

^<3reuen hebben biddende, gij vnsen borgem ere guder dorch de juwe vth schipper 

^^anneken van dem Berge vnde Hanneken van Peynen genomen na inneholde 

J'^wes besegelden breues bij vns vorwaret betalen scholden, deme gij beth herto 

^^^)ch so nicht hebben gedan, welkent wij dem irluchtigesten hochgebomen fursten 



1462. Oct 19. 257 

myt solkem golde vorbliue vnd nicht en schee, hebbe wij vppe dessen dach de 
"Vngersschen in vnsser stat to gheldende vorboden vnd bidden jw degher frunt- 
liken, dat gij sodannes van vns nicht to vnwillen nemen, wente dat vmme des 
li^esten willen is gescheen. Vorschnlde wy vmme juwe vorsichticheide , de Gode 
dem heren sund vnde salioh to langen tijden sijn beualen, myt willen gheme. 
Screuen vnder vnsser stad secret, am auende sunte Feliciani, anno etc. LXII^. 

Consules Hamburgenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen w. s, w. 

Nach dem Original. Mit geringen Resten des Secrets (angek. den 20. Octbr.) 

ccxxv. 

Bertram von Bentelen bittet den Rath von Lubeck, wegen eines bei Fehmarn ge- 
nommenen Schiffes an den Rath von Danzig zu schreiben. 1462, Oct, 23. 

Mynen willighen vrundliken denst mit alien ghuden truwen. Ersamen 

leiien heren. Iwe erbar leue wille weten, wo by my synt ghewesen Hinrik 

Domelow, Hans Kruse, Ricquard Dome vnde Clawes Vorbecke vnde hebben syk 

klegheliken beklaghed, wodanewis dat en ere schip in dem Vemerssunde mid 

^eyten vnde myd anderer kopenschop gheladen is ghenomen vnde dat ruchte 

is, wo id schipher Schulte van Ghedantsche ghedan hefft, dar wy doch myd den 

van Ghedantzsche nicht en weten men leff vnde ghud. Aldus so is myn vrund- 

like wille vnd begheer, erbaren leiien heren, dat gy wolden so wol don vmme 

Godes willen vnde vorschriuen se an den rad van Dantzske, dat se mochten 

'Wedder bi dat ere kamen, effte gheuen en jwen guden rad, wo se dar best mode 

'^aren. Hirmede syd Gode beualen. Gheschreuen des sonauendes vor Simons 

^t Jude, int iar LXII. 

Bertram van Rentelen. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubke, synen u, s, w. 

Nach dem Original auf Papier. Mil Resten des Siegels. 

CCXLiVl. 

Bath von Hamburg schreibt dem Rathe von LUbeck, doss er die in M6Un ge- 
troffene Verabredung wegen der Munze vollstdndig genehmige. 1462, Oct. 29, 

Vnsen fruntliken grued vnde wes wij gudes vermogen. Ersamen leuen 

as 



1462. Nov. 5. 259 

ccxLiVm. 

DeUev Parkentin ersucht den Rath von Lubeck, einen Streit zwischen zwei Ein- 
wohnern in TravemUnde zu schlichten. 0, J. (Vor 1462. Nov. 5.)^ 

Vruntliken grut vnde wes ik gudes vormach. Leuen heren. Amd Tar- 

nouwe, inwoner to Trauemunde, heft my to kennende gheuen, wo he in vortiden 

schelinge vnde vnwillen hadde myt eme, de het Lutke Bruggheman, ok en 

inwoner darsulues, welker zake ere vrunde an bey den tziden twisschen den 

beyden parthen wesende vruntliken henleden vnde an der vruntschop sleten, so 

juwe nedderste stadbock clarliken innehold. Hir enbouen heft he ichteswelke 

pcrsonen to sick geselschoppet vnde beden, benomeliken Hans Schutten vnde 

twe andere darto van synen schipluden, vnde is mit en myt eme vorsate komen 

^n syn hus vnde eme wald vnde wold ghedaen hebbet, indeme ze homedegen 

^at ber, dat he en halen leed vmme er gheld to betalende, dat en del betalet 

'^^art vnde en del nicht, em to smaheid vnde to hone, to dren malen de kannen 

^Jciyt dem here vmmekerden vnde storteden dat ber an syn blette vnde darto 

^loghen se entwey vnde tobreken stole vnde benke, dar ze hadden vppe zeten. 

A^lse se qwemen buten dat hus, so tobreken ze eme zyne holdvinstere vnde 

"terpen van buten in syn hus dor de glazevinster vnde de ghensliken tobreken, 

so id openbar dar steyt to bezende. Als he se afwisen wolde, zo he sachtest 

naochte, des anuor eme Hans Schutte myt eme houwende meste vnde wundede 

^ne an den arm beth an de lemynghe. Darouer he eme dre steke myt syme poke 

dede, twe bouen an de luchteren zijden, den drudden ouer de schulderen, dar 

wil he gherne vor don, wes em am rechten bort. Heft he mer wunden, der 

lieft he em nicht anghewracht, mer id heft em anders nement gedan, wen Lutke 

-^mggeroan, dar wil he recht to don. Leuen heren. Als ik van Amd vorbenomet 

t>in berichtet, so is den inwonern to Trauemunde van juwem erliken rade gesettet 

'^de boden, welker deme anderen vor syner dore vptuth enen pal to vordrete 

^der ander wold dede, den sal me affwysen, so men sachtest kan. Weret he 

darouer slaghen worde, dar scholde nen broke na ghan. Leuen heren. Nadem 

^o Amd dar velighen nicht wanken dor, vnde jw suluen de zake nicht vorkundigen 

^ach, des heft he mi, an dem lesten an juw erbarheyd vnde richticheyd dar- 

^Tiime vor em to scriuende, gebeden. Des is myn vru: tlike bede, dat gij de 

^ake wolden vor jw willen vorboden, ze myt dem besten, gy vormoghen, 



*) Anf der Rtickseite bemerktes Datum der Ankunft des Briefes. 



OA* 



1462. Nov. 18. 265 

darvpp gegeuen vor enen weddeschad hebben rechte vnde redeliken vorkofft 

vnde vpgelaten, schal de erbenomede her Hinrik vnde zine eruen, edder weme 

he des gunnende werd, den vorscreuenen haluen zee hebben in roiiwesamer 

Tisscherie vnde brukinge alle de wile vnde gantze tijd ouer van jaren to jaren, 

dat he sodane gudere van vns in sodanem weddeschatte besittende vnde wij 

dane gudere nicht wedderkopende werden na inholde der vorscreuenen vnser 

reue, vor derteyn mark lubesch vns darvan jarlikes to betalende. Doch wen 

e vorscreuene her Hinrik, zine eruen edder werae ze des gunnen willen, visschende 

erden vnde de vorgenante frouwe Abele van en is begerende, schal yd stan 

guder fruntschapp, er to geuende vissche to eneme raogelken vate to twen 

jden in der weken vnde nicht raer. Hijrvor schal frouwe Abele, ere nakoraelinge 

ude eruen deme vorscreuenen heren Hinrike, zinen eruen vnde weme ze des 

Tinnen, vrij staden, vppe den eren de nette vnde waden to drogende, to gande, 

varende vnde to ridende, wen en des is van noden. Vordermer is gedegedinget, 

mt wij van Paschen na date desses breues negest volgende vort ouer eyn jar scholen 

'cillenkomen tor noge gheuen vnde bereden den vorscreuenen sunte Brigitten 

iiroderen vnde erer sammelinge vor de beteringe van en in deme Duuense gedan 

t^^rintich mark lubesch, darto wes wij van pacht denstgelde vnde korne edder 

v^an vorkofften holte hebben vpgebord. Vnde wes van der vorscreuenen pacht 

b:oms vnde des gehouwen holtes noch nastellich is, scholen de vorscreuenen 

t>roder sunder vnse vnde vnser eruen hinder vnde inhold vull vnde all zijk des 

benalen vnde inmanen van den gennen, de des sin plege to betalende. Vnde 

dit vorscreuene hebben gedegedinget de erwerdige her Ludeke Gammenord, kerkher 

to Parkentin, vnde Hermen Scharpenberch knape, vulmechtich van vnser wegen, 

^Tide de ersamen her Hermen Hitueld, radman, vnde Clawes van Caluen, borger 

to Lubeke, vulmechtich hern Hinrikes van Hacheden vnde der broder van sunte 

Brigitten. Desses to merer orkunde hebben wij Abele vnde Volrad erbenomed 

vor vns vnde vnse eruen, vnde wy Hermen Scharpenberch, Volrad vnde Otte 

broder geheten de Ritzerouwen, alse gude medelouers alle vnde eyn jewelik be- 

aundem vor zijk vnde zine eruen myt eyndrachtigen gudeme willen vnde wol- 

Wdeme mode vnse ingesegele witliken hengen laten an dessen breff, de geuen 

^de screuen is in deme jare vnses Heren dusend veerhundert jar darna in dem 

^evBdesostigesten jare, in den achte dagen sunte Martini des hilgen bisschoppes. 

N<ich dem Original. Mit den funf anhdngenden Siegeln. Vgl. Siegel des M.-A. Heft 6, p. 103, 104, 
too auch Uber die Personlichkeit der Fran Abele das Nothige bemerkt ist, p. 113, 116. 

34 



1462. Nov. 18. 269 

<iode myn gnedige here vnde sine eruen vnde nakomelinge den wedderkop vnde 
Losinge der gudere vor sovenhundert marck beholden. Datum in Kyi, quinta 
^eria ante Elizabeth, anno etc. LXH. 

Item kregen de erwerdigen vnde gestliken frouwen ebbedisschen priorissen 

nde dat gantze convent to sunte Johanse bynnen Lubeke eynen breff, dat mid 

-^^llen vnde vulbordt raynes gnedigen heren koninges se van Gotzike Rantzouwen 

Lcbben gekoft vor twedusent lub. marck penninge in vnde vth sinen dorpen, 

ameliken sineme haue to Gartze, deme gantzen dorpe vnde molen darsulues, 

nde in sineme gude vnde dorpe Ludekendorppe vnde in elven houen ackers 

ciarto belegen, in sostehalue houen ackers, eren eruen husen vnde houen in deme 

<iorppe Klenouwe imme kerspele to Grobe belegen, islike houe jarlikes geuende 

"v^cer marck to hure, vnde vth sineme dorppe to Gwoeltze mit alleme tovalle 

ir^hte vnde vriheyde hundert vnde twintich marck ewiger jarliker rente, doch 

befft sick Gotzick vorgerort vnde sine eruen, dewile se leuen vnde waren, vnde 

Txa erem dode myn gnedige here, sine eruen vnde nakomelinge den wedderkop 

vnde losinge der gudere vor twedusent marck beholden. Datum anno etc. die 

et loco quibus supra. 

Item kregen de erliken heren olderlude vnde vorwesere der broderschoppe, 

d^ de gemenen vicarii bynnen Lubeke hebben vor der stad in sunte Juriens 

kiorken, vnde de gemenen calandesbrodere sancti Clemen tis vnde de gemenen 

v^icarii der kerken to Vnser leuen frouwen bynnen Lubeke eynen breff, dat mit 

w-illen vnde vulbort mynes gnedigen heren se van Gotzike Eantzouwen hebben 

geiofft vor twelffhundert lub. marck in vnde vth sinen twen dorpen vnde guderen 

^uatze vnde Hassendorppe belegen in deme kerspele to Oldemborch, bewechlick 

^Tide vnbewechlick, veervndeachtentich lub. mark jarliker ewiger rente, doch hefft 

sick Gotzik erbenomet vnde sine eruen, dewile se leuen vnde waren, vnde na 

STeme dode myn gnedige here, sine eruen vnde nakomelinge den wedderkop 

nide losinge der gudere vor twelffhundert lubesche marck, beholden. Datum anno 

die et loco quibus supra. 

Item kregen de ersamen Bertolt Witick vnde Johan Westvael, borgermestere 
to Lubeke vnde nu tor tijd vorstendere des Hilgen Geistes bynnen Lubeke etc., 
6ynen breff, dat myt willen vnde vulbordt mynes gnedigen heren se van Clawese, 
Yolrade vnde Hinrike van Bockwolden hebben gekofft vor twedusent marck in 
^de vth eren guderen, nameliken Oltena Mildeborch Oddendorppe vnde Wolters- 
^olen, alle imme kerspel Zuzel belegen, hundert vnde vertich lubesche marck 



1462. Nov. 18. 271 

nder stede, entphaen keyserlike breue, dorch welke he hulpe begert vnde bij- 

tant Woervmme, von juwer leue weghen den egenanten breuen gehorsam to 

esen, wyl ik dem keyser to houe ryden mit den tween erliken pagen vnde 

an der weghen juwer leue entschuldighen des besten, dat ik raach. Hijr op 

essem daghe sin de cardinal van Auspurg, de bischoppe von Gurck vnde 

zekauiensis, Budolphus Rudesheym van weghen des paweses, hertogen Ludewich 

an Beygern, de van Monchen, marckgraue Albrecht, de marchschalk des rykes, 

yn ome de fiscal mit veel andern sendeboden des paltzgrauen van dem Ryn, 

^r bisschoppe to Wirtzburg vnde Bamberg, de burgermey stern der stede Auspurg 

urenberg Olme Weert Dunckelspeel etc., de dan krigesgenoss sin etc., vnde men 

eynet, dat de krich op dussem daghe gantz hyngelecht wirt. Gescheet dat 

icht, so hebben see souen schedesheren vnde fursten gekoren, de dan eyn vtb- 

sp>rock don werden. Noch in tween daghen wirt men eyn edder ander vememen 

^^nd dan nemet de dagh eyn ende. God geue eyn gudes, de juwer leue langhe 

spare. Gegeuen octana Martini to Regenspurg, anno etc. LXIL Ik hebbe hijr 

meyster Arnold van dem Loe vonden, de dan hude alleyn rydet to Nurenberg 

mit dessem breue vnde wil vysitiren etlike stede in Swauen vnde dar besehen, 

mochte hee watt camerien smolt kregon van densuluen steden. Ik moste om 

liggen, schulde hee vth der herbergen komen, viff gulden, de hee widder inleggen 

schall to Nurenberg bij sinem eyde. 

Juwer ersamheyd sindicus. 

Aufschri/t: Den — — radtmannen der stadt Lubeck, mynen besunderen 
lenen heren. 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Presael aufgedrUcktem Siegel. 

CCIilX. 

D«r Bath von Burg ersucht den Rath von Lubeck um ein Furschreiben fur drei 
seiner BUrger an den Bath von Danzig, um mehrere ihnen geraubte und 
nach Danzig gebrachte Guter wiederzuerlangen. 1462, Nov. 24, 

Jnw ersamen vorsichtigen wisen heren borgermesteren vnde radmannen 
der stad Lubeke, vnsen gunstigen leuen heren, vnde alien den gennen, de dessen 
^8en breff seen vnde horen lezen, don wij borgermester vnde radmanne tor 
Borgh vppe deme lande Vemeren witlik, openbare betugende in vnde myt desseme 
"^ue, dat vor vns synt gekomen de beschedene Hans Cruze, Rickwerd Dome 
^de Clawes Vorbeke, vnse leuen medeborgere, vnde geuen vns to bekennende. 



1462. Nov. 24. 273 

Tnde twe helsynge vnde swerd vnde ene halue tunne tzypoUen vnde lynen 

oleder. Vnde Eickwerd Dome hadde darinne twelff dromet hoppen vnde sos 

smale tunnen soltes vnde anderhalue last leddige tunnen vnde twe dromet 

weyten vnde eyn nyge armborst myt dem tuge, dat darto hort, vnde eyn wamboys 

Ynde eyn par hasen vnde twe par scho vnde twe par lynnen cleder vnde eynen 

noppenpoel myt kussen vnde laken vnde negenvndetwyntich mark redes lubescben 

geldes vnde eyn langh liouwenmest vnde eyn par steuele. Vnde Clawes Vorbeke 

hadde dar in deme schepe dre laste weyten vnde twe secke myt weyten vnde 

twe dromet witter erweten myt den sekken vnde achte tunnen bers vnde eyn 

punt soltes vnde eyne tunne, dar was inne eyn sadel vnde eyn thorn vnde dre 

bolten lennewandes vnde dre elen blawes wandes schottisch vnde eyn nige blawe 

hoyke vnde twe swarte ridehasen vnde eyn nyge grawe rfik vnde eyn langh 

nyge mest. Leuen heren, to vns hebbende eyn seker tovorsicht, dat in alien 

tokomenden tijden de ghennen, dede desse vorscreuenen gudere dessen vorscreuenen 

Kickwerde Dome vnde Clawes Vorbeke, togeren desses breues, werden antwerdende, 

nene mere maninghe van der weghen lyden scholen, dar segge wij gud vore. 

To merer tuchnisse der warheit so hebbe wij borgermestere vnde radmann vor- 

benomet vnser stad Borgh ingezeghel witliken hengen laten an dessen breff na 

der bord Cristi vnses heren verteinhundert jar vnde darna in deme twevnde- 

sostigesten jare, in sunte Katherinen der hilgen juncvrouwen auende. 

Nock dem OrigincU. Mit anhangendem zum grosseren Theile erhaltenen Siegd. Es ist rund, 4 Ctfn. 
Ueber Wellen ein Thorbau mit zwei ThUrmen. Zwischen denselben ein gelehnter SchUd mit dem 
Nesselblatte. Dariiber ein rechtsgekehrter Helm, anscheinend mit drei Fdhnchen besteckt. Umschrift: 

stgillnm opiM qntbrie. 

CCIiX. 

Jkr Rath von Strdlsund schreibt wegen eines hei Jasmund gestrandeten Schiffes. 
1462. Nov, 27. 

Vnse vrundlike grute vnde wat wij alletid gudes vermogen. Ersamen 
heren, guden gunner. Juwer ersamheyd breff van schipper Hans Wulfes schepe 
hisschen Jasmunde vnde Oerezunde leyder gebleuen vnde van den guderen synen 
J^nechte Hans Schapeshuse wedder genomen etc. an vns gesant hebben wij gudlik 
^ol vomomen vnde alrede mit vnsem heren hertoge Warsslaffe etc. darvrarae 
^0 (wor)den weset, also dat wy do myt em ens wurden vmme synes afwesendes 
^en, dat id steit beth to sunte Nicolai dage negestleden, vnderdes wil syne 

35 



I 



1462. Nov. 29. 275 

^uden gnnre. Wij bidden juwe ersame leue mit andacht, dat gi vns mit juw 

-tor stede willen vthguonen twe vate Einsches wynes, vnde latet de volgen ynde 

-vorandwarden juwein borger, dessera brefwiser, dede se vort schicken vnde be- 

stellende werdet to vnser stad behuflf. Vns willen darane bewisende, dat wij 

^eme vorschulden vmme juwe ersamheyde. Gode beuolen salich. Screuen vnder 

^v^nser stad signote, vigilia Andree, anno LXII^. 

Kaedmanne torn Stralessunde. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten ties Signets. 

€€1<XIII. 

^nfrage des Baths von Molln wegen noch ruckstcindiger Huldigxmg mekrerer Burger, 

1462. Nov. 30. 

Vnsen vrundliken grut mit flitigem denste tovorn. Ersamen gunstigeu 
leuen heren. So vnse borgermester juwer ersamen wijsheid bynnen Molne nilikest 
gaf irkennen van den juwen borgeren, dede noch scholen huldigen etc., hebben 
'vrij de onerlecht vnde vinden bouen hundert. Bidden wy deger andachtigen 
juwe ersame leue, wen juw geleuet, sodane truwe vnde huldent van en to ent- 
fangende, vns dat willen bevoren en dach effte twe geuen bekant, vp dat se to 
<ier tijd syn to bus eiffte tor stede. Gade almechtich cwich sund vnde salich bevalen. 
Screuen vnder vnser stad secret, am dage sancti Andree apostoli, anno etc. LXIL 

Consules Molnenses. 

Aufschri/t: Den raedmannen der istad Lubek, vnsen holden leuen heren. 

Nach dem Original atrf Papier. Mit Resten des aufgedruckten Secrets. 

CCLiXIV. 

Christian, Konig von Ddnemark, ersucht den Bath von Lubeck urn einen Geleits- 
brief fur den Markgrafen Johann von Brandenburg und dessen Begleitung. 
1462. Dec. 2. 

Cristiern, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen, 
der Wende vnde Gotten koningh, hartoge to Slesswijck, greue to 
Holsten Stormaren Oldemborch vnde Delmenhorst. 

Vnnsen gunstigen grut touomn. Ersamen leuen besundem. Wij schicken 
^^ iuw iegenwardigen vnnse leue getruwe hoffgesinde, Otte Walstorpp, dem wij 



35 



• 



1462. Dec. 6. 277 

erbedinge vorsaetlijken wesen wolden, in sinen ghebeden vnde sloten vns to 
bedrucke entholden, ok itlijke vnnse borger ere knechte vnde darto vnnse win- 
lude ghevangen gheschattet, ere gudere vnde wyne gbenomen vnde der en deel 
van dem leuende to dem dode ghebraoht vnde vns ok de vnse aldus up grot 
vorderf vnuorschuldes, allent vor desser veyde in fruntliker handelinge hogher 
vnde meer, den wy nv scriuen konen, mit sinem ouermode ghebracht vnde 
bringhen lathen heft, alle bouen God ere vnde recht. Wowol wy ok derweghen 
myt junchern Gerde to mennighem male dem vnschuldigen copmanne pelegrinen 
vnde vns suluen to ghudo vele arbeides vorfolges dagelestingo vnde mit vuUen- 
komener erbedinge des rechten in donde vnde nemende nae gebore tor stede 
nae ynneholde vnser priuilegien vns van sinen olderen vor sijk vnde ere eruen 
boren vnde vngheboren myt loften vnde eden vorsegeld vppe vnnse merklijken 
koste, vppe opembaren veltdagen, ok twie to Hamborch vnde bynnen vnnser 
stad Bremen etc. ghehad, de ok merklike tijde vthghelegen vnde holden hebben, 
vppe dat de wanderende copman pelegrinen vnde de vnnsen sodannes dagelike^ 
bednickes entleddighet hedden moghen werden, dat vns doch mit junchern Gerde 
alle nicht heft konen helpen, sunder he is vns entliker berecesseden deghedinge 
van sinen vulmechtigen to twen tijden mit vns entlijken gesloten, ok fruntlijker 
gelofliker handelinge van erbaren heren ok steden vnde juw mede twisschen vns 
beyden ghemaket, darto guder schedinghe van dem edelen junchern Johanne, 
greuen tor Hoyen etc., in sinen vnde vnnsen ghebreken ghedaen vnde vthesproken, 
so dat dosulues berecesset vnde van junchern Johanne endeels mede vorsegeld 
Ward, vnde ok enes fruntlijken vnde rechtedages nae der ergerorden vnser 
priuilegien gelude, des daghes wy mit vnnsen heren vnde frunden, so gheborlijk 
^as, ghewardeden, allerdinge is vthghegaen vnde entfallen. Darenbouen nv de 
Whgebornen forsten vnde heren, hern Wilhelm de older, hern Wilhelm de 
laugher vnde hern Frederic, sine sones, hertoghen to Brunswiig etc., sijk in 
J^chern Gherdes vnrecht hebben ghesteken, em darynne byliggen vnde vnnse 
^ande sin ghewurden vnde vns mit todaet anderer erer frunt van Delmenhorst 
^ vnsen ghans merklijken schaden sunder borlijk vorfolch gheenghet, de wy 
^ to eren gnaden nicht hadden vorseen, noch sulkent ok nicht vordenet en hebben. 
8o alz desse sake denne den wanderenden copman pelegrinen vnde dat ghemene 
S^d meer, den vns, is andrepende vnde vns sulke last ok allene to draghende 
to swaer iss, worvmme bidden wy juwe ersamheide denstliken vnde odmodigen, 
80 wy flitigest moghen, gy anseen vnde betraohten willen vnnse langhe vorfolch^ 



I 



komende vor em to Ghrutzen to ersdiinende geesschet vnde geladen heft, vmme 

to vorantwerden sodane guder, de en Hermen Daniel vnde Frederik Myncke to 

Frankenhusen binnen Grutzen bekummert hebben vmme sake willen, de se to 

dem erbenomeden vnsem borger Kermen Evinghusen vermenen to hebben, vnde 

wowol desuluen vnse borger nymande buten vnser stadt yerghen to rechte 

plichtich zint to antwerden ane vor eren behorliken richtere, hebben de genante 

Hermen Evinghusen vnde bouengenanten vor vns, alse wij to rade seten, in der 

besten wise vnde formen, alse se van rechte scholden vnde mochten, gekoren 

vnde gesat in eren waren proouratorem vnde houedman den beschedenen Johannem 

Hauerbeke, cleric Lubesches stichtes, jegenwardich, toger desses breues, eme 

geuende gantze vnde vuUe macht, vor Bertold Balhusen binnen Grutzen to erschinende 

vnde vor em in gerichte to allegerende vnde to seggende, dat de vorbenomeden 

Tnse borger van Bertolde vorschreuen geladen in gerichte zin nicht plichtich, vor 

«m alse erem eliken vnde borliken richter rechtes to warende, darvpp dilacien 

^vnde beqweme termine van dem genanten Bertolde to esschende vnde to biddende, 

^mme en sodanent, so recht is, to proborende vnde to bewisende, vnde sovort 

<3e bekummerden guder to vrijende, vnde offt dat dem vorscreuenen Johanni pro- 

C5uratori nicht wolde gedigen vnde van dem vorschreuenen Bertolde sodane dilacien 

^v'nde vppschuflF, so sick doch in dem rechten wol is behorich, nicht mochte 

T>eliolden, denne van sodaner beswaringe to protesterende ad appellandum edder 

to appellerende, apostolos to biddende, enen edder meer procuratorem edder pro- 

oiiratores to substituerende vnde gemeenliken alle anderen dinge darbij to donde, 

de de erscreuenen vnse borger suluen darbij don mochten, ofte se personliken 

darbij tor stede weren, stede vnde vaste to holdende allent, dat Johannes Hauer- 

l>eke vorscreuen edder de he vortan substitueren wert, darbij donde werden. 

In tuchnisse desses is vnser stad secret etc. anno LXHI, am auende Circum- 

cieiones Domini. 

Nach dem Concept auf Papier. 

CCIiXXIV. 

'^'onxg Christian I ladet den Rath von Lubeck zu einer Verhandlung hinsichtlich 
des Streits zwischen dem Ghrafen Gerhard und der Stadt Bremen ein. 
1462. Dec. 31. 

Cristiem, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen, 
der Wenden vnde Gotten koningh, hertoge to Sleswig, greue to 
Holsten Stormern Oldemborch vnde Delmenhorst. 



290 Yor 1463. Jan. 22. 

de erghenanten Pynnoweschen vorboden, he scholde eer zo vele d6n, alze juwer 
vorsijchtighen wysheyt duchte, dat recht were vnde he er in dem rechte schuldich 
were to donde. Alzo, ersaraen guden vrunde, bijdde ik juwe leue vruntUken 
vp alien denst, gy willen de erghenante Pynnoweschen alzo hebben vnde darto 
vormoghen, dat ze wille nemen van dem armen manne, den ze rait vnrechte be- 
schnldighet, alzo vele juwer wysheyt dunket, wat recht ys, wente gy scholen 
syner alleweghen to rechte mechtijch wesen vnde schal gherne vor juwe leue 
komen, weneer gy em dach vnde tijd vorteken, vnde dat gherne annamen, wat 
gy em deshaluen vor recht segghende werden. Vnde bydde juwe leue degher 
vruntliken, gy willen dat so voruoghen myt der erghenanten Pynnoweschen, dat 
de swarheyt des bannes werde afghedan vnde ze ok recht by jw sette. Ersame 
gude vrunde, bewyset hyr juwen guden willen ane, dat wyl ik jw gherne alle- 
weghe afvordenen vnde beghere des juwer leue richtighe bescreuene antwert 
Desulue juwe leue de alleweldighe Got vriste vnde spare sund vnde salijch to 
langhen tijden. Screuen to Rantzovv, vnder mynem inghesegel. 

Hartijch Rantzow, hern Schacken son. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, synen u. s. to. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Resten des Siegels. 



Der Bath von Hamburg schreibt noclimah uber Tonnengeld und den Zoll auf Tnch 
nnd fiigt vertraulich den Wansch hinzu, dass der Bath von Lubeck dartmf 
bedacht sein moge, ein Zenvurfniss zwischen beiden Stddten zu verhuten. 
1463. Jan. 24. 

V nnssen fruntliken grut vnde wes wij gudes vormoghen. Ersamen leuen 
heren, guden vrunde. So vns juwe ersamen radessendeboden, de nilkest in vnsser 
stad weren, muntliken berichtet vnde gij vns nu screuen hebben, dat gij van 
juwer borghcr wegen begheren, wij den tunnentolne afsetten vnde den wanttoloe 
bij older wonheid bliuen laten sch olden, edder dat wij den tolne mit juwen 
borghern vnvorfenglik bestunden wolden etc., hebben wij wol vornomen. Des, 
leuen heren vnde vrunde, don wij juw darvp weten, so wij juw ok ertides 
scrouen hebben, dat wij dorch anropinge vnde flitige begheringhe veler erbarea 
schiphercn vnde coplude, de rait groten varen vnde euenture de Elue vp vnde 
dale rait liuen schepen vnde guderen zeghelen vnde der ein grot del vorloren 



1463. Jan. 24. 291 

liadden, darvrame dat se nine kenninghe vor vnde vp der Elue, darna se zeghellen 

vnde varen moohten, hadden vnde in sorghen vnde vruchten weren, mer schaden 

daraf to lidende, de Elue mit tunnen vnde baken, dar des van noden was, be- 

lecht vnde settet hebben, so wij jarliken de legghen setten vnde na tiden vp 

XDoten nemen laten vnder mennighfoldighen swaren kosten, wente wy dar schepe 

volk retschop to holden, tunnen keden vnde wes darto horet, moten maken laten, 

des wy vele vorlesen, vnde wo dem so nicht schen were vnde schege, hedde 

mennich schipper lif vnde gud vorloren, alse leider to velen tiden schen is vnde 

jarlinghes wol is sunich gbewesen, dat mit der hulpe Godes vnde sodaner kent- 

nisse is naghebleuen, des God lof hebben mote. Vnde deme to wedderstadinghe 

tebben wij van schepen vnde guderen, de de Elue af vnde an vorsoken, den 

dat to gude schen is vnde schut, redelich gheld ghenomen vnde nemen laten, 

so wij vorbat vmme des besten willen dencken to donde, dat alle erbaren cop- 

lude gerne gutliken betalen, des sick de juwe beclaghen, deme se billichliken 

so nicht don scholden. So gij van den wanttoUen roren, dat wij daraf mer den 

^vondlick is ghewesen, scholen nemen laten etc., des, leuen heren, plecht men in 

vnsser stad lakene, de beslaghen sin, nicht na packen terlinghe edder stuck e, 

men na werde der lakene to vortoUende. So denne alle packen edder terlinghe 

nicht allike grot edder gud van werde sin, alse vnsses radeskumpane, den wij 

n^a tiden den tolne bevalen, vorsekert werden, wat vnde wo vele lakene in elken 

t^rlinghen vnde wes de ghewerd sin, so sik gebord, scholen se vorder, den ghe- 

"orlick is, daraf nicht nemen edder entfanghen, alse wij juw dit alle vortides 

■^xeder screuen hebben. Begheren darvmme, gij juwe borgher gutliken vndirwisen, 

sik ghelik anderen erbaren luden des tovreden stellen vnde dat se ere tolne, 

^r se plichtich sin, na werde erer gudere vor Lichtmissen entrichten vnde be- 

^^len, so wondlic is, op dat se des nicht achterdel vnde schaden liden doruen, 

^^t vns leth were. Dat willen wij gerne vorschulden. Gade almechtich beuolen. 

^reuen vnder vnnsser stad secret, am auende sunte Pawels conuersionis, anno 

omini etc. LXIIT. ^ i -rr i 

Consules Mamburgenses. 

Auf einem einliegenden Blatt Papier mit anderer Handschrift: Ersamen 

*^^xien heren. Vnsse borgher hebben vns to velen tiden bibracht, wo juwer 

^^^^^rgher guder in vnsser stad van werktoUen frig sin wellen, den ghemenliken 

^He coplude, de vnsse stad vorsoken, vnde se suluen gheuen moten, de den juwen 

^^en to iarscharen was tolaten, so gij des anders nyn be wij s hebben, dat wij 

37* 



294 1463. Jan. 29. 

vnsser meninghe wol berichten. Gode bevolen. Screuen des sonnauendes vor 
Lichtmissen, vnder vnsser stad secret, anno LXni. 

Consules Hamburgenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubicke, vnssen u. s. w. 

Nach deni Original. Mit einem Reste des aufgedrUckien Secrets. 



Eine Frachtsache, 1463. Fehr. 2. 

Witlick zij, dat vor dem ersamen rade to Lubeke erschenen zint de 
ersame her Hinrik Castorpp, borgermester, her Bemd Dartzouwe, radman, 
Godeman van Buren, Hans Castorpp, Hinrik Prume, Hans Kreyenpot vnde Hans 
bij dem Zee, borger vnde inwoner darsulues to Lubeke, mit schipper Hans Swarte 
vnde darzulues gheuen to vorstande, wo dat ze densulfften schippern Hanse Swarte 
mit zinem holke in de Baye hadden don laden mit Bayeschen solte, vmme dar- 
mede den rechten weeh na Eeuele in Lijfflande to zegelende, vnde wenner he 
dar beholden qweme, scholde he hebben tor fracht van ener jewelker gewegenen 
last twelflf mark rigesch vnde enen ferdingk. Vnde alse de schipper in den 
Orssund were gekomen, were he rostert geworden, also dat he dem konige van 
Dennemarken vppe zoldie to Copenhagen zegelen moste, darvan he wol betalet 
zij. Alsus so schepede de schipper dat solt to Copenhagen vpp an land vnde 
leuerde dem konige dat meste part van dem solte, de last vor eenvndetwintigeste 
halue mark, sosteyn smale timnen vor ene last gemet^n, welker gelt, namliken 
vijffvndetwintich hundert myn achtehalue mark, de her koning dar noch aff 
schuldich were. Alsus so wolde de schipper an dem gelde hebben zine vuUe 
fracht, de he, wenner he to Eeuel mit dem solte gekomen were, scholde gehat 
hebben. Des doch de vorbenomede her Hinrik Castorpp vnde her Bernd 
Dartzoiiw mit den andern, den des toqwam, menden, nademe de vorgenanto 
schipper sodan solt to Eeuele, dar he vorfrachtet were, nicht toleuert hedde, 
men vnderwegen ere solt vppgeschepet hedde vnde mit zineme schepe vppe ene 
andere fracht gesegelt were, so en weren ze eme nicht mer schuldich tor fracht 
van deme solte, denne na avenante des weges, dar he dat solt gefort hedde, vnde 
setten dat bij den rad, biddende, de rad ze darvmme im rechten vorschedeii 
wolde. Des denne de rad na besprake vnde ripeme rade darvpp delede vnde 
aflfzede vor recht: nademe de schipper dat solt nicht gefort hedde to der stede, 



, ^^xiacntet was, so scholde he nicht mer hebben tor fracht, denne na 
venante des weges.^ 

Nach einer InsaHption des NiederstadUjueka vow* J. ld€3, Ft*rif. Mar. 



^ertdd Balnhusen, Richter in Greussen, benachrichtigt mehrere Lubecker Burger, 

dass die ihnen gehorigen beschlagnahmten Guter zum Verkatif sollen gebracht 
werden, imd bezeichfiet den Termin, bis zu welchem eine EinlOsung statt- 
haft sei. 1463. Feb. 4. 

loh Berld Balnhusen, richter zcu Grussin, empite uch er Heinriche vnde 

Johan Castorffe, Herman Effinghusen vnde Clause Munczer, burgern zcu Lubigk, 

Mijnen fruntlichen dinst vnde thu uch wissen, wie daz Frederich Mincke zcu 

!I*ranckenhusen uwer gekummerten gutere zcu Grussin raid myns gnedigen heren 

Serichte erclagt vnde erfordert had vnde solche guter yme von gerichte geant- 

"^ert sint vnde yme ist geteylt, solche guter aflFzcubitine, nemelich uff drie 

erichtistage , der erste sal sijen uff den montag nach Invocauit, der ander uff 

en montag nach Oculi, der derte uflF den montag nach Judica. WuUet ir denne 

4)lche erforderte gutere losen, nachdem die erfordert sint, so moget ir koraen uff 

ie benanten gerichtes tage. Dan ir komet icht adder nicht, so had mynes 

edigen herren gerichte sinen rechtgang vnde lasse gen, was recht is. Muchte 

h uch in anderen sachen wes zcu willen gesin, were ich willig. Gegeben 

ixder des vogtes zcu Clingen ingesegel, am fritage nach Purificacionis Marie 

arginis, anno etc. LXtercio. 

Nach deni Original auf Papier. Mit als Frcsael untergedrUcktetn SiegeL 



Bruder Volrad und Otto von Ritzeraii verkaufen dem Hermann Schilling, 
Burger in Molln, fur 50 wfi eine jdhrliche Rente van 3 rril/. aus einer 
Htife in Foggensee unter Vorbehalt des Wiederkaufs. 1463, Feb. 5. 

VVij Vollard Ritzerouwe vnde Otto Ritzerouwe brodere, knapcn to Ritze- 
^^^Tawe wonaftich. Bekennen vnde betugen operabar vor alien, de dossen breff 

^ Hierher gehOrt noch die Inscription vom 6. Milrz (Reminisccre) . Cord Hoopp, Hans Gustrouw 

le Kersten Koseler, echippers, vor dome erzamen rade to T.ubeke hebben vormiddelst eren vthge- 

•^^■^ckeden armen vnde vpgerichteden vingeren stauedes edes lijfriiken to den liilgen gesworen vnde war- 

?^ixiaket, dat vthe der Baye beth in den Sund zin de twe dele to zegelen<le vthe der Baye betli to 

^^uele, ene kenninge zees offte twe myn oflfte mer vnbegrepen, sunder alle argelist. 



296 1463. Feb. 5. 

zeen edder horen lesen, dat wi mit willen vnde wolberademe mode mit vulbord 
vnser negesten eruen vnde alle der jennen, de dat to rechte mede bevulborden 
scholen, hebben vorkoft vorlathen vnde vppelaten vnde jegenwardigen vorkopen 
vorlaten vnde vplaten dem ersamen manne, Hermen Schillinge, borger to Molne, 
vnde synen eruen vor vefftich mark lub. pen., de wij rede wol tor noge van 
eme hebben entfangen an gudem gelde nogaftigen getellet, de wij vort an vnse 
vnde vnser eruen nut hebben vthegeuen vnde gekeret, dar vns des nod vnde 
behoeff was, dre mark lubesch jarliker renthe, de Hermen vorscreuen vnde syne 
eruen scholen hebben vthmanen vnde besitten alle iar rouvreliken bynnen den 
achte dagen sunte Martini an vnde vth deme erue hussen houen vnde deme 
gantzen gude, also dat is in syner anschede vnde belegenheid, so nv dat besittet 
vnde buwet Eggerd Meyger, to Poggensee wonaftich amme kerspel to Nutze, myt 
alien synen nakomelingen, dar wij Hermen vnde syne eruen an setten vnde an 
wij sen mit allem rechte sunder jenich inholden, alzo dat vns vnde vnsen eruen 
tobehort vnde de besittinge darane hebben, vnde willen em sodane gud vrig 
waren vnde vnvorsettet vor allesweme. Wij willen ok, dat Eggerd vorscreuen 
oflFte syne nakomelinge sodane dre mark iarlike renthe alle iar vp syne egene 
kost vnde euentur bynnen Molne an den vorscreuenen achte dagen sunte Martini 
sunder longer vortoch Hermen vorscreuen effte synen eruen gudliken schal eSte 
scholen betalen wol to danke. Wo dem so nicht en schege, mach Hermen vor- 
benomet offte syne eruen vtpanden effte vtpanden lathen sodane dre mark iar- 
like renthe so vaken, alze en des behoeff wert, vnde vlocken vnde voren sodaiie 
pande, dar en des bequemest is, sunder vnse inholdent effte tosprake eynes 
islikcn, vnde zoken vnde hebben an zodanen panden alle vnkost vnde theringe 
denne darvmme gedan. Wy hebben ok vor vns vnde vnse eruen beholden, dat 
wij mogen wedderkopen sodane dre mark jarlike renthe vnde entfrigen sodane 
gud mit deme vorscreuenen houedsummen, men wen wy des syn to willen, dat 
Bchole wy Hermen effte synen eruen witlik don effte tovoren vorkundigen vp 
suute Johannis dach to midden somer vnde denne vord an den achte dagen sunte 
Martini denne negest volgende scholen wij Hermen effte synen eruen betalen 
vnde vornogen wol to danke bynnen Molne an eyner summen vefftich mark 
lub. pen. mit der plichtigen renthe mit gudem gelde, alze denne bynnen Lubeke 
genge vnde gheue is, sunder enigen vortoch. Wen denne sodane gudlike be- 
talinge gheschen is, schal sodane vorscreuene gud wedder to vns vude vnsen 
eruen komen vnde er nicht. Alle desse vorscreuenen stucke vnde artieule vnde 



298 1463. Feb. 7. 



Bernhard, Herzog vonBraumchweig-Luneburg, schreibt dem Rathe vonLubeck, dassdievor^ 
demselben benannten Personen nicht seine Dienstntannen seien, 1463, Feb. T'. 

Bernd, von Godes gnaden hertoge to Brunswig vnde Luneborg. 

Vnsen gunst vnde guden willen touorn. Ersamen vorsichtigen leuen 
besundern. So gij vns gescreuen hebben, daruth hebben wij juwe meninge woll 
vernomen. So sint de jenne in juwem breue benoraet vnder vns in vnsem lande 
nicht beseithen, wenn Ludelff van Estorppe is vnse man, doch en heflft he vnder 
vns nicht egens. Sundern desuluen nemen vns dat vnse, wor se dat konen 
ankomen, van der wegen sint se vnser sulues nicht velich. Doeh konden wij 
darto des besten wes don, dat den juwen wes wedder werden mochte, darane 
en scholde vns arbeydes nicht vorvelen. Gegeuen to Tzelle, vnder vnsem secrete, 
am mandage na sunte Agate dage, anno Domini etc. LXIII^. 

Aufschrift: Den — — radraannen to Lubeke, vnsen u, 8, w. 

Nach dem Original aiif Papier. Mit geringen Beaten des Secrets. 



Alverich von Bodendik giebt dem Rathe von Lubeck die Versicherung, doss er zur 
Hulfe gegen Strassenrduber immer bereit sei 0. J. Feb, 8.^ 

Mynen fruntliken denst tovorn. Ersamen bisundern guden vrunde. So 
gij my gescreuen hebben, wo am latcsten twisschen Luneborch vnde Vltzen ok 
etlike houelude in juwem breue benomet eynen wagen vpgehouwen vnde darsulves 
wand vnde peper vnde ander gerede itliken juwen borgeren horende enwech 
gefort hebben, so juwe breff in meer worden inholdeude is, hebbe ik alle in 
guder meninge wol vornomen. Leuen frunde, sij dem leuen Gode bekant, d^t 
my sodane bose vndat deger leyt is, vnde ik wyl my nach gantzem allem mynen 
vormoge darinne so bcwisen vnde hebben, so ik rede gedan hebbe, dat sodane 
bose vndat gopiniget vnde vorboth werdc, so gij in kort wol schuUen vorne- 
mende wcrden, so furder desuluen handdeders sik myner vnde alle myner frunde, 
de vmme mynen willen don vnde laten willen, sik nicht enslan willen, vnde alle 
des besten nach alle mynen vormoge vnde macht ane bewisen kan, wil ik P 
bij myner egenen bodesscop sunder sument benalen. Muchte ik ju vurder wurane 
to denste vnde to willen sin, deyde ik alletijd willichliken, darouer gij alletijd 
to bedende bebben. Screuen vnder mynen ingesegel, am dinsdage na Agathe 

Alverich van Bodendijk. 
Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, mynen w. s, to, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren eines Siegels. 
*; Des Inhalts wegen hier angeychlossen. 



1463. Feb. 9. 299 



MUmrecess. 1463. Feb. 9.^ 

r 

• 

Witlik zij, dat na der bord Cristi vnses heren dusent verhundert vnde 

darna in deme drevndesostigesten jare am mitweken, de dar was de achtede dagh 

Vnser leuen vrouwen to Lichtmissen, do weren bynnen Lubeke to dage vorgaddert 

de ersamen radessendeboden , van Hamborch her Detleff Bremer vnde her 

Hinrick Lopouw, borgermester, vnde van Luneborch her Albert van der Molen, 

her Hartwich Schomaker, borgermester, vnde her Hinrick Witigh, radman, myt 

deme ersamen rade to Lubeke darsuluest. Vi\de hebben dem gemeynen besten 

vnde nutte to gude dupliken ouertrachtet vnde to herten genomen, dat de 

schillinge, de in dessen veer steden vormals geslagen zint, zo jaraerliken bet 

lierto vnde noeh tor tijd werden j egenwardigen vorhatet vorforet vnde vornichtiget. 

^nde vrarae deme groten vorderue weddertostande, zo is vorramet vnde ouerwogen 

^^it nabeserenen vppe erer reder behach. 

Int erste dat do de schillinge, de in dessen veer steden ersten geslagen 

rnde gemuntet worden, vnde desulfften nu noch jegenwardigen ginge vnde gene 

int, do gulden der na vthwiesinge des reeessus do tor tijt darvp vorramet vnde 

emaket eenvndetwintich schilling eynen rinschen gulden, dar zee noch gud vor 

int. Desulfften gulden do tom male gud weren van golde vnde swar genoch 

an gewichte. "Welker schillinge vorberort van jaren to jaren bet herto vornichtiget 

nde vorhatet zint dardorch, dat man dersulfften schillinge drevndetwintich vor 

^en rinschen gulden gegheuen hefft, vns steden ergemelt to grotem hinder 

^"ude vorderue. Vnde vmme dessem vorscreuen nu vortokomende vnde densuluen 

^Jgedachten vnsen schillingk bij zijner rechten were to beholdende, so dat men 

^er noch nicht danne eenvndetwintich schillinge vor eynen rinschen gulden geuen 

<iorflFte, so is vorramet, vppe dat nye ingesettet vnde gesloten, dat de stede 

Vorscreuen densulfften oren schillingk willen oken vnde vormeren myt eynem 

Xiyen dubbelden schillinge, der dar ghan scholen LXXV vppe de gewegene mark 

Vnde holden vofteyn loth fynes suluers. Vnde dersuluen nyer schillinge schal 

eyn zo gudf wesen, alze twe der jegenwardigen begengen schillinger, vnde 

dersulfften nyen dubbelden schillinge men danne geuen schal elftehalf vor eynen 

rinschen gulden vnde achte vor eyne lubesche mark. 



») VgL Bd. Vm M 41. 730. Bd. IX Jft 296. 

88" 



300 1463. Feb. 9. 

Item is vorramet, dat men ok maken schal noch eynen nyen fynen 
schillingh, der scholen gan anderthalf hundert vppe de gewegene mark vnde 
desulflften scholen holden vofteyn loth fynes suluers vnde dersulfften schillinger 
schalmen geuen eenvndetwintich vor eynen rinschen gulden vnde vofteyn vor 
eyne lubesche mark. Vnde desse vorscreuenen schillinger vnde munte schal de 
muntemester slan vppe den ketel vnde oflfte wes enbreke an der rechten scrodinge, 
dat schal de muntemester wandelen vnde vppe zine eygene koste beteren. 

Item vppe dat de munter deste bet zijk hirane bewaren moge, so schal 
hee hebben vppe jowelke gewegene mark alle desser vorgescreuen munte to 
remedie eyn halff quentin fynes suluers, doch myt willen nicht to brukende. 

Desser vorgescreuen remedie de munter doch myt willen nicht bruken 
schal, vnde were it dat hee befunden worde, dat hee der remedie myt willen 
brukede, zo scholen zee to gude komen dem rade der stad vnde nicht dem 
muntemester, vnde dar schal de muntemester rekenschop van don to alien tijden, 
wanner de radt dat van eme esschet. 

Item sodanne vorscreuen penningh schal de muntemester mit vlite scroden 
gelijk dem golde also lijk, dat dar nymant bate ane soken en kone. 

Wanner ok de munter rekenschop don vnde zine proven maken schal 
van der munte, zo schal he de proven don myt alsulkeme blie, alse der radt 
edder deme see dat beuelen, darto nemen wil. 

Ynde were dat de munter jenige ander wonheyd in vortijden gehad 
hedde, dar eme vordeel in der munte aff komen konde, der wonheyd vnde des 
vordeels schal hee vortmer nicht bruken, men hee schal desse vorscreuen penninge 
maken na inholde desser scrifft sunder jenigerhande ander behelpinge. 

Item wanner de munteheren willen geghoten hebben vnde munten, so 
scholen zee vorboden den munter vnde em dat suluer ouerantworden, dat zee 
geghoten willen hebben, de denne in jegenwardicheyt dersuluen munteheren 
schal geten, de teynne glbyen vnde, wanner dat zee gegloyet zind, vpwegen ia 
der erscreuenen munteheren jegenwardicheyt vnde de wichte schal he den 
munteheren gheuen in scrifft. Wanner it denne alle gemuntet vnde beret is, 
so schal he dar van nicht vthgeuen, sunder he schal de munteheren darbij 
vorboden vnde antwerden desuluen ge wichte wedder vppe de schalen ^ 
gerauntedem gelde, alse vorscreuen is. So scholet de munteheren beseen, offte 
it hebbe zine scrodinge na vthwiesinge desses recessus. Ok scholt desuluen 
munteheren beseyn laten de gude des geldes; vindet zee denne de scrodinge vnde 



302 1463. Feb. 9. 

Item schal in den erbenoraeden steden allene eynerleige suluerwichte 
wesen, alse colnesche wichte. 

Item were jemant van dessen vorscreuen steden, de an dessen ergedachten 
stncken brokhafftich worde vnde nicht en helde, alse vorgesoreuen, de stad, de 
darinne brogkhafftich befunden worde, de schal den andern steden dat vorbeteren 
myt hundert lodigen marken snluers. 

Item dat nyn goltsmyd meer suluers kope, men alse he behovet to 
zinem arbeyde, vnde ok nyn profyt an deme suluer vnuormaket to vorkopende 
soke, vnde ok nynerleye desser veer stede mnnthe vorberne ofte vorbemen late, 
bij desser veer stede wonynghe, vnde de goltsmede vnde alle andere, de hirraede 
bewanet werden, scholen deme rade, dar dat beschege, dat voreeden, dat se yd, 
alse vorscreuen is, hebben geholden, wanner men dat van en esschet 

Item wes ein goltsmyd in dessen steden vormaket van suluer, dat schal 
nicht myn dan vifteyn loet fynes suluers holden, vnde bringet eme jemand suluer, 
dat he schal vormaken, deme schal he dat suluer so gut weder antwerden, alse 
he dat heft entfangen, vnde dat schal ok nicht myn denne vifteyn lot fynes 
suluers holden by vorlust des amptes. Vnde wes eyn goltsmyd van grouen werke 
maket, dar schal he syn vnde der stad token vpsetten, vnde dat klene werk 
nichtesdemyn in bouenscreuener wyse ^mde na syneme werde schal holden 
vnde blyuen. 

Item welk goltsmyd, de van weme entfanget suluer, dat he vormaken 
schal, de schal vorwaren, dat de gewegene mark vifteyn lot fyn holde na proben 
der cappcllen, vnde wennere he dat vormaket heflft, so schal de goltsmyd dat 
so fyn wedder van sick antwerden. Vnde oft ok de goltsmyd syn egene suluer 
weme vormakede, de schal dat so fyn dergeliken van sich antwerden, so 
vorscreuen is, vnde islik goltsmyd schal zin token vppe zin vormakede suluer 
setten, so vorberort is, eft dat vorsocht wurde, dat men dat also bevinde, by 
vorlust des amts. 

Item so schal eyn jewelik rad desser erscreuenen stede twye in dem 
jure, wen en geleuet, van islikeme goltsmyd in erer stad wonaftich eyn stucke 
w(»rkes halen laten vnde daraf ene probe maken, vmme to erfarende, oft se ok 
en* work na V)escreuener wyse holden vnde dat van vifteyn loden fynes 
suluers maken. 

Item so H(;hal eyn ijslick van dessen vorscreuenen veer steden a^^ 
Honnaucndc vor Oculi negest volgende ere goltsmede vor sick vorboden lateii 



306 1463. Feb. 14. 

ingesegele witlikea gehenget laten vor dessen breff, de gescreuen is na Godes 
bort verteynhimdert jar darna in dera drevndesostigesten vppe sunte ValentyttB 
dacb des hilgen bisschopes. 

Nach dem Original. Mit den drei anJuingenden Siegeln. 

CCXCII. 

Der Bath von Luheck entscheidet, dass Nurnherger Handelskrdmer und andere 
Fremde, die in LUheck verkanfen, schuldig seien, den Ladungen der 
Kramer vor die Wette und vor den Rath Folge zu leisten, 1463. Feb, 14. 
VV' ytlik sy, dat de olderlude der kremer bynnen Lubeke to den Noren- 
bergeren vnde anderen kopgosellen, de bynnen Lubeke opene kelre holden, 
tosprake ghedan hebben alse van weghen, dat se allerleyge kremerie vnde spitzerie 
in sodanen eren kelren vorkopen, dat en doch nicht togelaten zint to vorkopeode 
na inholdinghe des weddebokes der stad Lubeke, zijk des hochliken beclaghende, 
dat de ersebreuen Norenberger vnde kopgesellen, wat en de rad affghesecht hedde 
in korten vorledenen tijden, dat se dem nicbt navolgeden vnde en sodans nicht 
en helden. Vurder beelageden zijk de erscreuen olderlude, dat ze er van sodaner 
tosprake wegen, alse ze to en van wegen der erscreuen erer kelre hebben, 
samptliken nicht konden vor den rad bringen, wowol se yd doch suluest vor 
den rad schelden, wanner se ze vor dat wedde vorboden hebben laten, des denne 
van en kome, weme dat gcleuet, darmcde ze myt en to nijnem vtdrage desser 
erbenomeden sake haluen koraen konen. Des de rad na besprake den erbenomeden 
olderluden in yegenwardicheit Pankrasij, de dar to der tijd allene was, ghegunt 
vnde togelaten hefft, dat se enen islikon van den erscreuenen Norenbergeren 
vnde kopgesellen vor sin houot, jewelken vnde bisundern, vor dat wedde raogen 
vorboden laten vnde se dar anclaghen vnde beschuldigen se, wanner eu des 
duncket behoff vnde van nodon weson, vurdor soggende vnde en vororloiiende, 
dat ze der knechte, do nv tor tijd binnen Lubeke nicht tor stede zint vnd^ 
opene kelre liolden, darto ze ok tosprake vormeuen to hebbende, vor dat wedd^ 
edder vor den rad mogon vorboden laten dorgelikon. 

Xach einer Eintragnmj in das dlteste ^Vettebuch FoL 24. 

CCXCIII. 

Der Math von Bremen bittet den Rath vou Lfibeck, ihm 1000 rheinische Gulden zu 
hdhen. 14(1 3. Miirz 1. 
\ nnsen fruntlijken denst vndo wes wij gudos vormoghen thouom. Ersamen 
heron viule leuon frundes. Yns is iotthon rnerklijken anliggende, dat wij sere 



1463. Marz 22. 311 

CCXCIX. 

Bertram von Rentelen meldet dem Bathe von LUheck den Wunsch der Bewohner 

des Landes Fehmarn, bei der bisherigen Freiheit hinsichtlich des Verkaufs 
und der Verschiffung von Korn bleiben zu diirfen. 1463. Mdrz 22. 

Mynen willygen denst myd alles giiden touoren. Ersamen leuen heren. 
Ju\^e erbar leue wille weten, dat ik jwe werff, alse jw erlike wijsheit bevol 
van des komes wegen an dijt lant to weruende, dem heb ik so gedan, dar se 
\redder to antworden, se hoppeden, gij wolden se jo laten bij older wanheit 
vnde proueleye, de se ouer hundert jaren gehat hedden, dat se er korne mochten 
vorkopeji vnde schepen, wor se wolden; wan des nijcht en were, so mosten se 
endels id land vorkopen, wente se moten groten schat vnde hure vnde renta 
van dem lande geuen. Aldus so is er vruntlike bede, dat gij se willen laten bij 
Brer olden wonheit vnde proueleye, alse oldelynges gehat hebben. Hirmede sijd 
Grode beuolen. Gescreuen vp dem Glarabeke, des dynxstedages vor Vnser leuen 
wrrouwen dage in der Vasten, anno LXIII. 

Bertram van Rentelen. 

Aufschri/t: Den ersamen heren borghermesteren vnde radmannen der stad 
liXibeke, mynen leuen heren vnde guden vrunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit theUweise erkaltenem Siegel. 

^cimnierer und Geschworne von Fehmarn stellen dem Bathe von Lubeck die Noth- 
wendigkeit vor, das Land bei der bisherigen Freiheit hinsichtlich des Ver- 
kaufs und der Verschiffung von Korn zu erhalten. 1463. Mdrz 22. 

Vnsen vnderdauighen plichtighen willighen denst alletijd touorn. Vor- 

htighen ersamen leuen heren. Juwen breff an vns ghesand hebbe wy 

ichliken entfanghen, inholdende, wo dat vele kornes myt vns vppe deme 

B ghekofft werd, vmme in vroraede vnde affgheleghene lande to uorende, 

juwe wille ys, wy dat ouer dat gantze land scholen vorbeden etc. Ersamen 

heren, juwer wysheyt ys wol witlik, dat dat land jarlikes grote paeht 

rente juw vnde juwen borgheren plichtich ys, vnde dat ghemene land by 

swaren sehulden ys. Wanner dat dat volk in dem lande er korn vppe 

oneste nicht sly ten mochten, so en konde sodanne rente vnde schulde 

de juwen borgheren nycht wol vornoghed vnde betaled werden. Worvmme, 

I leuen heren, bidde wy juw denstliken, dat gy vns, juwe armen vnder- 



312 1463. Marz 22. 

saten by olden wontliken zeden, alze oldinghes wontlik ghewesen ys in dene 
lande, willen blyuen laten. Dat vordene wy alleweghe gheme, wot wy konet 
vnde moghen, wente yodoch dat meste kom, dat myd vns in deme lande ghekoflp 
werd, dat werd gheschepet na juwer stad wardes to uorende. Sijd Gode dem^ 
heren beualen to langhen tijden. Gescreuen am dynxedaghe na deme sondagh^ 
Letare, anno etc. LXIII, vnder des landes Vemeren ingesegeL 

Kemerere vnde gantzen sworen borghermestere 
vnde radmanne tor Boreh vnde gantze ghemenheid 
des landes Vemeren. 

Aufschrift: Den vorsichtighen ersamen heren borghermesteren vctde rad- 
mannen der stad Lubek, vnsen gunstighen leuen heren. 

Nach dem Original auf Papier. Mit theiliceise erhaltenem Siegel. 

CCCI. 

Ludwig von Erlichshausen, Deutschordensmeister, hittet den Rath von Lubeckj die 
von ihm ausgesandten Auslieger nicht zu hindern, 1463. Mdrz 22. 

Bruder Ludwig van Erlichshwsen, homeister Deutschs ordenns. 

V nsern fruntlichen grus mit behegelichen willen stetts zcuuor vnnd alle 
gutte. Ersamen vorsichtigen vnnd wolweisen, besundem gutten frunde. Wir 
batten vnser sehfarende gesellen in die seh ausgefertiget, vnser finde zcu swechen. 
So sein die euwern an sie gekomen vnnd haben sie in der seh bestricket vnnd 
sulden sie ane furder beswerung van dannen komen, si haben en mussen geloben, 
das sie in sulcher weise nicht me in die seh komen welden, das wir vns doch 
van euch vnnd den euwern nicht vermuttet, sunder alles gutte vnnd fruntschafflt 
zcu euch versehen haben, alse wir nach thun nach lawte vnser beder part ans- 
gesnethene brieflfe. Worvmb so bitten wir euch alse vnser vnnd vnsers ordens 
besundere gonnere vnnd gutte frunde, ir wellet die vnsem also vorstrickt ires 
gelobnisses loes sagen vnnd sie in einem sulchen furbas nicht vorhindem loessen, 
vff das wir vnser finde furder damit mogen besuchen. Hiruff begeren wit 
euwer gutlich vorschrieben antwert. Das vorschulden wir gerne ken euch iO 
allem gutte, womith wir sullen. Geben vff vnserm hawse Konigsberg, afl) 
dinstage nach Letare, im etc. LXIIIten jar. 

Aufschrift: Dem ersamen vorsichtigen vnnd wolweisen burgermeisten 
vnnd rathraannen der stat Lubeck, vnsern besundem gutten frunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Besten des Siegels (angekommen den 4. April). 



1463. Mftrz 24. 313 

CCCII. 

J)ie Herzoge Bernhard und Jokann von Lauenburg schreiben den in Ltineburg 

versammelten Abgeordneten der Hansestddte hinsichtUch des Fdhrgeldes 
bei Artlenburg. 1463, Marz 24} 

Bernd vnde Johan, van Godes gnaden to Sassen Engeren vnde Westualen 
hertogen, des hilligen Eomisschen rikes ertzemarschalke. 

Vnsen gunstigen gruth touorn. Bisundern frunde. So gij vns, wo dat gij 

van den juwen vnde den gemeynen wandernden kopmanne malk sinen weeh vnde 

wy den wandernden raan vpp des hilligen Eomesschen rikes straten vpp deme 

Elffstrome, wenne yennich yes darvppe is, to vnwontliken vnde vnredeliken ver- 

schatte to geuende drengen etc., manek raer worden gescreuen hebben etc., 

liisundern frunde, entonet vns nicht vnde wolden ok node yenighen raan to 

vnwontlicheit effte to vnredelcheit drengen, vnde wij en hebben ok to neynen 

tijden mer to verschatte genomen, wenne alse vnse auereldern wente an vns 

geeruet hebben vnde so alze se vnde wij van dem hillegen Roraesschen rike 

mede belenet sint. Ok wille wij wol bewisen vnde nabringen, dat vns desses 

jars an vnser ratschupp vlote vnde touwe mer ghekostet hefft, wen vns de 

rexschad hefft vppghedrogen, vpp dat wij den kopman vnde vorman gerne 

voxderden, dat he vnnutte teringe vnde schade vormede. Ok so gij vurder 

roren, wen God ghebrugget hefft, dat wy denne auer yes to varende vnde to 

rydende myt ysende vox den oueren offte vormiddelst ouerthende eyner keden 

4e herstxate vnde den wandexnden man vorhindern etc., an sulken juwen scxyfften 

schud vns deghex vngutliken, wente we juw dat angebracht hefft, de hefft dat 

bosliken ghedichtet, vnd keme de vox vns, wy wolden dat so voxantwexden, also 

dat vnsen foxstliken exen wol boxede. Doch so wille wy dat vmrae lympes 

villen juw vpp dat vpp dusse tijd nicht vuxder vorantwexden. Vurdex serine 

gy, wo dat juwe frunde, de xad to Lubeke, van Hamboxch vnde Luneboxch, myt 

vns vaken ghedaget hebben vnde vns ghebeden, dat wy sodans by oldex wise 

vnde wonheit leten, dat doch nicht gheschen is etc., hebbe wy vaken myt 

dessen genanten xeden ghedaget vnde allewege myt ghelympe vnde vnses xechtes 

vulbedinge van ene bescheyden, vnde also den nilkesten dach myt den vox- 

screuenen xeden vox Molne wy van deme dage scheydeden, thee wy an den 

hochgeboxn fuxsten vnde hexen Hinxicke to Mekelenboxch, den wy to sulkem 



') Vgl. Bd. IX Jft 212. 213. Bd. X Jd 137. 235. 

40 



1463. Marz 24. 315 

^weten, dat wij vth den worden, so gij schriuen, de pile zint vorschoten, vorstan, 

dat gij menen, dat gij vndangk hebben vordenet, indem gij dat geld vtegeuen 

tebben, des zint wij wol tovreden vnde begeren, gij juw des tovreden gheuen 

dergeliken. Ok en hebben wij de eyndracht vorscreuen na juwem schriuende 

nicht helpen maken, sunder de hefft gemaket de here Cristiem, koning van 

Dennemarken etc., mit zinen redern na inneholde enes buUen vnses aller- 

hilgesten vaders des paweses, vnde is beschen sunder vnse medebeweringe, dat 

men so in der warheid schal vinden. Vnde alze gij vurder schriuen, dat gij 

vnse breue vth Oesteryk gefuret vnde in bewaringe gebracbt hebben, des sint 

wij wol tovreden begerende, gy vns de tor hand schicken vnd darane des besten 

ram en by wisser bodeschopp. Ok so gy schriuen, dat gy mit dem heren keyser 

gesproken alse van wegen der vorachtere, dat he vns in enem jare ewich sosteyn 

weken vorlenen wolde, darvor essohet he veer dusent gulden, doch sede juw zin 

ouerste rad, he wolde yd wol bringen vppe dredusend, alse he zik vermode. 

Vnde juw duchte wol radsam, dat men in desser tijd des wat vorsorgete, also 

ander stede gedan hebben, namliken de van CoUen, so gij schriuen etc. Darvpp 

wTllet weten, dat wij juw senden eyn concept vnde vorram hijr bij vorwaret 

v^j>pe juw gude vnde vlitige vorbeterent, inneholdende von den vrijen stolen in 

W estualen vnde anders van des heren keysers gerichten, vnde zinen gesatten 

richtern, dat wy darvor nicht getogen drofften werden, vnde de achtere vnde 

oiierachter vns nicht vnde wij ze wedderumme my den drofften dergeliken, so 

gy vth dessem concept lesende wol werden vernemende. Darumme is vnse 

fnindlike begher, gij darto juwen vtersten vlijt don willen, so wij juw betruwen, 

dat wij sulke gnade vnde vrijheid in dessem concepte vtgedrucket samptliken 

krigen mochten in eneme breue vorsegeld vnde dat de breff dupliceret worde, 

de ene mit enem guldene, vnde de andere mit enem wassene anhangenden 

iogesegelen to merer zekerheid vorsegeld, all koste dat denne dre offte veer 

dusend gulden, veer edder vyff hundert myn edder meer, des zint wij wol 

tovreden. Jodoch mach vns sulke gnade vnde vryheid samtliken beschen, so 

vorscreuen steit, denne geuen wij juw vuUe macht, darinne des besten to ramende. 

Mochte ouer deme yo so nicht beschen, dat gij denne nichtesdemyn vns de 

vryheid der achtere vnde ouerachtere sunderges vorweruen vorsegeld to soss 

manten na inneholde des conceptes vorscreuen edder torn mynnesten to vyff 

manten in Mayo antogande, all koste dat twedusend gulden twe offte drehundert 

myn offte [edder] meer, des zin wij tovreden desgeliken. Hebbe gij ouer hyrto 

40* 



1463. Apr. 1. 321 

Preterea ob eiusdem Gerardi bene merita fundatoris et bonum zelura, quern ad 

nos et ecclesiam nostram atque ad diuini oultus augmentum gerit, dilectum nobis 

in Christo discretum virum Hinricum von Lenten, clericum Lubicensem, eius et 

diete domine Gesken, conthoralis sue, filium prima vice ad dictam nouam 

vicariam per ipsum fundatam presentatum de expresso consensu et voluntate dicti 

capituli nostri admittimus et instituimus sibique eandem conferimus et de ea 

prouidemus per presentes. Quibus omnibus deflcientibus et in Domino defanetis 

tunc idem Gerardus fundator pro ampliore diuini cultus augmento totalem 

medietatem suam, quam in dicta villa Westerouwe obtinet, integre plenarie cum 

omnibus et singulis suis pertinenciis juribus proprietatibus obuencionibus et 

redditibus inde prouenientibus et prouenire potentibus ad dictam vicariam libere 

et sponte offert donat et assignat per presentes et vult eam tunc deinceps apud 

eandem vicariam et vicarium eiusdem pro tempore in perpetuum permanere 

absque contradictione et impedimento alterius cuiuscunque. Quam oblacionem ex 

Dune prout ex tunc et ex tunc prout ex nunc recipimus sub ecclesiastica libertate. 

V'olumus eciam et statuimus iuxta eiusdem fundatoris affectum, jus patronatus 

sine presentandi ipsius vicarie extunc apud quatuor prouisores, seniores sine 

oldermannos societatis pannicidarum ciuitatis Lubieensis in perpetuum permanere, 

sie tamen, quod ipsi prelibatis dominis decano et capitulo Lubicensi pro tempore 

ad dictam vicariam, quocienscunque et quandocunque vacauerit, vnum ex 

capellanis ecclesiarum parrochialium beate Marie virginis aut sancti Petri ciuitatis 

LulDicensis, qui sclent predicare sen sermonem facere ad populum, aut unum 

ex principalibus rectoribus sine magistris scholarum actu regencium maioris et 

sancti Jacobi Lubieensis ecclesiarum presentabunt, quodque sic presentandus ad 

mitius in officio siue seruicio capellanatus aut rectoratus huiusmodi per prius 

continue et immediate per vnum annum seruierit et addhuc actu tunc in seruicio 

extiterit et in sacerdocio sit constitutus vel saltem infra annum presentacionem 

Buam proximo et immediate sequentem se in presbyterum faciei promoueri et 

personaliter in ipsa vicaria residere teneatur sub pena priuacionis eiusdem. Insuper 

volumus et de simili affectu fundatoris ordinaraus, quod, quandocunque et 

quociescunque supradicti viginti vnius marcarum redditus, vt premittitur, inter 

cetera ad dictam vicariam assignatos reemi contigerit, ex tunc summa capitalis, 

scilicet trecente marce, pro quibus empti sunt, integre reponi ad fidam custodiam 

^ statim apud decanum et capitulum pro tempore ecclesie Lubieensis debeat et 

^xi\ quantocius cum eadera summa alii redditus pro utilitate dicte vicarie cum consensu 

41 



1463. Apr. 13. 329 

in diesen landen entholden schuUe also lange, dat ik anders wat van juwer 
wysheit verneme etc., so hebbe ik bijs op desse tijd my entholden also langhe 
hijr, vnde hebbe nicht van juwer leue vernomen, dat my doch fromede heflft, 
in dessen teyn weyken. Worvmb der teringe halff werde ik kurczlichen van 
hinden scheyden, nadem ik neyn werff hijr meer hebbe, is id sake, das ik nicht 
anders vememen dartwyschen werde. Herman Kogge die is komen vnde noch 
in achte daghen werden komen eyn genant Amelunge mit Westerhans frunde 
eyner, vnde bringen in drugem lachse vnde sehincken, ok in barem gelde twe 
Jiundert gulden. Desuluen vitalien komen den brudern gancz eben, wentt id 
^od 6n noet vnde se werden wol op dem velde tosehen, dat see alsodanne 
^talien nicht hijr to der Nyenstat bringen. Quemen de gude sehincken, so 
^^svelle ik ray to densuluen landesman machen vnde 6n gude anwysunge d6n, op 
^liat ik ok eyn bey then darvan krigen mochte, wente my darna verlanget. 
orsichtigen heren, id hefft sick verlopen, dat des keysers heuflPtman Grauenecker 
efFt gemaket eynen anslach mit dem Hulczeler, eyn verreyter, dem nyen 
urgermeyster to Wyen, dat hee des keysers houegesinde inlaten schuUe soss 
undert, welke sosshundert mit anderen burgeren to Wyen schuUen de stadt 
ekrefftigen. An dem Paske auent vmme trent negen hure vor mitdaghe sin 
Wyen ingereden de sosshundert vnde meyneden, dat dat meyste part der 
Tirger goet keysers weren vnde hedden de turme in ore besittunge. Da gingen 
lie porten na en to in vorreterige, op dem suluen daghe bleuen de sosshundert 
Lletomall in der stadt, eyn deyl doet, dat ander deyl gefangen in dem leuen, 
ye lange, dat weyt Gott woU, wan hertogh Albrecht, de dar in dem sloet was 
Wyen vnde den anslach gewust heflft, wyl see altomall richten vermiddels 
<i^n burger, de sich des keyser halflf hebben laten in den saken merken, de wil 
Ix^ tasten an lieflf vnde guet vnde dersuluen der opersten heflft he alreyde dertich, 
^ cider de verreyter Hulczeler is sulues mit veer darvan komen vth der stadt 
A^lso sin de lantleuflFte noch gancz wytleuflftich hijr. De keyser heflft besloten 
A^n Wyenerrn de straten to water vnde to lande bijna, vnde heflft orloep geven 
alien hoflfluden, tototasten, vnde watt eyn itliche bekreflftigen mach, das schoU 
sin. wesen, besunder van vnbewegeliken guderen, also verre dat hee darvan d6, 
also vel als eyn ander landeshoueman etc. Vor tween daghen sin komen de 
sendeboden des koninges van Behemen, hertogen Ludowichs van Bey gem, 
Uertogen Sygemundes van der Echcz, marchgrauen Albrechts, der van Munichen 
vnde de bischopp van Salczburg. Wat 6r weerflf is, dat weyt ik noch nicht 

42 




1463. Apr. 16. 333 

^hepe ynde were deshaluen ane sument vthuerdigen dergeliken etc., hebben wy 

iv^ol vornomen vnde begeren juw gudliken darvp to weten, dat wij hijr nv nene 

jschepe berede hebben, de darto denen, de wij so hastigen vthmaken konen; 

^wenner wij de gehad hadden, wolden wy deme so gerne gedan hebben, begerende, 

^68 vppe desse tijd vor nenen vnwillen to nemende. Alse gij denne schriuen, 

JUW to verschriuen, wer wij van wegen der munte vnde der goltsmede na 

inneholde der recesse darvp gemaket bij juw, den van Hamborch vnde Luneborgh 

Ti^liuen willen odder nicht etc., darvp don wij juw gudliken weten, so wes gy 

X^it den van Hamborch vnde Luneborch vor dat gemene beste van wegen der 

:fjaunte vnde der goltsmede vortsetten werden vnde ouereendregen , dat willen 

-^^1} ok zo gerne holden. Gode deme heren sijt beuolen. Screuen vnder vnsem 

magnet, sabbato post Pasche, anno Domini etc. LXIIL^ 

Auf einem beigdegten Zettel: Ok, ersamen heren, guden frunde, alse gij 

vns nu auer gescreuen hebben van wegen Tilseke MoUers, juwer borgerschen, 

van erer renthe wegen vppe sunte Nicolai godeshuse bijnnen vnser stad bedaget 

etc., don wij juw gudliken weten, dat de vorstender desses godeshuses is affgesettet, 

also dat dar vppe desse tijd noch neen ander vorstender wedder to is gekoren 

vnde gesettet, so wij vns doch vermoden, dat dar woU kortliken en vrom man 

wedder bij komen werde. Wenner deme so bescheen is, willen wij gerne id 

l)e8te darbij don vnde vorarbeiden na all vnsem vermoge. Datum vt supra. 

Consules Wismarienses. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen w. s. w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Biegels. 

CCCXIX. 

J^ Grafen Otto und Friedrich zu Hoya senden BevoUmdchtigte an den Rath 
von Labeck, 1463. Apr. 18. 

Otto vnde Frederick, tor Hoyen vnde Bruckhuzen greuen, 
ghebroder. 

Vruntliken grud raid vnsem denste vnde wes wy alletyd gudes vor- 

ghen tovorn. Ersamen wij sen heren vnde vorzichtigen guden frunden. Wy 

icken to juw dessen jegenwardigen vnsen cappellan, hem Johanne Grouwen, 

r tom Hilligenberge, biddende mit andechtiger bede, alz wy gutlikest moghen, 

de zulue van vnser weghen vppe desse tijd to juw weruende werd, gij eme 



1463. Apr. 25. 341 

wil wij erer wol mechtich wesen. Iw hijrinne vmme vnsen willen gutwillich 
bewijsen, vorschulden wij vnde de van Luneborgh vmme juwe leue, de Got 
langhe wol gesund friste, gerne. Screuen to Lubeke, des mandaghes na 
Misericordia Domini, vnder vnser enes ingeseghel, des wij hijr nv to bnikende 
zijn, anno etc. LXIII. 

Proconsules Lubicenses. 

Aufschrift: Deme werdighen hochgelerden mester Symone van Homborg, 
doctor in beiden rechten, des rades van Lubeke sindicus, kome desse breflF. 

Nach dem Original auf Fapier im Stadtarchiv zu Liindmrg. Siegel aJs Pressel erhalten, dber unkenntlich. 

CCCXXTI. 

— Der Bath von Hamburg halt es fur wUnschenswerth , dass der beschlossene Mum- 
recess gleichzeitig und bald in den vier Stddten veroffentlicht werde. 
1463. Apr. 26, 

Vruntliken grud mit vermoge alles gudes touorn. Ersamen heren, 

'^isundem frunde. Alse gij vns gescreuen vnde copien enes breues der ersamen 

""^Tisser frunde, des rades to Luneborg, an jw gesand in deme suluen juwem breue 

^v^orsloten raede benalet hebben, in sodaner copien de van Luneborch beroren, 

^at yd on also gewand sij, dat zee vor dessem anstandem orem markede Jubilate 

ore borger vor sick nicht vorboden konen van der vorkundinge wegene der 

Xnunthe, de an dem midwekene negest komende bescheen scholde etc., guden 

frunde, vornemen wij darvth wol, konen de van Luneborg sodans vor orem 

dessem anstandem orem markede nicht ge warden, dat ze denne des io nenewijs 

\)ynnen oren markede gewarden vnd wesen konen, darmede denne de tijd 

sodanner vorkundinge sick sere vorlenget Ok alse gij in deme suluen juwen 

breue van vns begheren vmme guddunckendes willen, dat wij vns mit der 

vorkundinge an den midweken negestkomende entholden, wente gij denne ok so 

dencken to doende etc., bidden wij jw darvpp fruntliken weten, dat wy an dem 

frijgdage erstuolgende sodanne vorkundinge dencken, wil God, to doende, vnd 

vns duchte wol nutte vnde geraden vmme alles gemenen besten willen, dat gij 

na dem aueschede latesten to Odeslo vppe den neistkomenden vrijdach deme 

ok also deden vnd furder mit vnsen frunden tor Wismer bestelleden vnde an 

zee vnuortogert vorscreuen, dat zee ok vppe densuluen dach deme so deden, 

wente na vnsser legenheit sodane vorkundinge nicht longer staen laten mogen. 





1463. Apr. 30. 345 

is, de gij vns ok vakenne in juwen breuen vormals hebben benalet. Des do 

nrnse radessendeboden vrageden, eflft zee ock yenige andere breue hadden up 

-^usse vorgerorde zake vnder vnsem ingesegell edder secret, dar zee to antworden 

rxieen, seggende, hadde wij andere breue, de solden juw vnuorholen sin. Ock 

Uiefft juwe ersamheit vns vaken geschreuen eynen articuU uth erem breue aldus 

udende: Ock, ersamen heren, so hebben vns de Lijfflandesschen stede Eige 

euall vnde Pernouw etc. Dat articull steit nicht in vnsem breue. Ock 

nhebben zee sodanen nicht vnder vnsem ingesegell edder secret in sampt noch 

i^ n besunder van dussen steden. Hijruth juwe vorsichtige wisheit mach derkennen, 

fft wij en in dem breue, des zee sick vaken tegen juw vnde anderen steden 

ebben beclaget, entsecht hebben, dar vns vele to kort ane is gescheen etc. 

ust, ersamen leuen heren, guden vrunde, nademe wij mit den erschreuenen 

ereu van Dantzik nicht anders, dan alze gij uth der aueschrifft eres openen 

orsegelden breues hijr mede inne vorwaret, wij doch dangnameliken vppnemende> 

owol de vthgesatte tijd sere to kort is, mit veler gutliker vorbedinge, swarer 

oste vnde moye tor fruntschopp komen mogen, so bidde wy juwe ersamheide 

^modichliken, so wy vlitigest soUen vnde mogen, gij alze gude middelere vnde 

ffhebbere des vredes juw in desser myddel tijd in de zaken tusschen en vnde 

truweliken setten willen vmme des gemeynen besten vnde des vnschuldigen 

^opmans orbor vnde profijt darinne vorsorgen, so gij doch alletijd gerne d6n, 

^pp dat en yowelk vordan vor ere uthliggere heer vnde hen mit oren liuen 

v^de guderen vrij vmbeschediget keren vnde vorkeren mogen. Hijr willet juw, 

leuen heren, dorch vnser fruntliken bede gutliken inne bewisen, vnde eflFt de 

dagh, darvan gij vns geschreuen hebben, vortganck God helpende gewunne na 

desser utgesatten tijd, edder doch sust anders wes gudes darin qweme, it denne 

ok so vordan in guder dult so lange beth to der vnsen tokumpst mochte 

bestande bliuen. Juwe beschreuene antword vns dar wedder van to benalende 

vordenen vnde vorschulden wij hochliken vmme juwe ersamheide, wor wy konen 

^nde mogen. Schreuen vnder vnsem secret, am auende beatorum Philippi et 

Jacobi apostolorum, anno Domini etc. im LXIII jare. 

Consules Eigenses. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der stadt Lubeke, vnsen guden 
besundem vrunden vnde gunnern mit ersamheit. 

Nach dem Original avf Papier. Mit theihveise erhaltenem Secret 

44 



1463. Mai 15. 35* 

^nde gij willen vorsoryuen an de olderlude des kopmans to Bergen, dat se den 

olderluden bynnen juwer stad wesende vuUe macht geuen, vmme vor de ersamen 

heren der stede Hamborch Luneborch vnde juw rechtes to horende van wegen 

der ersereuenen vpsate etc., vnde ok vurder vorscriuen willen, dat me nene pene 

van desser erschreuenen nyen vpsate nemen schole, vnde dat alle dynck in gude 

deshaluen bestande blyue, so lange men darauer yn vruntschop offte rechte 

Torscheden ys etc. Darop begere wij juwe ersamheyde to w^tende, dat wij 

<lesse erscreuene zake nycht setten konen, ymme rechte to vorschedende bij juw 

"vnde bij de erbenomeden stede, wij ok den recess, den gij roren in juweme 

T^reue, nycht annamet hebben. Jodoch wille wij dar gerne vurder vp vordact 

^^^resen. Vurder, alse gij begerende synt, dat desse bouenscreuene zake myt alle 

<dem jennen, dat dar ane kleuet, yn gude vnde gedult stande moge blyuen, so 

lange gij eyn antwerde van dem kopmanne to Bergen hebben entfangen, hijrvp 

tiegere wij juw to wetende, dat wij vmme juwer bede willen alle dynck yn 

essen zaken willen bestan laten, so lange de olderlude to Bergen juw wedder- 

cryun konen myt den ersten. Ok alse gij scryuen, juw de Bergeruarer to 

ennende geuen hebben, dat se myt vns vth den schepen, darane se vorurachte 

ebben, yn erer vorurachtynge vorkortet werden etc., hebben wy desset vnsen 

t^crgeren to vorstande geuen, de vns hebben geantwerdet, dat se id myd juwem 

feopman van der vrachtynge wegen willen holden, alse id van oldynges weset 

is. Ok juwe borgere mogen myt eren lyuen vnde guderen vppe desset anstande 

^^use jairmarket bynnen vnse stad velich vnde seker wesen vor vns vnde de 

'^xisen vnde alle de jennen, der wij mechtich synt vnde de vmme vnsen willen 

don vnde laten willen. Screuen vnder vnser stad secret, am sondage Vocem 

j ocunditatis, anno etc. LXIII. 

Radmanne tor Wismer. 

Nach dem Concept ax\f Papier im Rathsarchiv zu Wismar. 

CCCXL.II. 

rncldy Bischof von Lubeck, schreibt den Burgermeistern Witik und Westfal, dass 
er selbst zivar mit Rucks^icht auf sein Verhaltniss zu dem Grafen 
Gerhard an Verhandlungen ztvischen demselben und der Stadt Bremen 
nicht theilnehmen konne, bittet Jedoch, dass Liibeck und Hamburg von 
ihren Bemuhungen, eine Suhne zu Stande zu bringen, nicht ablassen. 
1463. Mai 15. 



1463. Mai 21. 365 

^>^gere wij juw vp to wetende, dat wij desse zake nycht van handen gan vnde 

yxi dat recht setten konen, so gij scryuen, hope wij, dat men vns darvmme 

nycht vnlymplyck vynden schole, wente, wes vns mogelick ys, van der hant to 

Sande, vnde wor vns borlick ys recht to horende, dencke wij nicht aflftoleggende, 

men by vns is vnlympliken gedan, dat wij vnde vnse kopman sunder reddelike 

sake vnde bouen rechtes irbedynge synt to schaden gekomen vnde beschattet. 

^nrder alse gij scryuen, dat wij juw screuen hebben, dat vnse borgere myt 

juwem kopman van der vorurachtynge wegen holden willen, alse id van oldynges 

^weset hefft, begerende, wy juw vorscryuen vnde vnse menynge to kennende 

euen willen der vorbenomeden wort: nameliken alse id van oldynges weset 

8 etc., hijrvp begere wij juw to wetende, dat der vorbenomeden word vnse 

nde vnser borger menynge ys: werden myt vns schepe vorurachtet, so dat van 

Idynges weset ys, dar willen vnse borgere juwe borgere vnde juwen kopman 

^^me mede van steden, so id van oldynges weset ys. Ok alse gij scryuen 

l>egerende, dat wij juwer borgere, der Bergeruarer, gudere, nameliken beer mel 

inolt etc., dat se myt vns kofft hebben, van hijr voren vnde bryngen mogen 

vinbehyndert, vmme darmede to segelende, so id en geleuet, hijrvp willet weten, 

dat wij desset nycht vornemen, wes me hijrmede mene, nachdem wij vmme 

juwer bede willen alle dynck van der nien vpsate wegen yn gude vnde gedult 

willen bestan laten, so lange de olderlude to Bergen juw wedderscryuen konen 

myt den ersten, vnde ok myt der vorurachtynge holden willen, so vorscreuen 

ateyt Sijt Gode beualen. Screuen vnder vnser stad secret, anno LXm, am 

sonnauende na Ascensionis Domini. 

Ohne Unterschrift, 

Nach dem Concept auf Papier im Rathsarchiv zu Wismar. 

CCCXliVI. 

Seinrich IV,, Herzog von MecMenburff-Schwerin , verwendet sich bei dem Bathe 
von LUbeck fur Arnd Tarnow, 1463. Mai 22, 

Hinrik, van Godes gnaden hertoge to Mekelnborg vnd graue 
to Swerin. 

Vnsen ghunstigen grut touorn. Ersamen vnd wisen leuen besundem. 
^e wij iw eer geschreuen hebben van wegen vnses geboren vndersaten Arnd 
•Tarnowen, de denne itlike tosprake heft to juwem vogede to Trauemunde, 



1463. Mai 23. 367 

r^4D\ benalen. Vurder, leuen heren, alse gij vns ok hebben screuen van iuwer 

-oTger rente van Paschen erstuorleden etc., so menen wij, gij nu deshaluen 

rxifie antworde rede wol hebben entfangen. Ok alse gij vns vort hebben 

Boreuen vnd andechtigen begheren, wij den rinschen gulden vppe twevnd- 

Wv^ntich schilling holden vnd ghan laten willen vnd nicht hogher, darup don 

vij iw gutliken weten, dat wij sodanes mit dem rinschen gulden na vnser 

laogelicheit geme willen holden na iuwem beghere. Vnd woranne wij iuwen 

ersamheiden ok anders to willen syn konnen, de Got lange wolgesund friste, 

do wij alletijt gerne. Screuen vnder vnser stad secrete, am mandage na 

Exaudi, anno Domini etc. LXIII. 

Consules Luneborgenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Fresael aufgedriicktem Secret. 

cccxiiVin. 

Der Rath von Hamburg bittet um Aufschub der Verhandlungen uber das Tonnen- 
geld, da viele Rathsmitglieder abivesend seien. 1463, Mai 23, 

Vnnssen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormoghen. Ersamen 
leuen heren, bisunderghen guden vrunde. So gij vns ghescreuen hebben, 
vorhalende, wes juwe sendeboden van juwer weghen to vns andrepende den 
tunnentolne woruen vnde wij en vor antwerde gheuen hebben, des juwe borgher 
nicht ghentzliken tovreden sin, begheren darvmme int ende noch, wy den 
tunnentolne ghentzliken afdin edder vp eyn redelick setten, gheleue id vns 
anders, gij vnde juwe borgher willen rechtes nicht vntghan etc., hebben wij 
allent wol vernomen. Des, leuen heren guden vrunde, don wij juw darvp 
gutliken weten, dat vnses rades borgermeister to desser tijd vtheimich sin, so 
dat wij men enen borgermeister tor stede hebben. Ok sind andere vnsses 
radeskumpane nicht bij der hant, konen juw darvmme nu tor tijd van der 
sake weghen nin entlich antwerde scriuen vorder, den juwen erbaren sendeboden 
hir is ghegheuen. Begheren vruntliken, juwe leue de sake gutliken, so langhe 
^ses rades borgermeister wedder bij vns komen, Ghod gheue mit leue, anstan 
laten, so willen wij juw darvp antwerde scriuen edder de sake mit juw 
Dinniliken handellen vnde vndirspreken laten. So gij denne in ener cedelen 
^ den Frantzosers, de den copman beschedighen, roren, is leider war, so 



i 



1463. Mai 29. 369 

CCCli. 

Bericht des LUbeckischen Boten Gerhard Bedborch. 1463. Mai 29. 

Nach irbedinge mynes otmodigen willigen denstes, erwerdigen heren, 

b^gere ik iuwer ersamheit to weten: als Hans Backer qwam to der Nuwstat 

des andern mitwekens na dem Faschen, so rede wy des maendages damast 

volgende na Grest vmme geldes willen, vnd was myn here de doctor noch des 

synnes, he wolde iw hebben ouergesant de breue, als gy van eme begerden, 

lait demsuluen Hans Backer. Als wy do wedervmrae reden van Grest na der 

IJxiwstat, so beiegende vns ein ridende bode vtgesant van raester Arnde vam 

Loe an mynen heren den doctor mit einera breue, vnde als wy qwemen to 

Brug, dar vunde in der herberge noch einen breff, welker beyde gy vinden in 

dem serate by den andern breuen. So moste Hans Backer noch dessuluen 

ftnendes vtgan na der Nuwstat rait etliken breuen, de myn her de doctor screflP 

an dat richte, vmme vorsnellinge willen nedertoslande, wente des andern dages 

^cholde richte werden in der sake, als gy vorderraer wol vinden in mester 

-Ajndes breuen. So rede wy vort na der Nuwstat vnd als wy qwemen vp veer 

^Jciil na dar to Schadwein, so wolde myn here de doctor. oflFt Hans Backer 

villichte in kortes nicht konde beqwemliken rede werden vp der wederreyse, 

'^ente he wenich ghebrecke hadde in eynem kne, dat ik ouerrede mit den 

breuen, de he jw scholde hebben gebracht, vnd ok muntliken sede, offt eyne 

<iitacie were vervolget iegen iw van des Valken wegen, dar mester Amdes 

^reue van luden, dat eme vorwunderde, dat gy eme dar nicht aff gescreuen 

liebben, wente he doch mit al nyne vnderwisinghe hebbe in der sake, warvmme 

beghert he deshaluen, gy eme in kort willen weder scriuen, wo id darvmme 

sy, oflft de citacie iw ok entoget sy vnde wat rechtes beschermynge gy hebben 

iegen densuluen Valken vnd wo he sik in der sake hebben schole, als desse 

syne begheringe in dem lesten breue to Schadwein hastliken gescreuen sik iw 

ok wol entogende were. So ret ik van eme, als nu des frigdages vor Pinxten 

voTgangen weren dre weken, vnde als ik qwam twischen Bauenberg vnde 

Koberch, vel my dat febre an vnde hefft my twischen dar vnd Brunswik 

w-erliken sere gemoyet vnd tret my nu tor tijt so swarliken an, dat ik nicht 

vorder komen kan. So mot ik wenich bey den, so lange dat ik moge eynen 

vagen hebben edder dat ik riden kone, so wil ik nicht sumen mit dem ouer- 

^oinen. Warvmme, erwerdigen heren, sende ik iw ouer by entoger desser 

47 



1463. Jun. 6. 381 

-^ry moghen. Vnde desses juwe guetlike entlijke antword by dessem iegen- 
-%?cardigen. Gode dem heren . sijt wolmogende beuolen. Screuen am mandage 
Corporis Cristi, vnder vnnsen ingesegel, anno etc. LXm. 

Ohne Unterschrift. 

Aufschrift: Den — — hern Wilhelme van Kalue vnde her Bertelde 
itijke, borgermeisteren to Lubeke, vnnsen u. s. w. 

Nach dem Original a\f Papier. Mit Resten eines SiegeU. 

€€€IiIX. 

Eideshand mag Eideshand Usen. 1463. Jun. 9. u. 15. 

1. 

Witlick zij, dat Heyne Boltze, borger to Lubeke, vor deme ersamen 

rade darsulues tosprake gedan heflft to Jochym Leyden, borger to Stendel, also 

vmme sostich rinsche gulden, de he van Jacob Bolen van ziner wegen scholde 

entfangen hebben, dede komen scholden wesen van twen last heringes, de Hans 

Nesegeme, dem God gnade, dem erscreuenen Jacob Bolen van des erscreuenen 

Heynen Boltzen wegene vorkoflFt hedde. Darvpp de erscreuene Jochim Leyde 

antworde, dat he van hete vnde bede wegen des ersamen heren Eersten Lammes, 

borgermesters to Magdeburg, van Jacob Bolen etlick gelt entfangen hedde vnde 

nicht van Heyne Boltzen wegen. Darvpp de rad to Lubeke beiden delen 

affzede vor recht: wolde Jochim Leyde mit zinem ede beholden, dat he van 

Jacob Bolen van wegen Heyne Boltzen nyn gelt entfangen hedde, so mochte 

edes hand edes hand losen. Alsus de genante Jochim Leyde vor dem rade 

erscreuen vormiddelst zinem vthgestreckeden arme vnde vpgerichteden vingeren 

stauedes edes lyffliken to den hilgen hefft gesworen, dat he van Jacob Bolen 

van wegen Heynen Boltzen nyn gelt entfangen hedde, sunder van hete vnde 

bede wegen hem Kersten Lammes, borgermesters erbenomed, van Jacob Bolen 

etlick geld entfangen hedde. 

2. 

Witlick sij, dat des vrijdages na Corporis Cristi Cord Slubeke, ankleger 
Peter Krogers, zines houetmans, vppe de ene, Hinrik Bekeman, antwordes manne 
van Tilen Spodendorpes wegen, vppe de anderen zij den, vor deme ersamen rade 



1463. Jun. 15. 383 

schipp de gesechte Hinrik Meyer gerne wolde vthgereth hebben, dar doch de 
erbenomeden Hans Dene vnde Hermen Haluerstad entegen weren. Des denne 
de genante Hinrik Meyer zine helflPte des schepes vor ejm ander heil schipp 
Yorbudet hadde, welkerer bude de vorgenanten Hans vnde Hermen dem 
erscrenenen Hinrike nicht staden noch gunnen wolden, menende, he sodan 
schipp liggen scholde laten so lange, dat (se) sodan schipp samptliken vorkofften. 
Deshaluen de beide erbenomeden parthe vor deme rade sint irschenen vnde 
hebben deme rade sodane ere schele to kennende gheuen. Des denne de rad 
na vorhoringe beiden parte affzede vor recht: nademe de erbenomeden Hans 
Dene vnde Hermen Haluerstad sodane schipp mit dem vorgenanten Hinrike 
Meyer nicht reden wolden vnde Hinrik Meyer zine helffte des schepes vorbudet 
hedde, so scholde de koepp bij werde vnde macht wesen. 

Nadk einer Inacriptian des Niederstadtbuchs vom J. 1463, ViH. 

CCCLiXI, 

Johann von Mengden, genannt Osthofj Ordensmeister in Lief land y schreibt dem 
Bathe von Ltlbeck, dass er den Komthur in Memel ahermals angetviesen 
habe, das Lubeckische Schiff freizugeben und LUbechisches Eigenthum 
aberhaupt niemals zu beldstigen. 1463. Jun, 15, 

Broder Johan van Mengede anders genanth 
Osthoff, meister to Lifflande Dutsches ordens. 

Vnsen fruntliken gruth vnde wes wie vmme juwir leue willen gudes 

vormogen stedes touorn. Ersamen wolwisen vnde vorsichtigen leuen vnde 

besandem guden frunde. Alse gie vns denne touorn geschreuen hebben van 

eyneme schipper Tobbe genanth, den de kompthur tor Memell genomen hadde, 

dar denne eyner juwes radeskumpan vnde ander juwe medeborger dat ere, mit 

namen ver last weyten, anderhalff tonne bottern, ver tonnen traens vnde eyn 

hundert remenholtes mede verloren, des se noch to achtir syn vnde nicht wedder 

soUen gekregen hebben, so wie in juwem breue egentlick vornmen, als vrie 

denne do tor tidt dem gedachten kompthur darvmme schreuen vnde em beuolen 

also, dat he den gedachten schipper mit schepe vnde gudern vngehindert soldo 

theen vnde segelen laten, so hebben wie suslange vnde alle tydt in menjmge 

ge wesen, dat he den juwen ock ere gudere mit dem schippe soldo hebben 

weddergegheuen etc. Nachdeme gie vns denne noch eyns darumme schriuen 



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1463. Jun. 17. 385 

ernst fleissig, in dismals darinn als vns selbs zu gelouben ynd euch in den 
m zu beweisen, als wir des ein gantz vertrawen zu euch haben Das 
m wir gegen euch gnedichlich erkennen. Geben zu der Newenstatt, am 
ag nach sannt Veits tag, anno Domini etc. LXIII®, vnsers keyserthumbs 
wolften jare. 

Ad raandatum domini imperatoris proprium. 

Aufschrift: Den — — ratte der statt zu Lubeck. 

iem Original auf Papier. Mit Beaten des als Pressel aufgedriickten Siegels (angekommen den 13. Seplbr.) 

CCCLiXUI. 

Rath von Wittenburg bittet den Rath von Lubeck um kurze Frist fur die 
Zahlung einer von dem Herzog von Mecklenburg dem Heinrich von 
Hachede zu entrichtenden Rente, 1463, Jun, 24, 

V nsen fruntliken grut rayt vormogen alles guden. Ersamen heren vnde 

n frunde. So gy scryfen van dem ersamen heren Hinrike van Hachede, 

s rades medekumpan, van der vorleden rente, de wy em vorseghelt hebben, 

wy juw lefliken vnde hochliken danken vmme sodane vphenghinge vnde 

Bvinge vnser borghere, so wetet, leuen heren vnde guden frunde, dat vnse 

^e here nu tor tyd ys nicht bynnen landes. So wy juw ersamheyd er 

hebben vmme bestundinge, so bydde wy noch, wente wy wyllen vnsen 

m heren suken vnde wyllen horen, effte he vns des wyl benemen, alse 

stelike gnade vns dicke vnde vake secht hefft, wy nene nod hirvmme 

'holen effte de vnsen, des wy fruntliken an den juwen vorschulden 

vor wy konen vnde mogen. Screuen vnder vnsem secrete, in dem dage 

to myddensamer, anno LXIIL 

Borgermester vnde ratmanne to Wittenberge. 

^schrift: Den — — ratmannen der stad Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original ai/^ Papier. Mit Resten des Secrets. 

CCCLiXIT. 

Gute, Herzog von Burgund, bestdtigt ein von BUrgermeistern und 
\offen in Lombarthide ausgestelltes Erbschaftszeugniss nebst Vollmacht, 
^hes ohne solche Bestdtigung in Lubeck Rechtskrajt nicht haben wurde. 
?. Jun, 24, 

49 



1463. Jun. 24. 389 

• 

sixocessores prefate Katherine, in suis juribus in justicia dignemini habere 

reooramissos, tantum enim in hiis pro nobis facientes, quantum velletis nos pro 

votis et vestris esse facturos in easu simili vel maiori. In quorum omnium 

premissorum testimonium nos prefati burgimagistri et scabini opidi de Lombar- 

tliicie sigillum nostrum secretum ad causas presentibus litteris duximus appen- 

dendum. Datum anno Domini millesimo quadringentesimo sexagesimo secundo 

secundum modura scribendi in ecclesia Gallicana mensis Marcii die octaua. 

N'icliilominus tamen prefati Johannes et Jacobus Sgrise, propterea quia, pro\it 

illic per vos dictum est eisdem, quod fides adhiberi non debet litteris neque 

sigillo ville muris et turribus aut alias non vallate, prout non est ipsa villa de 

Lombarthide, non potuerunt realiter gaud ere bonis sic per obi turn ipsius 

deffuncte eorum matertere eisdem aduenientibus et successis, immo pocius sunt 

in casu ab eisdem priuari et expelli in ipsorum grande preiudicium et grauamen, 

prout dicunt, hurailiter nobis supplicantes, eisdem de aliquo oportuno remedio 

prouideri, notum vobis facimus, quod nos desiderantes huiusce rei veritatem 

iudagare, vt ipsis Johanni et Jacobo, nostris subditis exponentibus , melius 

Pi'ouidere valeremus, dilectum ac fldelem secretarium nostrum, magistrum 

Johannem Menvin, ecclesie sancti Donaciani in opido nostro Brugensi canonicum, 

iu eandem villain nostram de Lombarthide erga ipsos burgimagistros et scabinos 

ibidem veritatis sciende causa transmisimus. Qui^ quidem noster secretarius, 

Postquam per ipsum facta est ostenvsio litterarum predictarum superius insertarum, 

^ictis burgimagistris et scabinis de Lombarthide in domo eiusdem ville propterea 

^U numero sufficienti congregatis, fuit per eosdem burgimagistros et scabinos 

dictum afflrmatum et declaratum prefato nostro secretario, quod deposicio et 

t^8timonium dictorum Laurencii de Graue Johannis Strate et Jacobi Colms 

^ecnon procuracio et auctoritas eidem Jacobo Sgrisen per Johannem suum 

^^atrem tradite cum omnibus et singulis in ipsis litteris superius insertis et 

^Ucorporatis contentis fuerant et erant facte et transacte coram ipsis burgi- 

^^agistris et scabinis, et vltra. quod ipsi fideiusserant pro eisdem Johanne et 

'^acobo jBratribus, sicut in ipsis superius insertis litteris erat scriptum et 

declaratum, Quibus sic dictis et recognitis predictus Johannes Sgrisen iterum 

^e facto et ex habundanti, in quantum opus erat vel esset, fecit et constituit 

^^ nouo in manibus dicti nostri secretarii ad hoc ex parte nostra potestatem 

*^^bentis prefatum Jacobum, eius fratrem, suum procuratorem et nuncium 

*) Das Praedicat fehlt. 



1463. Jun. 28. 391 



CCCI^XVI. 



D^r Rector und die Universitdt in Rostock bitten den Rath von Laheck, einen aus 

Ltibeck gebUrtigen Studenten zurtickzurufen , da sie sonst wegen seines 
Ungehorsams nach Ausweis der Statuten mit ihm verfahren mUssten, 
1463. Jun. 28, 

Vruntliken grud mit beghere alles gudes. Ersaraen leuen heren vnde 
vrunde. Also vns wol eghent, vnse studenten to horsame vnde to lere to 
holdende, so do wy jw kundich, dat myt vns to Rozstok is Hermannus Schulte, 
juwes borghers ghenomet Schulte, oft he noch leuet, en budeler by der Trauene 
^wonaftich, sone, deme wy boden hebben, dat he studeren vnde lectiones horen 
scholde na vtwysinge vnser statute, dar he vns vnde vnsen boden vnhorsam 
'Worden is vnde en vorderflik bilde anderen vromen horsamen studenten etc. 
^idde wy mit andacht juwe ersamheit, dat gy den vorbenomeden Schulte, juwen 
borgher ofte des erghenomet Hermann Schulte moder ene budelersche, ofte syne 
^runt, weme des wat anroren mochte, gutliken vnderwisen vnde vormoghen, dat 
8^ den vorbenomeden van vns to hus esschen vnde synes besten ramen. 
Alochte ok juwe gutlike vnderwisinge vns nicht helpen, bidde wy des ghelik, 
dat gi vns dat nicht to vnwillen keren, oft wy denne na vnser statute vtwisinghe 
vnde mit rechte ieghen den vorbenomeden Hermannum Schulten rechtes 
brukeden, so dat en ander en exerapel van em nemen mochte. Juwe vorbenomede 
ersamheit sy Gode bevalen salich to langhen tiden. Screuen to Rozstok, am 
jare na Godes bord etc. LXIII, des dinxtedaghes vor Vnser leuen vrowen 
daghe visitacionis, vnder vnser rectoratus ingesegel. 

Rector vnde vniuersitas des studii to Rozstok. 

Aufschrift: Den ersamen mannen, hern borghermeisteren vnde ratmannen 
to Lubeke, vnsen sunderghen guden vrunden. 

Nach dem Original auf Papier. Das als Pressel aufgedriickte Siegel ist nur theilweise erhalten. 

CCCIiXVII. 

Rath von Lubeck macht dem Rathe von Bremen Mittheilung uber eine Miss- 
helligkeit, in die er mit dem Graf en von Schwarzhurg gerathen sei, und 
bittet, den Erzbischof von Bremen, Sohn des Graf en, zu bewegen, doss 
er seine Vermittdung eintreten lasse. 1463. Jul. 1. 



1463. Jul. 1. 393 

tiorger in merkliken vare wedderumme gekoraen, desset erscreuene vns geuende 

to erkennende, so lie dat mit loflFwerdigen leuendigen luden mach nabringen 

^^nde dencket to betugende, vnde vorboth zijk vor vns, den ergesechten Hermen 

ie Fredericke edder erem vulmechtigen procuratore to donde alles, wes he en 

lochte plege wesen, vnde wij schreuen en dat vp meer dan tho eyner tijd, in 

use stad to komende, en velich seker geleyde, aff vnde an, vor vns de vnse 

ude alle, de vmme vnsen willen don vnde laten wolden vnde scholden, vnde 

eren furder van dem ergemelden heren van Swertzborgh begerende, deger 

ftKTuntliken biddende, dat sin gnade bouen sodane hogen rechtes vorbedinge vnses 

^x:^creuenen borgers nicht staden wolde, de vnse noch den varenden vnschuldigen 

feopman doreh siner herlicheid lande to beschedigende, wante wij mit siner 

bLerlicheid vnde den sinen nicht dan ghud leue vnde fruntschopp en wysten. 

JTodoch hirenbonen nichtes de myn ys id, dat de genanten Hermen Daniel vnde 

F'l'ederick Mencken Hermen Evingkhusen, vnses erscreuenen borgers, gudlike 

v^orvolch vnde rechtes vorbedinge nicht geachtet hebben, men des erscreuenen 

HIcrmen Evingkhusen, Clawes Munthers, vnser borger, ghuder bynnen des 

^x-ecreuenen heren van Swertzborgh stad Grutzen hebben laten thouen vnde 

vpholden, dat vns zere vromede hefft, wente wij vns na gelegenheid der sake 

^Tx sodanes nicht hadden vormodet to bescheynde. Vnde wowol dat wij deme 

ei^ecreuenen heren van Swertzborch vaken vnde vele geschreuen hebben, 

fe'xintliken begerende, dem erscreuenen vnsem borger siner thoueden bekummer- 

ien ghuder wedderkeringe to donde, vmme furdern vn willen to uormydende 

^ixde vppe dat wij vns des furder nicht hebben dorften to beclagende, so en is 

deme doch beth hertho also nieht bescheyn. Darumme moste wij notroftige 

*^ulpe soken, sodanner gewalt vnde grotem vnrechte weddertostande, vnde 

hebben pe westlike vnde keyserlike pryuilegie reform acien vnde vryheid vns 

"^Ude vnser stad van en gnedichliken vorlenet hirane vorgenomen, der gebruket 

^^tide mit rechtes forderinge de sake vor dem erwerdigen heren abbete torn 

-^^^ynefelde Lubesches gestichtes so veme geferdert na rechtes esschinge, dat de 

^^benomede her Hinrik, greue tho Swertzborgh, in dem gerichte vnde rechte is 

^^Uich geworden vnde condempneret to betalende hundert mark geldes, de helflFte 

^^xne heren keyser vnde siner kamere vnde de andere helflFte deme parte, 

^armede he des heflft to donde, vnde dar enbouen in den swaren ban vnses 

^illigesten vaders des paweses is gevallen, so dat wij hirane nichtes meer 

uebben to donde, men wy sodane banbreue lathen vorkundigen vnde alien 

50 



1463. Jul. 13. 397 

inwesere mynes heren manne nicht touen scholen, sunder se scholen se ersten 

vorclagen vor synen gnaden edder vor synen amptluden, des nicht schen is. 

Vnde desse arraen lude vorbenomed hebben vor em ghelaued vnde sette se vd 

vor brokegeld deme rade to Wittenborch alse dre punt, de se suluen van syner 

wegen hebben betalet, dar se in schaden af synd gekamen, vnde he vmme des 

willen vnde ok van anders slaohtinge vnde brokes wegen vnd tosprake, de 

mines heren gnade vnde ok to em totoseggende hebben, van hir hemelken toch 

vnde ghink, dat witlik is Hinrik van Bulouwen, de to der tyd was houetman 

to Wittenborch, vnde deme gantzen rade darsulues. Bidde ik van mines 

gnedigen h^ren wegene vnde begere van juwer ersamheit, gij den vorscreuenen 

Hans darto vormogen vnde ene so vnderwisen, dat he mines heren arme manne 

vordrege vnreohte ansprake vnde kome to Wittenborch velich aff vnde to, 

to vnde aflf. Schadet em wes vppe de armen lude, ik bin rechtes auer se 

naechtich van mines heren wegen, he langhe se an mit rechter vnde reddelker 

tosprake, se scholen em alle vnde degher don an rechte edder vruntschop, wes 

s^ em plege synt. Juwe ersamheit hiran syk bewyse vnde don mynes heren 

^nde mynen willen to vorvuUende, dat ik alletijd gerne wil vordenen vnde 

^orschulden an jw vnde den juwen, wor ik kan vnde mach, vnde en vruntlik 

^xxtworde. Der hilligen dreualdicheit beualen. Screuen am dage Margarete, 

"^^der minem ingesegel. 

Hans Holste, voget to Boyssenborch. 

Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtighen wisen borghermesteren vnde 
^^tmannen der stad Lubeke, sinen besunderghen ghuden holden vrunden etc. 

€€€liXXII. 

JRath von Hamburg erwidert auf eine von dem Rathe von LUneburg gegen 
ihn erhobene Beschwerde wegen unerlaubter Anlage eines Wehrs in der 
Elbe. 1463. Jul 16. 

V rundliken griit vnde wes wij gudes vermogen. Ersamen leuen heren, 
^mden vrunde. Juwer leue href van claghe wegen juwer vnde vnsser vrunde 
"^an Luneborg vmme enes weres willen, dat wij vpt vnsse hebben slan, ok 
^orch viscerie willen, de wij vp den vnssen don laten, deme houetmanne to 
-^^orborg to vorfanghe vnde schaden, so iuw bibracht is, begerende, wij vmme 
S^der endracht willen dat wer uptheen vnde de mennigfoldighen viscerie nalaten 



1463. Jul. 25. 399 



CCCIjXXIV. 



Vorldufige Beschlagndhme Banziger Guter als Unterpfand fur Forderungen an 
Danziger BUrger wegen genommener Guter. 1463. Jul. 25. 

Witliok sij, alse Euerd Junge vnde Ludike Spickheringk etlike guder 

binnen Lubek mit richte vnde mit rechte besatet vnde bekummert hebben 

etliken borgern to Dantzijk, namliken Tobias Stenwege, Clawese Storm, Jacob 

Wulue vnde Lubbert Bartman, so se seggen, tobehorende vmme tosprake willen, 

de de ergesechte Euerd Junge vnde Ludike Spickheringk to den van Dantzijk 

deshaluen, dat de ere en ere guder in der opembaren zee genomen vnde 

affhendich gemaket scholen hebben, vormenen to hebbende. Des denne sodane 

erscreuenen besateden vnde bekumraerden guder to gelde gemaket vnde vorbij 

de ersamen heren kemerer der stad Lubeke in vorwaringe gebracht is beth 

^^erteyn dage na Michaelis negest komende, vmme dat denne mit rechte van 

don erbenomeden personen van Dantzijk to entsettende, oflFt se konen. Des 

donne de erscreuene Ludike Spickheringh vmme des willen, dat he zijk dencket 

iQ. kort to vogende na dem hilghen apostele sunte Jacobe, begheret hefft, 

2^iiaen andeel der guder van wegen der erscreuenen besate em to stundende 

^iiide to uorlengende beth to Paschen negest volgende, welk de rad to Lubeke 

^^^n na sinem begher gestundet vnde vorlenget heflFt. 

Ncuh einer Inscription des Niederstadtbucha vom J. 1463, Jacobi. 

CCCLiXXV. 

■^^T Bath von Bostock erwidert dem Bathe von Lubeck auf ein Schreiben uber 

Massregeln zum Schutz der Schiffahrt gegen Auslieger. 1463. Jul. 26. 

Vnsen vruntliken grut vnde wat wij gudes vormoghen touorn. Ersamen 

^^Uen heren, guden frunde. So gij vns gescreuen hebben, gy iruaren hebben, 

d^t de van der Lebe welke vthmakede schepe myt volke hebben in der zee, 

^^n vnschuldighen kopman to bescheddigende , vnde ock so dencket Peter 

^ygelsson myt andern van Koninghgesberge wedder in de zee to redende ok 

^T)pe des kopmans ergeste, vnde eft id vns gheleuede, dar wes to donde, deme 

"^ortowesende vnde sulke wolt to sturende, wy juw dat mochten vorscriuen etc., 

hebben wij allent wol vornamen vnde don juw gutliken to wetende, dat wij 

^arvp noch nicht vordacht hebben, men wij willen vnsen rad dreplicken vor- 

^>oden vnde tusschen vns darvmme spreken vnde juw sunder sument vnsen 



400 1463. Jul. 26. 

willen van der wegen vorscriuen, vnde bidden, darvan nenen vnwillen to 
nemende. Sijt Gode benalen. Screuen vnder vnser stad signet, des wij hirto 
bruken, des dinxstedages na Jacobi apostoli, anno Domini etc. LXIII.^ 

Eadmanne to Eozstocke. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen u, s, w. 

Nach dem Original auf Papier, Mit Resten des Siegela, 

CCCIjXXVI. 

Der Bath von Wismar ervndert dem Bathe von LUbeck auf eine An/rage, doss 
er bereit sei, Schiffe zur Befriedung der See auszurusten. 1463. Jul 26. 

Vnsen vruntliken gnid mit vermogen alles guden touom. Ersamen 
heren, bisundem guden vrunde. Alse gij vns gescreuen hebben, wo gij vorfaren 
hebben, dat de van der Lebe nv auer welk vthmakede schepe mit volke hebben 
in der zee, de den vnschuldigen varenden copman dencken to beschedigende, 
ok so dencke Peter Nygelson mit anderen van Koningesberge weder in de zee 
to redende, vnde den gemenen copman van der Dutschen hense groffliken 
drouwen, dat ere to nemende, en hande vnde vote aflPtohouwende vnde se ouer 
bord to werpende, vnde efft vns geleuede, darumme wes to donde, sulke wold 
to sturende, wij juw dat willen schriuen, so vro gij vnse antworde hebben 
entfangen, dat wij deme so don willen, so willen gij ane vurder sument ok 
vthmaken dergeliken etc., hebben wij gudliken entfangen, wol vornomen vnde 
don juwen ersamheiden darvp gudliken weten, dat wij hijrvmme vnsse barssen 
mit volke mit dem eirsten dencken vthtomaken. Gode sijt beuolen. Screuen 
vnder vnsser stad signete, am dinxedage na Jacobi apostoli, anno Domini etc. LXIH^- 

Badmanne tor Wismer. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit ale Pressel aufgedriicktem Signet. 

Der Bath von Hamburg warnt vor einer Gefahr, die der Sicherheit der LfltuJ- 
strasse drohe. 1463. Jul. 29. 

Vnsen fruntliken gruet mit begheringhe alles guden touom. Ersamen 



*) Zwei Tage spttter hat der Rath von Rostock weiter geschrieben, dat nu tor tijt myt vns sodane 
schepe nychten synt edder hebben konen, de vns darto denen konden, also dat wij van der wegen nene 
vthmakede schepe myt volke nu tor tijt nicht vthreden konen, vnde bidden vruntliken myt gantsea 
vlite, dat to nenen vnwillen to nemende. 



402 1463. Jul 31. 

wolde liden so langhe, dat ichteswes geschee darsulues, dat juwer leoen rode 
dem gemenen besten mochte vrezen enjeghen. Der eirsten mdaet Tnde aQent 
wes ghescheen is in vortijden, is vnschuldich de besitter nv tor tijA Abo 
leuen heren, iek bidde deger vruntlikeD, gij willen dessem jeghenwordigen nisem 
bursario deshaluen segghen en giitlick antword, vnde willet geme Torseholden 
na vormoge vmme juwe leue, dede God beware sund vnde saiich to IiDgen 
tijden. Screuen am sondaghe vor Petri ad vineula, anno etc. LXHL 

Frater Hilbrandus, abbet to Beineuelde. 

Aufschrift: Den ersamen wijsen heren borgermesteren der staed Lubec, 
sinen leuen vnde besundern heren vnde vrunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mil unkenntlich gewardenem Siegel. 

CCCIiXXIX. 

Hildebrandy Abt von Beinfeld, schreibt dem Rathe von Lubeckj dass er ««irt 
Unterthanen gerne verbieten werde, an der Trave eiwas der Stadt Nod- 
theiliges vorzunehmen, verweist ihn ubrigens auf Selbsthulfe. 1463. Aug. t 

Innige bede mit vnsem vruntliken grote in God alle tijd- Ersamen 
leuen heren. Als juwe wijshoide beelagen ouer ichteswelke vnse mdeisateD, 
benomptliken ouer Jacob Staken to Lockuelde vnde Hans Wedighen tom 
Bentstouen, de in vortijden vnde uoch jegenwordich schoUen vnde hebben j^hen 
juwe herlicheid vrijheide in juwer Trauen pale gestotet vnde ander gewalt 
bedreuen etc., leuen heren, juwer leuo geloued vns, dat wij rait alien vlijte den 
vorbenomeden vnsen lansten sodanes werkes in vortijden hebben merckliken 
vorbaden, also dat wij anders nicht hebben geweten, wen dat alle dinck hebbe 
dar gewezeti weut an dessen dach. Doch alz wij nv vomemen vt juwer 
herlicheid breue, so wille wy van stund an noch enes den vnsen vorgerorden 
vndersaten sodan<fs vorbeiden init dem, wes wy vormoghen. Tnde veret 
dameghest, dat wy nicht kunden erer in dem werue mechtich wezen vnde vns 
nonen horsam deshaluen wolden holden, so vinden juwe wijsheide wol wegbe 
vntlc andoren raed. Mer, leuen heren, wij hebben nenerleie gheb6t ouer Thomas 
Goden to Remenstorpe, dar van ock wert geroret in juwem breue, wante dat 
dorp behoret nicht vnsem doster, doch wij willent em geme geuen to kennen. 
Vnde mochten wij juwen leuen woran behagen vnde to willen wesen« deden 



1463. Aug. 1. '403 

wj gerne, als God bekennet, dede juw beware sund vnde salich to langen 
tijden. Screuen am daghe Petri ad vincula, anno etc. LXIII®. 

Juwe gudwillige Hilbrandus, abbet to Reineuelde. 

Aufschrift: Den — — raedmannen der staed Lubeke, vnsen w. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Siegela, 



CCC] 

JMoritz, Graf von Oldenburg, beglaubigt einen Abgeordneten bei dem Bathe von 

Lubeck und versichert, dass er die Kaufleute stets beschutzen werde. 
1463. Aug, 6, 

Mauricius, to Oldemborch vnd Delraenhorst greue. 

Vnsen fruntliken grot mit vormoge alles guden touorn. Erbaren vnd 
ersamen, besundem leuen frunde. Dessen jegenwardigen onsen beloueden dener 
vnd hoffgesinde, Otten Okene, schicken wij bij iuw, fruntliken biddende, wes de 
vppe dijtmall van vnser wegen weruende wert, erne des, gelijck oflf wij person- 
liken mit iuw spreken, belouen vnd iuw gutwillich darynne schicken willen, 
angeseen wij iuwe vnde alle wandernde koplude, dar wij mogen, begen vnde 
voTderen willen. Vorschulden wij vmme iuwe erbaricheit gans vlitigen geme vnd 
'W'ij vorsen vns des gensliken to iuw. Gegeuen vpp vnsem sclote Delmenhorst, 
am dage Sixti martiris, anno Domini etc. LXIII, vnder vnsen ingesegel. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen u. s, w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Beaten des SiegeU. (angek. den 22. Aug.) 

CCCIiXXXI. 

FUhrer der Ltibeckischen Auslieger berichten dem Rathe vher die Wegnahme 
eines Englischen Schiffes, 1463. Aug. 7. 

Vnsen ghunstigen grut tovoren. Ersamen leuen heren. Wij doen juwer 

^X'Bamheyde gutliken weten, dat wy int erste, also wy van der Trawen lepen 

'^'^de in alien enden vorsegen, dar wy vns juwe vnde vnse vyande vnde ok 

^^i^owere mochten modende wesen, wente an Blekingesyden, vnde lepen vort 

^^'^er na Bomeholm, dar wy nicht konden vornemen men gut, vnde lepen do 

"^^Tt auer na Pamerssyden, dar wy do vunden ene vlote Hollander van verteyn 

^^hepen, dar weren vyff vorkastele mede. Vnde wy en del stryken deden vnde 

51* 



1463. Aug. 11. 407 



Moritz, Graf von Oldenburg j fordert von dem Ratlie von Lubeck Genugthuung 
fur die Verwundung eines seiner Dienstmannen durch einen Lubecker, 
1463, Aug. 11, 

Mauricius, to Oldemborch vnd Delraenhorst greue. 

V nsen fruntliken grot touorn. Erbern vnd ersamen heren, guden frunde. 

Wij dot iuw gutliken weten, dat vnse man Heyneke van Mandeslo en midweken 

vorgangen vnses werues vor Bremen gereden was, so bejegende orae eyn 

kopman geheten Arnt de dreger, de sick na iuwer stad plecht to behelpende, 

so wij berichtet sint, vnd hadde eyn armborst vnde wolde spannen hebben, des 

lie nicht en koride. Do wan he sin swert vnde rande Heyneken to vnd heflft 

den gesclagen vnd gewundet, des wij menden vpp vnser strate io billiken 

sch olden vorheuen hebben gewesen. Des is vnse beger vnde gutlike bede, gij 

densuluen Arnde willen vnderrichten, dat he vnsem manne vnd vns vmme de 

gewalt do, wes he darvmme schuldich is. Dat vorschulde wij dergeliken vnd 

groteren saken vmme iuw gerne. Gegeuen vpp vnsem sclote Delmenhorst, an 

sunte Tiburcii dage, anno etc. LXIII, vnder vnsen ingesegel. 

Aufschrift: Den — radmannen der stad Lubeke, vnsen u, s, w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Siegels (angek. den 18. Aug.) 

CCCIiXXXIV. 

^cr Bath von LUbeck kauft von den Brudern Hans und Bertram Luneburg, 
Sohnen des verstorbenen Burger meisters Johann Luneburg, die Lachswehr 
far 1300 ml/L, 1463. Aug, 12, 

Wij borgermester vnde radmanne der stad Lubeke. Bekennen vnde 

•^tugen opera bar in vnde mit dessem breue vor vns vnde vnse nakomelinge 

^*Or alsweme, dat wij van den ersamen Hanse vnde Bertramme, brodern, eeliken 

^^nes des ersamen her Johan Luneborges, wandages borgermesters vnser stad 

''-•Ubeke zeliger dechtnisse, de Lass were vppe der Trauene vor der erscreuenen 

^^ser stad Lubeke belegen mit erer tobehoringe bewechlik vnde vnbewechlick, 

^^ de deme erscreuenen ereme vader tobehorde vnde an de erscreuenen Hanse 

^^de Bertramme van erfftales wegen angeuallen toqwam vnde in vnser stadboek 

^^gescreuen was, mit eren guden vrijen willen vnd wolberaden mode rechte 

^^deliken vnde eendrechtliken to eneme ewigen vrijen erffkope geko£Pt vor 

^^Tteynhundert mark lub. pen., de se van vns to erer gantzen genoge vuU vnde 



1463. Aug. 15—22. 415^ 

peragenda, in qua quidem capella vos vestreque successores missas et alia divina 

per ydoneum ministraiitem clausis ianuis audire possitis et vobis omnibus et 

singulis prenominatis ecclesiastica sacramenta possint et debeant ministrari 

venerabileque eukaristie sacramentum necnon extreme unctionis oleum in ipsa 

debita cum reverencia et honore reservare pro viatico, iure parrochiali prefiate 

^Gclesie sancti Egidii debito semper salvo. Yolumus eciam, quod sententia 

ecclesiastici interdicti a nobis aut nostra auctoritate ordinaria proferenda in locum 

«ive loca, in quibus domus vestre habitacionis constituta est, vos non arceat 

xieque liget, nisi de vobis in processibus vel Uteris per nos aut nostram aucto- 

iritatem desuper dandis fiat mencio expressa et specialis, per quam pateat, nos 

fsentencia huiusmodi vos velle ligari et arceri. At vero ut scandalis via 

recludatur, nolumus, ut alios quam illos vel illas, qui aut que de numero predicto 

»t de conventu vestro sunt, et non alios vel alias ad divina tempore huiusmodi 

xiterdicti admittatis, verbum eciam Dei proponi et monita salutis per confessorem 

estrum, ita ut prefertur, assumptum aut alium sive alios rectoris sive confessoris 

iusdem aut rectricis licencia et consensu admittendum sive admittendos dari 

ossint, presentibus indulgemus. Usum eciam sigilli communis ac quecunque 

lia pro vestre devocionis ac status et vite dicte vestre domus conservacione 

ccessaria sive utilia tenore presentium in Dei nomine concedentes, constitu- 

c^^onibus sinodalibus nostris et aliis contrariis, super quibus dispensare possumus^ 

on obstantibus quibuscunque. Denique ut omnia hec prefata, concessa, ordinata 

indulta eo fructuosiora existant et altissimo eo sincerius quo quiecius servire 

F^ossitis, personas vestras et domos necnon omnia et singula bona vestra et 

^orum mobilia et immobilia habita et habenda sub beatissime Marie virginis et 

^^►Tieti Augustini et Michaelis archangeli nostrique ac successorum nostrorum 

P^otectione et defensione suscipimus singulari easdemque personas necnon bona 

P*r«enominata exnunc ac extunc et in antea ecclesiastice ascribendo libertati. 

S^ne quia iustum arbitramur, ut quos Dei timor a malo non revocat, ecclesiastice 

*^ltem coherceat se Veritas discipline, omnes et singulas personas conventus sive 

^omus vestre, que post professionem emissara propria temeritate suam domum 

*^ve oonventum exire presumpserint, excommunicacionis sentenciam ipso facto 

• 

incurrere et eas apostotas reputari et esse decernimus, a qua excommunicacionis 
•^utencia, nisi nostra auctoritate ordinaria aut per suos pro tempore visitatores 
^^cepto mortis articulo absolvi non poterint, insuper decernentes, easdem fugitans 
i^icy personas omnino insectandas, oonvo(5ato ad hoc, si opus fuerit, brachio 

^) recti us fogitiuas. 






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.... ^.'.•■•r:: veluti execiitores testatnentt 

'"'''■'■ ' '-;... ;;f ..! : .]: .i^r KuMoiiherberge, ex vna, «^ 

' ' ' ' ' 1*1 / I .'!'■ ..... •\ii- .-i.c;..- ilaniit nicht. Die iui J. U»^ n** 

' '"•■'... I. I.. . I. , .,i,„ii.,, ,,, ,»,,.., i,,.|riirfinii nnler amlerin den Auftrag. mil d^ 



1463. Sept. 11. 421 

sunder ik vemam nicht, dann vnde nu, dat men de sake hadde gewegen, hee 

mach alsodanne confirmacien erweruen, dat ik id nyemer ervare, buten dem 

gerichte. Leuen heren, in der warheyt ik kan nicht alle verlegen saken 

verwaren, dat hebbe ik vake tovorn gesecht, als ik dat nu clarliken juwe 

wysheyt in schrifften to weten geue. Vmme trent Laurencii is hijr gewesen 

her Johan Rorbach, sendeboden des keysers vnde meyster Arnolt vam Loe, 

vnde etlike meynen, dat her Johan van Prage wydder to dem keyser sij 

gereden vnde meyster Arnolt to juwer leue. De andern seggen, dat see beyde 

to juwer leue sick gefuget hebben, wat des is, dat hebben gij nu wol vernomen, 

als ik my vermode. De van Nurenberg hebben sij gutliken aflFgewyset an 

sture vnde gelt, de sij des keysers halff van on begerden. Meyster Henrick 

Spaeh is fiscal, als men secht, vnde is gesant to CoUen vnde furder in dat 

Xydderland van Brunswick an. In alien steden vnde dorpern is de pestilencia 

bijs geyn Salczburch vnde komen alreyde in de rechte pestilencien , de dar hijr 

vnde vmmelanck in dessen landen regniret. Bij Salczeburg rouen vnde schinden 

alman hertogen Albrecht soldener. Worvmme de schimp vnde schertz my 

'^aste vergeyt vnde weyt nicht noch, wor vth edder in. Ik hedde des schimpes 

"^^ol genoch gehafift in dessen soss jaren in pestilencien vnde in krigen, were id 

^odes wylle. Hijr to Norenberg sin vele burger van ErflFord, van Egra etc., 

"^^ewol dat men ok hijr stiruet. Id is eyn scharff vnde heyt vergyfft, dat dar 

^^wurget manns vnde fro wen, junck vnde olt van LXX vnde LXXX jaren. Ik 

'^in gewesen bij dem rade to JSTurenberg der priuilegien halff, wente ore 

^ohryfftwysen vnde secretarien neyne macht hadden, my to wysen eyne copie 

^er priuilegien, vnde hedden my de burgermeyster nicht sulues gekant, so hedde 

^y de radt nicht eyne copie der priuilegien laten volgen, de my doch volgede 

'Jiit orem geschencke in gudem wyne, in meynunghe, dat juwer wysheyt oren 

kopluden to Lubeck vnde ik oren saken hangende in des keysers houe woUen 

gUnstich wesen. Dat erste vermach juwer vorsichtichey t , in dem andern i» 

'^yne gunst gancz cleyne na gelegenheyt, wentte ik werde mit vnsen saken ta 

^chicken hebben. Doch wat ik mochte don, des bin ik wyllich, als ik ok 6n 

to wyllen bin gewesen vake etc. Leuen heren, ik wyl nich arbeyden in der 

^ken der priuilegien, id en sij dan sake dat ik verneme juwern affscheyt mit dei^ 

keysers sendeboden der genanten priuilegien halff vnde wije gij der weghen 

*^^it 6n eyns sin worden. Darna wyl ik sij setten op die beste forme vnde 

^'^se, de ik geleren mach vnde sulues kan. Men mot de priuilegia deylen in 



1463. Sept. 20. 423 

axiescrift senden hirynne vorwart. Ok hebben wij irvaren, wo hertoch Erijk 
etc. to Wolgast syne schepe, alse ene grote bardesse, enen kreger vnde snycke 
mit volke vnde were heft rede maket vnde wil senden in de see etc. Duncket 
vns nod vnde behnff, dat juwe ersamheid dit wfite vnde warschuwe den varenden 
copman vor schaden, wese dar ok vurder up vordacht mit dem besten, alse 
juwe ersamheid gerne deit alle wege. Gode beuolen salich. Screuen vnder 
vnser stad secret, am auende Mathei apostoli, anno etc. LXIII. 

Raedmanne torn Stralessunde. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Ijubeke, vnsen touorsichtigen guden 
gunren vnde vrunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit theilweise erhaltenem Secret. 

CCCXCIX. 

X^er Bath von Liibeck bittet den Kurfursten Friedrich II, von Brandenburg um 

Buckgabe einer Summe Geldes, die ein Ertrunkener bei sich gehabt habe. 
1463, Sept 33. 

Domino Frederico seniori, marggrauo Brandenburgensi etc. 

Irluchtige hochgeborne furste, gunstige leue here. Wij don juwer 
^Urstliken herlicheid gudliken weten, dat de ersame her Hinrik Kastorpp, vnse 
t>orgermester heflft vns mit wemode vorbracht, dat Gode erbarmen mote, wo dat 
^iii knecht Clawes van Wilsen in juwer gnaden lande ene mile weges van 
-^ranckenvorde in des erwerdigen in Gode vaders vnde heren, heren Frederikes, 
oisschoppes to Labbus, gebede, beschedelken in eneme zee zin perd wolde 
drincken laten. Aldus was desulue zee seher deep, so dat de knecht dar is 
"v^ordruncken, deme God gnaden mote, de denne bij derdehalffhundert gulden in 
^^en knuppen, myn ofiFte meer, dem erscreuenen vnsem borgermester tobehorende 
^ij zijk hadde vnde bij den ersamen heren Tilen Blesen to Franckenvorde in 
^orwaringe wesende, welk geld juwe furstlike gnade beualen schole hebben^ 
^icht van zijk to antworden sunder juwer gnade wille vnde vulbord, darvmme 
door de genante her Tile Blese vor juwen gnaden gewest schole hebben^ 
^emodigen biddende, gij sulk geld los gheuen wolden, darvpp juwe furstlike 
lierlicheid densuluen hern Tilen vor den genanten hern bisschopp, nadem de 
^I'screuene knecht in dem zinen is vordruncken, gewiset hefft. Weret nu auer 
^^ke de genante here biscopp sulk erscreuen geld qwijt vnde los vnde vnsem 



424 1463. S*7.t. 23. 

A. 

l>orgenrif:?t^r voigf-n wold^,- laten. bidden wij jiiwe farstlike herlicheid ixp 

anda^rhtigen, juwe gnade zijk darane nicht sehaden ville laten. sunder solb 

^jdliken to^^taden vnde JTiwe besate affdon vnde vn^emt- borgermester sin ^ 

volgen latcrn. Dat vordene wy vmme juwe ftirstlike herlicheid alle wege gwn 

d'r God spare etc. Uatum feria sexta ante Michaelis. vnder vnsem wert, 

anno LXIIL' 

Ohne Unterschrift. 

Sadi de*fi Concept okif P'lpi-^. 

Jjie Burfjermehter ton Hremen bitten die Burgtrmeister von Lubeck, ihnen die » 
Aussicht gesteltten 500 Gulden jetzt zu schicken. 1463. Sept. 24. 

\ nnsen fruntlijken denst vnde wes wv gudes vormoghen thouott 
Kisamen bisunderon leucn heren vnde guden frundes. So itlijke vnnses radei 
kurnpane vortijdes mit juwen frunden uppe daghon muntlijken ouersproken viA 
juw ok vake scriflijken wol mit guetlijker bede benalet hebben, vmme trort 
vnde hiilpe vns to donde in desser twistigen sake vnde veyde, dar wy van 
groter noet mit hem Gerde van Oldemboreh to ghekomen sind, darvmme 1» 
den copman up der straten bouen sinen toUen beschediget, ok vns alltf 
loeflijken bandelinge reeesse dage ere vnde rechtes hertho up vnnse merklijkefl 
ko.ste vnde sehaden vthgheghaen vnde entfallen is vnde ok noeh huthe daghfli 
den copman up der straten schynnen vaugheu vnde bynden leth, so juweB 
radesfrunden, de nv in vnse stad sind ghekonieu, wol endeel witlijk is, aldus, 
leiien frundes, mothen \vy van sodanner noet vns noch vurder an hem Gterde 
versoken mit groter maeht, darto vns nv gans merklijken gheldes bederf W- 
Vnde als jiiwe raed vns denne hirbeuoreu in alsuker noet gherne foghet vnde 
ok in dat lateste ghuden wan alz van dusent gulden seden, dar noeh vifhundert 
gulden aiie selielen, bidden wij deglier denstlijken. vns noch de erbenomedcB 
vifliundert gulden, nae juwer guden vortsettinge, alz dcs is to donde, viH^ 
l<»non vnde vns darmedc noch entsetton up gude vorwaringo tiuse vnde wedder 
riehtingc?. Willen wy sulkent bouen dat vmme juw vnde juwen raed, oft sijk 
dat also glu^fogedc, wor wy konen vnde moghen, gherne vordeneu vnde vor 

*. Ill 4'iririii ffriH-ren Sclin'ibrii vom 7. DtM-i-inlrtT ^vii:. (.-oiu'. Mur. theilt «Ut Rath mit, tbis-i *>*^ 
KitriinkctM' I'Ur «l«*ii IJiir^rcrnn'isKT Ka.st«>rp 415 (inM«'ii, fur Ilennann St*berliu8i»n 2U0 Gulden ])ei *i"* 
L'^'liJiht hahf, w'w von Lctztercin fi«llich, von KrattTfin doroh fl(>«lannen eml alse lu» vns vnde vnser bU<» 
lirtTi ^'ifdnn waru'fniakct sei. 



1463. Sept. 24. 425 

hen hebben. Vnde desses juwe guetlijke entlijke antwerde. Desuluen juwe 
lamheit wy Gode vnnsem heren wolmoghende vnde salych beuelen. Screuen 
sonauende vor Michaelis archangeli, vnder vnnser enes ingesegel, des wy 
• up dyt mael alle to bruken, anno etc. LXIII. 

Herman van Gropelingen, Daniel Brand, 
Jacob Olde vnde Kersten Steding. 

Aufschrift: Den ersamen wisen raannen vnde heren, hern Wilhem van 
ilue, her Bertelde Witijk, her Johanne Westphale vnde her Hinrike Kastorpe, 
rgermeisteren to Lubeke, vnnsen leuen heren vnde frunden denstliken. 

Nach dem Original avf Papier. Mit schwacken Besten eines Siegeh. 

€]>I. 

hermaliger Bericht der Lubeckischen Auslieger an den Rath. 1463. Sept. 26. 

In den namen Godes. Ersamen vnsen leuen heren bormester vnde 
dmanne tho Lubeke. Jwer leue to weten, so dat wy hir liggent neffen 
rkunde vnde Jasmunde af vnde an, vnde weren gerne vor yt Nijedep wesen, 
gy vns beuolen hebben, vnde weren gerne vort, wor wy vns siner {Peter NUson?) 
rmuden, so jwe leue vns beuolen heft, wor wy b6deschop van em hebben 
3gen, dat sy dach ofte nacht. Wy hebben tidinge, dat he licht rede in der 
emele mit twe schepen vnde wyl in de see, wy weten nicht, welken wech he 
f\ men wy wyllen siner wamemen, so wy best konen, yt sy dach ofte nacht^ 
jwe leue vns totruwet Vortmer juwer leue to weten, alse em sin leyde dar 
vpgesecht, so mot he van dar, so vormode wy vns, dat he so drade sal 
5gen by Valsterbode reue vnde by Mone, also vor dem Nijendepe, vnde nemen 
58 he krycht, vnde lopen in den Gronssunt ofte in den Belt, so were wy 
ler quyt; dus wyl wy gerne yt beste ramen, dat wy konen, yt sy dach oft;e 
<5ht, dar sal nene vorsumenisse mede wesen. Vortmer, leuen heren, wy 
ibben tidinge, dat de Sundeschen in de see sint myt dre segelen, men wy en 
ibben nicht to hope wesen, ok wete wy nicht, wor dat se sint. Hirmede 
t Gode beualen to langen tiden. Gescreuen van juwen truwen deneren 
awes Eyraan vnde Andrews Mews, vp sunte Kosmus vnde Damianus auent, 
jffen Orkunde vnde Jasmunde, in dem LXIIL 

Aufschrift: Vnsen erwerdigen leuen heren, bormeystere vnde radmanno 
Lubeke kame desse breff. 

Nach dem Original auf Papier. 

54 



1463. Oct. 1. 42» 



CDIV. 



• 



Dcf Rath von Konigsberg schreibt dent Rathe von Lubeck, doss das dahin gebrachte 

Kupfer nicht von seinen oder des Deutschordensnieisters Ausliegern ge- 
nommen set und dass es, so weit noch vorhanden und LUbeckern gehcirig, 
atifbewahrt und zurUckgegeben werden solle, 1463. Oct. 1. 

riuch wirdigen namhaflftigen vnd ersamen liben heren, burgermeistem 
vnd rathmannen der stadt Lubeke, vnsem guttin frunden vnd gonnern, entpiten 
vir burgermeister vnd rathmanne der stete Konigesberge Kneiphoff vnd 
Lewbenicht vnsers vormogens fruntliche dinste mith behegelichem willen in 
allem gnte. Also denne euwir wirdikeith vnserm gnedigen heren, dem homeister, 
vnd vns bey Johann Braecht, desem beweyser, euwirm seeretario, von etzlicher 
genomenen guter wegin durch eynen etzlichen Nigels Petersson euwern methe- 
burgern vnd kouffgesellen abehendig gemacht, also das etczlichs mit seynem 
gemercke geczeichent ist, habt geschreben, sulchen euwirn brieff vnsir gnediger 
here der homeister vnd wir wol haben vorstanden vnd vns gantcz leyth ist, 
das der vnschuldige kouflfman sulche swere schaden vnd vorlust seyner gutere 
sail entpfangen vnd leyden, noch deme mole wir alle dese krige ny keyn schiflF, 
ny keynen menschen vitalle puluer pheyle noch buxsen sulchs zcu volenden 
^esohicket habin, och semlicher guttere ny pfenning noch pfenninges werd 
entpfangen. noch in vnsern nutcz gebrocht haben, sundir vnsir gnedige here 
seyne dinstleythe vnd etczliche vff er eygen abentewer, addir etczliche von 
befell vnd ghorsam vnsers heren, also Symon SonnenstuU vnd andere, habin 
zyhen mussen, der finde strorae vnd nicht der frunde noch innehaldt seyner 
gnaden warnebriffe zcu besuchen. Zcuuoraus habe wir das allircleynste mit 
desem diner zcu thuende, der och vs vnsern habenungen nicht gesegilt ist, 
Sunder von Pawtczk vnd mit den genomenen gutern in die Memyll gekomen, 
do her denne dieselbigen guttere das meyste teyll vorkofft habt vnd geslyssen, 
^Iso dem kompthur zcur Memyll, dem vnsir gnediger here der guter halbin ock 
gereythe hat geschrebin, also ir das in der warheit werdet erfinden, das der 
fremde koflfman disselbigen gutere vorbas in ander stete aus dem lande gefurth 
habt, wen sulche ware nemlich kopper alhy nicht anneme ist vnd wir das alhy 
liber vorkoflFten wen koflften, also das derselbige Nigels Petersson vorgedacht 
^Hd seyne geselschafft in vnsirs gnedigen heren geleyte mith den allerwenigsten 
Sutem her kegen Itonigesberg ist gekomen. Wie snelle abir vnsir gnediger 



1463. Oct. 14. 433 

wy borgermeister vnd rathmanne der stadt Dantczk mit erbedinge fruntlikes 
grotes vnd vormogen alles guden, begerende witlik to syn, dat vor vns in 
sittendem rade erschenen syn vnd gekamen de erkentlike schipper Herman 
Teybe, desse bewiser, VoUert vam Bernde vnd Albrecht Brennboke, vnse leue 
medeborgere. Darsuluigest vor vns de genante schipper Herman mit vpgerichteden 
vingeren gestauedes eydes thon hilligen beswoer vnd warmakede, dat de erkent- 
like Peter Harder zeliger, vnse medeborger, vnd hee sulk schipp, alze de 
genante Herman mit juw tor stede am negesten gehatt hefft vnd ok noch voret, 
van Hans Kilekanne reclits vnd rcddelikes kopes gekoflPt he^den, gegulden vnd 
^val betalt vnd ok vp erer bey der euenture ouer zee vnd sandt vpp dee tydt 
gegangen were vnd nymandt vpp de tydt vnd ok noch darane parth nach deel 
liadde, wenne alleyn Peter Harder vorgeschreuen , syne erfnamen vnd hee, dat 
^m Got zo helpe vnd hilligen. Des zo hebbe de vorgeschreuen VoUerth vam 
Bemde vnd Albrecht Brambeke, vnse borger, ok by eren eydcn vorrichtet vnd 
getuget, dat zee dar an vnd ouer weren, do Peter Harder vnd Herman Teybe 
>^orge8chreuen sulk schipp van Hans Kilekanne vorbenant rechtes vnd reddelikes 
kopes koflften vnd dat en ok witlik were van der betalinge des schepes, er dat 
am negesten van hir vorde Herman Teybe vorgenant. Zo alze dat vor vns 
l^eswaren bekant is vnd betuget, bekennen wij vnd tugen dat vort vor juwer 
ersamen wisheit in vnd mit dessem vnsem breue, de to merer getuchnisse mit 
vnser stadt secret ruggewerts vpgedruckt is vnd uorsegelt vnd gegeuen to 
JDantzk, am dage sancti Calixti, im jare vnses Heren veerteynhundertvnd- 
drevndsostich. 

Na(^ dem Original. Mit Resten dee aufgedriickten Secrets. Auf der RUckseite ist von der Hand des 
Empf&ngers bemerkt: een tuchnisse breff van dem schepe Hermen Teyhen. 

€]>TIII. 

^er Kurfiirst Friedrich von Brandenburg antwortet dem Bathe van Lubeck auf 
dessen Schreiben No. 399. 1463. Oct. 17. 

Fridrich, vonn Gots gnaden marggraue zu Branndburg, kurfurste, 
des heiligenn Romischen reichs ertzkamerer vnd burggraue zu 
Norenberg etc. 

V nnsernn gunstlichen grus zuuor. Weisen liben besundern. Als ir 

^^xis geschribenn habt von des vertruncken kouffmans wegen vnd des geldes 

^^Iben, das bey im funden ist, haben wir wol vemommen vnd thun euch zu 

55 



1463. Oct. 31. 435 

der dertnalige Inhaber^ der Vicaritis Johann Brdchvogd, verstorben oder 
d(i8 Beneficium in anderer Weise erledigt set. 1463. Oct 31. 

Wij borgermester vnde radtnanne der stad Lubeke. Bekennen vnde 

l>etugen opembar in vnde mit desseme breue vor allesweme. Bo alse wij denne 

liebben de vuUenkomene leenwar der elemosinen belegen in Vnser leuen 

i^TTOUwen kerken in der zuder zijden vnder der trezelkameren vnde darvan nu 

ys eyn besitter de ersame her Johan Braekuogel, vicarins in der vorscreuenen 

kerken, aldus is vnse gantze wille, interste de vorscreuen Johan Braekuogel 

steruet edder de elemosine zust loes werdet, dat denne vmme sunderger gunst 

^w^oldaet vnde dinst vns van deme ersamen heren Lodewig Eellin, vicarins in der 

vorscreuen kerken to Vnser leuen vrowen [kerken], willichliken bewiset, hebben 

vnde vpboren schall to tijden zines leuendes de renthe der vorscreuenen 

elemosinen in aller wijse, so de plaoh to entfangen vnde vptoborende her Johan 

Braekvogel vorscreuen. In tuchnisse der warheid hebben wij borgermestere 

Vnde radroanne vorscreuen vnser stad secrete witliken hengen heten an dessen 

V>reff vnde deme erbenomeden heren Lodewig vort ouerantwert, de gegeuen vnde 

screuen is na der bord Cristi veerteynhundert im drevndesostigesten jare, am 

aiiende Aller Godes hilgen.^ 

Nach dem Original. Mit anhdngendem tooMefhaltenen Secret. 

CDXI. 

JCaHmir, Konig von Pden^ verlangt, dass der Lubecker Burger Johann Kdner 
eine Citation der Stadt Danzig an das Kaiserliche Hofgericht zuruck- 
nehme, da die Stadt nur ihm unterworfen sei. 1463, Nov. 3. 

Kazimirus, Dei gracia rex Polonie, magnus dux 
Lithwanie, Eussie Prussieque dominus et heres etc. 

J^amosi grate nobis dilecti. Audiuimus, quomodo quidam Johannes 
"Kleiner, conciuis vester Lubicensis, famosos magistros ciuium et consules ciuitatis 
^ostre Gdanensis ad presenciam domini imperatoris Romanorum citauerit et 
^Uocauerit in leuipendium maiestatis nostre. Sed cum nos nullum superiorem 
^isi sanctam sedem apostolicam in hys, que fidei sunt, recognoscimus resque 
^pnd nos peregrina est, quod subditi de corpore regni nostri ad judicem secularem 

') Durch eine an demselben Tage ausgestellte Urkunde hat Liidwig Rellin verftigt, dass 80 w/^ 
^^Hdiflch, die er be! dem Ratlie von Straleund belegt hat, nach seinem Tode dieser Elemosine zu- 
^*U«n BoUen. 

55* 



436 1463. Nov. 3. 

forensera debeant euocari, ideo affectamus et rogamus vestras famositates, quatinus 
dictum Johannem Kelner inducatis et a talibus fiendis cohibeatis, suspendentes 
huiusmodi negocium controuersie vsque ad dietara profesto beatorum Philippi et 
Jacobi apostolorum proximo in Prussia cum vestris famositatibus celebrandam 
et tenendam, vbi, quod equum et iustum censebitur, partibus impendetur. Datum 
in conuentione generali Pyotrkouiensi, feria quinta post festum Sanctorum 
omnium, anno Domini millesimo quadringentesimo sexagesimo tercio. 

Ad mandatum domini regis. 

Aufschrift: Famosis magistris ciuium et consulibus ciuitatis Lubicensis 
grate ilobis dilectis. 

Nacli dem Original auf Papier. Mit geringen Resten des Siegela. 

CDXII. 

Kasimir, Konig von Polen, erkldrt sick bereit, die Vermittelung des Baths iw 
Luheck und derer, die derselbe hinzuziehen wird, anzunehmen, bestimmtf dass 
am ndchsten Maitag Abgeordnete beider Partheien sich tlber einen zu Ver- 
handlungen geeigncten Ort verstdndigen sollen, und gewdhrt den Lubeckiscken 
Gesandten nebst ihrer Begleitung sicheres Geleite. 1463. Nov. 3. 

Kazimirus, Dei gratia rex Polonie, magnus dux Lithwanie, Russie 
Prussieque dominus et heres etc. Vniuersis et singulis harum serie mediante 
volumus esse notum, quomodo animaduertentes famosi magistri ciuium et consules 
ciuitatis Lubicensis grate nobis dilecti, tamquam pacis et communis boni zelatores, 
grauitatem bellorum, stridorem armorum et asperitatem diflferenciarum inter nos 
et nostros hereditarios subditos, militares, proceres et ciuitatenses terrarum 
nostrarum Prussie, ab vna, et magistrum geueralem ordinis sancte Marie domus 
Tewtunicorum suumque ordinem necnon rothmagistros, stipendiarios coadiutoresque 
et coadherentes eorundera, partibus ab altera, exortam et in hactenus protensam 
esse ac vigere, apud nos non sine instancia eorum frequentibus scriptis et per 
eorum secretarium, honestum magistrum Johannem Bracht in vim litterarum 
credencialiura ad nos missum instabant, vt eosdem in mediatores et arbitroS) 
tanquam nuUi parcium suspectos, cum nonnuUis personis ecclesiastici et secularis 
status ac ciuitatum per eos ad id assumendis et adducendis ad sopiendum 
delendum et complanandum huiusmodi controuersias assumere, admittere, dietas 
futura estate adveniente locis aptis ad id constituere ac tractatus altematiuos 



1463. Nov. 3. 437 

aixt via juris aut per modum fori siue amicabilis composicionis ferre et pati 

dignaremur, et cum in animo nostro ea continuo versatur cura, ea solicitudo et 

desiderium, vt iusticia nostra et nostrorum legittimorura subditorum in Prussia 

vnicuique sit cognita et manifesta, de qua tanquam rex catholicus examinari et 

illam in arbitrium et cognicionem personarum legalium ponere baud refutamus; 

et impresentiarum raorem gerentes peticioni et votis dictorum magistroriim 

oiuium et consulum iamdicte ciuitatis Lubicensis, quos sincerum animum, 

Ciommendabile propositum et feruens desiderium pro paccandis huiusmodi bellis 

<^t pace ordinanda procurandaque araore boni communis gerere cernimus, 

ooramunicato prelatorum principum baronum subditorumque nostrorum de terris 

xiostris Prussie consilio, memoratos magistros ciuium et consules ciuitatis 

I-iubicensis siue eorum oratores et omnes illas personas, cuiuscunque dignitatis 

oondicionis preeminencie spiritualis secularis et ciuilis status fuerint, a nota 

Biispicionis partis nostre alienas in amicabiles et sinceros mediatores et arbitros 

^ssumpsimus admisimus tenoreque presentium raediante, quantum in nobis est, 

Homineque et ex parte nostris eosdem assumimus pronunciamus deputamus et 

assignamus, buiusmodi calamitatem acerbitatera bellorum ac causam differencie, 

que inter nos militaresque et ciuitatenses terrarum nostrarum Prussie subditos 

tiostros hereditarios, ab vna, ipsumque magistrum et sui ordinis rothmagistros 

et stipendiaries, partibus ab altera, vigentem bonis medys alternatiue aut via 

amicabilis composicionis et concordie siue per viam juris gracia altissimi 

suffragante per eos cognosbendura examinandum diffiniendum et flue bono ac 

debito terminandum et concludendum. Ad quorum quidem negociorum ordinacionem 

et disposicionem cum dicto magistro Johanne Bracht litteris plene potestatis et 

TOandati consulatus dicte ciuitatis Lubicensis suffulti (sic) dietam pro festo 

^atorura Philippi et Jacobi apostolorum proxime affuturo, ad quam prelates 

principes barones et consiliarios nostros indubie mittere decreuimus, constituimus 

tenoreque presencium indicimus ponimus et assignamus sub hys condicionibus, 

<luod nostri prelati principes et consiliarii ad opidum Bidgoscza, pars vero 

^duersa in Culmen venire et se representare debebunt, in quibus ciuitatibus 

partes existentes utrimque concordabunt de loco ad tractandum et conueniendum 

hiucinde congruo et apto, ad quem locum veniendi in eodemque morandi et 

^ceuersa abeundi et recedendi tociens, quociens oportunum fuerit et necessarium, 

'^emorati magistri ciuium et consules Lubicenses siue eorum nuncy ac illi, 

9^08 secum ad huiusmodi tractatus adduxerint, siue spirituali aut seculari aut 



1463. Dec. 7. 447 

blyuen. In tuchnisse der warheyt is vnse secret witliken gehenget an dessen 
breff, de ghegeuen vnde screuen is na der bord Cristi vnses heren dusent veer- 
hundert am drevndesostigesten jare, am auende Concepcionis Marie virginis gloriose. 

Nach dem Original. Mit anhdngendem wohlerhaltenen Siegel. 



Der Rath von Luneburg zeigt dem Bathe von LUbeck an, dass der Bischof von 
Lubeck bereit sei, eine dem Konige von Ddnemark unter Burgschaft 
Luneburgs gemachte Anleihe zuruckzuzahlen, 1463. Dec, 12. 

Vnsen fruntliken denst touorn. Ersamen leuen heren, besundern guden 

frundes. So alse gij vmme vnser bede willen deme dorchluchtigesten fursten 

vnd heren, hem Cristiern, koninge to Dennemarcken etc., vnd vns verdusent 

lub. mark vppe etlike guldene vnd suluerne pande gelehnet vormals hebben, 

darumme wij iuw hochliken danken vnd gerne willen (vorschulden), wor wij 

konnen, also, leuen heren, gedenket vnse gnedige here, de bisscup to Lubeke, 

sodane guldene vnde suluerne pande to losende vnde vns to benemende des- 

haluen. Vnde wes sin gnade darinne donde werd in vnseme besten, also dat gij 

betalet vnde wij vnser borgeschop benomen werden, danken wy densuluen sinen 

gnaden hochliken vnde beleuen dat myt orkunde desses breues gensliken. Gode 

sijt vol gesund beuolen. Screuen vnder vnsem secrete, am mandage vor Lucie 

▼irgmis, anno Domini etc. LXIII^ 

Consules Luneburgenses. 

Auf einem einliegenden Zettd: Ok, ersamen leuen heren, sodanen vorram 
van wegen der goltsmede, van iuwen ersamheyden vnd den van Hamborg, 
Wysmer vnde vns gesloten, willen wij na iuwem beghere schriuen laten vor 
vnse radhus. Datum ut supra 

Jidem. 

Aufschrift: Den — — radmannen der statt Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Freaael atrfgedriicktem Secret. 



Der Bath von Hamburg verspricht dem Bathe von Lubeck, ihm die Bestimmungen 
mber Tonnen und Bakengeld in einer besiegelten Ausfertigung thunlichst 
bald zu abersenden. 1463. Dec. 12. 



1463. Dec. 15. 449 



X>er Rath von Ltibeck ersucht den Rath von Luneburg, an einer Gesandtschaft 
nach Preussen theiizunehmen, urn den Frieden zwischen dem Deutschen Orden 
und dem Konig von Polen tvieder herzusteUen, 1463. Dec. 15. 

Ynsen fruntliken grut mit vermogen alles guden. Ersamen vorsichtigen 

heren vnde besundem guden frunde. So denne, dat Gode alweldighen irbarmen 

mote, twisschen dem irluchtigesten hochgebomen fursten vnde heren, hern 

Kazimire, koninge to Polen etc., manschop lande vnde steden in Prutzen, vppe 

de ene, dem erwerdigen, grotmogenden hem, hern Lodewighe van Erlichshusen, 

liomeister Dutsches ordens, zinen werdigen orden vnde gebedigeren, vppe de 

anderen zijden, grote sware harde sorchuoldige orlege, veyde vnde krige irresen 

'vnde vpgestan zint, de van langen jaren her geduret vnde gewaret hebben, 

noch dagelix duren vnde waren vnde vnuorsonet zint, darvan grot mord, brand, 

xoff vnde vomichtinge der stede, slote vnde lude bescheen, de ere vnde de 

cienste Godes vorstoret vnde vele wedewen vnde wesen gemaket zint, vnde nicht 

^Q klene, mer eyn grot hinder vnde schade den gemenen varenden mannen 

"vnde den steden van der hense, de sick mit kopenschop vnde rait schepen 

plegen to nerende, vntstan is, dat vns van grunde vnser herten leet is, kennet 

God de here. Deshaluen wij sulk gruntlick vorderff darvan entstan vnde dat 

noch vortan van entstan mochte, dar God almechtich vore zij, indeme men 

^nem sodanen ai^he vnde gruntliken vordenie bij tijden noch nicht vorkomende 

wnrde, van egener beweginge angesehen vnde merkliken to herten getogen 

liebben vnde van der wegen vnse fruntliken emstliken scrifte myt vnser 

DQimtliken bodeschop in desseme iegenwardigen jare vnde ok dar bevome an 

den erwerdigen grotmogenden hem, hem mester in Lijflande, den erwerdigesten 

hern, hern ertzebisschop der kerken to Rijge, an de Lijflandesschen stede, an 

den ergemelden hem koninge to Polen, hem homeister Dutsches ordens, bij de 

van Dantzijk in bijwesende der van Elbingen radessendeboden etc. darto vor 

bodet meer dan to ener tijd, beyde to water vnde to lande, vnder nicht klenen 

kosten serge vare vnde arbeide gescreuen vnde gehad hebben, vmme to wetende 

vnde vns dorch ere gutliken scrifte vnde ok bij sodaner vnser bodeschop 

kentlick to donde, oft de ergemelten beyde parthe in desser twistigen sake van 

vns vnde van anderen vnsen heren, steden vnde frunden desser sake lijk vnde 

vnpartielik, der wij darto mechtich wesen raochten, vorhandel alse gude middelers, 

57 



L 



1463. Dec. 21. 451 



Verordnung uber Tonnen- unci Bakengdd auf der Elbe, von dem Rathe von Hamburg 
nach Abrede mit dem Rathe von LUbeck erlassen. 1463, Dec. 21. 

Allen den jennen, de dessen breff sehen horen edder lesen, don wij 

borghermestere vnde radmanne to Hamborch witlick opembar betugende in vnde 

nayt dessem breue. Alze wij dorch begeringe vnde fruntliker bede willen veler 

er-baren koplude vnde schipheren, de in fruchten vnde varen erer lyue schepe 

vnde gudere de Elue vpp vnde dale vorsochten vnde vorsoken mocbten, dorch 

grroter not willen de Elue myt baken besettet vnde, dar des van noden was, 

n^yt tunnen belecht laten hebben vnde jarlikes, vppe dat de copraanne vnde 

sohipheren so vele de vmbesorchliker myt eren schepen vnde guderen de Elue 

aff vnde an varen mogen, vnder swaren kosten belegghen vnde holden moten, 

darvmme wij denne, sodans in wesende vnde bestande to holdende, eyn redelik 

gelt vppe schepe vnde gudere, de sodaner tunnen vnde baken bruken, settet 

hebben, vnde wowol de ersamen vnse vrunde, do raed to Lubeke, vnde etlike 

erer borgere sick ichteswes sware makeden vnde nicht willich weren, sodane 

gelt to betalende, so hebbe wy vns doch myt en van der wegen fruntliken 

v'erdregen in desser wijse, dat de borghere van Lubeck van eren guderen, de 

zee van der zee vppe de Elue na vnser stad bringen edder bringen laten, to 

tvinnengelde geuen vnde betalen scholen, alze hijr nauolget, beschedeliken van 

^lieme helen terlingk laken teyn witte, van eneme haluen terlingk laken vijff 

^itte, van ener pypen olies soes pen., van eneme vate raandelen achte pen., van 

^Q^cme vate ryses soes pen., van eneme vate blaw rossins vijff pen., van eneme 

v^te rossyns edder vygen veer pen., van ener bote Maluesie soess pen., van 

^^«r bote Romenye Azoye edder andere wine veer pen., van ener pipe basterdes 

^^er pen., van ener last zepen eynen schillingk, van ener last vigen soess pen., 

^^xi ener bale komen veer pen., van ener bereuen tunnen achteyn pen., van 

^^er tunnen alluns teyn pen., van ener last heringes achte pen., van eneme 

^^te sweuels soes pen., van eyner pype zemes dree pen., van enem vate tymean 

^^hte pen., van ener last pesegarns enen schilling, van ener packe arrassches 

^^n twintich stucken twe schillinge, van enem vate myt kramerye beslagen, 

^^rua id gud is, van eyner bale dadelen dre pen. Vnde wes meer van guderen 

^Ppe de Elue komet, schal men rekenen na sinen werde gelijk den guderen 

^^i*8creuen. Vnde darmede scholen de guder, de se van der Elue schepen, des 

57* 



452 1463. Dec. 21. 

tunnengeldes vry sin vnde deshaluen vnbelastet bliuen. Vortmer is besprokea 
van sodanen guderen, de de van Lubeck hanteren vnde en nicht behoren, dar- 
vor scholen se dat tunnengelt geuen vnde betalen gelijk als vnse borgere vaa 
eren guderen geuen, vnde nicht mer. Vnde desse eyndracht schal anstan vppe 
sunte Peters dach ad cathedram negest komende vnde twe jar lanck denne 
sunder raiddel volgende waren vnde duren vnde de tijd ouer van vns stede 
vast sunder argelist geholden werden. Wan ouer de twe jar sint vmrnekomen, 
so schal bij vns van Hamborch staen, wer wy sodan tunnengeld van den 
guderen, de van der zee de Elue vpp na Hamborch gebracht, edder de van 
Hamborch de Elue dale na der zee schepet werden, nemen willen na werde 
der gudere, so alsuslange is wontlik gewesen, vnuervenglick eynem yewelken 
an sineme rechte. To merer zekerheyt vnde vorwaringe hebben wy borger- 
mester vnde radmanne to Hamborch vnser stad secret heten hengen to dessem 
breue na der borth Cristi veerteynhundert jar darna in dem drevndesostigesten 
jare, am daghe sunte Thome des hilgen apostels. 

Nach einer in die Urkunde Nr. 439 eingesduUteten Abschrtft 

CDXXVI. 

Christian, Konig von Ddnemark, heglauhigt bei dem Rathe von Ltibeck den Bisckof 
Arnold zu verschiedenen Verhandlungen. 1463, Dec. 26, 

Cristiernn, van Godes gnaden to Dennemarken Sweden 
Norwegen, der Wende etc. koningh, hertoge to Sleswijck, 
greue to Holsten Storm aren Oldenborgh vnde Delmenhorst. 

Vnnse fruntliken gunste touornn. Ersamen leuen besunderen. Wij 
hebben den erwerdigen in Gode vader, hernn Arnde, bisschopp to Lubeke, vnsen 
andechtigen leuen getruwen, etlike vnnse mercklike werue muntliken van vnnser 
wegen to berichtende beuolen. Bidden wij juw mit vlitiger andacht, gij erne 
der gantzliken gelijck vns suluen vppe ditmall to belouen vnde juw gutwilligen» 
alse wij vns to juw wol versehen, darinne finden laten vnde bewisen. D^^* 
willen wy durch juw gutwilligen gerne wedder vor ogen hebben vnde irkennen, 
Gheuen vppe vnsem slote Kallundeborch, am dago sancti Steffani^ prothomartiris, 
anno Domini etc. LXIII*^, vnder vnsem secrete. 
Aufschrift: Den — — radtmannen der stadt Lubeke, vnsen leuen besunderen. 

Nach dem Original auf Papier. Mit ah Pressel axrfgedriicktem Secret. 

*j Einen fast gleich lautendon Brief hat der KOnig am 4. Octbr. '^Francieci) dees. Js. aus Stockholm 
an den Kath gesehrieben. 



1463. 453 



Konig Christian verleiht dem LUbecker Burger Hey no Boltze die Befugniss, in 
einem ihm gehorigen Hause in Oldesloe Salz zu sieden, wdhrend der 
ndchsten zwanzig Jahre abgabenfrei. 1463. 

W ij Cristiemn etc. Bekennen vnde betugen apenbare in desseme vnseme 

breue, dat wij vmme sunderge gunst vnde gnade vnde so ock vmme sundergen 

guden willen vnde truwen denstes willen, alse desse jegenwardige vnses breues 

wiser, Heyne Boltze, borger to Lubeke, vns gedan hefFt vnde vns vnsen eruen 

Vnde nakomelingen hernamals don mochte, hebben eme vnde sinen eruen vnse 

hu8 stande to Oldeslo, alse vns nu wedder van zeligen Hinrike Greueken 

a-ngestoruen is, twintich jar langk van datum desses breues gnedichliken vorlenet, 

So dat he vnde sine eruen qwijt vrig vnde vngehindert de twintich jar langk 

darinne seden mach, vns edder nemande van vnser wegen dar jenige jarlike 

hure edder auegift in den vorgescreuen twintich jaren aff to geuende, sunder 

dat mit aller sodaner tobehoringe, alse dat zelige Hinrik Greueke vorgenant 

allervriest in weren hadde, to hebbende vnde to besittende. Vnde wanner de 

obgenante twintich jar vorschenen sint, schal de vorgenante Heyne vnde sine 

eruen vns dar denne gewonlike jarlike hure aff geuen. Vorbeden hirvmme mit 

^rnste alien vnsen amptmennen vogeden vnde deneren tor tijd to Segeberge 

Vnde alswor beseten, den genanten Heynen vnde sine eruen hirane in jeniger 

Tnate to hinderende, vnder vnsen koningliken hulden vnde vngnaden. Datura 

in castro Segeberge, anno LXIII.^ 

Nach einem Abdruck in Hille Begiatrum Konig Christian des Ersten No. SS2. 



iHe Aelterleute des Schmiedeamtes in Luneburg melden dem Rathe von Lubeck das 
frexe Bekenntniss des Messerschmiedegesellen Albert von Minden, in den 
letztverflossenen Weihnachten in LUbeck einen Bdckergesellen erschlagen 
zu haben. 1464. Jan, 5. 

Juw ersamen vnd wij sen heren borgermesteren vnd radmannen der stad 
^tibeke, vnsen leuen heren vnd guden frunden, embeden wij Hans Wulff vnd 
-'-•uteke Erp, borgere vnde werkmestere des gantzen amptes der smede binnen 

^) Gleichzeitig hat Kdiiig Christian dem Ltibecker Btlrger HaoH Bruns zwei Pfannen in der Saline 



1464. Jan. 5. 455 

Godes, also dat zee vns nenen schaden deden vnde zee rait nenem vromen van 

vns qwemen. Wo zijck de ding vortan vorlopende werden, dat schall juwer 

leue wol to wetende werden. Ersamen heren vnde leuen frunde. Dat schryue 

M^-y juwer leue, vppe dat gij dyt juwen naberen moghen vorkundigen vnde 

apenbar don, vppe dat gij vnde zee vnde alle erlike lude vnde stede zijk vor 

STilck qwad mogen waren vmme bestand des meynen besten willen, dar stede 

V came buwet sint, dat to besehermende vnde sulk qwat to sturende. Gode deme 

lieren in saliger wolvaren bevalen. Screuen in profesto Trium regura, nostre 

eiuitatis sub secreto, anno Domini etc. LXIIII^ 

Radmanne to CoUeberge. 

Aufschrift: Den — — radraannen der stad Lubeck, vnsen — — myt 
heylsamraer wolvar. 

Nadh dem Original auf Papier. Mit Spuren eines Siegels. 



Der Rath von Lubeck bittet den Rath von Luneburg urn Nachricht, falls er in 
Erfdhrung bringen soUte, dass von der Zusammenkunft vornehmer Herren 
in Veranlassung der Hochzeit des Herzogs Johann von Lauenburg Nach- 
theil fur die Stadt Lubeck zu besorgen sei, 1464. Jan, 9. 

Vnsen fruntliken grud mit vormogen alles guden touorn. Ersamen 

koren, besunderen guden frundes. So gij woU irfaren hebben, darane vns nicht 

^^^ twiuelt, dat de hochgeborne furste vnde here, her Johan, hertoge to Sassen 

^tc., nv am sondage negest komende bijslapende wert, dar denne ene merklike 

vorsamraelinge heren fursten vnde duch tiger knapen komende wert etc., is vnse 

f^^^ndlike begher deger andachtigen biddende, oflFt gij deshaluen wes vorforen, 

dat vns, vnser stad offte den vnsen mochte entiegen zin, gij vns dat vnder 

da.ch vnde nacht vnuorsumet kentlik don vnde bij juwer egenen bodeschop ver- 

schriuen willen, deme wy juw to willen vnde to gude ok so gerne don willen 

iergeliken, vnde willet dat bij juw vnde juwem rade radeswijse holden 

vugesprenget Gode dem heren zijt beualen. Screuen vnder vnser stad secrete, 

am mandage na der hilgen Dryer koninge dage, anno LXIIII. 

Borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den radmannen tho Luneborgh, vnsen besunderen guden frunden. 

Nach dem Original im Stadtarchiv zu LUneburg. Dort ist unter den Brief geschrieben: Besponsum quod sic. 



1464. Jan. 13. 457 

^or my mynen erscreuen broder vnde vnaer beyder eruen hebbe vorlaten vnde 

^©genwardigen vorlate in kraft desses breues de erscreuen heren borgermestere 

Vnde radmanne der stad Lubeke, ere nakomelinge borgere inwonere vnde alle 

de eren van der bouenscreuen stadsture wegen van aller vurder namaninge 

^^^rake vnde ansprake to eneme gantzen ende qwijt leddich vnde los, in nynen 

tokomenden tijden na geistlikes ofte werlikes rechtes esschinge meer darvpp to 

sakende. To merer sekerheid vnde vorwaringe aller vorscreuen dingk hebbe 

ick Clawes Munther vorbenomed vor my, mynen erbenomeden broder vnde 

vBser beyder eruen myn ingesegel witliken hengen laten an dessen breff. 

Oheuen vnde screuen na der bord Cristi vnses heren dusend veerhundert jar 

dama im veervndesestigesten jare, des achten dages der Hilgen dryer koninghe. 

Na<:h dem Original. Das Siegel ist vom Siegelbande abgeschnitten. 



Der Rath von Hamburg verlangt von dem Rathe von Liibeck die Abschaffung des 

Zolls auf der Holstenbrucke, 1464. Jan, 17. 

Vnnssen vruntliken grut vnde wes wij gudes vermoghen. Ersamen 

leuen heren, guden vrunde. So gij vns gescreuen vnde enen bref sprekende 

van dem tunnenghelde, den wij juw bezeghelen scholden, mede sant hebben etc., 

des, leuen heren vnde vrunde, hebben wij juwen leuen enen bezeghelden bref 

van dem tunnengheld sant twe jar durende, so dat binnen vnsser stad is 

tespraken, alse vns vordencket Begheren, gij des tovreden sin willen. Alse 

gij denne vorder roren van deme vnwondliken tolne vp der Holstenbrugghe, 

t>egherende, wij dat gutliken willen anstan laten, so langhe de juwe vnde vnnse 

t>ij enander komen etc., des, leuen heren vnde vrunde, sint vele vnsser borghere, 

den wol vordencket, dat men sodanen tolne up der Holstenbrugghe nicht plach 

to gheuende, dar de vnsse nu grofliken mede beswaret werden. So konen wij 

v^nde vnsse borgher sodans nicht wol lengk ghedulden. Begheren darvmme, gij 

®odannen tolne afsetten vnde van vnsen borgheren vnde cren gudern nicht 

^^iDen laten. Dat willen wij gerne vorschulden, wor wij moghen, vnde begheren 

des noch juwe gutlike andwerde. Gode beuolen. Screuen vnder vnsser stad 

®^eret, am daghe Anthonii etc., anno Domini LXUII^. 

Consules Hamburgenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen w. s, w. 

Nach detn Original. Mit Resfeti des Secrets. 

58 



1464. Jan. 24. 459 

Hanse van Rorbach enen besegelden breff nemen, des wij to juwer behoflF hern 
Hinricke van Hachgede ware auescrift hebben gesand. Vnd alse wij na dem 
^ueschede dessuluen breues vnse bodescop mit dren dusent gulden na Nurenberge 
vor Wynachten hadden vthgeferdiged, do sande de hochgeborne farste, here 
marggraue Albrecht van Brandenborgh, sine bodescop an vns van wegen vnses 
aldergnedigesten heren, des keisers, vnd leth vns manen vmme vijff dusent 
rinsche gulden, de wij sinen keiserliken gnaden noch scholden plichtich wesen 
na lude vnser verschriuinge vormals geschen. Also isset, leuen heren, dat vns 
dat in dera keiserliken houe so nicht ward togelaten, alse vns de here marg- 
graue Albrecht, alse en keiserlik comraissarius, hadde vorscreuen, so wy raenen, 
vnd darumme raenen wy ok, nicht plichtich to wesende to betalende sodane 
V^ gulden. Vnd also hebben wij dorch vnse sendeboden ergenant rait todaet 
iuwer erliken sendeboden ok vorbenomed to Breraen rait hern Hanse darumme 
vnd van aller vorgerorden sake wegen entliken, alse he des van des keisers 
wegen macht hadde, verhandelt na lude sines breues, dat wij van alien zaken 
vnd schulden, de weren denne scriflftlik edder rauntlik, vnd darto ok van alien 
parthien erbenoraed scholden deger quiteret vnd absolueret wesen, dar nu 
togheringe vnd des vorgerorden hern raarggrauen Albrecht vorderinge der vijff 
dusent gulden erst vorscreuen infallet vnd ok dat vns de ergerorde her Hans 
de absolucien to Nuremberge nicht heft geschicket. Darurarae wy denne 
desuluen III^ rinsche gulden ok noch by enander hebben vnde wolden geme 
Van der wegen bodeschop don in den keiserliken hoff to her Hanse van 
fiorbach, also dat wij by siner verhandelinge raochten bliuen. Vnd bidden 
deger andechtigen, gij deshaluen ok van vnser wegen an ene raedescriuen willen 
Ha lude desser ingelechten auescrift. Willen wij vrarae juwe ersaraheide, de 
God lange wolgesund beware, alletijt hochliken geme vordenen. Screuen vnder 
vnser eyns ingesegele, ara dinxtedage vor Conuersionis sancti Pauli, anno 

I>omini etc LXHH. 

Proconsules Luneburgenses. 

Aufschrift: Den ersaraen wisen mannen, heren borgerraesteren der stad 
Lubek, vnsern besunderen leuen frunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Hesten eines Siegels. 



-'^^ BUrgermeister von Lubeck ervndern den Burgermeistern in Luneburg, doss sie 

58* 



i 



1464. Jan. 25. 461 

vort in ramen. Dat kenne God, de juwe ersame wysheyt to langhen salighen 

tyden sparen wylle. Gheschreuen vnder vns enes ingheseghel, op sand Pawels 

dach syner bekeringhe, int jar LXim. 

Borghermestere in Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen wysen mannen, heren borghermesteren der stad 
Luneborch, vnssen besunderen leuen frunden geschreuen. 

Nock dem in grUnem Wachs aufgedrUckten theilweise erhaltenen Siegel, anscheinend des Wilhelm von 
Calven, im Stadtarchiv zu LUneburg befindlichen Original auf Papier. 



Ber Bath van Flensburg ersucht den Bath von Lubeck, den in Lubeck befindlichen 
Nachlass des Jesse Slot, der von demsdben zum Ban der Nicolai-Kirche 
in Flensburg bestimmt sei, aiAsliefern zu lassen. 1464. Jan. 26. 

Jw ersamen vorsichtighen wysen mannen, heren borgermesteren vnde 

radmannen der stad Lubeke, vnsen besundern gnden vrunden, do wy borger- 

mestere vnde radmanne to Flensborgh nach vrundlijken denste andechtigen 

weten in vnde mit desseme brene, dat vor vns in sittenden stole des rades 

synt ghekomen de[s] ersamen manne Nisse Brun, Tord Torsson, Clavsres Smyter, 

vnses rades medecumpane, junghe Leue vnde Hans Frendy, vnse leuen mede- 

Wgere, tuges vnde loffwerdighe erffbesetene bedderue lude, vorraiddelst eren 

vthghestreckeden armen vnde vpgherichteden vingern staueder eede lijfflijken 

to den hilgen zwerende, tughende vnde warmakende, dat de beschedene man 

Jesse S16t milder deehtnisse, alse he lach an syneme sukebedde, dar he ane 

starflF, vnde hadde sin testament vnde lesten vrillen in der jegenwardicheid 

syner testamentarien reddelken vnde mit guden synnen beschreuen, vorbade he 

se vor sijk vnde let vor en lesen dat testament vnde bat vnde esschede se to 

tuge vnde besunderghen vnde merklijken vppe dat artikel, dat he gheue tor 

ere des hilghen heren sunte Nicolai syne buwuelligen kerken mit vns to 

buwende vnde to beternde, alle syne gudere, de he hadde in synen kysten 

vnde cumptore to Lubeke, vnde wor he se bynnen Lubeke hadde. Worvmme, 

ersamen heren, bidden wy andechtighen juwe leue, gy vmme Godes, des guden 

heren sunte Nicolai vnde vnsen willen sodane vorscreuene nalatene Jesse Slotes gudern, 

de he so merlijken vor loffwerdigen tughen vmme syner zele salicheit an syneme 

lesten willen gheuen heflft, gunnen vnde volgen laten willen tor ere des hilgen 

heren sunte Nicolai, des wy to juwer vorsichtigen ersamen leue wol inme rechte 



1464. Jan. 29. 463 

wijsheid willen vns gunnen to juwer vnde vnser stad Molne nutticheid, efft dar 

vurder profit ane were, dat erscreuene molt to ethliken iaren. Wij willen 

juwer ersamen leue alle jar betalen vnde geuen wol to danke an twen termynen, 

effte wo dat leuede juwer wijsheid, hundert mark lub., vmme to vormyden veles 

vnwillen, den wij hebben an der rekenschop vnde vthtometende sodan molt. 

Juwer ersamen wijsheid gudwillich juwer stad Molne to nutticheid to bewisende, 

dat willen wij an allem weghe vordenen, dar wij konen vnde mogen. Gode 

almeehtich ewich sund vnde salich bevalen. Sereuen vnder vnser stad secret, 

am sondage Vor Lichtraissen, anno otc. LXIIII. 

Consules Molnenses. 

Anfschrift: Den — — raedmannen der stad Lub(»k, vnsen u, s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des aufgedriickten Secrets. 



^otarieller Protest des Baths von Lubeck gegen eine Bestimmuru/ in der von dem 
Rathe von Hamburg erlassenen Ordnung iiber Tonnen- und Bakengeld. 
1464, Feb, 1, 

In Godes namen amen. Witlick vnde apembar zij alien, de dyt jegen- 

>i^ardige openbare instrument sehen edder. horen lezen, dat na Cristi vnses heren 

gebort dusent veerhundert jar im veervndesostigesten jare, der twelften indictien, 

am mydweken des ersten dages des mandes Februarij tor tercien tijd edder 

darbij, pawestdvms des allerhilgesten vnses in Gode vaders vnde heren, hern 

I^ii, van godtliker vorsichticheit des andem pawes, im sosten jare de ersamen heren 

Wilhelm van Caluen, Bertelt Witick, Johan Westuael, Hinrick Castorp, borger- 

niestere, Hinrick Lypperade, Johan Syna, Johan Zegebarch, Hinrick van Stiten, 

Johan Wickede, Johan Brolinck, Andreas Geuerdes, Hinrick Ebbelinck, Hinrick 

fiacheden, Ludeke Beere, Hermen Sundesbeke, Johan Hertze, Olrick Kornelies 

^"nde Vritze Grawerdes, radmanne der stad Lubeke, van erer vnde erer borgher 

^^^egen vnde ock meenliken erer borgher copmanne, de de Elue vpp vnde dal myt 

^^"eii guderen plegen to vorsokende, sint gewesen in jegenwardicheit myns openbaren 

^otarye vnde der tughe nabescreuen sunderlinges darto geeschet vnde gebeden 

"^^cie hebben myt luder vnde vorstentliker stemmen dorch den vorsichtigen 

^ster Johan Amdes, eren gesworen soriuer, laten lezen enen openen des 

^^^a.men rades to Hamborch breff myt erer stadt secrett beneden angehenget 

"otrgegelt, van worden to worden alsus ludende: (Folgt die Urkunde Nr, 425. 



sanctum Egidium igne diuini amoris accense quoddara oratorium infra septa 

<3icti conuentus, in quo nunc degunt et conversantur, per venerabilem virum, 

cJominum Johannem Zegeberch, consulem ciuitatis predicte, constructum et 

^dificatum consecrari sibi pecierunt, quod quidem dictus dominus Johannes cum 

omnibns reliquis domibus et areis, quamm nunc possessionem sine eciam vsum 

^t fhiicionem habent, in remedium anime sue et suorum, in manibus nostris 

-fcamquam spiritualia bpna et ecclesiastice libertati per omnia asscribenda ac pro 

vtilitate et fruicione sororum prefatarum de cetero per omnia deseruitura realiter 

^t integraliter obtulit, cedens omni juri, quod in ipsis habuit sine habere potuit. 

Nob igitur eandem oblationem gratam et ratam habentes, peticionem quoque 

earundem annuentes idem oratorium ad honorem Dei omnipotentis, sanctissime 

virginis Marie et sanctorum archangelorum Michaelis et Gabrielis necnon omnium 

sanctorum angelorum Dei, ipsius oratorii sine capelle principalium patronorum, 

vna cum altari et cimiterio coadiacentibus dedicando more pontificali consecrauimus. 

Insuper zelo deuocionis dicte sorores magno accense ad predictorum quodlibet 

scilicet capellam altare et cimiterium necnon ad suas horas, ad quas ipse dietim 

legere et orare astricte sunt, humiliter et denote a nobis indulgencias epis- 

copales largiri et concedi supplicarunt. Nos igitur Amoldus, episcopus prefatus, 

earundem matris et sororum supplicacionibus fauorabiliter annuentes, vitam piam 

et deuotam earum conuersacionem Deo gratam existimantes et commendantes, 

bonorum quoque operura ac oracionum huiusmodi participes fieri cupientes 

omnibus et singulis dicti conuentus matri et sororibus continuisque commensalibus 

vere penitentibus confessis et contritis dictam capellam deuocionis et oracionis 

causa intrantibus ac ante predictum altare ter Pater noster et tocies Aue Maria 

in genibus dicentibus necnon et ipsum cimiterium adiacens pro fidelibus defunctis 

vbilibet in Christo quiescentibus Deum exorando circumeuntibus semel in die 

XL^ dies indulgenciarura, de predictorum quolibet similiter et ad prefatas suas 

boras XL de omnipotentis Dei misericordia beatorumque Petri et Pauli 

^postolorum eius meritis et auctoritate confisi de iniunctis sibi penitenciis 

^isericorditer in Domino concedimus atque relaxamus. In cuius rei testimonium 

secretum nostrum presentibus duximus appendendum. Datum Lubeck, in curia 

Nostra episcopali, anno Domini m" cccc sexagesimo quarto, ipso die Purifi- 

^^cionis beate Marie semper virginis. 

Nach einer in die Bestdtigungsurkunde des Bischofs Albert von Liiheck vom 30. Atig. 1467 ein- 
gefUgten Abschrift 

59 



1464. Feb. 6. 467 

land wedder to gnade vnde vrede gebracht werde, scholde juw vnde juwer stad 

merkliken vromen in juwem solte inbringen. Vurdermer so gij vns wedder to 

antworde gescreuen hebben van wegen vnser borger renthe, begere wij ok, gij 

deme also mit dem ersten vorfogen willen to bescheende, vnde begheren hijr 

iioch van juwe gutlike richtige bescreuene antworde mit deme ersten. Gode 

deme hem zijt beualen. Screuen vnder vnser stad secret, am dage Dorothee 

vT^Tginis, anno LXIIII. 

Borgermester vnde radmanne der stad Lubeke. 

Nctch dem OrigincU im Stadtarchiv zu LUneburg. Das Siegel ist grosstentheUw abgesprungen. 

CDXLiII. 

Tohann, Graf von Hoya, Magt dem Rathe von LUbeck, me sehr er dutch die Gewalt- 
thatigkeiten des Herzogs WUhelm von Braunschweig leide. 1464, Feb. 7, 

Johan, tor Hoye vnde to Broekhusen greue. 

V orsichtigen bisundern gunstigen guden frunde. Wij doen juw witlik, 

dat hertoge Wilhelm grofliken mit gewolt to vns socht to beschedigende vnse 

vnde des rikes vrygen strate, also dat wij nu korts to twen tijden vele 

vortouwe mit grotem gude belastet vppe vnser straten mit macht vor one 

mosten redden vnde noch dagelix fort de syne darto schicket, vnse strate to 

beschedigende, dat vns in de lenge, wanner wij des vthkome trost vnd bistand 

wusten, ghar swar steyt to lydende. Vnd bidden juw darumme fruntliken, gij 

dat rait juwen frunden willen ouerspreken vnde vortasten, dar des tonde 

(to dande?) ys, wat wij vns trostes tiegen alsulk gewolt to sturende van juw 

schuUen vormodende wesen, dar wij vns mit vnsen frunden deste bed weten na 

to hebbende, wente wij desset anderen erbaren steden, den vnse strate denet, 

ok in sulker mate gedencken witlik to donde, vnde bidden desses juwe guetlike 

richtige antworde. Screuen vnder vnsen signet, am dinxstdage na sancte 

Dorothee, anno etc. LXIIII ®. 

Aufschrijt: Den — — rade der stad Lubeke, vnsen w. 5. w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren einea aufgedrUckt gewesenen Siegels. 

cbxjlhi. 

Der Bath von Lubeck sendet dem Bathe von Luneburg einen Brief des Baths von 
Colberg, betreffend einen drohenden, doch glucklich abgewendeten Ueberfall 
der Stadt. 1464. Feb. 9.^ 



*) Vgl. ja 429. 



59" 



1464. Feb. 13. 469 

CBXliT. 

AmMeute, Meier, Schoffen und Gericht der Stadt Hamburg steUen fUr die 
Geschvnster und Geschwisterkinder des verstorbenen (Syndikus in LUbeck) 
Simon von Homburg ein Ndchstzeugniss aus.^ i464, Feb. 13. 

Den ersamen vnd fursichtigen herren burgermeistem vnd raitmannen der 

statt Lubicke embieten wir amptlude, meygere, scheffenne vnd gerychte der 

statt Homburg Metzer bistums vnnsere fruntschafft vnd alles gut vnd fuegen 

uch zu wissen, wie vns kuntlich vnd wissentlich ist, neraent auch das uflF die 

eyde, wir vnsern hem vnd ampten gethaen haben, dat Kette, eeliche huys- 

frauwe Eurard Loers, Margrete, eeliche husfrauwe Hanns Wageners, vnd Windel, 

der Got gnade, rechte lipliche sustere von vatter vnd moeder gebome den 

ersamen meyster Symons von Homburg by uch gestorben, dem Gott bramhertzig 

syn wuUe, gewest, deshaluen die genant Kett«, Margrete vnd Windel seligen 

verlaissen kindere solicher ghifften vnd verlaissen guter nach lut sines testamentes 

die rechten erben sint vnd syn suUent des vurgeraelten meister Symons, vnd 

nyemant anders neher dann sye. Demnach so haben soliohe vurgeschrieben 

rechte vnd waere erben vur vns vnd inn gegenwertikeit c^yns uffembaren 

notarien gekoren vnd gesatz zu waren procuratoren heufftmannen vnd moraperen 

die bescheiden Eberhart Loer, Hanns Wagener, ire eeliche gemaheln, vnd 

SjTDond, TTendelen seligen sone, sementlich vnd jeglichen b(»8undor, geuen ine 

auch wUenmacht vnd gewalt inn crafft dieses brieflFs, soliche gyffto vnd gabe 

inn fruntschafft zu entphahen oder mit recht zu vorderende vnd innezunemenen, 

von dem, das sye also entphaehen werden, quittancie zu gebcn vnd, obe noit 

gebnren wurde, mompere vnd sachweldere zu stellen vnd zu setzen vnd vurter 

damit zu tunde vnd zu laissen inn aller der maissen, als obo diesclben Kette 

Margrete vnd Windel verlaissc*n kindere mit wis.sen irer vurmonder alle 

personlieh darinn dun muchten, ob sie gegenwertig weren, haben auch vur vns 

vnd dem notarien hie vnden geschryben gelobt vnd gesworen, solichs i^'ie 

ol^eschriben steet stede vnd vnuerbruchlich zu halden, darwedder net zu redden 

in eyniche wege. Bitten darumb wir amptlude, meyer. scheffen vnd gerychte 



^ Die rrkonde bemht an! einer aruichtU^en VontoMetznng. .Simon Batz IjaI noch urn '£>>. him 

xi%. DAS- J<^ Bapt.; ssQOC eoTpore et ment^; i-Xn TeffUuxi^nt f^emstcht und am 2^1 ioli ^moot. vor Jmc., 

gich ge^en den Rath von Ubeck zu vierjihrivrern Duituft v<-i7>flichU;t Bal'i 'iaranf i-t 'J«?r Tod '-iD;/etreUm, 

Fin von der BeLOrde in Homburg fflr die KhemAnn^^r der bier jfenanU-/; Frauen :4f/. '/fJ 8ept. midw tot 

Mich. aoagesteUie« Krhscti^JxezexigBise )>eniht auf einer 'Hiatiiache 



1464. Feb. 18. 471 

meer anderer stede radessendeboden de juwe to sodanem dage ok schicken vnde 
hebben willen, des wij noch tor tijd juwe entlike antworde nicht hebben ent 
fangen: hijrvmme is noch ynse frundlike begher deger andachtigen biddende, 
gij ok alse lefhebber des vredes vnde vorderer des geraenen besten juwe 
erliken radessendeboden vppe desulffte stede vnde tijd mede schicken vnde 
licbben willen, na lude sodaner vnser frundliken schriffte vnde breue van vns 
deshaluen an juw beschen, vnde dit nergen inede to vorleggende. Vorsohulden 
w^ij vmme juwe ersamheide, de Gode dem hern zin beualen, allewege na gebor 
gerne, vnde begheren desses noch juwe gudlike richtige bescreuene antworde 
bij desseme vnseme boden. Screuen vnder vnser stad secrete, am sonnauende 
vor dem sondage, alse de hilge kerke singet Jnuocauit, anno etc. LXIIEL 

Borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke. 

Atifschrift: Den — — radmannen to Luneborch, vnsen m. s. w, 

Noch dem Original im Stadtarchiv zu Liineburg mit grosstentheils erhaltenem Secret. 

CDXIiVII. 

GebAhrentarif des Gerichtsschreibers, 1464. Feb. 22. 

Jn desser nabescreuen wijsc sint de heren, de rad van Lubeke, eens 
geworden rayt Petro dem richtescriuere anno dusend veerhundert veervndesostich 
I^etri ad cathedram. 

Int erste vor ene wedderklage ofte vor ene losdelinge edder slichte 
^chuld to scriuende van enem borger dre pen. vnde van enem ghaste ene schuld 
t^o scriuende soss penninghe. 

Item wor eyn pand vorfolget werd vnde men dat schal scriuen, dar 
^<ihal he vor nemen van dem borgher soss pen. vnde van enem gaste enen schillingk. 
Item vor ene besate vnde inweldinghe vor elk to scriuende van enem 
"orger soss pen. vnde van enem gaste enen schilling. 

Item vor eyn vredelos van bloet vnde blaw enen schillingk. 
Item van beenbroke vnde lemede to scriuende twe schillingk. 
Item wat gheit an hals vnde hand, to vornemende an dat hogeste, veer 
^^hillinghe. 

Item wor ene inweldingo schud an liggenden grunden vnde standen 
^"^^en, darafF XXI penninge, des schal hebben de richtescriuer enen schillingk, 
^^ vorsprak soss pen., de bodelmester dre penninghe. 



frundes uppe tijd vnde stede besenden willen etc. Worup, ersamen leuen 

f nindes, willet wethen, so gij ok sunder twiuel wol enbynnen sind, dat wy rait 

Ineren Gerde, gi'euen to Oldemborch, meer van des ghemenen gudes den van 

-vnser eghenen wegen vp vnsen ghans merklijken schaden ok to veyde ghekomen 

sin vnde noch iegenwardich darynne sitten, dar enverdige wolgeboren duchtige 

-v^nde ersarae heren, manne, gij vnde andere stede vnde frunde sijk vake mede 

beworen, de sake v6rnomen, up entlijke recesse ok vterlike schedinge vnde 

^vorsegelinge mer den to ener tijd ghehandelt vnde ghedegedinget hebben, dar 

-v^ alle tijd her dorch gudes sletes horich vnde volchaftich ynne sin ghewesen, 

zo noch kortlijken van dem eddelen heren, hern Mauricio, greuen to Oldemborch 

etc., sinen prelaten mannen vnde to Oldemborch vulmechtich van hern Gerdes 

wegen gheschach, de vngheesschet in vnse stad quemen vnde ene entlijke 

schedinge twisschen vns parten sloten vnde vorsegelden, des he vnde sine 

vulmechtigen erbenomed vns alle myddenander sind wedder vthghegaen vnde 

entfallen, vnde zus hertho vnder guden ghelouen vorlettet vnde bedrogen sin 

vnde vns wedder tieghen erne setten mothen up vnsen ghans lastigen schaden, 

dar vns wol van noden vnde merklijken trost vnde bistand van den ghemenen 

hensesteden, zo de here koning hern Gerde in sinen vnrechten bylicht vnde 

vns mit sinen rijken landen vnde luden heft entsecht, deme weddertostande, 

behoeff to were, gelijk vns de ersamen van Brunswijg mit anderen Sasseschen 

steden vmme on belegen toghesecht hadden, d6n wolden, dat noch hertho vor- 

myddelst pestilencien, de dar mit on grofliken heft regnert, is vorbleuen. Also 

isset, leuen frundes, dat wy van sodaner last vnde n6t vnses rades frunde, de 

dar bequeme to sin, vth vnser stad nene wijs enberen noch to der dachuard 

senden en konen. Vnde bidden, desset van vns nicbt vnguetlijken entfangen 

vnde vns ok in desser vnnser last alsulk vorfolch dem ghemenen gude vnde 

coepmanne aftokerende, dar gij beschedelyken konen vnde moghen, myt dem 

besten betrachten vnde besorghen. Vordenen wy vmme juwe ersamheyt, de wy 

Gode vnnsem heren wolmogende vnde salich beuelen, alletijd, wor wy konen 

vnde moghen, willichlijken gherne. Screuen am vrigdage vor dem sondage 

Beminiscere, vnder vnser stad secret, anno etc. LXIIII^. 

Consules Bremensis ciuitatis. 

Aufschrift: Den — — raedmannen der stad Lubeke, vnnsen u. s. w. 

Noch dem Original. Mit schwacJien Resten des Secrets. 

60 



1464. Marz. 7. 475 

Vnsen fruntliken denst touorn myd vorraoghe alles guden. Erwerdighen 
leuen heren. Alze gy vruntliken schriuen vmme Ludeken Vromen, luwen 
borgher, vnsen murman, wo he degheliken claghet, era vnse kerksworen scholen 
vorentholden vijff mark vordendes lones: willet weten, erwerdighen heren, dat 
de erbenomede Ludeke hefft vordinget myd den vorstenderen vnde kerkswornen 
vnses kerspels tho Lenzan, enen tome tho muren vnde rede maken van grunt 
vp vnde so hoghe de gheuel is vnser kerken vnde ene elen darbouen vor enen 
summen gheldes, also vijflPtich mark vnde hundert lubeseh. Des hefft de 
ergenante Ludeke Vrome hundert mark entffangen vppe rekenscop, vnde dunket 
vns vnde detne gantzen kerspele nicht nutte wesen, dat se em vurder raeer 
Ions vthgheuen, wente he den torne nicht bauen de helffte muret hefft, also 
vns dunket, sunder he willet vorwissen vnde wol vorborghen, he vor de vijfftich 
mark, dede noch nastan, wille muren edder muren laten vnde rede maken den 
tome, alzo vorschreuen is, id sy by line edder by dode. Bidden wy fruntliken, 
erwerdighen heren, gy willen dupliker darvp denken, dat vnse arme kerspel 
van der sake weghen nicht vorsnellet wcrde. Vorschulden wy denstliken gherne, 
war wij moghen. Schreuen vnder vnsem ingesegel. Sijd Gode beualen. 
Schreuen des mydwekes tho Mydvasten, anno etc. LXIIII^. 

Mathias Eatlow, Bernd van Quale, knapen, vnde 

kerspel tho Lenzan. 

Aufschrift: Den erwerdighen heren vnde beschedenen mannen, borgher- 
mestere vnde radmanne der stad Lubeke, vruntliken schreuen. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten dreier aufgedriickten Siegel. 

WUhelm der dltere, Herzog von Braunschweig und Luneburg, rechtfertigt gegen den 
Rath von Hannover sein Verfahren hinsichtlich LUbecks. 1464. Mdrz 7. 

Wilhelm de elder, van Godes gnaden hertoghe to Brunswigk vnd Luneborch etc. 

Vnsen gunst vnde guden willen touorn. Leuen getruwen. Alse gij 

vns eyne auescrifft des ersamen rades van Lubeke scriffte an juw gedan van 

wegen itlikes gudes etc. ghesant hebben, hebben wij ore meninge wol verstan. 

Leuen getruwen, wat wij sodane ghedan hebben, hebben wij mit rechte ghedan, 

alse gij in desser ingeslotten coppien wol sende werden, vnde moghen de van 

Xubeke vns von der weghen vnbeklaghet nicht laten, so willen wij dar to 

60* 



1464. Marz 9. 477 

'^^nsen vyanden vormengede, ankomen mochte, tho vorhoden, bidden hirvrame, 

leuen heren vnde frundes, fruntlijken, gij juwe borger inwonre frund vnde 

VDdersaten derweghen waerschuwen vnde warnen. Ok warschuwen vnde warnen 

^j juw mit craft desses breues, dat gy noch juwe noch ere guder vp vnser 

vyande bodeme noch ok vyande guder up juwe bodeme nicht en schepen en 

lathen noch ok nene vormenginge sus mit on holden. Wenthe wor de vnnse 

alsulke juwe gudere ofte schepe mit viande guderen vormenghet anquemen 

vnde sik der vnderdeden, dat vns doch van herten leth were, dar en ghedencken 

ofte en willen wy noch de vnnse juw noch ok nemande vmme to antwordende, 

vnde willen vns mit desser warschuwinge to rechten tijden hirynne tieghen 

juw vorwaerd hebben. Willet vns, leuen frundes, desset torn besten duden 

vnde nicht vorkerlijk holden nae desser sake gheleghenheit. Vordenen vnde 

vorschulden wij vmme juwe ersame wisheit, de wij Gode vnnsem heren wol- 

moghende beuelen, alletijd gherne. Screuen amme vridage vor dem sondaghe 

Letare, vnder vnnser stad secret anno etc. LXTTTT. 

Consules Bremensis ciuitatis. 
Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnnsen u. s. w, 

Noch dem Original. Mit Resten dea Secrets. 

Bischof Ludolf von Batzeburg schrdht dem Bathe von Ltibeck in Betreff des 
Streits eines seiner Unterthanen mit einem Eingesessenen in Wesloe fiber 
eine hcMe Hufe Landes. 1464, Mdrz 18. 

Ludolfus, van Godes gnaden bisscop to Eaceborg. 

Vnsen fruntliken grut mit begheringe alles guden tovorn. Ersamen 
leuen heren vnde besundern guden frunde. Alz gi scriuen van wegen Hans 
Veldes, juwes vndersaten wonachtich to Wisselo, de juw to kennende geuen 
heft, dat ene halue houe landes vp der veldmarken to Zwanenbeke eme tobehore 
to synem eme darsulues belegen, vnde Henneke Drewes, vnse vndersate, dar- 
sulues wonachtich, eme in der haluen houe wedderstall deyt vnde sick der 
vnderwunden heft etc., des, leuen heren, begheren wy juw weten, dat desulue 
Forbenomede vnse vndersate Henneke Drewes sodane halue houe, dar gi van 
scriaen, rouwelken beseten heft wol druttich jar langk edder darby vnde sodder 
der tijd nene tosprake darvmme leden heft van dem vorscreuenen juwem vnder- 
saten, sunder to desser tijd, vnde desulue vnse vndersate sodane halue houe 



1464. Marz 19. 479 

Viidde wy juw vruntliken, gij wyllen juwen borgher erbenomet vnderwysen, 
dat he de erscreuene wysch vorlate vnde neme syn ghelt, also dat wy vnsen 
gekoflFten hoff myt syner tobehoringe mogen angrypen vrij, so wy en gekofft 
hebben, sunder syne werrynge, vnde late sijk nughen in rechte. Ersamen leuen 
heren, bewyset vns hijr wyllen ane, dat vorschulde wy gerne to alien tiden na 
vormoge, dat God wed, de juwe ersamen wysheyde salich beware in ewycheyt. 
Wes juwe leue hijrane beweruet, bydde wy juwe antwcrde bij bringher desses 
breues. Screuen vnder vnses cappittels ingeseghel, des mandages na deme 
sondage Judica, anno Domini LX quarto. 

Capittulum ecclesie Eazeburgensis. 

Den — — borgermestern der stad Lubeke, oren u. s. w. 

Nock dem Original auf Papier. Mit geringen Spuren eines Siegels. 

CDI.V. 

JVUhelm, Herzog von Braunschweig und LUneburg, schreibt dem Rathe von Lubeck, 
dass er befugt gewesen sei, den nach Luneburg bestimmten .Stochfisch an 
sich zu nehmen, 1464, Mdrz 24. 

Wilhelm, to Brunswik vnde Luneborch hertoge. 

Vnsen gunst vnde guden willen touorn. Ersamen leuen besunderen. 
^nse leuen getruwen, de rad van Honouer, hebben vns enen openen bref mit 
juwem ingesegel vorsegelt geschicket, darinne de juwe sodanen stockvisch, alse 
vy uppe recht behindert hebben, vor -dat ore berechtiget hebben, so hebben wij 
densuluen vnsen leuen getruwen enen bref des allerdorchluchtigesten hoch- 
gebomen fursten vnde heren, hern Frederikes, Eomeschen keysers vnd alletid 
merer des rikes etc., vnses aldergnedigesten leuen heren, lesen laten, des wij 
^ne, juw vort to schickende, ene ware copien gesant hebben, in welkem breue 
clarliken vthgedrucket vnde alien des rikes fursten vnde vndersaten geboden is, 
dat men den van Luneborch des hilgen rikes strate, to vnde af to vorende, 
vorsperren vnde vorhindern schal vnde dat men de jenne, de in openbarer dad 
begrepen werden, upholden vnde touen vnde na rechte pinegen vnde straflfen 
schal, daruth gij wol vorstan mogen, wer wij so den hinder vnde kummer mit 
rechte edder vnrechte dan hebben. Doch mene wij, dat sik wol geborde, dat 
gij de juwe so hadden, dat se deme rike horsam weren, so alse gij dem rike 
gewant vnd togedan sin. Duchte auer juw vnde den juwen, dat vns to vnsem 



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1464. M^rz 25. 481 

I-i\ibeke bolegen, alse de erbenomeden heren des capittels to Lubeke ere dorpere 
vnde gudero Wasschebuck Elerstorppe Johanstorpe bi Oldenborch, Sebente 
Dannow vnde Bouwerkendorpe darsulues, Sussow Clawestorppe vnde allent, wes 
datsulue capittel to liubeke aldus lange gehat besethen hebben in Harkendorp 
vnde Gortze mijt eren tobehoriDgen. Desse gudere de erbenomede WulflF 
Poggewisch vnde sine eruen to erue hebben beholden vnde to ereme besten 
vnde willen alse anderer erer leengudere bruken scholen vnde mogen, alse 
Lemmeke sick des mit Wulue erbenomet kopeswise vordreghea helft, darto 
desuluen heren des capittels erbenomet den vorbenomcden Lemmeke van 
Bockwolde wol vornogen vnde entrichten lateu hebben dusent Inb. marck 
pennynge, alse se des eyns sint. Vnde hir enjegen Lemmeke vnde Wulff 
erbenomet ere nagescreuenen dorpere vnde lantgudere, alse den hoflf to Wedole 
bij Trauemunde bolegen, de dorpere vnde lantgudere alse Warnstorpe Brothmanne 
Graramerstorpe vnde dat Nigendorp vnde allent wes Lemmeke erbenomet vnde 
sine eruen van erfftales effte kopes wegen alduslange hebben gehat vnde 
beseten in den dorperen Todendorpe bi Trauemunde Serkenisse vnde Panstorpe 
bi Lossendorpe bolegen vnde de gantzen molen to Kukeltze mit alle eren stenen 
vnde tobehoringen stromen dammen dyken wurden wischen ackeren vnde weyden. 
Desse gudere alle de heren des capittels to Lubeke, jegenwordich vnde tokomende, 
to eneme gantzen egendome wedder hebben beholden vnde der to orem besten 
vnde willen to ewigen tokamenden tiden brukon scholen vnde mogen. Desse 
suluen vmmesetteden dorpere vnde gudere alle hebben de benomeden dele, alse 
de heren des capittels to Lubeke vor sick vnde ere nakomelinge de dorpere 
vnde gudere Waschebuck Elerstorpe Johanstorpe Sebente Dannow Bouwerken- 
dorpe Sussow Clawerstorpe vnde allent wes se alduslange hat vnde beseten 
behben in Herkendorpe vnde Gortze, Wulue Poggewisch erbenomet vnde sinen 
enien, vnde weddervmrae desuluen Lemmeke van Bockwolde vnde Wulff 
Pogwisch vor sick vnde ere eruen de dorpere vnde gudere den hoff to Wedole, 
^^ dorpere Warnstorpe Brothmanne Grammerstorppe dat Nigendorpp vnde allent 
ves se alduslange van erfftal effte kopes wegen gehat hebben in den dorperen 
Todendorppe Sekernisse vnde Panstorppe mit der gantzen molen to Kukeltze 
erbenomet densuluen heren des capittels to Lubeke to eres gantzen capittels 
behoff vor vns vnde vnseme rade to enen rechten ewigen vnde redeliken egen- 
dome, alse se van rechte scholden, vorlaten vnde ouerantwordet mijt alle eren 
tobehoringen bewechlick vnde vnbewechlick, mit aller grunt droge vnde nath, 

61 



1464. Apr. 2. 485 

CLutwerde beschicken. Vnde woer wy juwer ersamheyt, de wy Gode vnnsem 

lieren wolmoghende beuelen, nae alle vnsem vormoghe willen vnde denst doen 

vnde bewisen konen, darane wyllen wy van juw alletijd guetwillich sporet vnde 

ghevunden werden. Screuen am maendage in den Paschen, vnder vnnser stad 

secret, anno etc. LXIIII. 

Consules Bremensis ciuitatis. 

Aufschrift: Den — — raedmannen der stad Lubeke, vnnsen u, s. w, 

Nach dem Original. Mit Resten des Secrets. 

Der Rath von Bremen schreibt dem Bathe von Lubeck, dass ,er Alle, die mit 

Unterthanen des Konigs von Ddnemark verkehren, als Feinde ansehen 
musse, 1464. Apr. 6. 

Vnnsen fruntlijken denst vnde wes wy gudes vormogen thouorn. Ersamen 

hereu vnde leuen frundes. So wy juw nv kortlijken up juwe scrifte, darynne 

gij roren van der vthredinge vnnser borger tor zewerd etc., scriftlijken benaelden, 

w-j deshaluen int erste na dessen hilgen daghen myt vnsen frunden wolden 

spieken vnde juw des denne een entlijk antworde vort beschicken, dem wy nu 

so ghedan vnde duplijke sprake darvmme ghehad hebben, also en konen noch 

®xi moghen wy, leuen frundes, nemande van vnsen vyanden sunderges vthscheden 

lioch afzonen, de wy vor den vnsen in velicheyt ofte gheleyde konen vorwaren. 

V'nde als gy denne de ghenne, de wy ghedencken tho veyden, gerne wisten etc., 

leuen frundes, gy hebben ane twyuel wol ghehord, dat vns de here koning to 

Dennemarken myt sinen rijken landen luden vndersaten vnde hulpers hulperen 

doTch her Gherdes, des vorfolgers vnde bedruckers des ghemenen gudes, sines 

'>roder8, heft entsecht, desuluen vnde ere guder ghedencken wy to sokende 

^de to beschedigende , dar wy de ankomen vnde behebben konen, wente een 

islijk gheme sine vyande vorfolget, so he hogest mach, dat gij vns nicht vor- 

kerlijk holden noch ok entieghen darane doen en willen. Vordenen wy vmme 

juwe ersamheyt, de wy Gode beuelen, vnde vmme de juwe alletijd gheme. 

Bcreuen am vrigdaghe in den Paschen, vnder vnser stad secret, anno etc. LXIIII. ^ 

Consules Bremensis ciuitatis. 
Aufschrift: Den — — raedmannen der stad Lubeke, vnnsen u, s. w, 

Nach dem Original. Mit Beaten dea Secrets. 

^) Einen &n demselbeD Tage nach Hamburg geschriebenen Brief gleichen Inhalts hat der Bath von 
jiambnrg abschriftlich nach Labeck gesandt. 



486 1464. Apr. 7. 

CDliX. 

Der Rath von Gottingen schreiht dem Bathe von LUbeck, doss er gerne fur 
Ltibeckische Waarenzuge sorgen wdle, rdth jedoch, die sichersten Stnum 
zu wdhlen. 1464, Apr. 7. 

Vnsen willigen vnde fruntlicken denst uor. Ersamen vnde vorsichtigen 
heren, besundem guden frundes. Juwer ersamheit schriflFte vns itzund vorgelanget 
andrepende juwe koplude, wodanewijs se sick besorgen vnde vorangestet sin 
vor de hochgebornn farsten, hem Wilhelm vnde hem Fredericke, to Brunswick 
vnde Luneborch hertogen, dat one ore gudere vnde ware van oren gnaden effite 
den oren vpghedreuen odder sust besehediget werden mochten mit mer worden 
darvon ludende etc, hebben wij, leuen heren vnde frunde, vorstanden vnde uoch 
tor tid nicht vernomen eigentlikes, von der wegen se sick befaren mogen. 
Tdoch willen wij vns flitigen vnde derhaluen vmmehoren, vnde wes wij darvon 
vomemen, juw odder juwen kopluden, wor wij de weten, dat vormeldon, ock 
der juwen gud torn besten gerne warschuwen, wor wy dat erfaren. Doch so is 
vnse guddunckent vnde wolmeynunghe, dat gij mit den juwen bestellen, dat se 
ore gud de felichgesten straten vnde dar se alt sekerst getruwen dorchtokomen, 
schicken vnde gan laten, fare vnde vnrad to vorhoedende. Vnde wes wij juwer 
ersamen wisheit in den saken eflfte anders to willen vnde to denste gesin 
mogen, schuUe gij vns berede vnde gudwillich sporen. Datum nostro sub 
secrete, sabato in Pasca, anno etc. LXIIIl". 

Consules in Gottingen. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubecke, vnsen u. s. w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit Besten dea Secrets. 

Conrad, Bischof von Osnabruck, dankt dem Rathe von Liibeck fur dessen Bemuhung^ 
in Angelegenheiten des Hermann Barnstorp und bittet, damit fortzufdhren- 
1464. Apr. 8.^ 

Conraed, van Godes gnaden bisschop to Osenbrugge. 
Ersamen vorsichtigen besunderen guden frundes. Yw mach vnghetwjruelt 

^) Es handelt sich um Forderungen des Herm. Barnstorp an Barger in Dorpat, auch in Riga ami 
Reval. Greleitsbrief des Bischofs von Dorpat und der Stadt aus dem J. 1461 liegen vor. £in Ende dei 
Angelegenheit ergiebt sich nicht. 



"^ol vordacht zin der deghedinge van yw gesch§n tusschen den erwerdighen in 

Oode vader vnde hern Helmyghe, bisschoppe, synem capittel vnde stad to 

Darpten, an de eynen, vnde Herman Barnstorppe, an de anderen zyden. Desulue 

llermen vnsse gheborn vndersate ys. Vorstan, gij yw in den saken gutlikon 

"vnde vlijtlijken bewiset hebben, des wij vns tegen yw hochliken bedancken, 

dewelke ywe degedinge vnde auescheet Herman beth hertho nicht mach hebn 

^hedyen moghen, so wy vns dan gudes to yw vormoden vnde Herman gerne 

^efordert seghen. Ys vnsse deger gutlike begerte, gij yw darraede noch wolden 

leweren rayt ywen vlijtliken gunstigen schrifften an de vorscreuene sine 

^%^'ederparte, eme mochte ghelijck wedderfaren, vnde dat ywen degedingen vul 

"vnde genoch scheghe eder de sake tusschen den beyden parten vorscreuen 

xnochte to dagen vnde gutliken degedingen komen; konde men so nicht vinden, 

rnen de sake dan tho geborliken vtdracht stalte, dar wij vnse frunde myt 

Hermens frunden gerne wolden bij schicken. Wes Hermen vnsser hijrynne 

tegen yw gheneten sole, ywer gutliken antwort. Gode sijd alletijt salich 

fceuolen. Gegeuen tor Hunteborch, anno etc. LX quarto, des sundages 

Quasimodogeniti. 

Aufschrift: Den — — rade der stad Lubeke, vnsen w. 5. w, 

Nach dem Origincd auf Papier. Mit geringen Resfen einea aufgedrUckten Siegels (angek. den 5. Mai.) 

Prozentsatz der Leibrenten. 1464, Apr. 8. 

De ersame her Hermen Sundesbecke, radman, vor dessem boke heflPt 

l>ekant, dat he van den vormunderen des testamentes zeligen Hinrik Tzarrentin 

to ziner genoge hebbe entfangen hundert mark lub., de desulfFte zelige Hinrik 

Tzarrentin Geseken Richerdes in zinem testamente heflft ghegeuen, vmme der 

gesechten Geseken darmede teyn mark liffrenthe to makende. Ynde de vor- 

S^nante her Hermen heflft darmede vor zijk van wegen der obgenanten Geseken 

^Ude erer eruen wegen vorlaten vnde vorlet de erscreuenen vormunder ere 

^^^en vnde dat testament van der wegen van aller vurder ansprake vnde 

'^ianinge gentzliken qwijd leddig vnde los. Vurdermer so bekande de 

^^benomede her Hermen, dat he vnde zine eruen der ergedachten Geseken 

I^icherdes vor sulke vorscreuene hundert mark schuldich zint teyn mark 

'yfifrenthe, de ene helflfte vppe Michaelis vnde de anderen helffte vppe Paschen 

^^ gantze tijd eres leuendes vthe zinen redesten guderen vnbeworen to betalende, 



i 



1464. Apr. 24. 489 

vnnse arbeides lude, dede id wedder scholden maken, vnde dar noch to der 
atede sin. Screuen am dinxstedage na Georgii, ynder eynes andem iDgesegel, 
<ie8 wij hirto brukende sin, anno Domini etc. LXmi^. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnnsen u. 5. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit wnbedeutenden Resten eines Siegeh. 

<Jlau8 Bantzau bittet den Bath von LUheck um ein Furschreiben an den Rath von Venedig 

zu Ounsten einer Aneahl dahin reisender Personen, 1464. Apr. 27. 

Mynen fruntliken grut mid willigem denste touorn. Ersamen besundergen 

^^den frunde. Jek do juwer leue gudwilligen weten, dat ick mid minen 

T>roderen vnde etliken anderen gudemennen hebben vthgemaket dessen jegen 

^ardigen Jochim 8 win vnde de he raid sick heflFt by twintigen edder bij 

ortighen, dar etlike gude manne hijr vth dem lande raede syn. Wonimme 

l>adde ik juwe ersamenheit, alse ik flijtigest mach, gij vmme mines tokomeden 

"vordenstes willen an den rad to Venedie willen scriuen vnde vor desse vor- 

genanten bidden, dat se van en gevordert mogen werden, ouer dat meer to 

"komende, dat se dar nicht lange na dorfften liggen, dat denne villichte de vor- 

g^enante rad to Venedie vmme juwes vorscriuendes willen sick dar wol inne 

bewiset, mehr den vmme mines edder miner frunde vorscriuendes edder bede 

'Willen. Juwe ersamenheit sette dat nerne mede aff. Vorschulde ik jegen juwe 

leue na gebore alle wege gudwilligen gerne. Desuluen juwe leue God vriste 

V'nde spare zund vnde salich to langen tijden. Screuen to PI one, am frijdage 

^egest Marci des hilgen ewangelisten, anno Domini etc. LXIIII, vnder mynem 

• 

ixigesegele. 

Clawes Eantzouw, amptman to Plone. 

Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtighen heren borgermesteren vnde 
radmannen to Lubeke, synen besundergen guden frunden. 

Nach dem Original auf Fapicr. Mit Resten des Siegels. 

CDIiXVI. 

JHe LUbeckischen Abgeordneten in Danzig berichtcn dem Bathe uber einen fUr die 
Friedensverhandlungen zu bestimmenden Ort. 1464. Apr. 28. 

Vnsen frundliken grud vnde wes wij gudes vermogen touorn. Ersamen 

62 



1464. Apr. 28. 491 

de van Dantzijk van erer egenen rnacht wegen Putzke belecht hebben des 
dinxedages dar beuom, alse wij to Dantzijk qwemen. Gode deme heren zijt 
\)eualen sund vnde wolmogende to langen tijden. Soreuen binnen Dantzijk, 
vnder mynem Hinrik Eastorppes ingesegel, des wij samptliken hijrto bruken, 
des sonnauendes vor Philippi et Jacobi apostolorum, anno etc. LXIIIL 

Hinrik Eastorpp Hinrik Lipperode vnde Hinrik van Hacheden, 

nv tor tijd binnen Dantzijk wesende. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen u, s. w, 

Nach dem Original attf Papier. Mit Spuren des Siegels. 

CBIiXVII. 

-Z3tc Prokuratoren des Lubecker Burgers Heinr. Snidewind zeigen dem Rathe von 

Lubeck heschwerend an, doss der Burgermeister und der Kdmmereihe^r 
in Stolpe geraubte Gruter gekauft haben, und bitten urn Entscheidung , ob 

■ 

der Kauf rechtmdssig set, 1464, Apr. 29.^ 

Juw ersamen wison heren borgermeisteren vnde radmannen der stad 
H-upke don wi neddene gesereuene knnt nach vruntliker grute in dem namen 
Oodes amen. Jd is geschen in iaren vnses Heren M CCCC LXIII vmme den 
tx'ent achte dage vor Martini negest geleden, dat Hinrik Snidewint, borger to 
I-iupke, heft schepet schipper Drewes Nodop drp bote romenige vnde dre pipe 
oliges to segelende to deme Gripeswolde. Also sint dar kamen welke bosafdge 
Hdinschen, alzo bi namen Kysowe mid sinen medehulperen, biddende den irdochten 
^chipper, he se mede auer nemeu wolde vnde era so gerne dan heft. Also 
synt se Godes vorgeten worden vnde hebben den schipper myd sineme volke 
auer bort worpen, God gnade den zelen. So hebben denne desuluen reorders 
doners vnde denes dat schip mit den vorscrenen guderen, also dre boten romenige 
Vnde dre pipe oliges, segelt in ene hense hauene, alzo in de Stolpe, de se 
I'e^chte dufliken vnde vorredeliken afhcndich brocht hebben vnde dar partet 
v^xxde butet hebben. Also is denne kamen de borgermeister Bemt Busche vnde 
bc^tt en afkoft ene boten romenige vnde de kemerer Hinrik Sculte heft koft 
t^^^e boten romenige vnde denne noch dre pipe oliges, darvan de ene kofte 
CLawes Belowe, de andere Clav^es Blok, borger to Stolpe, de dorde vorkofte he 
to Slawe, men de is vns erliken betalet, dar hebbe wy nen manent vp. 

») Vgl. ja 481. 

02* 



1464. Mai 12. 499 

upgheholden hebben. Zo wy nv leng nicht en konen. Vortmer, leuen heren, 
fienden wy juw na juwem beghere vnseD vulmechtigen bref vp de Pruetschen 
reyse vorsegeld vnde bidden, oft sijk de sake also schiokede, gy io bestellen, 
irij by vnnser vriheit vnde rechticheit, de wy by dem orden vnde dar in dem 
lande hertho ghebad hebben, bliuen moghen vnde der sake haluen vnrder niobt 
l>ela8tet en werden. Datum ut supra. 

Sack einer Abachrift des Brirfes and dem Original der Beilage, heidea a\»f Papier. 

€BliXXT. 

^emd von der Heyde, Komtur in Vellin, schreibt dem Rathe von LUbeck, doss 

er ihm zu Liebe sich mit Hans Bock abfinden wolle. 1464. Mai 13, 

y nsen fruntliken grut myt vnsem gantzen vermoge juwer ersamycheit 
^Itijt vorentfangen. Ersamen lieuen borgermeister ynde ratman, sunderlinx 
^^ninstigen guden vrunde. Alse gi vns denne mer denne torn enem male 
ST^schreuen hebn antreppende Hans Bock, juwen medeborger, deme wij wes 
I>legende sullen wesen etc., so wetten gij doch woU, wo dat Joban Eyllerdes vns 
l:i-€meliken entoch, des wie schaden nemen. Hadde he edder heflFt he van erne 
"^v^es genomen, dat ys buten vnse wytschopp gescheyn vnde en ys vns ok nicht 
"to nutten gekomen, sust en konnen wie nicht irkennen, dat wie deshaluen 
^^c^hteswes plegende syn. Doch so hebn wie beuoUen Arnde, vnsem broder, vnde 
^yn vnser deyner, dat se myt Gerwin Bocke, Hanses broder, sullen gutliken 
<^ vaerspreken vnde van vnsent wegen eyns werden in gutlicheit, dat wie myt 
^Xtte to vreden mogen koraen, nicht im sulken, dat wij id vor recht meynen, 
bonder, wes wie des doen, dat d6n wie vmme juwer lieuede vnde schryfiFten 
^"illen. Deselue juwe lieuede wie Gode deme heren wolmechtich vnde gesunt 
t^ouellen to langer saliger tijt. Gegeuen vpp vnses ordens slotte to Vellyn, 
a-rii sondage nach vnses Heren hemelfart, anno etc. ira LXIIIP" iar. 

Bernd van der Heyde, Dutzsches ordens kumpthur to Vellyn. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stad Lubke, vnsen u. s. w. 

Naeh dem Original auf Papier. Mit als Pressel aujgedriicktem Siegel. (angek. den 19. Juni.) 

CDI^XXTI. 

Johann Herzog von Sachsen - Lauenburg, schreibt dem Bathe von LUbeck in 
mehreren, einzelne Personen betreffenden Angelegenheiten. 1464. Mai 17. 

63* 



500 1464. Mai 17. 

Johan, van Godes gnaden to Sassen Engern vnde Westualen 
hertoge, des hilligen Komesschen rikes ertzemarsclialk etc. 
v nscn fruntliken gruth touom. Ersamen leuen bisundern. So gy vm 
auer ghescreueu hebben van juwen vndersaten geheten de Gorriesse, dede denne 
etlike ymmen vth vnsen holtingen ghehoiiwen hebben, darumme se vor vnsem 
gerichte in dat hogeste brockaftich gevunden sin, bidden, dat wy de sake in 
glide rnochten anstan laten, beth dat wy malkandern to muntliker vorhandelinge 
qwemen etc., hebben wy wol vornoraen vnde begeren juw gutliken weten, dat 
wy de sake myt jnwen vndersaten juw to leffmode vnde to willen gherne bette 
verteyn dage na Pinxsten anstan laten willen, so furder gij by den juwen 
vorbenomet voruogen, dat se bynnen den verteyn dagen vor sodane broke 
willen raaken. Vurder alse gij scryuen, dat wij vnsen vaget Heynen Subben 
so hebben willen, dat he Hinrike Bozejane der vengknisse vorlate vnde juw 
vor de wait an era bedreuen in juwem gholeyde wandel vnde lick do etc^ 
guden frunde, wy hebben juw van des genanten Bozejans wegen, darumme he 
ghegrepen is, hir beuorn vnse menynge clarliken in scryfft benalet. Wenner 
Bozejan vnse perde, de he vns genaraen hefft, vorbot vnde betalet, de he vns 
vppe der frigen straten in dem vnsen sunder schult eutfernet vnde in duue 
hefft vorflochent, denne wille wy vnsen vaget wol so hebben, dat he Bozejan 
de gevengknisse vordrege, anders steyt id swar to donde, em der to vorlatende. 
Ok alse gij vns vppet nyge ghcscreuen hebben van Hinrik Schacken, dede 
juwen armen man to Hermestorppe ghewundet vnde en hasenpand ghenainen 
vnde enwech gheuoret hefft, vnde sin begerende, dat wy id so voruogen willen, 
dat juwem manne vor sodane smerte vnde juw vor sodane wait lijk besche etc^ 
hijrvpp hebben wij ouerst vnse antwerde van stund, do vns juwe breff qwam, 
benalet, efft id juw gheworden sy weten nicht, darinne wy screuen, so sick dat 
in der warheit voruolget, dat Hinrich Schacke sodder dem Passchenfeste vnse 
knecht nicht is ghewesen, vnde hebben vns myt em fruntliken vorscheden, doch 
dorch gudes sletes willen, so bidden wy juw noch, dat gij de sake van des . 
mannes vnde hasenpandes wegen gutliken bestan laten, so lange dat wy bij 
Ilinrick Schacken komen, so willen wij myt em spreken, wes vns denne van 
eme vor antwerde wedderuaret, willen wij juw by vnsem egenen baden 
vnvorbodeschoppet nicht laten vnde dar dat beste to don, wij vormogen, dat 
juwem manne gelijk wedderuare, des wij vns doch entliken nicht vorseggen, 80 
lange dat wy juw wes anders van deshaluen vorscriuen. Vnde wes gij hijrane 



1464. Mai 17. 501 

also vorstunden vnde vorwachten willen, begeren wij desses juwe gutlike 
\)escreueue antworde myt den ersten, juw stadet. Sijt Gode beualen. Screuen 
to Ratzeborch, am donresdage vor Pinxsten, vnder vnsem ingesegel, anno 
Domini etc. LXIIIL 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke fruntliken ghescreuen. 

Ncuih detn Original auf Papier. Mit in griinem Wachs aufgedrUcktem Siegel. 

CDI^XXTII. 

Die Bathe von Schlesimg und Holstein schreiben dem Rathe von Lubeck, doss sie 
ungern in Fehde mit Bremen gerathen seien, und sprechen die Hoffnung 
aus, dass man sie an dem Bezug nothwendiger Gegenstdnde am Lubeck 
und Hamburg nicht hindern werde. 1464. Mai 18. 

Vnnsen fruntliken grud denst vnde willen nu vnde to alien tijden 

touornn. Ersainen guden frunden. Alse de duchtige Detleff van Bockwolde 

^^orhandelinge rayd juwer leue gehad hefft nocli vnnsem beuele van der veyde 

txvisschen den van Bremen vnde dessen landen etc., hejBFt vns de vorgenante 

Detleff vnderrichtet, wo gij juw dar mercliken anne bewiset hebben, dar noch 

kost noch arbeid ane bespareth, des wij iuw hochliken dancken vnde gerne alle 

'W'ege weder juwe wijsheid willen vordenen. Also, guden frunden, hefft vns 

Detleff der legenheit der vorhandelinge muntliken vnderrichtet vnde ok de breue 

vnde schriffte getoget, de juw van den Bremeren gesanth synt, dar wij ere 

meninge wol ynne vornomen hebben vnde deshaluen well ouerwogen, dat vns 

sodanne vorsette, also se in eren schrifften roren, nicht mogelick is antogande, 

menen ok woU, dat gij vns eyn sulk nicht enraden, sodannen vrede edder so 

lange dage hinder vnnsem gnedigesten heren antogande. Men na sodaner wise, alse 

luw de duchtige Detleff van Bockwolde woU vnderrichtet hefft, scholde juwe 

^jsheid vnnser wol mechtich weset hebben vnde noch woU mechtich wesen, 

Vat vns limptlick vnde mogelick is to donde hinder vnnsem gnedigesten heren. 

Also denne, guden frunden, gij woU vor ogen hebben, dat wij mid noet darto 

enget werden, to der weer to schickene jegen de van Bremen, ifft wij denne 

ves behoeff hadden vth der stad Lubeck edder van Hamborch, dat gij vns 

daranne willen vorderen vnde nicht hinderen, also wij juwer wisheid gantzliken 

woll tho truwen, vnde lathen iuw dat andechtich wesen, dat gij deshaluen 

desser lande to aller redelicheid woll mechtich schoUen wesen. God alweldich 

spare iuwe wijsheid sallich vnde sund to ewigen tijden. Screuen to Segeberge, 



1464. Mai 22. 503 

Sunder alse juwe vnd vnse vrunde, de van Bremen, latesten an jw ok vns 

scriuen na inholde ores breues, dat desuluen reder oren heren, den koninck, 

^orfangen scholen, ghelijk efft zee hinder erne syner gnaden ene gantze sone to 

^heuende odder ypslach to teyn jaren to makende, dar gij vnde wij vor louen 

scholden, zijn vulmechtieh, duncket vns nicht wol limplik wesen. Merken 

darvth, dat de van Bremen vnde de ore mehr to vnfrede den vrede zijn 

^heneghet vnd lichte dar ok vth zoeken, dat ze mit den eren sick nicht allene 

^VT[)pe ore vigende, sunder wol furder vppe andere, der zee in orer vthreise 

1:>ekomen konen, ghedencken to zokende, efft yd en moghe gefallen, als men hijr 

0«cht. alrede veer schepe, der en in Holland ok en to Oroningen to hus horen, 

-v^the den hauenen de ore scholen hebben genomen. Vnd jodoch nadem ze 

edeledemathe der henze zijn, sick wol geborde, dat gij vnde wij der van 

remen ok to dem, dat limplik vnd redelik wer, in dessen saken mechtich 

esen mochten. Hebben wij na juwem begher vppe juwe gude vorbetherent 

la. ten vorramen, gy vnde wij samptliken noch eyns an zee to scriuende, alse, 

gij hijr inne vorsloten vynden, dat gy mogen lengen korthen vnd ok hijr mede, 

alse juw wil beduncken des noet to zinde, in der besten wijse vp vordacht to 

wesende, vnd efft gij anders, den alse desse vorraminge ludet, van juwer vnd 

vnser wegen an de erbenomeden van Bremen scriuende beraden worden, bidde 

wij juw fruntliken, gij vns des auescriffte to benalen. God almechtich spare 

jw sund vnde salich to langen tijden. Screuen vnder vnser stad secret, des 

dinstedages in dem Pinxsten, anno etc. LXIIII*^ 

Consules Ilamburgenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen w. s, w. 

Nach dem Original. Mit Heaten des Secrets. 

CDliXXX. 

^^ Bath von Malmoe schreiht dem Rathe von Lubeck, doss er es zur Entscheidung 
der Lubeckischen Vogte stellen wolle, ob er von Lubeckischen Bur gem 
mehr genommen habe, als der Befehl des Konigs fordere, 1464. Mai 24. 

Vnsen fruntliken grut vnde wes wij gudes uormoghen. Ersamen leuen 

heren vnde besunderge gunstige gude frundes. Also wij juwern breff uorstan 

hebben, wo wij den gemenen copman vnde juwe borger vnde stad inwaners, de 

mit vns plegen vorkerende, in etliken articulen en anliggende beswaret vnde 



1464. Mai 25. 505 

dat euene kumpt. Wij scholen vnde willen en ock sulk ekene holt schicken 

y^ede vrijg, bdmval vrijg, wege vrijg vnde weyde vrijg in vnd vth vnser velt- 

schede vmbeworn vnde en dat holt entweren vnde rechte warende wesen van 

aller ansprake vnde bewernisse enes jewelken, de vor recht komen wil, na 

loltkopes vthwisinghe. Wij scholen vnde willen ock den vorbenomeden heren 

lorgermesteren vnde radmannen vnde de eren ere knechte peerde vnde ere 

ix)uwe vorhegen vnde besehermen binnen desser vorscreuenen tijd like den vnsen. 

"Weret ock dat de vorlude edder anders we in ackere ofte anders wor scaden 

deden, darvmme scholen de vorbenomeden borgermestere vnde radmanne edder 

de eren ofte ere ghud nicht werden ghehindert, sunder we den schaden deyt, 

schal vor sick suluen beteren. Weret ok, dat God vorbede, dat jenich orlich 

entstunde twisschen vnsen heren van Sassen vnde den vorbenomeden heren 

borgermesteren vnde radmannen edder anders iemande, so dat ze binnen desser 

erscreuenen tijd vorhindert wurden in der brukinge des erscreuenen ekenen 

boltes, so scholen ze des na der tijd also lange bruken, alse ze tovoren darane 

vorhindert weren. To merer tuchnisse vnde vaster holdinghe aller vorscreuenen 

dingk so hebben wy Hans vnde Volrad van Eitzerouwe, veddem, knapen vor- 

benomed, vor vns vnde vnse eruen vnse ingesegele mit gudem vrijen willen 

vitliken ghehenget heten an dessen breff. Gheuen vnde screuen na der bord 

Cristi vnses heren dusend veerhundert jar darna in dome veervndesostigesten 

jare, am dage sunte Vrbani des hilgen paweses. 

Nach dem Original. Mit anhdngenden Siegeln. Vgl. Siegel des Mr A. Heft 6 p. 105. 



VftiieU des Baths von LUbeck, dass der Kdufer geraubter CrUter verpflichtet sei, 
sie dem rechtmdssigen EigenthUmer auf dessen Anforderung entweder 
zurUckzugeben oder zu bezahlen. 1464. Mai 26. 

Wij borgermestere vnde radmanne der stad Lubek. Bekennen vnde 
i)etugen opembar in vnde rait dessem breue vor allesweme. So alse vns de 
^Kame rad tor Stolpe van wegen der gudere vth schipper Drewes Nodop 
rofliken genomen^ darsulues gebracht gepartet gebutet vnde dorch etlike des 
lades darsulues gekoft vnsen borgern tobehorende gescreuen hebben, dat de 
eren mit den vulmechtigen der vorscreuenen gudere eendrachtich wurden, vns 
rechtes to horende in der erscreuenen sake, vnde sanden vns darmede in erem 

*) Vgl. M 467 und Sachsenspiegel II 36 § 1—8. 

64 



508 1464. Jun. 1. 

das Patronatsrecht an der Kirche in Molln dem Herzog von Lauenbnrff 
oder dem Rathe von Lubeck zust^he, 1464, Jun. 1. 
Jnt jar 1464 amme frydaghe, de was de erste dach des manen Juniv 
weren vor dem heren biscope darsuluest vpme slote in gerichte vorgadert de 
irluchtighe hochgeboren forste her Johan, hertighe to Sassen etc., mit sinen 
rederen, sunderges here Andreas Wagendriver, secretarius vnde scriver de» 
vorscreuenen heren, alse en wedderpart in der sake der vorscreuenen kerken, 
vppe ene, vnde de werdighe her Syraon, doctor vnde sindicus, vnde Johan 
Hertze, ratmann der stad Lubeke, mit heren Nicolao Degenhardi vnde heren 
Nicolao Korne, principal van der erbenomeden kerken wegen, vppe andere zijden, 
vnd darsulvest de erbenomde her Nicolaus Degenhardi vorgaff, wo dat kortliken 
were angekleuet unde vorkundiget ene proclamacie van der vorscreuenen kerken 
wegen van dem erbenomeden heren biscope, darane weren geladen vnde 
geesschet uppe dessen dach in gerichte to kamende vnde dar entjegen to 
zeggende al de jenne, de dar wes ynne to zeggende hadden, welke proclamacie 
darsulues vmme begerte des vorscreuenen heren Nicolai Degenhardi wart gelesen 
vnde darna ok de presentatie des vorscreuenen heren hertigen Johannes beschen 
in der personen des erbenomeden heren Andreas. Vnde alse dat geschen was, 
dosuluest was dar ok her Otto Berlin, domher to Hamborg, de do accuserede 
contumaciam der jennen, de geladen weren vnde nicht weren gekamen vor 
gerichte; vnde vmme eres unhorsames willen was he begherende van dem heren 
biscope, dat sin gnade wolde institueren vnde setten in de possessie der 
vorscreuenen kerken den erbenomeden heren Andreas. Dar entjegen do 
antwerde van wegen heren Nicolaus Korne de vorscreuen her Nicolaus 
Degenhardi vnde sede, dat id nicht schen mochte in dem rechte, unde 
leet dar lesen etlike articule darto denende, so hir de stan beschreuen, vflde 
alse de gelesen weren, do baet de erbenomede her Otto Berlin der articule ene 
copie vnde ene tijt, alse nemeliken den ersten rechtdach na Remigii negest 
kamende, welke copie vnde tijt em darsuluest wart gegunt vnde togelaten. 
Aldus hadde de rechtdach do sinen ende. 

Item darna buten gerichte was de erbenomede here hertighe van den 
van Lubeke, by namen dem doctor, Jo. Hertze vnde Degenhardi, begherende^ 
dat se dat brochten by den rat van Lubeke, he daclite mit en nenen vnwiUen 
to hebbende, dat se ere breve vnde rechticheit wolden vorbringen vnde togen, 
so wolde he ok doen, vnde dat de her biscopp erkande, wol recht were in der 



1464. Jun. 1. 509 



leu^^rar, dat de recht bleue, vmme kost vnde vnwillen to vormidende, welk de 
We doctor vnde Jo. Hertze to zijk nemen vnde wolden dat in eren rat bringen; 

de her hertighe was wol begherende en antwert, damp em to vorschriuende, 

des see ziik nicht wolden vorzeggen.^ 

Ndck einer Aitfzeichnung des Joh. Hertze auf der zweiten Seite eines DoppeUhlatts Papier. 



WUhelm der Aeltere, Herzog von Braunschweig, schreibt dem Rathe von Hannover, 
dasSf falls der Rath von Lubeck wegen des rechtm&ssig weggenommenen 
Stockfisches zu Gewaltthdtigkeiten schreiten sollte, er seine Unterthaner^ 
schiltzen werde. 1464, Jun, 5. 

Wilhelm de elder, to Brunswig vnde Luneburg hertoge. 

Vnsen gunst vnde guden willen touom. Leuen getruwen. Vns nympt 

sunder, dat de van Lubeke auer an vns vnd juw vrab den vorborden vnd 

vorfallen stockuisck na keyserliken ordelen vnd gesetten, der se eyn deyl ware 

auescriffte van vns entfangen, gescreuen hebben, darinne se wol vorstan hebben, 

vu men mit den jennen, dede den van Luneburg to vnd afforen, to en wandem 

vnd handelinge vnd meynschop mit en hebben mit etende vnd mit drinckende 

vud des vppe apenbarer dayt begrepen werden, vortvaren schal na des rikes 

^^chte, so hebbe wy densuluen des rijkes geboden nagefolgedt in der anematinge 

des stockuissches vnd hebben mehr gnade daran gedan, wan wij van rechte 

plichtich weren. So hebbe wij en gescreuen vnd scriuen juw ok. Moget de 

^an Lubeke vnd de ore vns bouen dat deshaluen vmbededinget nicht lathen, wij 

'^illen darto antworden in geborliken steden vnd don allent, wes wij on van 

^^chtes wegen plichtich sin, darto gi vnser ok vuUenkomen mechtich wesen 

^^hullen. Alse denne de van Lubeke van juw begerende sin, bij vns to uorar. 

*^^ydende, dat de stockuisck wedergekart werde, wu deme so nicht enschege, 

^^unen se de ore int ende nicht rechtlos lathen, sunder on rechtes gunnen, so 

*^^nne gi wol mercken, vppe wene dit wenden wolde, nademe gij vnse vnder- 

^^ten sin. Schulle gij vnde andere vnse vndersaten van den van Lubeke sick 

^^8 befaren, dat se juw vnd andere vnse vndersathen bouen keyserlike ordele 

S^sette vnd gebode, alse se dem rike gewandt vnd togedan sin, hindern vnd 

*) Die Artikel enthalten die Ausftlhrung, dass die fragliche Stelle tlberall nicht erledigt, sondern 
*^ 18. Juni 1461 von dem veretorbenen Bischof Johann von Ratzeburg auf Praesentation dea Ratlis von 
■^^beck NicolauB Korn zum Rector der Kirche ernannt sei. 



1464. Jun. 8. 511 

"Moolite ik ju wes to willen vnd to deinste wesen, dede ik altijd willichliken 
gexTxe. Gescreuen am fridage na Bonifacii LXIIII. 

Giseler van Munden dc junge. 

Aufschrift: Den — — borgermestern der stat Lubike, minen u. 5. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Resten des Siegela. 



Ihei Braunschweiger Burgermeister schreiben den Burgermeistern in Lubeck, class 
sie, falls Herzog Wilhelm der Aeltere die Herrschaft im Lande Gdttingen 
gewinne, gerne sick wegen der genommenen Lubeckischen Outer bei ihm 
verwenden wollen, 1464. Jan. 10. 

Vnsen fruntliken willigen denst touorn. Ersamen vnde wisen heren, 

bisundern leuen frundes. So gij vns gescreuen hebben, wu dat gij iu flocbmeren 

vomomen hebben, dat de hocheborne furste, her Wilhelm de elder, to Brunswigk 

Vnde Luneborch hertoge, dat land to Gottinge dencke intonemende, vnde 

^^igerende weret, dar sijk dat so geuelle, dat wij denne des vnschuldigen kop 

^iaans, den dat ore in siner herscup in vortiden afgesat is, willen andechticb 

"^^^esen, so dat en dat ore moge gekart werden etc., ersamen guden frundes, war 

^^set, dat van der innemynge des vorscreuen landes mennigerleye sproke 

S'^uallen sin, doch en hebben wij noch tor tijd darvan nicht enkedes vorfaren, 

^^tsulue ok, dat gij vns nu scriuen, hadde wij rede erdacht so to handelende. 

^^ellet sijk ok also, so gij beroren, so wolde wij juwer guden meninge gerne 

^xadechtich syn vnde des kopmannes darinne nicht vorgetten. Vnde wes wij 

I'^xwer leue mogen to willen vnde to denste wesen, dat don wij gerne. Gescreuen 

'^'"xider vnser eyns ingesegel, am sondage na Bonifacii, anno etc. LXIIII. 

Henning Calm. Cord van Schepenstede. Henningh Horneborch. 

Aufschrift: Den — — borgerm ester en der stad Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren eines Siegeh. 



Der Bath von Stralsund schreibt dem Bathe von Lubeck, dass er den in LUbeck 
anwesenden Erasmus Steenweg beauftragt habe, an Verhandlungen in 



1464. Vor Jun. 14. 513 

fciebben vns eyn scrifftlick antwerde deshaluen benalet, dat wij juwer leue 

hijrinne vorsloten vmme des beaten willen mede senden, sine meninge to 

irkennende. So gij denne, leuen frunde, int leste in juwem breue berorende 

sin in desser wijs ludende, wu deme so nicht en schege, konde gij de juwe 

int ende nicht rechtlos laten, sonder one rechtes mochten ghunnen, darinne 

vns to merkende, vppe wene dat wenden wolde, naderae wij vnde de ynse des 

genanten heren vnderdanen sin etc. Leuen frunde, wij vormoden vns, gy 

hebben vte vnsen scrifften vorhen geseen vnde nu auer van der sake wegen 

scriuen, vnse flitige arbeith vnde guden willen wol irkand. Konde wij noch 

dar vele gudes to don vnde vorfogen, dat den juwen mochte to bate vnde to 

fromen komen, dede wij mit allem vlite willichliken gerne vnde hopen vnde 

menen, wowol wij des genanten heren vnderdanen sin, wij vnde de vnse 

schullen vnde mogen deshaluen vnbeswert bliuen, vnde menen, ith sick so nicht 

en bore. Dat wolde denne manniger erliken stad vnde den oren to mergkliker 

swarer dracht komen, also gij so wol irkennen willen. Wue wij juwer 

ersamicheit konden furder denst vnde willen bewisen, dede wij mit allem flite 

gerne. Gesoreuen vnder vnsem secrete. 

Consules in Honouer. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen u, s, w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Pressel aufgedriicktem Secret. 

CDXC. 

Ber- Bath von Lubeck bittet den Rath von Stralsund, seine nach Wismar gesandten 
Abgeordneten auch in Bezug auf den Vertrag der Wendischen Stddte 
mit den Holldndischen zu instruiren, 1464. Jun. 14.^ 

Vnsen vruntliken grud mit vormogen alles ghuden touorn. Ersamen 
heren, besundern guden frunde. So alse wij juw hebben gescreuen van wegen 
desser anstanden schonreyse, begerende, gij de juwen amrae midweken negest 
komende bynnen der Wismer des auendes in der herberge hebben willen etc., 
aldus hebben wij nu entfangen antwordesbreue des irluchtigen heren hertogen 
van Burgundigen etc. vnde des kopmans van der Dutschen henze to Brugge 
residerende andrepende dat bestand twysschen vns soes Wendeschen steden 
vnde den landen Holland Zeeland vnde Westvresland etc., so gi vth den copien 

*) Vgl. von der Ropp Hanserecesse Bd. 5. JA 518, 519. 521. 

65 



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l/er liaik t^m MitwfUr n^hreifA dem Baths mm Lmbeck mher amtm im Gtbid 
huftkumn K<m dem Grafem Gerhard z^m Oidewkmrf rtnbtem . 
Ufi4 Jun, 2r,. 

\ rjft^Tj vnjjitlich^rj derjat vud we« wij smdes Termogen toTom. E 
l^u^rri h^r^rfj. \f\%Mw\t',r% (r'lden vninde. Alse juwe erberheide vns gesc 
h^rJ/fj, WO diit jijwf? V;r^fcr Marqwart Wulff mit etliehen anderen koeplodc 
Ait¥, \i\\\\yLH\\ rVy:k^ «trat'r in ghebeyde vnses gnedigen heren ran Munst 
AUior/i dor^^h fU-M hfU-U-n grcriien Gh^.-rde van Oldenboreh vnd den sijnen gefi 
vnd \H:n^^tf'Aiit/'i n^AU: nijn etc. Ifueri heren, so is vns soiieks gruntliehen 
dan vn«*C' ^j^^digh^r h<;re vorgenant en is. alse he ock eyn wijl tides 
j{hew;«t, uu'h^ bynnen land^'s, Jnt eirste wij vns synre gnaden kunnen bet 
willen wij in d^HHer zake by sijnen gnaden des besten weruen vnd doc 
vele, uh vuH moj^^liek is, Kennet God juwe erberheide gesunt moge be^ 
to HiiWfjft'U tijden. Gencreuen vnder vnser stad secret, crastino natiTi 
Johanni.H BapliHt^j, anno etc. LXIIir*. 

liorg(*rmostere vnd raid der stad Munster. 

AuJ'HrJirift: I)(*n erbern wijsen mannen borgermesteren vnd raidme 
d<T Hlttd ljub(;kc, vnmtrn bisundcrn guden vrunden. 

Narh dftm Original auf Fapier. Mit einem Resfe des Secrets. 

CDXCU. 

I)(iH h'loHlcr Marienwold wendet sicfi an den Bath von Lubeck mit BUi 



1464. Jul. 10. 616 

Bdehrung hinsichUich des von dem Herzog von Lauenburg in Anspruch 
genommenen Bechtes der Oberherrschaft. 1464. Juh 10. 

V nse stede bed an Jhesum Cristum vnsen heren mit delafticheit aller 
^den werke, de de barmhertioheit Godes vormyddelst vns werkende is dach 
vnde nacht an vnsem clostere. Leuen erwerdighen heren. Juwer herliken 
wijslieit is liohte wol to erkennende gheuen, wo vnse here van Sassen vns 
kostol ansynnende is, dat wy erne vnde synen eruen vorzeghelen scholen, dat 
wy vnde vnse nakomelinge to ewighen tyden nenen heren scholen bouen em 
kesen, also juwe herlike leue vnde wisheit dat wol ghehort heft etc. Des so 
en led he noch nicht aff, men wy sint vorbeydende van daghe to daghe, dat 
he bodeschop by vns hebbende werde vnde wil des en antworde hebben. Des 
hebbe wy, leuen heren, enen zyn bedacht vnde entworpen an ener schrift 
bette vor juwe herlike wijsheit, wente wy hebben em dat openbarliken ghesecht, 
dat wy juwer herliken wijsheit juwes rades vnde juwer besohermynghe nummet 
wdUen vorlaten, wente Sygismundus de keyser seliger deohtnisse vnse closter in 
jix-we besohermynghe bevolen heft etc.^ Hirvmme, erwerdighen heren, vnse hopene 
vnde tovorlat negest Gode, so vlee wy to jw vnde begheren juwes truwen rades. 
VV^es nu, leuen heren, juwer herliken wisheit hirane gud duncket, dat wy eme 
inoghen vorseghelen sunder schaden odder nicht, des wille wy gantz vnde 
degher by juwer herliken wysheit blyuen. De alweldighe God bescherme vnde 
beijrare juwen herliken stad, juwe stat vnde menheit in steden vrede loue vnde 
eendracht nu vnde to ewighen tyden, amen. Scriptum ex monasterio Marien- 
^old, anno Domini M CCCC LXIIII, ipso die Septem fratrum beatorum 
n^«uiirum, nostro sub sigillo. 

Aufschrift: Den — — raedmannen der stad Lubeke, vnsen holden heren 
P^esentetur cum reuerencia. 

Na(^ dem Original auf Papier. Mit Beaten des Siegels. 

CBXCIU. 

&erd GUring appellirt von einem Ausspruch der Aelterleute des Kaufmanns in 
Bergen, durch welchen eine in das dortige Kaufmannshuch eingetragene 
Verpfdndung fur gultig erkldrt wird, an den Rath von Lmbeck, 1464, 
Jul 11, 



») VgL Bd. VI Xk 11. 

65* 



1464. Aug. 1. 519 

CBXCTIH. 

(^eschdftsschreiben des Johannes Sprot, Lubeckischen Procurators in Bom, 1464. Aug, 1. 

Minen vlitighen denst vnde wes ik glides vorraach. Werdighen 
gninstighen leuen heren. Ik beghere juw gutliken to weten, dat ik etlike juwe 
breue ghescreuen am hilgen Paschen auende negest vorghanghen juwem sunderghen 
punster mester Michaeli MuUer, procuratori to Rome, vnde mi samentliken mit 
^xnderen juwen breuen dem erwerdighesten in God vader, hern hern Jheronimo, 
ortzebisscopp van Creten, ghesand, hebbe vmme trent sunte Marie Magdalenen 
<.laghe vntfanghen, in welken juwen breuen vns ghescreuen juwe werdicheide 
l">egheren, dat wy desuliien dem erbenomeden hern Jheronimo, ertzebisscopp van 
Creten, ghescreuen breue eme ouerantworden vnde sine herlicheit van juwer 
^vegen manen vnde bidden willen, dat he in sodanen juwen saken, darvan gij 
4* TO informacien in densuluen juwen breuen besloten senden, bij vnsen hilghen 
vader dem pawese d6n bearbeyden vnde vortsetten wille, so he juw ghelouet 
liefift etc., beghere ik deshaluen juwer werdicheide to weten, dat ik in korter 
tijd to Anckona, dar de ergheraelte ertzebisscopp mit vnsem hillighen vader 
dem pawese nu is tor stede, denke to wesende, eme denne sodane juwe breue 
geme mit vlite antwordende, vnde wes he darvpp antwordende vnde by donde 
w^crd, wil ik denne gheme juw d6n to wetende, begherende, an sodanen juwen 
^nde anderen juwer borgher saken, dem vorscreuenen mester MuUer vnde my 
t^cMialen im haue to Rome, juwer werdicheide, de Gode to ewighen tijden sin 
l>^ualen, mit vlite denen gheme. Screuen to Rome, in sunte Petrus daghe des 
^^"cerdighen apostels, prima Augusti, anno Domini etc. LXIIII^. 

Johannes Sprot jnwe odmodighe denre. 

Aufschrijt: (Den gr)odmechtighen vorsichtighen (heren) borghermeisteren 
"^'Ude radmannen (dor 8)tad Lubeke, siuen andechtigen . . (gunstig)hen heren. 

Nach dem Original. Mit ale Pressel aufgedriicktem Siegel. 

CDXCIX. 

Der Rath von Kalmar giebt dem Rathe von Ltlbeck Nachricht von dem in eincr 
Klage gegen einen Schiffer von ihm ahgegebenen Rechtsspruch. 1464, Aug. 8, 

y or alien , de dessen vnsen breff sen horen efte lesen , bekenne wy 
borgermeister vnde ratman der stat Kalmeren, besundergen wor jw ersamen 
heren borgermeister vnde ratman der stat Lubeke, na vnsen fruntliken grote, 



1464. Aug. 15. 521 

Ersamen guden frunde. Als gij vns auer geschreuen hebn vor iuwen 

rmedeborger Marckwald WulflF, andreppende sijne gefencknisse vnde perde eme 

Aran deijnren greuen Gerdes van Oldenborch to Alhorn genomen etc., so hebn 

"^^j darumb an denseluen greuen van Oldenborch doen schrijuen vnde weruen 

laten, so veer dat he vns to leue de gefangen in vnse hande gestalt heuet, de 

-^ij ock vort hebn doen quijt schelden, wo wall he vornympt, dat de geschicht 

vp vnser straten nicht gescheen soUen sijn vnde he ock darumb van den greuen 

to Oldenborch schrijfftlick bededingt werde, erne de strate gebore to vor- 

a^ntworden. Doch so hebn wij noch vnse vrunde bij den vurscreuenen vnssen 

xieuen geschickt vmb richtinge der perde, went wij den copluden darto gerne 

lielpen solden, so vele wij mit reden vnde billichen doen mochten. Gegeuen to 

Horstmar, vp Vnsser leuen vrouwen dach assumpcionis, anno etc. LXiill. 

Aufschrift: Den — — raede der stad Lubecke. 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Pressel aufgedriicktem Siegel. (angek. den 14. Decbr.) 

DI. 

Arfiold (Westfal), Bischof von Lubeck, hittet die Burger meister von LUbeck, dem 

Joachim den Dienst am Burgthor zu verleihen, 1464, Sept, 7. 

Arnoldus, van Godes gnaden bisschop to Lubeke. 

Vnsen fruntliken gruth vnde wes wij leues vnde ghudes vormogen. 

Ersamen bisundergen ghuden frundes. Desse iegenwardige breffwiser Jachim, 

ju^e dener, hefft vns mit flitigen beden angefallen, dat wij eme bij juwer leue 

vorschriuen wolden, so juw nu tor tijd twee leene, alse en vormijddelst dode 

Clawes Schutte vnde dat borchdor, vorlediged sijnd, gij dorch vnser flitigen 

^^de willen dem suluen Jachym, wente he een old knecht is, een van den 

t^v-een leenen vorlenen wolden. Synd wij fruntliken begerende mit andacht dat 

l^en, dat Clawes Schutte hadde, efft he deme geraden konde, juwe ersamheid, 

dax wij dat tho lathen. Vnde weret auer dat dat nicht endenede dem suluen 

3Hchym, lo dat borchdor dorch vnser flitijgen bede willen vorlenen willen. 

^orschulden wij gerne, wor wij mogen, vmme juwe leue [gerne], de Gode 

almechtich sund vnde salich lange tijd wolmogende sijn befalen. Schreuen vppe 

vnsem slote Vthin, an Vnser leuen frowen auende natiuitatis, vnder vnsem 

secrete LXnil. 

Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtigen mannen, borgermesteren der 
fltadt Lubek, vnsen besundergen ghuden frunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Secrets. 

66 



1464. Sept. 13. 525 

Tixd syne statt Wene sint weder voreniget, Got geue to langen tyden, mer in 

wat wise vnd wat wandels eme van den van Wene gescheen is edder noch 

sclieen schole, is nicht Intbaer in worden. Doch laten de van Wene dem 

keyser syne borch weder buwen vt kostliken vtferdigen. Jtlike hefft de keyser 

van Wene to der Nuwestatt in vengknisse, nemptliken twe van den oppersten, 

dc ene het Schoneberger vnd heflFt richter gewest, de ander het Storich vnd 

licfft borgermester gewest. Alle de vmme des keysers willen vthe Wene weren, 

synt weder ynne. So meldet nu de ene den andem, welker denne bevunden 

"^^^ert in sunderliker vorvolginge des keysers, de geit nicht al wo eme behaget 

EI51 der Nuwestatt, vmme penitencien dar to entfangende. So heflft de keyser 

ixxt erste genoch to schaffen, alsodane scheffte to vorclarende. OflEt denne, 

eirsamen heren, nyne ricbte in kortes worden edder offt de keyser iuwe sake 

at tyd wolde stutten, so worde ik in groter koste dar nicht lange touende. 

arvmme offt ik iw wes anders dar irweruen scholde, willet my dat mit aller 

grtielegenheit int erste, iw dat beqweme is, scrifftliken benalen. Rorbacher hadde 

den Lnneborgem breue gelouet to sendende, deme en is so nicht gescheen. 

VV^ere Otto Engeltal nicht gewest, se weren vmme dreedusent gulden gekomen, 

^^ol hadden se demsulflften Rorbacher doget vnd ere bewiset. Hirmede syt 

Grode dem almechtigen beuolen, de iw sunt vnde salich to langen tyden sparen 

w^ille. Screuen to Nurenberche, am donredage na Natiuitatis Marie, anno LX quarto. 

Juwer ersamheide vnderdanige Gherardus Redborch. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der statt Lubek, synen u. s, w, 

Nach dem Original auf Papier, anacheinend nicht hesiegelt. 

I^er Bath von Luneburg bittet den Bath von Ltibeck gleich/aUs, sich um Wieder- 
hersteUung der Buhe in Bremen zu bemuhen, 1464. Sept. 15. 

Vnsen fruntliken denst touorn. Ersamen vnd wisen leuen heren vnd 
besundem guden frunde. Juwe leue hebben anne twiuel wol gehoret de groten 
sulffwalt vnd ouerfallinge der menheit to Bremen ouer dree erer borgermester 
vnde itiike vth dem rade darsulues gescheen, dar denne vele arges van vor 
oghen is vnd vele meer, so to fruchtende is, van entstan mochte, dat denne gij 
wij vnde andere vmmelegene erbare stede bilken to herten nemen vnd dupliken 
darto dencken vnd radslagen mogen, sodane grot arch mit clokem rade vnd 



• 1464. Sept. 17. 527 

zij'k darouer in fruntschopp to uorliken; konen se de dar denne nicht ouer vorliken, 
so scholen se darymme vor den rad komen, vmme zijk darouer in dem rechte 
laten to uorscheden. Vnde hijrmede scholen de genanten beide part sodaner 
twistinge haluen gescheden wesen vnde vorlatet zijk vnder malkander vnde erer 
eyn den andem deshaluen van vurder ansprake qwijd leddich vnde los. 

Nach einer Inscription des Niederstad&mcha vom J. 1464, Lamberti. 

I>VII. 

JDer Rath von Bremen dankt den Bdthen von Lubeck, Hamburg und Stade fUr 

ihr Schreiben an die Bremer BUrgerscha/t , kann sich ndher mber den 
weiteren Verlauf der Sache noch nicht dtissern. 1464, Sept. 19. 

Vnsen fruntliken denst vnde wes wy gudes vormogen thouoren. Ersamen 

hieren vnde besunderen leuen frundes. So gij vns, ok vnnsen coepluden ampt- 

Ixxden vnde borgeren nae ouertrachtinge juwes guden rades vnde meninghe 

Ixebben gescreuen van vnwillen, de leyder twisschen itlijken vnses rades borger- 

mesteren vnde vnnser meenheyt vpghestaen sy, myt meer worden etc., ersamen 

l^xien heren vnde frunde, sodanes juwes guden rades vnde andacht wy juwer 

^^^ysheyde deger fruntliken dancken vnde willen sodanes dorch juw alle gherne 

"^eddervmme vordenen vnde vor oghen hebben. Worup, ersamen beren, willet 

^^eten, dat wy dar vmme hebben gesproken vnde juwer wysheyt doch der sake 

l^aluen up dijtmael, darvmme dat itlijke vnse frunde, der wy darto bederuen, 

van der hand sint, nicht entlijkes konen wedder scrijuen. Sunder so drade de 

^y de hand komen, willen wy dar, so wy besten konen vnde moghen, vurder 

sprake vmme doen vnde juw des denne vnnse antworde by eghene bodeschup 

vort beschicken. Desuluen juwe ersamheyt wy Gode vnnsem heren wolmoghende 

vxide salich beuelen. Screuen am midweken vor Mathei apostoli, vnder vnnser 

stad secret, anno etc. LXIIII. ^ 

Consules Bremensis ciuitatis. 

Aufschrift: Den — — raedmannen der stede Lubeke Hamborch vnde 
Stade, vnnsen u, s. w. 

Dietrich Heymesad, Sohn des verstorbenen Werkmeisters am Bom, bekennt, dass er 
von den 90 m^ Renten, die ihm Gottschalk von AhUfeld aus den BOrfern 



*) Am 23. Octbr. (dinst. na Und. mil. virg.) schreibt der Rath von Bremen femer an den Rath von 
Lflbeck, dass die Zwietracht hoffentlich ohne fremde Einmisschung werde beigelegt werden, dass er 
andemfalls die Vermitteiung des Raths von Ltibeck gem annehmen werde. 



_■■ 



528 1464. Sept. 26. * 

Gettorf, Niendorf und Bevensdorf zu jsahlen hat, 18 mfC fur 300 n^ 
an die Vorsteher zum HeU.-Geist Hospital verkauft habe, jedoch unter 
Vorbehalt des Wiederkaufs. 1464. Sept. 26. 
Jk Diderik Heymesad, zeligen Johan Heymesades, wandages warkmesters 
torn Dome binnen Lubeke, zone. Bekenne vnde betuge opembare in vnde mit 
desseme breue vor alsweme, dat ik den ersamen vnde vorsichtigen wysea 
mannen vnde heren, Bertolde Wijtike vnde Johanne Westuaele, borgermesterea 
der stad Lubeke, nu tor tijd vorstenderen des Hilgen Gestes godeshus darsulucs, 
vnde eren nakomelingen vor drehundert mark houetstoles lub. pen., de ik vaa 
en to myner genuge entfangen vnde vort in myne nuth gekeret vnde vthegeuea 
hebbe, rechte vnde redeliken hebbe vorkofft aehtteyn mark jarliker ewigea 
renthe in vnde vth sodannen negentich marken ok jarliker ewigen renthe, de 
my de duchtige knape Goschalk van Aleuelde jarlikes plichtich vnde sculdich 
is to geuende in vnde vth den dorpperen vnde guderen namliken Gettorppe 
Nyendorpe vnde Reuenstorpe, na inneholde des houetbreues vnde der herschopp 
willebreues my darvp gegeuen, de ik to merer sekerheid den erscreuenea 
vorstenderen mit gudem vryen willen to truwer hant vnde to eneme vnderpande 
hebbe gedan. Welkere aehtteyn mark renthe ik vnde myne eruen dea 
erscreuenen vorstendern vnde eren nakomelingen scholen vnde willen betalen 
alle jar in den achtedagen sunte Mortens. Vnde se hebben vor syck vnde 
ere nakomelinge my vnde mynen eruen gegund, dat wy sulke breue wedderlosea 
vnde de erscreuenen aehtteyn mark renthe affkopen mogen alle jar in den 
achtedagen sunte Mortens vorscreuen, so dat de breff, den se my weddervmme 
deshaluen vorsegeld hebben, vnder lengeren worden wol klarliken vthwyset 
Tho merer sekerheyd vnde vorwaringe hebbe ik Diderik Heymesad vorscreuen 
myn ingesegel vor my vnde myne eruen dorch den ersamen man Johannem 
Arndes, des ersamen rades to Lubeke scriuer, van mynem sundergen beuele 
myt mynem guden vryen willen gehenget laten an dessen breflp. Vnde dat 
Johannes Arndes vorscreuen vor vns Hinrik Gremmolt vnde Jacob Rychardes, 
borgheren to Lubeke, hefft bekand vnde gesecht, dat he dessen breff van wegen 
vnde beuele Diderikes vorscreuen mit dessuluen Diderikes ingesegele hefft 
vorsegeld, hebben wy to merer wytlicheyt vmme bede willen dessuluen Johannes 
Arndes vnse ingesegele mede gehenget an dessen suluen breff. Gheuen bynnen 
Lubeke, na der bord Cristi vnses heren dusent veerhundert in dem vervnde- 
sostigesten jar, am auende sunte Mathei apostoli et euangeliste. 



1464. Sept. 20. 529 

Nach dem Original. Mit den drei anhdngenden Siegeln. Dietrich Heymeaad: Siegel rund, 3,2 Ctm. 

Auf einen^ SchUde eine oben abgeatutzte Pflanze mit zwei Bldttem. Umschrtft: % . bibfrict bfttlt(0llb 
Jaccb Eidierdes: ein Sehild mit Hausmarke, hinter dem ein Engel hervorragt Umsf^rift: 

ri|C4ft) • • Seinrich QremmoU: Hauamarhe. 



Olcus Bantzau schreibt dem Bathe von Lubeck, doss im Laufe des Jahres Jahr- 
mdrkte in HoUtein nicht kdnnten gehalten werden. 1464. Sept. 20. 

Minen fruntliken grud denst vnde willen to alien tijden tovom. Eersamen 

guden frunde. Alze juwe wijsheyt scrijft van den markeden hijr in deme 

lande to holdende etc., irkenne juwe lene, wodanewijs Detleff van Bockwolde 

van den meenen rederen des landes hadde in beuele, an jw, derghelijk an de 

Hamborger to scriuende, dat sodane markede hijr in deme lande wonliker 

werdende vpp dijt jar sint af ghesettet vrame mennigerleye quades willen, alze 

ju^we wijsheyt wol irkennen kan, dat dar muchte af entstan etc., ok me vmme 

veler der lozen bouen willen, Turkenbroder gheheten efte ok sijk segghen to 

wesende Turkenbroder vnde nee vppe de reyse quemen, de hijr amme lande 

lopen vnde schedelijk mochten wesen deme kopmanne vppe der straten etc. 

Warumme sijk de juwen wantsnider kopman kremer vnde andere, dede markede 

plegen to sokende, sijk vppe dijt jar vppe none markede hijr imme lande 

doruen weden. Vnde bidden, juwe leue dat nicht to vnwillen neme, nachdem 

dat yd schud vmme dat ghemene beste. Detlef van Bockwolde wart id ok an 

de van Hamborch scriuende van der reder wegen. God friste vnde spare juwe 

i©Ue sunt vnde salich to langen tijden. Screuen zo Zaltzow, amme auende 

®^ricti Mathei euangeliste et apostoli, vnder mynem signet, anno LXIIII^ 

Clawes Eantzow. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen wijsen borghermestem vnde rat- 
'ttiannen der stad Lubeke, sinen besundergen guden frunden. 

Ncuih dem Original auf Fapier. Mit Spuren des attfgedrUckt geweaenen Siegels. 



Erich, Herzog von Pommern, fordert den Bath von Lubeck auf, dort mit BescJdag 

belegtes, Bur gem von BUgenwalde gehoriges Tuch freizugeben, da er 

sonst zugeben musse, doss sie Lubeckisches Gut mit BescfUag belegen. 

1464. Sept. 22. 

Erich, van Godes gnaden to Stettin der Pomem etc. hertoghe 

vnd furste to Kugen. 

67 



1464. Sept. 25. 531 

vorhopet hadden vnbesorget to wesende, nadem wij mit juw vnde den juwen 

nicht den leue vnde frundschopp en weten etc. Bidden vnde begheren hijrumme 

deger andachtigen, juwe ersame leue also vorfogen vnde bestellen wille, dat den 

^Tscreuenen vnsen radeskumpanen borgeren vnde kopluden sodane twe sohepe 

ttiit den innehebbenden guderen vmbehindert vnde vngedelet an erem wesende 

Siidliken weddergekart mogen werden. Dat vorschulden wij vmme juwe ersame 

l«ue geme, de God almeehtich beware in suntheit lange wolmogende. Vnde 

"^^es de obgenanten vnses radeskumpane borger vnde koplude desser vnser 

schriffte vnde bede geneten mogben, des begbere wij juwe gudlike richtigbe 

l>e8creuene antworde bij dessem jegenwardigen. Screuen vnder vnser stad 

isecrete, amme dinxedage vor Michaelis arcbangeli, anno LXIIU^. 

Borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Deme namhafftigen vnde ersamen junckern Syben, tho Esenys 
vnde Witmunde houetlinghe, vnseme gunstigen guden gunner. 

Nach dem Original. Mit theUweiae erhaltenem Secret. 



Lebensattest des Baths von Gronau zum Behuf der Erhebung einer Leibrente. 
1464, Sept. 30, 

Den loffwerdighen wisen heren borgermestern vnde radmannen der stad 
lubek, vnsen besunderen gunstigen heren vnde guden frunden, enbeden wij 
borgermestere vnde radmanne to Gronauwe vnsen fruntliken bereden denst mit 
vormogen alles guden, witlik vnde openbar betugende in vnde mit desseme breue, 
80 alse de ersame here, her Diderick Struuen, prester, Brun Struuen, wandages 
juwes zeligen borgers, broder, itlike jarlike liffrenthe bij juwer stad hebben 
Scheie, dat he vppe datum desses vnses breues vor vns in sjmer eegen personen 
leuendiges lines is erschenen vnde iegenwordich ghewest. Vnde desses in 
tuchnisse der warheyt hebben wij vnser stad secret witliken ghedruckt beneden 
vppe spacium vnder de scriflFt desses breues. Gegeuen na der bord Cristi vnses 
heren vSrteynhundert jar darna in dem vfervndesestigesten jare, am dage 
Jeronimi des hilgen lerers. 

Nach dem Original attf Papier. Mit ah Pressel untergedrUcktem Secret. 



Ulfich, Hduptling zu Gretsiel, schreibt dem Bathe von Hamburg, dass der Junker 
Sibo die genommenen Schiffe freigeben werde. 1464. Sept, 30, 

67* 



1464. Sept 30. 533 

donde werden, men juwe bowisinghe, ofte gij welke darto hadden, dar gij mit 
recite mede bibliuen moohten, to leghelker stede bringhen. Wij willen geme 
mit vnsem rade dar mede to riden voruoghende bi dem genanten vnsem ohme, 
lie sijck darane, so bildelick is, wol gutliken vinden lathe vnd richtigen hebben 
sc3liaL Gij vns des ock nicht en wegeren, dat willen wij vmme juw gem in 
oxeme geliken vorschulden. Geuen to Dametze, am dage sunte Jeronimi, anno 
omini etc. LXJIll^, vnder vnsem secrete. 

Aufschrift: Den ersamen vnd wisen vnsen leuen besnndern borgermeistern 
jid radmannen der stad Lubeck. 



Nach dem Original axif Papier. Mit als Preasel aufgedriicktem Siegd. 

d>aus Rantzau schreibt dem Bischof Arnold von LUbeck, doss das Verbot, Jakrmdrkte 

2u halten, durch die Pest nothwendig geworden set, (1464.)^ Sept. 30. 

Dem erwerdigen in God vader vnde heren, heren Amde, bisschoppe 
to Lubeke, sinem holden leuen heren vnde besundergen guden gunre, 
denstliken gescreuen. 

Minen willigen denst vnde wes ik leues vnde gudes vormach touom. 

Erwerdige in God vader, gunstige leue here. Ik hebbe entfangen eyne copien 

in juwer gnade breue vorwaret na lude eynes breues an juwe herlicheyt van 

deme rade van Lubeke screuen van der markede wegen etc. Alze denne ok 

scriuen vnde roren in erem breue, wo de amptlude van der Wismer hebben 

markede holden to Oldenborch, nu denken se ok vorder markede to holdende 

to Lutkenborch vnde to Plone, do ik juwen gnaden gutliken wetene, dat de 

markede to holdende den inwonren to Lubeke to nenem voruange edder nadele 

vorboden sint, men vmme des menen besten willen, alze juwe erwerdige 

herlicheyt nu wol vor oghen heft, dat de allemechtige God sine plage ouer de 

werld ghesand hefft, sunderges io in de stede, dar me de marckede plecht to 

holdene. Wor denne sodane vele vorsammelinge in de stede tosamen komen 

hadde, alze in de markede plecht to komende, mochte wol noch eyn nye 

pestilencie komen, dar se alrede vorgangen were. Vnde ok mede vmme vele 

losen volkes willen, dat nu hyr in deme lande is, dede en deel van den Turken 

komen synt vnde ok vppe mynes heren schepe waren, de tor sewert scholen, 

^) Die Jahreezahl er^ebt sich aus der folgenden Urkimde. 



1464. Oct. 1. 536 

domiersdage in iuwem breue to erkennende geuen^ wodanewijs de reder desser 

lande yorboden liedden, dat juwe borger van dessem jar de marckede to holdende 

in den steden desser lande, alse Oldenborch Lutkenborch vnde Plone, nicht 

soken seholden etc., vnde iodoch de Wysmersschen to Oldenborch ere kopen- 

schop vnde handelinge gehatt hebben sunder jenigerleye wedderstald eflfte 

t^eweringe etc., ersamen guden vrundes, darvpp wij juwer leue begeren to weten, 

ciat, nademe vns sodane vorbedinge vnwitlik was vnde nicht bekantt, so hebben 

"^Hj, so gij begerden, juwer leue to vryllen vns der sake to belerende, an de 

x^cder desser lande gescreuen, de wy vns vormodeden, sodane vorboth mochten 

^edan hebben, nameliken an den duchtigen Clawes Eantzowen etc., de vns 

denne myd synem breue darvpp gutliken geantwardet hefft, als wij juw hirane 

ene warafftige copie vnde aueschrifft vorwaret senden vnde vth welken gij syne 

^v^iide der redere meninge wol irkennen mogen, vnde konden juw des nicht eer 

clsit antwarde benalen, wente wij den vorbenomeden Clawes Eantzowen nicht 

^^^o\ eer vynden konden, wente he vppe desse tijd nicht bij der hand was, so 

jizw de ersame mester Johan Wonstorpp, juwe prothonotarius, wol heflEt to 

ixkennende geuen. Ok, ersamen leuen vrundes, hebben wij noch neen antwarde 

van dem geleyde der schepe, de gij in de Nyenstederwik leggen wolden. So 

vro daraff wes warafftiges vorhandelt is, willen wij juwer leue, so wij ersten 

mogen, benalen, de Gode allmechtich sund vnde salich lange tijd sij bevalen 

wolmogende. Schreuen vppe vnsem slote Ythin, des mandages in der meend- 

weken, vnder vnsem secret, anno etc. LXIIII. 

Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtigen mannen borgermestem vnde 
radmannen der stadt Lubeke, vnsen bisundergen guden frunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit einem Reate dea axrfgedriickten Siegels. 

©XVII. 

SibOj HdupUing zu Bornum, schreibt dem Rathe von Hamburg, dass er die 
genommenen Schiffe freigeben werde. 1464. Oct 3. 

Consulibus Hamburgensibus. 

Post salutationem. Ersamen guden frunde. So gij schriuen van der 
schepe vnde guder wegen, de myne knechte getouet hadden, ik de schepe vnde 
guder wolde qwyd laten, worvp ik dho juw weten, wo ittlike koplude by my 
flint gewesen vnd van desser schepe vnde guder wegen sik fruntliken mit my 



1464. Oct 8. 537 



Eidesldstung einer Frau. 1464. Oct, 8. 

\ or juw ersamen vnde vorsichtigen wysen mannen, heren borger- 

meisteren ynde radmannen der stad Lubeke, vnsen sundergen guden gunren 

Vnde vrunden, bekennen wij borgermeister vnde radmannen der stad Sralessunde 

Hach vruntlikem grute apenbar betugende, dat vor vns gewesen synt — — 

Schir Detleff, vnse borger, vnde Gertrud nalatene wedewe seligen hern Hertigers, 

Normals vnses rades medecumpan, vnde Taleke, nalatene weidewe seligen 

"Wichardes, vormals vnses borgers seliger dechtnisse. So heft desnlue Schir 

IDetlef vorscreuen vormyddelst synen vtgestreokeden armen vnde de vorbenomeden 

vnse borgerschen vormiddelst vpgedeckeden hoyken vnde anroringe erer borsten 

vnde mit eren vpgeslagenen ogen in den hemmel lijfliken to den hilgen alle 

8i0^erende (u. s, w. Der Eid betraf ein Erbzeugniss) Mit orkunde desses vnses 

"brefes vorsegelt mit vnser stad secrete buten hir angedruckt, am mandage vor 

Dyonisie, anno Domini etc. veervndesostich. 

Nach dem Original. Mit auf der RUckseite atrfgedrUcktem Secret 



Peter Kornmess giebt dem Rathe von Lubeck Auskunft vber die ihm von dem 
Syndikus Simon Batz anvertrauten Papiere, 1464, Oct, 9, 

£irsame fursichtich vnd weisene. Mein gehorsam willig dinst allczeit. 
Lieben herren, herren burgermaister. Ewer verschreiben, so ir mir getan habt 
von wegen maister Symon, ewer sindicus, dem Got gnad, vmb dy behaltnuss, 
80 er mir zu pehalten gepeten hat, das hab ich nach ewern vnd ewers notary 
schreiben geanttwurd ewern dienner Hannsen Weyttendorf, in massen als iohs 
lune gehabt habe, alles. Auch, ersamen lieben herren, es hat maister Symon 
ewer poten pey mir gehabt, dapey ich im wider geschriben hab, daz ewer 
weishait wol vernemen wirdet. Damit emphilch ich mich in ewer fursichtig- 
kaitte alls allczeit ewer gehorsam williger dienner. Geben zu Prugk auf der 
Huer, an erichtag Dyonisy, anno Domini etc. LXIIII. 

ewer williger dienner Peter Kornmess, purger daselbs. 

Aufschrift: Den ersamen fursichtigen vnd waisen herrn, den herren 
purgermaister vnd dem rotte zu Lubegk, meinen besundem herren vnd herren. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Resten de$ Siegels, (angek. den 29. Novhr.) 

68 



1464. Oct 11. 539 

^nde hebben juwe ersambeiden ende den gemenen koepman to lieue datselue 

^n den voergenanten ersamen junoker Olricke, boefftling etc., guetliken myt 

onderricbtinge na begeerte der vorgenanten koeplude ende personen verscreuen, 

^^yt em in synre tegenwordicbeit muntliken daeraff ouersprekende , die ons 

guetliken na onsen begeerte ene maelstad ende stunde betiekent ende weder 

^escreuen beuet, by ons ende den koepman to komen, namelijck ter Knocken 

jebieten, daer wij twe onse radesgesellen mit den vorgenanten koepman vp 

^tede ende stonde vns betiekend gesand ende gebad bebben entegen des 

"v^oergenanten junckers Olrickes vulmecbtigen zendeboden muntliken van der 

isake sprekende ende tractierende van wegen des koepmans. So bebben sommyge 

personen vulmachticb van den koepman, so wy in der waerbeit verfaren, 

^^rtgesand twe van den scbepen myt den besten guede gekoflft vor vijflFhundert 

x^inssche gulden ende een vat salpeeters eer der tijt, onse vrende myt den 

IsLoepman den vorgenanten dacb boldende waren, daer docb, nocbtans wy so veer 

^v^oir gewest sint na onser macht, so wy mochten, datselue de juncker myt 

Arlyte oick gedaen heuet. Men, alse wy verstaen van den koepman seluen, so 

Ixebben se desse vorgenanten twe scbepe myt den guede, als vorgerort is, gekoflft 

in sulken vorwerden, dat de koepman de scbepe in ore wait bebben ontfangen 

^vppe den keep ende loflfte, ende sullen daer quijtancien van geuen onder onser 

sl^ad zegell, sie nocb de gene, die de gueder angaende sint, vorder niet omme 

te saken, dar zijk de vorgenante juncker Sybe an boldende is, ende der loflFte 

niet aflfstaen en wyll om bede wyllen junoker Olricke oflF ons begerte, daer wy 

myt ganssem barten ynne bebben laten arbeiden, so vele in ons is. Mocbten 

'w^y, lieuen beren ende vrendes, juwe ersambeiden ende den koepman yergent in 

redeliken saken in dessen ende andem vorder to wyllen wesen, sullen ghy ons 

guetwillicb ynne vinden. God spare juwe ersambeiden gesunt tot langen 

tijden. Gbescreuen onder onser stad secret, des donredages na Gereonis ende 

Viotoris martirum, anno et. LXIIII. 

Borgermeister ende raed der stad van Groningen. 

Aufschrift: Den ersamen ende wysen beren borgermesteren ende raed 
<ier stad Lubeke, onsen besunderen guden gunstigen vrenden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Resten des Secrets. 



68* 



1464. Oct. 14. 541 

edder anders wes an Goddes ere keren schuUen, dat one hulpe vnde tolegginge 

^escheen moge, wente on des grot nod vnde behouf is. Gijk hir gutwillich 

ixine to bewisende, den Ion van Gode den heren darvan nemende, ok wille wij 

dat vmme juwe leue gerne vordenen. Sijd Gode beualen. Screuen am dage 

eancti Calixti, anno etc. LXIIII. 

De rad der stad to Brunswik. 

Aufschrift: Den — — rade der stad to Lubeke, vnsen u, s, w, 

Nach dem Original auf Papier. MU als Pressd aufgedrUcktem Siegel. 



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Die BrUder des Franziskaner - Khsters in Bergen bitten den Bath von Lubeck urn 

Unterstutzung zum Wiederaufbau ihres durch eine Feuersbrunst zer- 
storten Klosters, 1464, Oct. 14. 

Vnse innighe bet mit otraodighen denste nu vnde to alien tiden vor- 

gescreuen. Eruerdigen heren vnde leuen vninde. Also gy wol hebben vornamen 

leyder de cleghelike tydinge des jammerliken brandes vnses armen klosters to 

Berghen, wor wij armen brodere sint ghevallen an enen vnvorwinliken schaden 

^^de sorghe, des wij juwer erwerdicheit so vterliken vnde vuUenkomen nicht 

^clriuen konen, also vns wol not is vnde behuff, dat juwe erwerdicheit vnde 

^^sheit bet vorstan merken vnde bekennen kan, wan wij armen bedroueden 

t>i*oder jw jummer konen schriuen, also dat vns vnmogelik is, dat kloster wedder 

^o buwende sunder hulpe vnde hantreykinge aller guden truwen vnde innighen 

lude. Worumme, leuen erwerdigen heren vnde vrunde, beghere wij juwe 

^i^erdicheit otmodichliken biddende mit vuUenkomener hopene, trost vnde hulpe^ 

^«8 vns nu grot behuff is, to sokende, dat gy juwe milde herte openen vnde 

openen juwe oghen der barmeherticheit vnde oren, vns armen bedroueden broder 

to trostende vnde hulpe to donde mit juwen erliken borgheren vnde kopluden^ 

Jtiwer erliken stad vnde der erliken koplude, de nu tor tijd to Berghen pleghen 

to vorkerende vnde in vortijden hebben vorkeret. Wente wij to juwer 

erwerdicheit gantzliken vnde vuUenkomen hopen, also de hungherigen elenden 

Huder, de sik hulpe vnde vodinghe van eren olderen vnde vrunden vormoden. 

To sekercheit vnde bewisinge vnser notdorff desser vorschreuen stucke vnde 

^Wikele so sonde wij juwer erwerdicheit vnde leue den erwerdigen man broder 

Lodewych Franken, vnses klosters vorstender vnde gardian, wiser desses breues^ 

de eren vnde louen wol werdich is, den wij desse reyse vnde werff to varende 



i 



1464. Oct. 23. 543 

^Bdelich antworde, vorbodeden wy echt den vorbenomeden radt vnde ere 

^vtdmechtigen, de vns do to kennende geuen, ze weren iegenwardich in begrepe 

'^mintliker deghedinge mit den, dar gy vmme scriuen, vnde menden, ze wolden 

-^at sliten, vnde dankeden vns fnintliken, dat wy vns to guder vlege slete vnde 

^^yndracht geboden hadden, konden ze dat nicht vynden, so wolden ze vnsen 

.^piedigen heren van Bremen vnde vns dar geme to lyden vnde wolden vns 

^dat wol toseggen laten. Leuen vrunde, gij mogen wol irkennen, dat vns 

"fcynnen Bremen vrede vnde eyndracht wol bequeme is. Hijrumme willen wy 

^^msen gantzen vlyt dar geme to doen, dat alle dingk mochte to enem guden 

jnde komen. Des moge vns wol betruwen juwe ersamheit, de God almechtich 

lote vristen selich vnde gesund woluarende to villangen tijden. Screuen vnder 

-'^mses capittels secret, an sunte Seuerini dage, anno etc. LXIHI.^ 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen m. s, w, 

Nadh dem Original auf Fapier. Mit Resten des Secrets. 



r Bath von Wismar bittet den Rath von Lubeck, einigen Wismarer BUrgern 
zu gestatten, dass sie fur die im Bau hegriffene St, Georgs-Kirche Gaben 
einsammeln, 1464, Oct. 24. 

Vnsen vruntliken grud mit vormogen alles guden tonornn. Ersamen 

louen heren, bisunderen guden vrundes. Als denne Gode to loue in de ere 

des hilgen mertelers sunte Georgii, hijr bynnen vnser stad rumliken in schoner 

'Wijse angehauen vnde ene nyge kerke vpgelecht vnde beghund is to buwende, 

iar denne alrede myt hulpe van guden luden vnde ynnygen mynschen grot 

^lijt vnde arbeid bij beschen is vnde dar noch bij van dage to dage bij 

oeschut vnde ouer alle dessen vorgangenen zomer gedan is, so dat wol sichtlik 

^de opembar vor ogen is, vnde ok dat men vmme sulk werck vnde buwete 

to vullenbringende, vurdermer grote hulpe van vromen ynnigen luden, de ere 

hande hijrto mildichliken werden vthrekkende, is behouende, des, ersamen leuen 

heren, werden nv etlike van vnssen borgeren, vorstendere dessulues buwetes, 

entoger desses breues, an juw bynnen juwe stad komen, vmme aldar myt juw 

hulpe van vromen luden to behoflf der vorscreuenen beghunden kerken to 



*) In einem frtiheren Schreiben vom 20. Septbr. (donnerd. na Lamberti), ebenfalls Antwort auf eia 
Schreiben des Ratbs von Ltlbeck, hat das Domkapitel sich nur unbestimmt ausgedrtlckt. 



544 1464. Oct. 24. 

biddende vnde to erweruende na eren besten vormoge. Hijrumme bidden wi) 
juwe ersamheide deger andachtigen mit gansem vlite, dat gij densuluen vnsen 
borgern guderteirliken beorlouen vnde ghunnen willen, bynnen juwer stad 8odane 
hulpe van vromen luden to behoff der vorscreuenen kerken, so vele enem 
ydermanne God in sin herte sendet, to bidden vnde to erforderende, dat Ion 
darvor nemende van dem ghennen, de is eyn beloner aller woldait, vnde juw 
vns to willen hijrane gudwillich to bewijsende. Dat willen wij geme wedderumme 
willichliken vorschulden, wot wij konnen vnde mogen. Hijrraede sijt Gode 
beuolen lange salich vnde gesund. Screuen vnder vnser stad secret, in profesto 
Crispi et Crispiniani martirum, anno etc. LXIIII^ 

Borgermestere vnde radmanne tor Wismer. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Fapier. Mit als Preasel airfgedrUcktem Siegel. 



Der Rath von Oldesloe zeigt dem Bathe von Lubeck an, doss er nur von den 
Schiffen, welche den Damm und die Schleme benutzen, eine Abgahe \0 
4 Pfennigen erhebe. 1464. Oct. 25. 

Vnsen fruntliken denst myd leue touorn. Ersamen borgermester vnde 
ratmanne der stad Lubeke, guden frunde. Juwer eriiken wisheiden breff wij 
bebben wol vornomen, darinne gij scriuen vnde roret, dat wij vnwonliken nyen 
toUen scholen vppenomen vnde maket hebben van den schepen etc. Des willen 
juwe eriiken wisheyde weten, dat wij hebben eynen damm vnde sluse, de wij 
myd vnsen borgheren buwen vnde beteren moten, so vaken des behoff is, vnde 
nemende anders worto nowen ofte nodigen, men de, de vnse schuttebrede 
besiget vpp vnde to, de vor vnsera damme sint, vnde bruket des waters, darvore 
scholen geuen veer penninge, to beholdende densuluen damm vnde sluse i^ 
erem wesende vnde de, de des vnsen nicht bruken vnde behouen, dar en escbe 
wij myd alle nicht aff. Gode almechtich sijt beualen. Screuen am donredag^ 
vor Symonis et Jude, vnder vnses borgermesters ingesegel, des wij nv hijrta 
vppe desse tijd brukende sind, anno Domini LXIIII. 

Eatmanne to Odeslo. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke fruntliken gescreuen. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren eines Siegels. 



1464. Oct. 27. 545 

]>XXIX. 

JBildebrand, AM von Bein/eld, schreibt dem Burgermeister Witik, doss e$ einem 

Fremden nicht gcstattet werden kdnne, Eichenhdz in dem Grebiete des 
Klosters zu schlagen, 1464. Oct, 27. 

Mynen fruntlyken grot myt innyghen beden in God. Ersame leue her 
^orgermester. Juwe leue hebben wol vorstan vnse clage van vnsem woltmester 
jeghen enen juwen borgher, de vns heflft aflFghehowen myt vnsem groten vor- 
vanghe vnde schaden vnse ekenholt, dar doch nemant mochte orloff to geuen 
sunder myne meddewitschop. Als denne desnlue vorscreuene juwe borgher in 
vnser abdye nycht hefft noch egen noch erue oflFt ock ander liggende grunde, 
so en was dat nicht geborlijck, dat he scholde sodan holt howen, en gud erue 
to vorderuen. Darvmme, leue her borgermester, wan dat also mochte bestan, 
<iat en vthhemes oflFt vromed man, dede jenyck gelt to veer offte vijff jaren op 
^nes armen mannes wyssche offte weyde, vnde scholde denne vnder sodanen 
schyne sodan erue vorderuen in holten, dar wolde van noden na volgen, dat 
VDse abdye deshaluen to grunde were vorderuen, dat God nycht en wille. 
Weret ouers dat j em ant van vnsen lansten suluen in synen erue wolde wes 
rumen to nuttycheyt synes erues myt vthrodende der home, also dat de wortelen 
vmme qwemen myt den bomen, dat hebben myne vorvaren also vororleuet 
allene densuluen vnsen lansten vnde anders nemande. Also ys nu myn begher 
vnde andachtyge fruntlyke byddent, gij wyllen dat werck so vorvoghen, dat wij 
t>lyuen by rechte vnde de eruen in vnser abdye nicht werden deshaluen vor- 
deruen. Vnde wyl dat alle tijd myt flite vnde na vormoghe gerne vordenen 

jeghen juwe leue, de God beware sund vnde salich to langen tijden. Screuen 

am auende Symonis et Jude, anno etc. LXIIIL 

frater Hilbrandus, abbet tor Keyneuelde etc. 

Aufschrift: Dem ersamen hem Bertold Wytyk, borgermester to Lubeke, 
synem leuen vnde besunderen guden frunde. 

Noch detn Original auf Papier. Mit Resten des Siegeh. 



Gebhard, Bischof von Halberstadt, hittet den Bath von LUbeck urn freies Geleite 
fur den in einem Bechtsstreit mit Lubecker Btirgern befangenen Heinrich 
Hesse. 1464. Oct. 28. 

«9 



546 1464. Oct. 28. 

Geuerd, von Gots gnaden bisschop to Halberstadt. 

V nnsen gunst vnd guden willen touom. Ersamen wysen leuen besundenu 
So we gijk vormals vor Hinrick Hessen, to Wegeleue wonhafftig, gebeden vnl 
geschreuen hebben, gij om rechtes mochten behulpen sin ouer juwe medeborger 
nemliken Johan Syna, Kynen Kolsackes vnd andern de juwen, de om doch 
wente herto weynich gehulpen hefft, sunder de genanten om vor gijk na juwer 
irkantnisse rechtes to plegen, so he vns berichtet hefft, geweyghert hebben, dat 
vns denne vaste verduncket etc. Wo dem alle, bidden we noch, gij dem genanten 
vnsen vndersaten eyn seyker vnd vngeuerlik feylig geleyde geuen, in juwe stad 
veylig to vnd aff to komen, vnd vns sodan geleyde bij dessem iegenwardigen to- 
schriuen, vnd om syner sake vor gijk na juwer irkantnisse in witliker frunt- 
schop odder in rechte ouer de genanten iuwen behulpen sin. Vnd dat he dat 
an desser vnser gutliken bede jegin gijk moge geneyten, vp dat vorder derwegea 
ander arbeydes vnd manynghe nocht dome nod sin, willen we gerne vmme 
gijk vorschulden. Des juwe richtige antworde. Geuen to Groning, am sondage 
Symonis et Jude apostolorum, anno Domini etc. LXIIII". 

Aufschrift: Den ersamen wysen borgermeystem vnd radmannen der stadt 
Lubeke, vnsen leuen besunderenn. 

Nadi dem Original auf Fapier. Mit geringen Reaten des Siegels. 



Der Rath von Oldesloe schreibt, dass er die Erhebung der Abgahe vorlOufig ^ 
stellen, nach Riickkehr des Gfrafen RUcksprache mit demselben nekmei^j 
die Wunsche des Raths von Lubeck jederaeit gern erfiiUen wdk- 
1464. Oct. 30. 

Vnsen fruntliken denst rayd begheringe alles guden touoren. Ersamen 
guden frunde vnde leuen heren. Juwer erliken wisheiden breff an vns gesand 
hebben wij wol vornoraen, darinne gij willen, dat wij sodane veer penning^ 
van vnses dammes vnde sluse weghene, alse wij menen optoboren, scholen deger 
vnde all afdon vnde nicht mer vpboren, jodoch wij nicht plegende sin, water to 
stouwende vnde geuende, men vnsem gnedigen heren to syner molen etc. Leuen 
guden frunde vnde heren, juwer erliken wisheiden willen vnde begheren wi) 
alleweghe dencken gerne to vorvuUende, wor wij moghen, vnde willen vus 
affholden sodaner veer penninghe went to vnses gnedigen heren tokumpst. 



1464. Oct. 30. 547 

W^es vns denne vor en antwarde geuen ward vnde juwe erlike wisheide mede 

fceleuen, dar willen wij vns denne gerne na richten. Gode almecbtic sijt 

l>c\ialen. Screnen am dinxtedage vor Alle Godes hilgen, vnder vnser stad 

ixigesegel, anno Domini LXIIH. 

Consules Addeslo. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stad Lubeke, vnsen frunden. 

NcLch dem Origincd auf Papier. Mit als Pressel aufgedrUcktem Siegel. 



'er Bath von Stralsund beylauhigt bei dem Rathe von Lubeck den Glaus Vicke 
zuT Empfangnahme gevnsser Outer. 1464. Oct. 31. 

Juw ersaraen vorsichtigen vnde wolwisen mannen, heren borgermesteren 

r^a^dmannen vnde richteren der stad Lubeke, vnsen sundergen gnden gunnern 

vnde vrunden, vnde dar des vorbat werd behuff synde, don witlick wy borger- 

mestere vnde radmanne torn Stralessunde nach wolbehorliken grute mit desme 

breue betugende, dat vns hebben berichtet vnde to kennende dan vnse leuen 

raedeborger, alse Clawes Matties, Jacob Vlemynk, Gerd Vlemyng, Peter Klingen- 

berch vnde Hans Slotik, wo kortes nach Godes vorhenginge mit juw tor stede 

auegangen vorstoruen sy vnse selige borger Thomas Smyt, darsulues tor 

herberge mit eneme schroder in den Vifhusen, dem welken Thomase vnse 

erstbenomede viflp borger hedden mede dan na Schotlande ward er ber vnde 

guder in truwen vnde kopmans louen, dat he ere beste darbi don scholde vnde 

Wngen en wedder want vnde ware, wes daraff wurde. Vnde dat vorbat war 

to makende so hebben vnse erbenomeden borger alle vife vnde en jewelik vor 

sik vnde sin del vormiddelst sinen vpgehauenen arm en vnde vthestreckeden 

vingeren staueder eede vnuorlaten lifliken to den hilgen sworen, dat se em 

aldus vp louen hebben mede dan vnde vorantwordet ber mel vnde andere gude, 

alse Clawes Matties up achtentich mark, Jacob Vlemyng up twevndevertich 

mark, Gerd Vlemyng vpp twevndetwintich mark, Peter Klingenberch up envnde- 

twintich mark, Hans Slotik vp sostich mark sundesch, des ok de vorstoruen 

Thomas Smyd in synem latesten bekande, indem dat he van sik sede vnde 

beuol, sodan want, dat he bij Corde vam Ham me stande hadde, Clawes Mattiese 

do mit juw tor stede to vorantwordende. Des hebbet nu endrachtliken vnse 

borger erbenomed alse Clawes Matties, Jacob vnde Gerd Vlemyng, Peter Klingen- 

berg vnde Hans Slotik vor vns, alse se to rechte scholden konden vnde 

69* 



1464. Nov. 1. 549 

eyn licht vor sunte Hillen in erscreuener cappellen to holdende to Vnser leuen 
vroawen missen vnde Salue Begina, clar to bemende gelijk anderen lichten 
alle de wyle, se sulk geld bij sick hebben. Vnde weret sake, dat God vorbede, 
de erscreuenen vorstender Vnser leuen vrouwen tijden oft de paternostermaker 
desses geldes haluen angelanget wurden vnde se dat nicht beschermen konden, 
80 dat ze dat geld beholden mochten, denne scholen de vorstender Vnser 
vrouwen tijden sulk geld deger vnde all dem genanten ampte vmbeworen 
wedder ouerantworden. Weret, dar God vor sy, dat de erscreuenen Vnser 
leuen vrouwen tijden to nichte qwemen, so dat men de in tokomenden tijden 
nicht en helde, denne scholen de erscreuenen vorstender sulker tijde de genanten 
vifhundert vnde negenvndesostich mark vmbeworen leggen bij den erliken rad 
der stad Lubeke, de denne sodane erscreuene summe geldes to etliken tijden in 
vorwaringhe scholen beholden, so langhe dat vorscreuene ampt der ansprake 
blyue vmbelastet vnde int ende by willen der vorstender vnde des amptes in 
de hande der armen geuen. 

Nach einer Inscription des Niederstadfbuchs vom J. 1464, Omn. Sanct 

©XXXIV. 

Martin Kale, Propst in Bordesholm bittet den Bath von Lubeck, zwei ScMusssteine 

fur das Gewolbe eines Befectoriums ihm zu uberlassen. 1464. Nov. 2. 

Myn ynnighe beth vnde wes ik ghudes vormach. Ersamen leuen heren. 
Jk do juwer wisheyt vruntliken weten, dat ik Ghode to laue vnde vnseme 
kloster to proflte vnde van sundergher n6t weghen hebbe beghunt to buwende 
en reuenter myt eneme weluete, darane my enbreken twe rynghe veltstene 
bynnen en weluete darup to slutende, der ik hijr vmmetrent nicht kan hebben. 
Men, so ik voruare, synt bynnen juwer stat by dem bighaue twe stene van 
souen voten lanck, de my dar wol konden to denen. Bydde ik juwe ersame 
leue, dat juwe erlike wisheyt my darmede vmme en redelik wolde voghen, 
wente gy der wol konen enberen, vnde hebbe ik wes, darmede ik juwer stat 
wedder kan wesen to willen, darane gy my ghutwillich scholen vynden. Des 

juwe ghutlike antward by dessem mynem boden. Ghode dem heren ik beuele 

juwe ersame wisheyt lange sund vnd wolmogende. Screuen yn AUer selen 

daghe, vnder mynem ingheseghel, anno Domini LXIIII. 

Martinus Kale, torn Bardesholme prouest. 
Aufschrift: Den — — raedmanuen to Lubeke, mynen besunderen leuen 

heren vnd ghuden vrunden. 

Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Resten des at^gedriickten Siegels. 



1464. Nov. 11. 551 

OiUern DeUevs von Buchwald zu erhebende Rente an, wofur sie ihn, 
seine Ehefrau und seine Freunde in ihr Gebet einschliessen, auch an 
dem Jahrestage des Todes seiner Ehefrau Vigilie und Messe fur sie 
lesen scllen, 1464. Nov, 11, 

Jn Godes namen amen. Jk Andres Gheuerdes, raetman to Lubeke. 

Bekenne vnde betughe openbar myt desser scrifft vor my vnde myne eruen, dat 

ik myt vryen willen wolberaden modes myldichliken darto beweghen hebbe 

ghegheuen ouergheuen vnde totekent den ghemenen vicarien sunte Peters 

ierken bynnen Lubeke nu ter tijd jeghenwardich sittende vnde eren nakomelingen 

XVin mark gheldes jarliker ewigher renthe ghekofft yn den goderen Dethleues 

van Boekwolde hem Detleues sone to der Cyrauen, alse de koepbreue darvp 

beseghelt clarliken inneholden, also dat de erbenomeden vicarii scholen vnde 

xnoghen desse renthe entfangen vnde der bruken in desser wijse hijr nascreuen 

steyt. Jnt erste dat see van den XVIII mark gheldes scholen hebben XIIII 

mark gheldes to ewighen tijden to ereme brotghelde, ere brod to vormerende 

vnde to vorbeterende, also dat de vicarii erbenomed vnde ere nakomelinge to 

ewighen tijden scholen in ereme bede den almechtighen God vor myner olderen 

vnde myner leuen vrunde selen, dat en God gnedich vnde barmhertich sy vnde 

vorlene en myt alien kristen zelen raste vnde rowe, truwelken vnde vlitighen 

to biddende. 8e scholen ok vnde synt plichtich, myner werdynnen Gbeseken in 

kort vorstoruen alle jar vp de tijd, alse se vorstoruen ys, ere memorien holden, 

des auendes de vigilie by ereme graue vnde des morghens to der selemissen to 

oflferende, alse dat ene wontlike vnde loflFlike wijse vnde wonheyt is. Vnde tho 

desser memorien scholen se hebben to gheuende vnde distribuerende IHI mark 

gheldes van dessen erscreuenen mark renthen, de to nemende. Ok scholen se 

myner vorbenomeden husfrowen Gheseken alle sondaghe to ewighen tijden 

van dem predikstole denken vnde gnade bidden laten, dat er God gnedich vnde 

barmhertich sy. Des to groterer tuchnisse vnde witlicheyt hebbe ik Andres 

Gheuerdes vorbenomed myn ingheseghel witliken henget an dessen breflf. Gheuen 

na der bord Cristi vnses heren verteynhundert jar vnde darna in deme vere- 

vndesostighesten jare, vp sunte Mortens des werden bisschopes dach. 

Na<^ dem Original. Mit anhdngendem Siegel. Vgl. Siege/ des M.-A. Heft 10 p. 54. 

DXXXTIII. 

Ber Knappe Heinrkh Breide verkauft dem HeU.-Geist Hospital fUr 1200 »# eine 



1464. Nov. 18. 553 

Jck Diderick Blome, knape, amptman vpp Trittowe, seligen hern 

Diderkes Blomen, wandages ritters, sone, bekenne vnde betuge apembare in vnde 

myt desseme breue vor allesweme, so alse ick den ersamen vorsichtigen mannen, 

hem Bertolde Witik vnde hem Johanne Westval, borgerraesteren der stad 

Lubeke, nu tor tijd vorstendem des Hilghen Ghestes godeshuses darsulues, 

mesteren vnde den kranken dar vppe den bedden liggende vnde eren nakome- 

lingen rechte vnde redeliken hebbe vorkoft vor vefteynhundert mark lubesohes 

pagiraentes, de ick to myner genuge entfangen vnde in myne vnde myner eruen 

nuth gekeret vnde vthegeuen hebbe, hundert vnde vyff mark lub. pen. jarUker 

ewiger rente in vnde vth mynen nascreuen guderen vnde dorperen, namliken 

Homstorp mit deme dorpe IIorDsmolen myt der molen darsulues in deme 

karspele to Bosouwe, myt deme Hornstorper see, der Vulendyk vnde dem 

Homstorper dyk, alle in deme stichte to Lutkenborch belegen, vnde in alien 

dersuluen guderen dorperen vnde molen tobehoringen, alse dat de houetbreflf 

van my vnde minen truwen medeloueren vorsegelt vnder lengeren artikulen 

vnde beschede klarliken inneholdet vnde vthwiset. Jodoch ick den vorstendem 

den willebreflf mynes gnedigen heren vmme siner gnaden afwesende, alset 

wontlick vnde behorlick is, nicht hebbe geschicket, men wenner ick my siner 

gnaden kan benalen, wil vnde schal ick en sulken mines gnedigen heren 

willebreflf mit siner gnaden anhangenden secret vorsegelt bynnen Lubeke in eren 

seker beholt gelick deme houetbreue schicken vnde benalen myt dem ersten 

ane sument vnde gheuerde. Vnde wenner deme so is beschen, denne schal 

desse breflf kraftlos vnde machtlos wesen. Alle vorscreuen stucke loue ick 

Diderick Blome, houetman vorbenomed, vnde wy Hinrick van Aleuelde, seligen 

tern Johan ritters sone, vnde Hinrick Blome to Bemstede, des genanten 

Diderikes broder, alse truwe medelovere, den vorbenomeden vorstenderen vnde 

«ren nakomelingen stede vast vnde vnuorbroken to holdende ane alle list vnde 

geuerde ofte behelpinge gheestlikes ofte werlikes rechtes. To merer tuchnisse 

der warheit aller erscreuen dingk hebbe wy Diderick Blome, houetman, Hinrick 

^an Aleuelde vnde Hinrick Blome vor vns vnde vnse eruen mit gudeme willen 

^nse ingesegele henget heten an dessen breff. Gegeuen vnde screuen na der 

Wd Cristi vnses heren dusent veerhundert jar im veervndesostigesten jare, in 

den achte dagen sunte Martens des hilghen bisschuppes. 

Nach einer spdteren Ahschrift in einem Copiarius des Heil.-Qeist Hospitals fol. 55. 

70 



1464. Dec. 5. 555 

heren, besundern guden frunde. De ersamen, vnse borgermester vnde rades- 
sendeboden nu kortliken bij juw geuoged hebben vns angebracbt vnd lezen 
laten vorrame an den grotmechtigen heren hertogen to Burgundien vnd de 
oldermans to Brugge residerende begrepen, de vns denne so wol beuallen vnde 
liutte duncked, en de in sodaner formen to uorsendende. Alze gij vort beroren 
van des kopmans guderen, de am negestuorledenen sommere schipbrokich 
worden, deme kopmanne to mercklikem schaden vnde beswaringe, begerende, wij 
deshaluen demsulaen koepmanne gutliken to geuallen willen syn etc., so hebben 
wij, leuen heren vnde frunde, vnses rades medekumpanen den toUen warende 
desset na juwer begeringe beualen, de sik myt ene limplik van der wegen 
vindende werden laten, so dat se vns, so wij hopen, nicht werden mysdanckende. 
Vnd alze ok vort mangk andern weruen is vorhandelt van dera gebreke an 
dem gruntwerke to Bergerdorpe, dat wij dar vnse tymmerlude wolden senden 
etc., deme dencken wy na vnseme affschede so geme to donde, vnd duchte vns 
vol nntt^st vnde de mynste kost wesen, ift gij in juwer stad hebben mochten 
arbeideslude, wan men dar vort arbeidende wert, de vppe ere egene kost dat 
deden, vnd ift men de vmme negen witte des dages odder darbij hebben mochte. 
Alze ok wart besproken van den Leideschen laken, dat de to smal weren etc., 
bidden wij fruntliken, gij so andechtich sin vnd vorfordern myt dem besten, dat 
sulkent mochte werden vorbetert. Sijd Gode sund vnde salich to langen tijden 
beualen. Screuen vnder vnsser stad secrete, am auende Mcolai, anno etc. LXIIH*^- 

Borgermestere vnde radmanne to Hamborgh. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubick, vnsen u, s. w, 

^oc^ dem Original im Archiv des Amtsgerichta eu Bergedorf. Mit geringen Beaten des attfgedriiekten Secrets. 



Der Bath von Luneburg bittet den Bath von Liibeck, angeliehene 1500 Gulden 
noch nicht zuriickzufordern. 1464. Dec, 6. 

Vnsen fruntliken denst touorn. Ersamen leuen heren, besundern gunstigen 
frundes. So alse de ersame her Hinrick Lange vnde her Hartwich Schomaker, 
vnses rades borgermestere, her Bertold Lange zelig, her Hinrick van der Molen, 
W Johan vamme Lo vnde her Clawes Sanckenstede, vnse mederadmanne, van 
viiser wegen vor sick vnde ere eruen juwen ersamheiden vnde der stad to 
Lubeke rechte zakewolden geworden sin vor veffteynhundert gude rinsche 

70» 



1464. Dec. 20. 559 

Boch en wil he nergen myt jenigen anderen geriohten, geistlick heymlick ofte 

wertlick, dan vor dem ersamen rade to Lubeke soken edder voruolgen, sunder 

dar in rechte sick laten benogen, darouer desulfte erlike rad erne dan behulpen 

schal wesen to vnuortogeden rechte. Dit, so vorgerurt is, heuet desulue Johannes 

dem ersoreuenen raide gelouet in mathen vurgerurt to vuUentbeende vnde wol 

to holdende. Darvor de erscreuene rad demsuluen Johanse bestellen willen int 

erste eyne beqwemele vnde belegenne vrije woninghe vnde alle jar vertioh mark 

lubesch, nameliken twintich vppe dat tokomende fest Johannis Baptisten to 

myddensomer vnde vppe vppe dat fest Winachten twintich mark damegest 

volgende eme jarlikes to betalende. Vnde des so heft de ersechte rad dem 

erbenomeden Johanse vorlenet de boden vppe dem Huxerdamme, dar men dat 

molt gelecht vnde matten to scriuende, darvan he jarlikes van den zizeheren 

hebben vnde entfangen schal sosteyn mark lubesch in vormynringhe der 

ergesechten vertich mark, welk ampt desulue Johans van wegen des erscreuenen 

rades truweliken vorstan solt vp vorder vorhopinghe etliker promocien vnde 

vorbetoringhe in tokoraenden tijden eme to bescheende. Vnde des so schal des 

ergesechten Johans denst vnde Ion nv vppe dat ergemelde fest Winachten 

angan, des he sodanen zinen eyd, so sich behorlik was, gedan heuet, den he 

dem vorgemelden rayde truweliken vnde vestliken geloued heft to holdende, 

vnde dit alle vorgerurt sunder jenigerleie argelist. Orkunde vnde in eyn 

tuchnisse der warheid so sint desse cedelen twe ene vth der anderen gesneden, 

von worden to worden alleyns ludende, der de ergemelten hercn eyne bij sick 

vnde de andern Johans vurgerurt entfangen vnde in bewaringhe hebben. 

Gescreuen in den jaren vnses Heren XIIII^ vnde veerundesostich am auende 

Thome des werdigen hilgen apostels. 

Nach einer Eintragung in daa alteste Eidebuch fol. 25. 

DXLiTII. 

Jhr Bath von Bremen rechtfertigt sich in Bezug auf die ihm vorgeworfene Gefangen- 

nahme eines Boten des Konigs Christian, 1464. Dec. 22. 
Vnnsen fruntlijken denst vnde wes wy gudes vormoghen thouorn. 
Ersamen heren vnde bisunderen leuen frunde. Juwen bref van weghen greuen 
Gherdes an vns ghesand mang anderen worden y nneholdende , dat wy enen 
Bcholen hebben ghefangen, de greuen Gerde van sinem broder dem coninghe 
wholde ghebracht hebben itlijke breue, de wy em scholen hebben ghenomen, 
ersamen leuen frundes, des willet weten, dat wy enen, de sines eghenen werues 



1464. 561 

BXIiTIII. 

Nachrichten uber die Sanger- KapeUe, 1464, 
Jtem anno LXllll do makeden de vorstender bi den vicarien to Vnser 
lenen vrouwen kerken den presteren wyn vnde brot vnde water to halen 
vt eren schappen, dagelikes enen myssen to holdende, darvor her Hinrick Kote 
vnde her Matheus van Mynden, do der vicarien vorweser weren, entfengen 
twintich mark lub., dat makede Thomas Eatelbant. 

Item Diderik Wedegen vormundere hebben gemaket veer presteren elliken 
teyn mark geldes bi de vorstendere, se den presteren elliken to haluen yaren 
viff mark geuen in de hant, darvor scholen de prestere alle tyde holden vnde 
ellik sine weke de mysse, so vorschreuen steit. 

Item her Johan Brolinges vormundere hebben gemaket viff mark geldes 
by de vorstender darvor, dat de sengers scholen holden de myssen, vp dem 
kore to veer hochtijden teyn dage helpen singen, darvor scholen en geuen de 
vorstendere vor elliken dach acht schillinge. 

Anno LXini ouerdrogen de vorstender mit Vincencius vnde Symon 
vnde worden endrachtliken ens mit en, teyn yar to durende, also se don konden, 
dat en bort. Weret sake dat se des nicht don konden, so scolen se enen 
anderen in ere stede hebben, welker des nicht don en kan van en. Darvor 
schal hebben Vincencius vnde Symon ellik vertich mark lubesch, des so scholen 
86 sik van den vorschreuen gelde voden kleden vnde hus hure, vnde alle des 
86 behoff hebben, stan, nicht vtgescheiden. 

Item so sint wy noch mit Vincencius vnde Symon ouereyngedregen, dat 
men en geuen schal vor soss jungen to kost, vor eliken twelff mark lub. des 
yars, hierenbouen scholen de vorstender den jungen geuen bouen de kost kleder 
8choe pattyne vnde allent, des se behoff hebben. 

Item alle dit vorschreuen gelt mit eren achtentich marken schalmen en 
geuen to veer tijden des yars, achtevndedruttich mark to elliker tijd. 

Item so hebben de senger den vorstenderen tobehorende eyn grot sank- 
bok mit anderen schriften, noch in eren huse souen bedde myt aller tobehoringe, 
iioch souen grapen vnde enen myssinges kettel vnde enen anderen groten kettel, 
noch vyff tynnen kannen vnde vif tynnen vate vnde achte salzere vnde eyn 
tynnen soltvat, noch negen stoelkussen. Noch so hefft de, de de lichte entfanget 
in der cappellen, eyn bedde mit enen houetpole, noch hebben de senger ene 
Wlagen kyste. 

71 



t . 



1465. Jan. 3. 563 

V nsen vruntliken gnit touorn. Ersamen guden frundes. So gij vns 
enen bref gesand hebben myt ener ingeslotenen vthscrift van den van Bremen, 
dar se ynne rorende syn, wy eren boden afgeuangen vnde ere kleder vnde 
tei^elt myt eren brenen genomen hebben, dar doch neyn ^arde an en i8, 
ersamen ' guden vrunde, wente sodane scrifte vnde logen en dat erste nicht en 
is. 86 doet alse erlose menedige tuscher vnde schelke plegen to donde, des gij 
wol tor warde komen, wen se to antworde komen scholen. Guden vrunde, 
bouen al schole gij vnde de ersame rad to Hamborch vnser to ere vnde rechte 
iegen de van Bremen mechtich wesen vnde wy dar jw ver vnser gelouigen 
vnde busgesinde darto scbicken, de jw alle legenicheyt der sake wol vurder 
vnderrichten scholen [werden], wyl gij sodan rechtbedinge an jw nemen, dar 

wy denne de vnsen geme scbicken willen, wen gij vns dat scryftiken benalen. 

Screuen an dem donresdage na dem Nyenjare, anno etc. LXV, vnder vnsem 

ingesegel. ^ 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubek, vnsen u. s, w. 

Nach dem Original auf Papier, MU Besten des Siegela, 

Bill. 

Der Bath von Hamburg spricht die Besorgniss ans, dass die zwei Stddte aUein 
nicht mdchtig genug seien, einen Schiedspruch zu fdUen, ist jedoch bereit, 
zu einer vorldufigen BUcksprache Abgeordnete nach Oldesloe zu senden. 
1465. Jan, 11. 

V nsen fruntliken grut vnde wes wij gudes vermogen touorn. Ersamen 
heren, besundem leuen frunde. Juwen breff innehebbende van wegen des 
wolgebornn hem Gherdes, greuen to Oldenborgh etc., wo he syne merckliken 
sendeboden in juwem breue benomed by juw gehatt hebbe, de denne vnder 
andem worden juw to kennende geuen hadden, dat de ergenante her Gherd 
sick vorbode, to eren vnde to rechte jeghen de van Bremen by etliken synen 
hem, juw vnde andern synen frunden juw belegen, to bliuende etc., hebben wy 
vnder meer worden wol vernomen. Vnde alse gy des nu en antwerde gekregen 
hebben vnder andern inholdende, wo juwe ersame rad vnde wy syner to ere 
^de rechte jegen de van Bremen scholen mechtich wesen antonemende, 
l)6gerende vnse guddunckent vnde meninge deshaluen juw scriftliken to benalende 

^) £ineA fthnlichen Brief hat Graf Gerhigrd nach Hamburg geschrieben. 

71* 






1465. JaD. 20. 565 

byslapen alse erlike lude. Hima toech he myd my to Lubeke, dar he my nu 
heft vorlaten vnde ouergheuen vnde heft sick eyn ander wif getruwet laten 
bouen my. Hirvmme, gy leuen heren, dot wol vnde latet ene bliuen de he is, 
vnde schonet syner, wente myd synem dode is my nicht gheholpen. Ghescreuen 
to Hamborch, up sunte Sebaatianus dach. 

Aufschrift: Dem erliken rade to Lubeke vruntliken ghescreuen. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten eines SiegeU (Hauamarke). Auf der Riickaeite bemerkt: 
Recepta XXVI Janitarii anno LXV. 

DLilU. 

Der Bath von Lubeck ersucht den Bath van Luneburg, sich fur die BUckgahe der 
von dem herzoglichen ZoUner daselbst wegen unterlassener ZoUbezahlung 
confiscirten sieben Tonnen Heringe zu verwenden. 1465, Jan. 21. 

V nsen fruntliken grud touorn. Ersamen heren, besundern guden frundes. 

De ersame vnses radescumpan, her Cord Moire, hefft vns berichtet, wo dat he 

vnseme borger Herman Focken mit zineme wagen vnde perden vordinget hedde, 

Tmrae na Brunswijg to varende vnde zine husfrouwen vnde kindere, de denne 

vmine vare willen der pestilencie binnen Meydeborch geuloen weren, wedder in 

vnse stad to halende, vnde vppe dat sodane wagen van vnser stad nicht leddich 

varen droffte, hebbe he vppe densulfften wagen na Brunswijg geladen souen 

tunne heringes, darmede des erscreuenen vnses borgers Herman Focken knecht, 

deshaluen dat he sodanes weges nicht vaken gewandert hadde, des irluchtigen 

hochgeboren forsten vnde heren, heren Otten, to Brunswijg vnde Luneborch 

hertogen, juwes gnedigen leuen heren, tollen binnen juwer stad vnwetendes 

vnde vnuorsichtliken ge varen schole hebben, darumme denne ziner gnaden tolner 

darsuluest binnen juwer stad ene mit sodanem wagen vnde perden wedder in 

hebbe halen laten vnde vnseme erbenomeden radeskumpane sodane souen tunne 

heringes aflfgelecht, jodoch ene mit sodanem wagen vnde pagen na Brunswijg 

vngelettet hebbe varen laten, des wij eme gutliken dancken etc. Bidden vnde 

begeren hijrumme deger fruntliken, gij bij deme gesechten juwem gnedigen 

heren juwe muntlike bodeschopp edder gutliken scriffte vortsetten vnde bearbeiden 

willen, dat dem obgenanten vnsem radeskumpane sodane vorgenante zine souen 

tunne heringes gutliken weddergekert mogen werden, angeseen dat de erbenomede 

vorknecht ensodans sunder vorsate gedan heflft, ok ensulkent buten des vil- 

genanten vnses radeskumpans willen vnde weten is bescheen. Vorschulden wij 



1465. Jan. 31. 567 

Bergen zegelende mit erem gude vnde schepeden eme, vor vnser stad makeden 

Isiels Peterson vulmechtig to enem houetman erer guder vp dat schip, dat he 

8cholde regeren hanteren vnde vulmeehtigh wesen, vnde Hans Payesson de 

schipper nicht, wente he en wolde des nicht don behaluen allenen dat gud, 

dat Arnd Mickelbeke vppe deme schepe hadde, vnser stad tolner, beuol he 

Hans Payesson vorbenomed allenen vnde anders nummend. To groter tuchnisse 

vnde witlicheid hebben wy vnser stad ingesegel hengen laten an dessen breflP. 

Datum anno Domini MCDLXV feria, quinta post festum Conuersionis sancti 

Pauli apostoli. 

Nach dem Original. Mit anh&ngendem Siegel. Ea ist rund, 6 Ctm. Ein Thorbau mit Thiirmen, 
TJtMchrift ufdeserlich, 

Der Rath von LUbeck warnt den Rath von LUneburg vor Soldnern, von denen 
Gefahr fur die Sicherheit der Strasse zu besorgen sei. (1465.) Feb, 3. 

Vnsen fruntliken grut mit vermogen alles guden. Ersamen heren, 
besundern guden vrunde. Wij don juw gutliken weten, so alse dennc juwe 
gnedige here vnde de here van Mekelnborgh, so wij vorstan, enon vppslach 
enes krighes hebben angegan, is vns verkuntschoppet, dat noch etlick houevolk 
bij malckandem zij vorgaddert, dat de villichte vppe de straten dencket to 
tastende. Worvmme is vnse fruntlike begher, gij darvpp wijsliken trachten 
vnde de vorlude mit kopmans gudern bynnen juwer stad wesende twe oflFte dre 
daghe langk dar beholden, so langhe men vomemet, wo sick dat houevolck 
stellende werde. Sijt Gode beualen. Screuen mit der hast, vnder vnseme signete, 
am sondaghe na Purificacionis Marie, vnder vnseme signete. 

Borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den — — borgermesteren der stadt Luneborgh, vnsen u. s. w. 

Nach deni Original im Stadtarchiv zu LUneburg. Mit als Pressel au/gedriicktem Signet. 

]>IiTII. 

^ Bath von Stralsund Uagt dem Rathe von Lubeck die grossen Schwierigkeiten, 
in denen er sich befinde, und hittet urn Hiilfe. 1465. Feb. 3. 

Y nse gancz vrundlike grute mid sunderger leue vnde wes wij allent 
pides vormogen. Ersamen heren, touorsichtigen guden ghunre. Juwer wisheyd 
18 vol bekant, alset ludbar vnde landruchtich is geworden, wo de keyserlike 
^ge strate vnde mene varende man mit vns to lande lange tid heer is 



\ 



1465. Feb. 3. 569 

hertliker andacht, wantet aldus nicht steit to holdende, oft wij denne darvmme 
wes wedder deden, dat juwe leue, dar des behuf is, vnse beste weten vnde vns 
entschuldigen wiUe, liggen vns ok by in sulken vnsen noden mit trostliker 
faulpe, mit rade vnde dade, alse vnser stede tosate ynneholdet, ok alse gi willen, 
dat wy, leuen heren, by juw vnde den juwen in sulken noden don scholden, 
antoseende, dat vns dyt allent dus yammerliken beschut vmme des willen, dat 
wij den copman vnsen weeh to lande vnde to watere beschermet hebben vnde 
de mysdeders mit rechte gesturet. Juwe milde trostlike antwarde vns wedder 
vorscriuende mit den ersten, dar wij juwe hulpe vnde entsettinge uth kennen 
mogen, dat wij vmme juwe ersame gude alletid gerne vordenen, dede God de 
here behude sund vnde salich. Screuen vnder vnser stad secret, am daghe 
sunte Blasii, anno etc. LX quinto. 

Raedmanne toem Stralessunde. 

Au,f einem eingelegten Zettel: Vurder, leuen heren, bidden wij vnde 
begeren mit andacbt, dat gi dessen suluen breff vnsen vrunden, den ersamen 
rade to Hamborg vnde Luneborg, mit desser ingelechten auescrift vortan van 
vnser wegen ane sumend benalen willen, biddende, dat ore wisheid vns ok trostlik 
andward damp vorscriuen, dat wij alle tid gerne vordenen. Datum ut supra. 

Consules Sundenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, vnsen touorsichtigen guden 
gunren, re uer enter. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Secrets. 

BI^TIII. 

I^6r Math von Bremen zeigt den Stddten Liibeck und Hamburg an, dass er geneigt 
sei, mit ScJdestmg und Holstein in Frieden zu bleiben. 1465. Feb. 8, 

Vnsen frnntliken denst vnde wes wy gudes vormoghen thouorn. Ersamen 
ieren vnde leuen frundes. So gij vns eertijdes ghescreuen vnde ok juwen 
secretarium latest by vns in vnnse stad ghesand hebben van weghen des 
hertichrijkes vnde landes to Holsten, vmme en bestand mit on antonemende, so 
alz wy vns denne nu mit vnsem gnedigen heren van Bremen voreneth vnde 
smen gnaden na wontliker wise huldighet hebben, zo dat zin gnade mit vns 

• 

in de veyde ieghen hern Gerde is ghetreden, hebben wy desser sake haluen 
myt sinen gnaden dar duplijken vmme ghesproken vnde mit sinen gnaden des 

72 



1465. Feb. 14. 571 



Verkauf eines GrundstUcks in Israelsdorf. 1465, Feb. 14. 

Olawes Viker to Israhelstorppe wonaflFtich, vor desseme boke hefft bekand 
vor zijk vnde zine eruen, dat he rechtes vnde redelikes kopes vorkoflft vnde 
vppelaten hebbe, vorkoflft vnde vpleth jegenwardigen in kraflft desser scriflEt, 
zeligen Hans Knustes nalatenen kinderen vnde eren vormunderen to truwer 
hand zinen andeel vnde alle ansprake, de he heflFt vnde jenigerleye wys hebben 
mach to deme erue vnde houe, dar de erscreuen Clawes Viker nv tor tijd vppe 
wonet, vor ene summe geldes, de he to zinem genoge heflFt entfangen, so he 
des vor desseme boke bekande, deme obgenanten Clawese noch zinen eruen 
nynerleye rechticheide darane to beholdene edder dar nicht mer vpp to sakende. 
Hyr weren an vnde ouer to tuge WulflF KruU vnde Hinrik Blanckensee, besetene 
borgere to Lubeke. 

Nach einer Inscription des Niederstadttmchs vom J. 1465, Valent 

DliXI. 

der Bath von Edinburg bezeugt dent Bathe von Lubeck, dass Mariote Wod die 
Wittwe des in Lubeck verstorbenen, dort Scot genannten Gilbert Bichardson 
sei und nebst ihrer Tochter Mar g arete das ndchste Anrecht an den Nach- 
lass des Verstorbenen habe. 1465. Mdrz 5. 

Vniuersis et singulis, ad quorum noticiam presentes litere peruenerint, 

et signanter honorabilibus ciroumspectisque et preeminencie viris ac dominis 

preconsulibus ac consulibus inclite ac imperialis ciuitatis Lubicensis prepositus 

Wliui preconsules ac consules burgi de Edinburgh regni Scocie salutem et 

sinceram in Domino dileccionem. Vestra nouerit vniuersitas, quod die data 

Presentium coram nobis in camera pretorii burgi nostri consulatus sedentibus 

P^Tsonaliter comparuit prouidus vir Robertus Wod, frater Mariote Wod, sponsa 

quondam Gilberti Richartsonis, alias apud vos Albertus Scot nuncupatus, burgensis 

^icti burgi nostri, qui apud vos vestraque dominia suum diem clausit extremum. 

^tii vero Robertus Wod nomine et ex parte dicte Mariote, sororis sue, necnon 

^t Margarete, filie dicti quondam Gilberti, laraentabiliter oxponendo recitauit, 

^^cd, licet alias prefatus quondam Gilbertus Richartson, alias Albertus Scot 

^iuersa bona et credita sumrae computentis post se apud vestra dominia 

^istrictusque sive opida reliquit, que vero bona et credita de jure pertinere 



Notariats- 
Zeichen. 



1465. Marz 5. 573 

presens personaliter interfui eaque omnia et singula sic fieri 
dici vidi et audiui et in hane publicam formam manu mea 
propria scriptam redegi signoque et nomine meis solitis et 
consnetis signani unacum appencione sigilli communis dicti 
burgi signaui rogatus et requisitus in fidem et testimonium 
omnium premissorum, indictione decima quarta, pontificatus 
sanctissimi in Christo patris ac domini nostri, domini Pauli, 
divina providentia pape secundi. anno secundo, anno Domini 
ac die et mense suprascriptis. 

Nach dem Original. Mit anhdngendem Siegel. Es iat rund, 5 Ctm., mit rother Platte. Ein drei- 
aeitiges Schloss, auf den Ecken mit schlanken ThUnnen versehen, von denen die beiden mittleren 
auf spitzen DUchem Fahnen tragen, wahrend die beiden ditsseren in weibliche Haihfiguren aua- 
laufen, deren jede in dem eintoarts gerichteten Arme gleichfalls aufrecht eine Fahne hdlt; ob die 
au8wartigen Arme etwaa halten, ist nicht auszumachen. Die Spitze des Schlossei nimmt ein 
stumpfer Aufsatz ein, auf dem toiederum zwei von einander toehende Fahnen aufgepflanzt sind. 

UmschHft: : (omtnnm . burgtie . rbqnbnrcili ab cansas. 

]>liXU. 

Ikr Bath von Liibeck bittet den Rath von Wismar, der Marten- Kirche die ihr 
au8 Hdusern in Wismar zustdndigen Benten abgabenfrei zukommen zu 
lassen, 1465. Mdrz 6.^ 

Vnsen fruntliken grut touoren. Ersaraen heren, besunderen guden fmnde. 

I)e ersamen heren Bertold Witijk, vnse borgermester, vnde Hinrik Lipperode^ 

^nse mederadesscumpan, vorstendere Vnser leuen vrouwen kerken bynnen vnser 

^tad, hebben vns to kennende geuen, dat ze to behuff dersuluen kerken in 

^tliken husen binnen juwer stad renthe hebben, de denne en deel vthgeloset 

^int. Vnde vmme sulke renthe to vorderende, hebben ze mit juw enen man 

'tor stede, de etlike bedageden renthe bij sick liggende schole hebben, der gij 

"^^t;he juwer stad to behuff der kerken vorscreuen nicht staden willen, dar van 

'^'illichte schot vormenen to hebbende, des doch juwe seligen vorfaren hir beuoren 

*^xcht hebben genomen vnde den erscreuenen vorstenderen edder eren vorfaren 

^^icht anmodende zin gewest. Worvmme sint wij van juwen ersamheiden 

t>egerende, gij den erscreuen vorstenderen sulke vorscreuen bedageden renthe des 

^Cihotes haluen vmbeswaret volgen willen laten, gelijk juwe vorfaren hebben 

S^dan. Dat vorschulden wij vmme juwe ersamheide geme vnde begeren hir- 



*) Vgl. Bd. IX .Hi 917. 



1465. Marz 12. 575 

Die in Pernau versammelten lAefldndischen Stddte schreiben dem Rathe von Lubecky 
doss Glaus Munter sich eine Uebertretung der Verordnungen uber den 
Handel der NUrnberger in Reval habe zu Schulden kommen lassen und 
dass darin der Ghrund des gegen ihn eingeschlagenen Verfahrens liege. 
1465, Marz 12, 
V nsen fruntliken grut mit vorraogen alles guden touorn. Ersamen vor- 
sichtigen leuen heren, besunderen guden gunner vnde vrunde. De ersamen 
heren radessendeboden der stad Eeual hebben vns van eres rades wegen in 
clage angebracht vnde vorstan laten van wegen juwes borgers Clawes Mnnthers, 
de denne juwer wisheit angebracht heflft, dat de sinem kneehte sine gudere 
affgepandet soUen hebben vnde etzwelke ere borgere dergeliken nach inneholde 
juwes breues, den wy darupp lesende wol hebben vornamen, vnde desuluige 
Clawes en ock sodanes suluest heflft geschreuen. Darinne zee sijck doch nicht 
anders, alse wij vomomen hebben, dan alse wol behorlick is, bewiset hebben, 
begherende fruntliken darupp der zaken gelegenheit to weten, dat de gemenen 
stede dusser lande to Lijflflande nach den olden recessen, de ok vnlanges 
vorayet zin vnde hir geholden willen hebben vnde darinne vorboden den 
Ifurenbergeren, de doch in alien enden de kopenschopp sere vorderuen, dat de 
Hjr in dessen steden nene gudere anders vorkopen soUen, dan dat ze soUen 
vnde mpghen hir uthstan in dessen steden mit eren guderen openbar dre dage 
langk vnde in der myddele tijd vorkopen so vele ze mogen, vnde na den dren 
dagen soUen ze hir nicht mer uthstan noch vorkopen, vnde nymand van vnsen 
Wgeren sal en stenhuse noch kellere vorhuren, dat int gemene beste is 
gescheen vnde upgenomen. Darenbouen Clawes Mnnthers knecht sijck anders 
bynnen Eeual tegen vnsir allir recesse vnde both gehat heflft, de denne vmme 
sinen broke vnde pene darupp gesath gepandet is, welke pande em noch vrij 
sin, so de broke vnde pene uthgerichtet is, alse de heren van Eeual sinerae 
iuechte ok suluest dat angeboden hebben etc. Bidden hirumme juwe ersame 
vorsichticheit andachtigen mit vlite, den erschreuenen heren van Eeual en 
sodans nicht to vorkerende, indeme dat vnse recesse to rechte by weerden 
voruolget worden zin, vnde den erschreuenen juwen borger Clawes Munther 
^nderrichten vnde hebben, he en sodanes schriuendes vnde moye deshaluen 
border vordrege. Derbeden vns darumme wedder juwer leue, de Gode gesund 
beuolen zin, to allem behechliken willen nach vormoge gerne. Schreuen vnder 



1465. Marz 17. 577 

Eine Bausache, 1465. Mdrz 17. 

Witlick sij, dat int jar vnses Heren LXIIII vmme trent Lucie Virginia 

Titke Borgermester, eyn schomaker bij der Trauen wonafftich, vor dem ersamen 

rade to Lubeke tosprake dede to Hanse Borge in der Beckergrouen achter des 

erscreuenen Titkens huse wonafftich van wegene enes vinsters, dat de erbenomede 

Hans Borch achter in sineme spiker scholde gebuwet hebben, dar doch nywerlde 

vinster gewest weren. Darto de erscreuene Hans Borch antworde vnde zede, 

dat he zijk vorhopede to Gode vnde torn rechten, dat deme also nicht en were, 

wants he mit leuendigen luden alse mit zeligen Dideriken Eeppen do tor tijd 

vppe dem bedde kranck liggende vnde mit Symon Butouwen betugen konde, 

dat he in dem vorgenanten sinera spiker jewerlde veer vinster gehad hedde, de 

he darinne vortan dechte im rechte to beholdende. Darvpp de rad delede, 

konde he dat betugen, dat he in sodanem spiker eer der tijd, eer he den dale 

brack, veer vinster gehad hedde, des mochte he geneten. Vnde vogede darto 

de ersamen heren Johan Hertze vnde Vritzen Grawerdes, ere mederadeskumpane, 

vmme bij den erbenomeden Diderike Eeppen to gande vnde zine witlicheid 

deshaluen van eme to horende vnde to nemende vnde de deme rade wedder 

intobringende. Deme denne desulfften heren also gedan hebben. Alsus de 

obgenanten heren Johan Hertze vnde Vritze Grawerdes int jar etc. LXV des 

aonnauendes vor deme sondage Oculi deme vorscreuenen rade to Lubeke hebben 

ingebracht, dat de erbenomede Diderik Eeppe, deme God gnade, vor en vor- 

middelst zineme ede vnde ziner lesten hennevart beholden hedde, dat he in 

sodanem vorgenanten Hans spiker, er de dale gebroken worde, veer vinster 

geseen hedde, so de erscreuene Symon Butouw des erscreuenen sonnauendes vor 

Oculi vor deme rade to Lubek vormiddelst zinen vthgestreckeden armen vnde 

vpgerichte.den vingeren stauedes cedes lijffliken to den hilgen hefft gesworen 

^nd wargemaket, dat he in deme vorgenanten spiker, er de dale gebroken worde, 

veer vinster geseen hedde dergeliken. Darvppe denne de rad na besprake 

delede, nademe dat in dem vorscreuenen spiker, er de dale gebroken wort, veer 

^ster gewest weren, so scholde vnde mosste de erscreuene Hans Borch in 

demsulfften zinem spiker veer vinster beholden sunder insage vnde wedderstalt 

^^es jewelken. 

Nach einer Inscription des NiederstadtbHchs vom J. 1465, Oculi. 

73 



I 



1465. M^rz 22 579 

wal erkanten vte myner scrifft, war ick was. Juwe ersame wisheit kan ok na 

desser zake angehaueden voruolge wal erkennen, offt my de vorgenanten iwe 

radeskumpane vnde borger vte mynen gelouen van eren schulden icht gebracht 

hebben, vnde noch bouen alsulke grote sumraen benoraen, ick en solde schuldich 

zin, dar ick wal vurder to guder rekenscop wolde vnde denke intozeggende, 

wan des tijt is. Ock so gi scriuen van Johanne tor Hake, de vp drehundert 

niarck lubesch in den mynen bernestene hadde, de my sus vngeborliken aff- 

hendich wart, wo ick nicht en sole hebn geseget, Johan tor Hake dar wes 

anne hadde, do ick hern Hinrik Castorpe den bernesten vorpandede etc. na 

inholde iwer scrifft. Leuen heren, iw mach wal witlick syn vnde is ock wal 

bewyslick, dat ick lange, er ienich kumraer eder besate ouer myn gud vnde 

bemesteyn geschach, vor iw was vnde enkante, dat selige Amd tor Hake, 

Johans broder, des Johan sin erueuolger was, an dem bernesteyne drehundert 

lubesche mark hadde, dat gi ok in iwer stat boeck scriuen heten. Wes iw 

dar entegen angebracht wart, is vntuchtliken vnrecht. Alse gi dan int slute 

iwes breues scriuende zind, offt ik iwen borgermester radman vnde borger in 

mynen breue benompt vngemakes vnde maninge nicht wolde vordragen, dat ick 

dan in iwe stad zolde komen eder yemande vulmechtich senden, wolde gij 

ouer de iwe alles rechten behulpen zin vnde darto eyne tijt geleiden, hebbe ik 

mynen heren vnde frunden to kennende gegeuen, de menen, nademe ick van 

den jenen, dar ick iw ouer geclaget hebbe, den ick borgen vnde gelouen vor 

ore schult wal to betalende vp tijt vnde termyne gesat vnde gedaen hebbe, er 

de tijt vnde termyne vrame quemen, gemoyt belastet vnde vorvnrechtet bin, do 

ze myn gud bekummem vnde arresteren deden vngeborliken tegen Got vnde 

recht ^r den termynen vnde my der nicht in leten bruken, ok dar enbouen 

bysorgers by myn gud gesat solden werden, orbodich was, en mochten ze dorch 

recht mit alsulken vngerichte er rechten tiden vngeborliken angehauen myn gud 

mcht voruolgen vnde dat recht dar vmme de tijt der betalinge my dubbelt geue, vnde en 

droffte en nicht antworden, er ze my richtinge deden alle myner kost vnde schaden, 

ick deshaluen geleden vnde gedan hebbe, so myne heren vnde frunde clarliken 

^a gestliken vnde werliken bescreuenen rechte geborlick to wesene zegeden. 

McKjhte dan myn gud kummerlos noch werden vnde alsulk, so vorgerort is, my 

^edderfaren, wolde ick gerne nemen vnde darvp komen eder vulmechtich senden 

"ynnen Lubeke, indeme ick vnde wen ick dar sende geleidet vnde geueliget werde. 

'^es my, ersamen wisen leuen heren, alsulk waderfaren mach eder nicht, begere 

73* 



1465. Marz 29. 583 

lubesch hadde, dat gi ok in iwer stat boek hadn scriuen he ten. Darvmme 

alsulk to bemanende vnde sick voder to nakene hadde Johan tor Hake to 

Lubeke gerichte vnde recht gesocht, dat erae van hern Hinrike Ebbelinge, iwem 

mederadeskumpane, gehindert vnde ock lubesch recht geweygert worde, vnde 

nicht helpen mochte, dat Johan tor Haken desuluen summen sines gudes an 

dem bernestene iw vortendet hadde, ok nynen vorspraken moste nemen, wol 

dat gi eme, den to nemende, in gerichte zin word to sprekende, georleuet hadn, 

alse vns dit allet geseget is. So, leuen heren vnde frunde, menet Johan tor 

Hake, nadem alsulk enkantnisse von Johan Ebbelinge sy gescheyen er ienigen 

kummer vnde gi dan sulues scriuen na her Hinrikes Castorpes voruolge, darna 

dtlike andere iwes rades vnde borger etc. hebn de beteringe des bernestens 

bekummert veruolget etc., he sole des neist hern Hinrike Castorpe vor sine dre- 

lundert marck lubesch vor jemande anders geneten vnde eme in alsulker 

"weygeringe lubesches rechtes sy to kort vnde vnrecht, so he vns geseget, 

geschen, begeren wy noch andechtliken biddende, mit den vorgenanten hern 

IHinrike Ebbelinge vnde dar iwe ersamheit des menet to donde sy, willen 

spreken, vnderwisen vnde vermogen van der vorbeteringe des bernestenes neist 

liem Hinrike Castorpe sine drehundert lubesche marck entrichtet mogen werden 

^nde betalt Offt eme dat mochte wederfaren, wolde he sik eder sine vul- 

xnechtigen geme vogen bjmnen Lubeke, alsulk to entfande, indeme he vnde sine 

"vulmechtigen darto geleidet mogen werden. Leuen heren vnde frunde, willet 

tirby don, gi geme zegen, by den iwen mit vns geschege, offt it so gelegen 

^were. Mochte auer Johanne des nicht wederfaren, hefft he vns geseget, dar 

nicht gerne by en lete, sundern tegen vnrecht moste vordacht sin. Wes Johan 

^vnser scrifft noch mach geneten, begeren wy iwer gutliken bescreuen antworde 

T^y dessen boden mede van iwer ersamheit, de Gode vmmers moge beuolen sin. 

rescreuen vnder vnsem secret, des frigdages na Letare, anno etc. LXV^^ 

Borgermester vnde rad des stades to Osenbrugge. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stat Lubeke, vnssen u. s. w. 

Noch dem Original, Mit Eesten des Secrets. 



Vertrag wegen einer Goldschmidtsbude, 1465. Mdrz 31, 



*) In derselben Angelegenheit hat der Rath schon am 10. Januar (donredage na Epiph.) geschrieben 
^lid beruft tich schon dabei auf frtihere Briefe. Vgl. anch JA 387. 



1465. Apr. 6. 585 

Bl^XXIT. 

Detlev von Btichwald schreibt dem Rathe von Lubeck uber eine von den Vorstehern 
der Marien-Kirche geforderte Rente von 28 yri^, 1465, Apr, 6, 

Minen fruntliken gnit touoren. Ersamen guden frunde. Alse gij scriuen 

van XXVni marken, dede vth scholen bauen de veftich marken, de se 

vth der Hauen jarliken entfangen to behoff Vnser leuen frouwen karken to 

Lubeke, dede aldus lange vthgheuen heflft, we de vaget to Zegeberge weset 

heflFt, alse gij scriuen, der ick doch nv hebbe vtegeuen, ane wan inyn gnedege 

here my sodane ghelt antworden let, so let ick dat wol vortan entrichten lick 

siner anderen rente, de hee to Lubeke plichtich is jarliken to entrichtende. 

Hijrvmme bidde ick, ersamen guden frunde van wegen mynes gnedegen heren, 

dat gy willen spreken mit den vorstenderen, dat se sick willen entholden, so 

lange dat vnse gnedege here by de hant kame, des ick my in kort vormode, 

80 wil ick dat in der besten wijse gherne vortsetten, dat sodane rente myt der 

anderen rente, de sine gnade to Lubeke plegen is, vtkame. Desulfte juwe 

ersamheit God friste sund vnde salich to langen tijden. Screuen to Zegeberge, 

vnder mynem ingesegel, des sonnauendes vor Pallerae, anno Domini LXV. 

DetleflF van Bockwolde, hern Detleffues vd sone. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke kome desse breflF. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren eines Siegels. 



Contract des Raths von Lubeck mit dem Apotheker Johannes Brakel, 1465. Apr, 7. 

Witlick sij, dat na der bord Cristi vnses heren dusend veerhundert iar 
dama in dem vifvndesostigesten vmmetrent Palmarum de ersame her Bertold 
Witijk, borgermester, vnde her Ludeke Beere, radman, van beuele des ersamen 
rades der stad Lubeke, twisschen dem rade darsuluest, vppe de enen, vnde dem 
beschedenen Johannem Brakel, apoteker der stad Lubeke, vppe de anderen 
zijden, gedegedinget vnde eyn vordrach gemaket hebben in nascreuener wijse, 
80 dat desulue Johannes tor tijd zines leuendes, dewile he dat vormach, de 
apoteken desser stad Lubeke truweliken schal vorstan vnde regeren, gelijk he 
beth heerto gedan heft. Darvor he vrije kost vppe dersuluen apoteken, gelijk 
he gehad heft, hebben schal. Darto willen em de heren, de rad, alle iar geuen 
veftich mark, dewile he de apoteken kan vorstan vnde regeren, alse behorlik 

74 



1465. Apr 13 587 

to jw in nynewijs vorsee, also is my desse jegenwordige vnde andere syne frund, 
de darmede mogen to schaffende hobben, so bewand, dat eck or tegen den 
genanten Walen nicht vorlaten mach, vnde wolde doch vil leuer jwer ersamen 
wijsheid to denste vnde to willen syn, waijr eck mochte, wen to vnwillen, also 
forder desse jegenwordige darto komen mochte, daijrto he na maten vorgerort 
berechtiget is. Vnde bidde desses jwer guijtligen antworde bij dessen suluen 
bescreuen, daijr sich inne de forder moge syn to schickende. Gescreuen vnder 
mynem ingesegel, anno etc. LX quinto, vigilia Pasche. 

Otte van der Maylsborgh, ritter. 

Aufschrift: Den eyrsamen wysen borgermey stern vnde radesheren to 
Lubeck, mynen besnnderen guden fninden. 

Nach dem Original axif Papier. Mit Resten des ah Pressel aufgedrUckten Siegels. (angek. den 2. Mai.) 



Fahrt eines unter Beschlag liegenden Schiffes. 1465. Apr. 14. 

Bernd Eock, schipper, vor den ersamen her Ludeke Bere vnde her 
Hermen Sundesbeken, radmannen to Lubeke, van dem rade darsuluest darto 
gefoget, vnde desseme boke hebben bekand geloued vnde vorwillet, dat he mit 
zinem schepe, so he voret, van der Trauene na Dantzijk vnde wedderumme 
van Dantzijk na Lnbeke in de Trauene zegelen wille, int erste, em wedder 
vnde wind vogen wille, vmme sodane schipp in der bezate to bliuende, darinne 
yd nv is, so lange yd mit rechte gewunnen werde. Vnde weret zake dat 
sodane schipp genomen worde edder in der zee vorginge, dar God vor zij, so 
ieffk he zijk vurder vorwillet, dat he denne vor sodan geld antworn wille, alse 
dat schipp to Dantzijk erstes kopes gekofft is. 

Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs voni J. 1465, Pasche. 



Arnold von Bremen (friiher Ltibeckischer Syndikm) berichtet dem Burgermeister 
Witik uber eine dem Kaiserlichen Gericht in einer Klagesache ein- 
gereichte Appellationsschrift und uber eine PUgerreise des Herzogs 
Heinrich von Mecklenburg. 1465. Apr. 19. 

Jrbedinge stetlikes denstes tovorn. Leuen heren vnde frunt. Sodane 
instrument der appellacien in Valken sake, darumme gy scriuen, sonde ik jw 

74* 



1465. Apr. 19. 589 

is he nicht velich, vnde also vort dorch Myssen vnde Yrancken vppe Nuren- 

berge, dar wil he wesen als dalling am aohten dage to der toghinge des groten 

hilgedomes vnde denne vort dorch marckgreuen Albertes lant vnde de marck- 

greuescnpp to Baden dorch Stratzeborgh vnde Basele torn Eensedelen, vnde also 

wedder to kamende den suluen wech, so ik dat van myner vrouwen vorscreuen 

sulues gehort hebbe, de de reyse also vpgenamen vnde vor den heren gelouet 

hefft, alse de vrouwen alle weghe vlugghe sin to wanderende vnde den ende to 

bolende. Jc weet, id en is allene nene pelegrimesse, dar is ok wes anders vnd 

behoff, vnde is desset, dat men hertogen Alberte vnderwegen in Beyem, dar 

myne vrouwe van Mekelenborch ene suster hefft, mit hulpe der marckgreuene 

ene vrouwe erwerue, vnde offt men ok by den beyden markgreuen Frederik 

vnde Albert, de nene sones en hebben, erwinnen mochte, dat enich van dessen 

jungen heren van Bekelenborgh (Mekelenborg?) in der Marke edder in Vrancken 

offt in der Prighnisse een wesent edder erfftael konde krighen, so ik desset 

vthe velen tekenen vnde ghissinge hebbe. Doch settet de lude vele vor gud, 

hefft auer de schickunge. Begerende desset alle in gude to holdende vnde 

radeswise, oner my bedende. Gescreuen am vrigdage vor Quasimodogeniti, anno 

etc. LXV. 

Amoldus Somernat, deken to Swerin. 

Aufschrift: Dem ersamen vnd vorsichtigen manne, hern Bertelde Wytke, 
borgermester to Lubeke, synem besunderen leuen frunde. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Spuren eines Siegels. 



Heinrich Blame bekennt, dass die ihm augeschriebenen 14 mj^ Bente in einem 
Hause in der Kupferschmiede Strasse nicht ihm, sofidern der St, Antonius- 
BrUderschaft gehoren. 1465. Apr. 20. 

Witlik vnde openbar sy al den ghennen, de dessen breff seen oft horen 
lesen, dat ik Hinrik Blome hebbe in Hermen Almensteden hues, en smyd 
wonende in der Copperslegher dwersstrate, veileyn mark gheldes iarliken ewigher 
rente, de my in der staet boek to Lubeke toscreuen worden, up Paschen int iar 
vifvndesostich, vp sunte Michel negest komende vnde up Paschen alle iar achter 
volghende bedaghet de rente. Item dit ghelt en horet my nicht to, id hort 
sunte Anthonies broderschop to, de me tor Borch holt, vnde is my toscreuen 
up ghelouen, vmme dat me id der broderschop nicht toscreuen krighen mochte. 



1465. Apr. 28. 595 



Engelbert Korner legt im Auftrag des Konigs Cliristian Beschlag auf die von dem 
pdpstlichen Legaten Marinus de Frigeno bei dem Bathmann Joh. Hertze 
deponirten Oelder und Gegenstdnde und hekennt, sie in Empfang genommen 
zu haben. J 465. Apr. 28. 
Witlick sij, dat de erbare mester Engelbertus Korner, in der artzedije 
vnde des irluchtigesten forsten vnde heren, hern Cristierns, der rijke Dennemarken 
Sweden vnde Norwegen etc. koninges, phisicus vnde arste, alse eyn vulmechtich 
procurator des erscreuenen hem koninges na lude vnde inneholde enes openen 
besegelden breues by dem ersaraen hern Johanne Hertze, radmanne to Lubeke, 
in guder vorwaringe liggende mit den beschedenen mannen Heynen Boltze vnde 
Hanse Bruns, deme goltsmede, borgern to Lubeke, alse louern, vor dem ersamen 
rade darsulues to Lubeke is erschenen vnde aldar bekande, dat he van dem 
erscreuenen hern Johanne Hertzen to ziner gantzer genoge entfangen vnde in 
ziner handhebbenden were genomen hedde alle sodane guder, alse her Marinus 
de Frigeno, bode des hern Calisti, in dem huse des vorscreuenen hern Johan 
Hertze vnde bij em stende hadde, bij namen twe slotene schipkisten mit sodanen 
guderen, alse darinne weren, spuenvndesouentich mark lub. pen., vijffvndedertich 
mark gebrokenen zuluers in enem linene zacke, vortmer eyn boek genomet 
Erosius, alle van werde vppe verhundert mark lub. Vnde de erscreuene mester 
Engelbertus Korner heflFt darmede vor zijk vnde van des obgenanten hem 
koninges Cristierns vnde ziner eruen wegen verlaten vnde vorleth jegenwardigen 
in kraflft desser schrifft den obgenanten hern Johan Hertze vnde zine eruen 
van der wegen van aller vurder namaninge klage vnde tosprake geistlikes edder 
werlikes rechtes edder gerichtes to enem gantzen ende gentzliken qwijd leddieh 
vnde los. Vurdermer darsulues vor deme rade to Lubeke de vorscreuenen 
Heyne Boltze vnde Hans Bruns vor zijk vnde ere eruen mit samender hand 
vnde eyn vor alle hebben gelouet vnde louen jegenwardigen dem vorscreuenen 
hern Johan Hertzen vnde zinen eruen, dat se vnde ere eruen willen gud wesen 
vor alle namaninge klage koste moye vnde tosprake, de deme erscreuenen hern 
Johan Hertze vnde zinen eruen van der vorgerorden guder wegene anstan beschen vnde 
wedderfaren mochte in jenigen tokomenden tijden, des se vnde ere eruen ene 
vnde zinen eruen willen gentzliken vnde woU benemen vnde se daraif enthauen.^ 

Nach einer Inscription des NiederstadtbucJis voni J. 1465, Miser. Dom. 

*) Nach Grautoff Lab. Chroniken Th. 2 S. 300 kehrte der Legat 1467 zurilck und forderte sein 
Kigenthum, konnte aber nur diese Qujttung erhalten. Bei einer abemialigen Anwesenheit im J. 1477 

75* 



1465. Apr. 28. 597 

Aufschrift: Den ersamen borgerraesteren vnde radmannen der stad Lubeke, 
TDsen besunderen guden frunden. 

Ncich dem Original auf Papier. Mit als Pressel aufgedriicktem Secret. 



Der Bath von Koln schreibt dem Rathe von Lubeck, dass Liborius Meyer bereits 
in das von Hermann Dwerg gestiftete Collegium aufgenommen sei. 
1465, Mai 5,^ 

Vnse fruntliche groesse ind wat wir gutz vormoigen. Eirsame wyse 

besonder gude frunde. As ir vns auer geschreuen halt van weigen Liborii 

Meyers, vwes burgers soene, begerende vnder andern, wir by den vorstenderen 

ind regirem des testaments wilne hern Hermans Twergh geistlichen ind wernt- 

lichen vorfoegen ind bestellen willen, dat der vorseide Lijborius in dat vurgenante 

collegium wilne Hermans bij vns fundiert ontfangen werde etc., wie dairvan 

vwer brieff vorder inhelt etc., hain wir wale verstanden ind vuegen vch damp 

zo wissen, dat wir up vre vurschrifften des sachen haluen an vns gedain myt 

den vurstendern so verre gesprochen hain, dat sij den vurseiden Lijborium as 

vwer stat burgers son vur etlichen daighen, ee vns dese vre schriflFt vurkomen 

is, zo dem egenanten coUegio vntfangen haint, darinne zo staen ind zo studieren 

na ordinancien desseluen testamentz. Vnse here Got gespare vre eirsamheit zo 

langen zijden. Geschreuen vp maendach vunffden daighis in dem Meye, anno 

etc- LX quinto. 

Burgermeister ind rait der steide Coelne. 

Aufschrift: Den — — raitmannen der stat Lubeke, vnsen u. s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten dea SiegeU, 



E<it4ard IV., Konig von England, verleiht den Lubeckern sichern Aufenthalt und 

Freiheit des Verkehrs in seinem Lande bis ndchsten Martini. 1465. Mai 6. 

Edwardus, Dei gracia rex Anglie et Francie et dominus Hibernie. 
^^iuersis et singulis admirallis, capitaneis, castellanis et eorum locatenentibus 
^^^tumariis custodibus portuum maris et aliorum locorum maritimorum necnon 
^i^^comitibus, maioribus, balliuis, constabulariis ac aliis offlciariis, ministris ligeis 
^^ Bubditis nostris quibuscumque infra libertates et extra tam per terram quam 

») Vgl. Jd 612. 



1465. Mai 17. 603 

Ghmtian, Konig von Ddnemark, bittet um kurze Frist zur ZaMung der Jdlligen 

Benten. 1465. Mai 17. 

Cristiern, van Godes gnaden to Dennei^arken Sweden Norwegen, 
der Wende vnde Gotten koningh, hertogh to Sleswijk, greue to 
Holsten Stormarn Oldemborch vnde Delmenhorst 

V nsen fruntliken grut touorn. Ersamen besundern guden frunde. Alse 
gi schriuen van etliker vorsetenen rente etliken godeshuseren bynnen vnde buten 
juwer stad in juwem breue benomed tokomende, by dem duchtighen vnsera leueu 
getruwen Detleue van Bokwolde vppe Martini lestvorleden vnde andem termynen, 
alse etlike juwe borgermester vnde radesmedekumpane iuw hebben to kennende 
gegeuen, vorseten vnde bedaget, begerende, dat desuluen vorstendere mochten 
werden vornoghet etc. Bidden wy iuw, guden frunde, so wy flitigest moghen, 
gij by den vorgenanten vorstenderen vorfughen willen, dat se sik noch gudliken 
ene korte wile willen myd sodaner bedageden rente entholden, wij willen id so 
bestellen, dat se der sunder langbe beydent gude entrichtinghe scholen gantzer 
dinghe krighen, vnde id vmme iuw se vnde desuluen godeshuser gudwillighen 
geme irkennen vnde geborliken in groteren edder geliken vor oghen hebben. 
Oheuen vppe vnsem slote Segeberge, am vrijdage na Cantate, anno etc. LXV, 
^nder vnsem secrete. 

Aufschri/t: Den ersamen borgermestem vnde radmannen der stad Lubeke, 
'vusen besundern guden frunden. 

Nach dem Original attf Papier. Mit ah Pressel aufgedriicktem Siegel. 

DXCIU. 

Fracht und Primgeld. 1465. Mai 18. 

Jw ersamen wysen vnd vorsichtigen * mannen, heren borgermeisteren vnde 
^mannen der stad Lubeke, don wy borgermeistere vnd radmanne der stad 
ual na vnsem fruntliken grote witlik oppenbar betugende in vnd myt dusseme 
reue, dat vor vns gekomen is Helmych Tolner, schryueschipper Hinrik Wulues, 
nd gaflf vns to erkennen, wo dat id geschen sy in den jaren vnses Heren, als 
en schreff verteinhundert in dem negenvndvifftigesten jare int vorjar, dat 
shipper Hinrik Wulff van hijr segelde na Lubeke, darhen he God helpende 
^eholdener reise wol ouerquam, vnd ther suluen tijd were he ok schryue des 




1465. Mai 31. 613 

Der Rath von Hamburg schreibt, dass seine BUrgerschaft sich zur Festseteung 
eines bestimmten Werthes des rheinischen Guldens vorldufig nicht ent- 
scMiessen hdnne, jedoch die BeschlHsse der Hbrigen Stddte erwarten woUe. 
1465. Mai 31.^ 

Vnnsen fruntliken grut mit vermoge alles guden. Ersamen wijsen 
heren, besundern guden frunde. Na solkem affschede nu vnlanges bynnen 
Molne twisschen juwen, vnnser frunde van Luneborgh vnde vnnsen radessende- 
boden van der munthe wegen beseheen etc., hebben wij alse dallinge data desses 
breues vnnser stad borger gemeenliken vorsamelt by einander gehat vnde en 
sodane sake de munthe andrepende in der besten wijse, alse dat darsulues to 
Molne wart bespraken, vorgegeuen. Also konen wy eynsodant, also den gulden 
vp XX, XXI edder torn hogesten vp XXII schilling torugge to settende, van 
en nu tor tyd nicht bevulbordet krigen, sundem alse wy on forder to kennende 
voregeuen, juwe ersamheyd mit den andern steden, den desulue sake van der 
munthe wegen mede tokumpt, worden alse dallinge dergeliken ok mit eren 
borgern sodans vorhandelen, is vns int lateste van en int autwerde geuen, wen se 
derfaren, in wat wyse sik juwe vnde der andern stede borger in desser sake werden 
schigken, denne willen se darto geme verdacht sin vnde vns denne ere antwerde 
inbringen. Dama juwe ersamheyd sik moge hebben to richtende. Gode deme 
heren selichliken beualen. Screuen vnder vnnser stad secret, am fridage vor 
Pingsten, anno etc. LXV^. 

Borghermeister vnde radmanne der stad Hamborgh. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnnsen u. s, w. 

Nach dem Original. Mit Eesten des Secrets. 

DCIV. 

Jwar Axelsson scJireibt dem Rathe von Lubeck wegen einer Schuld seines ver- 
storbenen Bruders an einen Lubecker Burger. 1465. Jun. 1.^ 

V runtlike grote mit steder derbedinge alles guden etc. Erszamen leuen 



*) Der Rath von Liineburg hat am 4. Juni (dinxt. in den Pinxten) geschrieben, dass seine Bttrger- 
schaft ihm die Ordnung der Sache flberlasse. In gleicher Weise hat am 11. Juni (dinxt. na Drevoldicheit) 
der Bath von Wismar geschrieben. Die LUbecker Btirgerschaft hat erklftrt, dass, wenn die Bargerschaften 
der anderen drei St&dte den Werth des rheinischen Guldens herabsetzen woUten, sie damit einverstanden sei. 

•) Vgl. M 243. 



1465. Jun. 15. 619 



efft, dede sick ok schal vnde wil dorna vlijten, en sodanes to betalende. Efft 
Tidere welke von borgem offte borgerschen mit olachten bij juw geweset sint, 
wy doch nicht en hopen, begeren wij, dat gij vns de namkundigen vor- 
-t^^kenen, is billich, dat wij de vnklagafftich maken. Sijt Gode beualen. Screuen 
±>o Louenborch, am sonnauende in der octauen Corporis Cristi, vnder vnnsem 
secrete, anno etc. LX quinto. 

Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtigen vnnsen leuen bisundern, 
borgermeistern vnde radmannen der stad to Lubeke, gescreuen. 

Nach dem Original auf Papier. Mit au/gedrUcktem, theilweise erhaltenem Siegel. 

D€XI. 

Gord Brekewold giebt dem Rathe von LUbech Nachricht fiber die Art, toie die Kosten 

der Erbauung der Schleuse zusammengebracht seien. 1465. Jun, 17, 

Minen vruntliken grut touoren. Ersamen leuen heren. Juwen breflf 

liebbe ik gutliken vntfangen vnde wol vomomen, ok de auescryft in iuwem 

breue besloten. Darvp begere ik iuwer ersamen wysheit gutliken weten, dat ik 

tnyt den inghesetenen der lande Byllenwerder, Korslake, Oldengamme, vnde 

Achterslaghe sproken hebbe vnde van en yruaren, dat en jewylyk husseten man 

ieft vtegeuen V mark lub. van der houe to der sluse in der Randesweide, do 

se erst wart ghemaket, vnde sodanich gelt heft vntfanghen laten vnde vpgeboret 

her Dyderyk Luneborch selygher dechtnisse. Leuen heren, wes iuw nutte 

dunket hirane dan wesen, sette ik by iuwe ersame wysheit, de Gode deme 

Wen almechtich sy beuolen sunt vnde salich to langer tid. Geschreuen des 

mandaghes na des hilghen Lichgammes daghe, anno etc. LXV. 

Cord Brekewolt. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen wysen heren borgermesteren vnde 
ratmannen der stat Lubeke myt ersamheit gescreuen. 

Nadi dem Original im Archiv des Amtsgerichts zu Bergedorf. Mit als Pressel au/gedrUcktem Siegel. 

I>€XII. 

Liborius Meyer schreibt dem Bathe von Lubeck, da^s es ihm nicht gelinge, in den 
Oenass der Bwergschen Stiftung zu kommen und dass er aus diesem 
Grrunde in Schulden gerathen sei. 1465, Jun. 18.^ 

^ Hermann Dwerg, protonotarius apostolicus, grtindete 1430 eine Stiftung, durch welche an zwOlf 
Stadirende in EOln, je zwei aus den Stad ten Herford, KOln, Ltlttich, Breslau, Ltibeck und Deventer, 
erhebliche XJntersttltzuiigen verliehen wurden. Diese zwolf bildeten ein collegium duodecim coronarum. 

78* 



1465. Jun. 18. 621 

beste hijr ynne prouen, als ik des juwer erwerdicheit tho betruwe vnde my des 
wol noet is, bij den ersten boden, den juwe erwerdicheit staden mach, en 
antwart tho scriuen, wo ik my vort hijrynne hebben zall etc. Datum feria 
tercia post Corporis Cristi, ex alma vniuersitate Coloniensi, anno etc. LX quinto. 

Liborius Meyer. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen vnde wijsen heren borgermesteren 
vnde rade der stad Lubeke, sinen besunderen leuen gunstigen heren. 

Naxh dem Original auf Papier. Mit Spuren eines Siegels. 

Der Bitter Erich Ottesson bittet den Bath von Lubeck, den Herzog Wartislav 
von Pommern zu vermogen, dass er seiner Schwestertochter das ihr 
geraubte Leibgedinge zuruckgebe, droht widrigenfaUs Feindseligkeiten. 
1465. Jun. 19. 

Minen fruntliken grut vnde allent wes ick leues vnde gudes verraach 

touomn. Ersamen vnde vorsichtigen, besunderen leuen frunde. Jck bidde juw 

gudliken weten, dat in vorledenen tiden eyn myner suster dochter, vor Brigitte 

geheten, seligen her Jachim Fleminges dochter, buten landes enem Hermen 

van Vitzen im lande to Bart geseten tor ee gegeuen wart vnde se alle ere 

guder, de se hir in den marken hadde, to redem gelde brachte, dar desulue 

Hermen, ere eelike gemahel seliger, sine nod mede kerede vnde schulde mede 

betalede. Wo he to sulkem redem gelde nicht gekomen were, he in groten 

schulden vnde noden moste geseten hebben. Des he er vor sodane gelt jarlike 

lijflFrente in dem haue to Diuetze vnde guderen makede, der se na sinem dode 

ere lijflftijd geneten vnde bruken scholde. Des denne desulue Hermen vorbenomet 

na dem willen Godes in desser negestvergangen pestilencie sunder eruen ver- 

storuen is vnde de hochgeborne furste hertogh Wartzslaff sick des houes vnde 

alle der guder vnderwunden heflft, vnde alse ick nicht anders en weit, sunder 

le myne suster dochter vorbenomed ock aller dinge van dem houe verdreuen 

leflFt. Des ick myne bodeschopp mid myner heren vnde frunde vnde mynen 

inmtliken schrifften kortes bij eme gehatt hebbe, ene fruntliken vnde otmodigen 

^iddende, he se bij sodanem erem verbreueden vnde versegelden lijffgedinge 

bliuen lete vnde nergen ane verkortede noch vervnrechtede, welkes se nicht 

left mogen geneten, sunder se dagelikes yo mehr vnde mehr darinne verkortet 

vnde vervnrechtet werdet. Worvmme ick sere fruntliken mid gantzem vlite 



1465. Jun. 20. 623 

vnnser herschafft vnd gebieten gefunden wart etc., des hat dieselbe ewer 
botschafft nebin ewern schrifften nach ewer vnterriehtinge die sache mit alien 
fleiss getrewlicken vortgesatzt vnd nach dem allerbesten, als sik das geburen 
mochte, furbracht vssgericht vnd bestaltt. Des haben wir ewer flissige bete 
dorynn angesehn vnde vns auch euch zu wolgeuallen dorynn gutwilligt, der 
anderen, den das mit belangte, gemechtiget vnd also von gunst vnd gnade 
wegen, wiewol wir des nicht pflichtig weren vnd susst von rechts wegen wol 
hetten behalden mugen, verfugt, das soUich gelt vff mogeliche tzeite vnde rede- 
liche tagefriste widdergekart soil werden. WoUen selbst gut daruor sein vnd 
kaben dorvor globett vnd des vnnsem offenen versegelden brieff doruif gegeben, 
dat sollichs so gescheen vnd gehalden soil werden, inmassen ir das vemehmen 
werdet, vnd haben das getan euch zu sunderlicher behegelicheit von gute 

willen vnd nicht von pflicht oder rechtikeit, dem kaufman by euch zu gute. 

Ynd wusten wir euch mehr gunst vnde fruntschafft zu ertzeigen, teten wir 

geme. Geben zu Tangermunde, am achten tage des heiligen Leichnams, anno 

ete. LXV<>. 

Aufschrift: Den ersaraen wolwisen vnnseren lieben besundern borger- 
meisteren vnde ratmannen der stadt Lubeke. 

Naeh dem Original auf Papier. Mit als Preaael aufgedriicktem^ theiltoeise erhaltenem Siegel. 

DCXV. 

Friedrich IL, Kurftlrst von Brandenburg ^ verspricht, dass die bei einem im Lande 
Lebus ertrunkenen Reisenden aus Lubeck gefundenen 600 Gulden dem 
Burgermeister Castorp in LUbeck und dem dortigen Burger Soberhausen 
zuruckgezaMt werden sollen, erkldrt jedoch, dass es aus Gtmst geschehe, 
er nicht dazu verpflichtet sei. 1465. Jan. 20. 

Wir Fridrich, van Gots gnaden marggraue zu Brandenburg, kurfurst, 

des heyligen Eomischen reichs erczkamerer, zu Stettin, Pomeren, der Cassuben 

vnd Wenden herczog vnd burggrave zu Nuremberg. Bekennen vnd thun kunt 

offentlich mit dem brieff vor vns vnsen erben vnd nachkomen gen aller- 

meniglich, die in sehen oder horen lesen, das wir vnnserm herm vnd swager, 

dem konig von Tenemarck, dem bischoff von Lubeck vnd sunderlich dem rat 

zu Lubick, vnnseren lieben besundern, zu besundern beheglichkeyt willen vnd 

wolgeuallen vff ir bete derhaluen an vns getan haben vns getrewlich vnd 



1465. Jun. 21. 625 

BCXVI. 

Der Rath von Hamburg verkauft dem Matthias Vite und dem Hans Witeke fUr 
600 yn^ eine Jdhrliche Leihrente von 50 ?7^. 1465, Jun. 21. 
Wij horgermeistere vnde radmanne to Haraborgh. Begeren witlick to 
wesende alien den gennen, de dessen breff seen edder horen lesen, dat wij rait 
eendrachtigen rade willen vnde gantzer vulbord hebben rechtliken vnde rede- 
liken vorkoft vnde vpgelaten, vorkopen vnde vplaten jegenwardigh in vnde mit 
kraft desses breues in alien renthen vnde guderen vnser stad tobehorende den 
ersamen Mathiese Vite vnde Hanse Witeke voftich lubesche mark renthe lijf- 
gedinges vor sosshundert lubesche marke penninge, de wij tor noghe vnde to 
Misem willen rede van en entfangen vnde vort in vnser stad witlike nntticheid 
gekered hebben. Desse vorscreuen voftich mark lijfrenthe wij vnde vnse 
nakomelinge scholen vnde willen den vorbenomeden Mathiese Vite, dewile he 
in dem leuende is, iewelkes jares, alse beschedeliken de helfte vppe Winachten 
na ghifte desses breues erst komende vnde de anderen helfte vppe sunte 
Johannis Baptisten dagh to raiddensomer darnegest uolgende binnen der stad 
Lubeke vppe vnse koste vnde euenture in gudera gelde, so to Lubeke ghenge 
vnde geue is, wol to willen bereden vnde betalen. Wanner auer desulue 
erbenomede Mathias Vite na deme willen Godes is vorstoruen, vnde ift denne 
de vorscreuene Hans Witek noch in deme leuende is, so scholen vnde willen 
wij vnde vnse nakomelinge eme tohand sunder raiddel vppe de vorscreuenen 
termine vnde tide sodane voftich mark renthe lijfgedinges de tijd sines leuendes 
binnen der stad Lubeke in aller vorberorder wijse gutliken vomogen vnde 
entrichten. Men wan de vorbenomeden Mathias Vite vnde Hans Witek na 
deme willen Godes van dodes wegen beide voruallen sin, so schal de vor- 
screuene renthe mit dem houetstole vns vnde vnser stad deger vnde all loes 
geuallen wesen, so dat wij nemande van der wegen ichteswes plichtich wesen 
scholen to geuende. Schege id ok dat de vorbenomede Mathias Vite vnde Hans 
Witek vmme vnser trager betalinge willen kost ifte arbeid deden, des scholen 
vnde willen wij en gantzliken benemen vnde wedderleggen sunder alio inseggend. 
AUe desse vorscreuenen stucke louen wij borgermeister vnde radmanne vor- 
benomed vor vns vnde vnse nakomelinge den volebenomeden Mathiese vnde 
Hanse de tijd erer beider leuende na vorscreuener wijse vnde dem gennen, de 
<Jat lenger leilend van en beiden beholt, stede vnde vast to holdende vnuor- 
^t'oken in guden truwen sunder alle argelist edder insage. To groter tuchnisse 

79 



1465. Jun. 27. 629 

vns, konden wij rauntben sunder schaden, des weren se wol tovreden. Wy 
hebben ok den anderen juwen breflf rorende van vnsem beer, dat beter to 
bruwende, wol to synne genomen vnde dergeliken vnsen borgeren laten lesen 
vnde emstliken beualen, sik darna to richtende vnde beterende, de vns geloued 
hebben, deme so to donde. Vnde wij willen dat ok flitigen laten prouen. Vnde 
80 begeren desuluen vnse borger, gij willen mit flite darvp seen laten, dat 
suUik beer vppe deme wege nicht vorsumet werde vnde ok vnuormenget vnde 
in guder vorwaringe bliue. Sijd Gode sund vnde salich to langen tiden 
beualen. Screuen vnder vnsser stad secret, am donredage negest na sunte 
Johannis Baptisten dage, anno etc. LXV*** 

Borgermester vnde radmanne to Hamborgh. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, vnsen u. s. w, 

Nach dem Original. Mit Resten des Secrets. 



Der Rath von LUbeck erkldrt, dass nach Lubeckischem Rechte Mutter-Bruder ndheres 
Erbrecht habe, als Vater-Schwester- Kinder. 1465. Jul. 2. 

m 

Witlik zij, dat de ersame her, Hinrik van Stiten, radman to Lubeke, 

vppe de ene, de beschedene Johan Tenhusen, borger to Dorpmunde, vppe de 

anderen zij den, vor dem ersamen rade to Lubeke zint erschenen van wegen der 

twistigen vnde schelaflPtigen zake enes artikels des testamentes vnde lesten 

willen zelighen Her men Vrolinges, welk testament vnder ander inneholt, wo dat 

desulffte Hermen zinen negesten eruen gegeuen hebbe dusend mark lubesch. 

Des denne de ergesechte Johan ton Husen ouerbodich was to betugende, wo 

dat de ergemelde Hermen Vroling vnde he weren suster vnde broder kinder 

vormenende, de negeste erue des erscreuenen Hermen Vrolinges to wesende. 

Darvp de ergenante her Hinrik van Stiten antworde, wo dat he mit der stad 

lubeke boek nabringen wolde, darinne dat betuget were, dat he vnde Katherina, 

bandages elike husfrouwe Claus Vrolinges, zint vuUe broder vnd zuster vnde 

dat selige Hermen Vroling vorbenomed is dersuluen Claweses vnde Katherinen 

elike sone gewesen, so de scrifift vthe der erbenomeden stad boek, de dar vor 

deme erscreuenen rade gelesen wart, vterliken heflft begrepen. Darvpp de 

ergesechte rad na beider parte vorgheuende vnde bewisinge, na besprake vnde 

^pem rade beiden erbenomeden parten affzede vnde delede vor Lubesch recht 



1465. Jul. 5. 631 

wijUen mij scrijuen niit dessen suluen schipheren, warvmrae dat gij mij zodanen 
schaden ghedan hebben vnde offt gij mij in vruntschop darvor doon wijllen, 
dat darvor gheboert, op dat dar vorder ghene moye vnde vnraste vmme hebben 
dome, wente ik in deme schaden nicht denke to besittende. Hirvmme begere 
juwe bescreuene antword. Hirmede sijt Gode beuolen. Gescreuen to Lubeke, 
int jaer LXV, des vrijdages na Vnser leuen vrowen dage visitacionis. 

Nach einej' von dem Rathe von Wiaby eingesandten Abschrift auf Papier. Vgl. No. 631. 



Kaiser Friedrich III. befiehlt dent Herzog Wilhelm von Braunschweig' Luneburg, 
sick binnen seeks Wochen wegen der Lubecker Burgern germibten Outer 
mit der Stadt LUbeck auseinanderzusetzen, 1465. Jul, 5. 

Wir Friderich, van Gottes gnaden Romischer keyser, zu alien tzeitten 
merer des Reichs, zu Hungern Dalmacien Croacien etc. kunig, hertzog zu 
Osterreich vnd zu Steyr etc. Embieten den hochgebornnen Wilhelmen, hertzogen 
zu Brawnswigk vnd zu Luneraburg, vnserrn lieben oheim vnd fursten, vnser 
gnad vnd alles gut. Hochgebornner lieber oheim vnd furst. Vns haben die 
ersamen vnser vnd des reichs lieben getrewen, burgermeister vnd rat der statt 
zu Lubeck, furbringen lassen: wiewol sy als vnser vnd des heiligen reichs 
gehorsam vndertan, ob yemand einich clag spruch oder vordrung zu in oder 
den iren zu haben vermeint hett, rechtens vor vns als Roraischem keyser vnd 
iren ordentlichen richter nye wider, sounder des statt zu tund alltzeit willig 
gewesen vnd noch sein, nicht dest minder habest du durch dich oder die 
deinen iren burgern auflP vnser vnd des heiligen reichs freyen strass auss aigen 
^ewalt vnd, als sy vermeinen, vnbillich, ettlich ir kaufmanschafft habe vnd gut 
genomen vnd sy der entwert, vnd vns darauff demuticlich anruflfen vnd bitten 
lassen, sy darin gnediclich zu fursehen. Darumb so empfelhen wir deiner lieb 
mit disem brief ernstlich vnd vesticlich gebiettende, das du der egenanten von 
lubeck burger solich vorberurt ir kauflfmanschafft habe vnd gut on alle 
entgeltnuss wider bekerest vnd sy deshalb vnclaghaft machest oder dich sust 
darumb mit in gutlich vertragest in sechs wochen vnd dreyen tagen den 
nechsten nachdera vnd dir diser vnser brief geantwurt oder verkundt wirt. 
J)an wo du das in der benanten zeitt also nit tettest vnd wir deshalb ferrer 
in clagweyse angelangt, so wurden wir darin wider dich furnemen handeln vnd 
61'gen lassen, was sich nach ordnung des rechten ze tun geburt. Darnach wisse 



1465. 637 

syn vnde willen iw nocli den iwen nicht weddergheuen , noch myt nichte dar 
forder to antwerden, vnde wij willen des alle vnde vnser iowelk bisundem myt 
vnsen hnlpem knechten vnde medebenomden vns vnse ere an iw vnde den 
inwen wol vorwaret hebben. Vnde des to bekantnisse hebben wij vnser stad 
secret nedden vnder desse scrift gedrucket laten na Cristi gebord verteynhundert 
jar dama in dem vifvndesestigesten jare. 

Nock dem Entwurf oder einer Abschrtft auf Papier, 



SUhne wegen Todtschlags. 1465. Jul, 22,^ 

Witlik zy, dat schelinge zint gewest twisschen Corde Boldewan van 
Emeke, vppe de ene, vnde Hanse Busch, borger to Lubeke, vulmechtigen 
procurator Marquard Wisen, inwoners to Dartzouw, so he zede, vppe de andem 
zide, alse van slachtinge wegen enes genomet Tile Homod, van deme erscreuenen 
Marquard Wisen binnen Darsouw van dem levende to dem dode gebracht. 
Darouer se denne dorch de beschedenen manne Titke Eekopp, van des 
erscreuenen Cord Boldewans syden, Hanse Lubbrecht, Bertolde Volqwin, borgere 
to Lubeke, vnde Hanse Oldorpp, borgere to Darsowen, van des erscreuenen 
Hans Buschs zyden, gentzliken zint vorliket in nabescreuener wise, also dat de 
genante Hans Busch im namen vnde van wegen Marquard Wysen vorscreuen dem 
obgenanten Corde Boldewan heflPt gegeuen vnde vernoget dertich mark lub. pen. 

Nach einer Inscription des Niederstadtbucha vom J. 1465, Mar. Magd. 



Der Bath von Stralsund bittet den Rath von Lubeck, ihm eine Last Pulver zu 
aberlassen. 1465. Jul. 25. 

Vnse gancz vrundlike grute vnde wat wij allent gudes denstes vermogen. 
Ersamen heren vnde touorsichtigen guden vrunde. Duslange hebben wij van 
sunderges anvalles vnde nodsake wegen des nicht kont bekomen, mit vnseme 
heren hertoge Wartislaue etc. to uorhandelende vmme de sake vnde dat werff 
van seligen Hermans van Vitzen nalatener wedewen vnde eres brudschattes 
wegen, alse juwer ersamheit is vorscreuen, vnde de vort an vnsen heren vnde 
vus gescreuen heft. Men nv mer in kort werden wij by syne herlicheid 

») Vgl. J& 56. 



1465. Jul. 26. 63» 

wij dar noch wes gudes to don vmme juwer bede willen, don wij geme alle- 
vege. Geuen to Gxistronw, am frigdage na Jacobi, anno Domini LX qninto, 
vnder vnsem secrete.^ 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubke etc. 

Nach dem Original auf Fapier. Mit als Preasel aufgedriicktem Secret. 



Mehrere Bremer Rathmdnner richten an die Lubeckischen Burgermeister die 
dringende Bitte urn eine neue Anleihe zugleich mit dem Wunsche, doss 
fUr einen Theil des Geldes zwei Last P/eile gekauft und nach Bremen 
geschickt werden. 1465, Aug, 1, 

Vnnsen fruntlijken denst vnde wes wy gudes vormoghen thouorn. 
Ersamen heren vnde leuen frundes. So wy juwer wijsheit hir beuoren bynnen 
Luneborch, ok sodder der tijd mijt vnnsen scriften vnde nv kortlijken bynnen 
Hamborch vnse notrofticheyt, nomptlijken vmme ene summe geldes alz dusent 
rinsche gulden, vns in ene entsettinge mit guetliker bede voergheuen hebben, 
up gude vorwaringe, so eertijdes na juwer heren bestellinge is ghescheen, noch 
lenen wolden, vnde alz vnse gnedige here van Bremen denne nv mit vns 
tieghen greuen Gherde von Oldemborch, den bedrucker des ghemenen gudes, in 
de veide is getreden, de vns mit sinen heren frunden landen vnde luden een 
merklijk hertoch trost vnde bistand ghedencket to donde, dat vns up nene 
cleyne kost vallen wel, dar vns bouen alle gheldes, gij ok suluen wol konen 
erkennen, greet van noden is, zo vurder wy in dessem krighe vnser stad to 
vorderue nicht schuUen beliggen: worvmme wy juwe ersamen wijsheit degher 
denstlijken, so wij hochlikest vnde vlitigest moghen, bidden, gy myt juwen 
heren vnde raede des genanten hern Gerdes grote ghewald vnde ouermoed dem 
ghemenen gude vnde vns hertho bewiset, vnde ok mede, dat desse veyde vnde 
sake mer den wandernden coepman vndo ghemene ghud, den vns is andrepende, 
to herthen theen, vns noch to desser tijd, zo alle ding nv mit vns up dem 
scharpesten vnde vtersten steyt, desset herthoch to vuUenbringende, up gude 
vorwaringe, dar juw ane ghenoghe, foghen vnde lenen willen vnde vns de 
vorwaringe by desseu ieghenwordigen brefFbringer, zo ok eertijdes ghescheen is, 

" - - - ^ 

*) Der Unwille des Herzoge beruhte daraiif, dass der Rath von Danzig die ZusUlndigkeit des 
Dauziger Gerichte bei ErbansprQclien, die eiji Rostocker Btirger an den Nachlass einee DanzigerB machte, 
nicht aufgeben, in besondere Verbandlunt^en darttber mit dem Herzog nicht eingehen wollte. 



1465. Sept. 28. 667 

DCLiX. 

Der Bath von Lubeck bittet den Konig Christian um ein FUrschreiben an den 
Bischof von Abo und den Bitter Erich Axelsson zur Biickgabe der von 
ihnen genommenen Schiffe und Guter. 1465, Sept. 28. 

Domino Cristierno, regi Dacie etc. 

Irluchtigeste hochgeborne furste, gnedige leue here. Wij don juwer 

koningliken maiestad gndliken weten, dat de ersamen vnse vrunde, de rad to 

Eeuel, hebben vns gescreuen van etliken totaste vnlanges in der Oesterzee 

vmme trent .Godlande in juwer gnaden rijke dorch juwer gnaden vndersaten 

bescheen, so juwe gnade vth enem breue, des wij juw auescriffte hirinne vor- 

waret zenden, wol vterliker werd vornemende, des men billiken na gelegenheit 

vnde wante wij vnde de vnsen mit juwer koningliken maiestad vnde den juwen 

men leue vruntschopp vnde gud en weten, seholde zin vnbesorget. Vnde alse 

denne sulke genamen guder den mesten deel in vnse stad vnde andern 

vnschuldigen kopmannen van der Dutschen hense tobehoren, darvmrae bidden 

wij juwe koninglike maiestad deger andachtigen, yd so willen vorvogen vnde 

bestellen laten vnde so merkliken vorscriuen an den heren biscop to Abo vnde 

heren Erich Axelsson, dat den vnsen vnde andern vnschuldigen kopmannen ere 

genomenen guder deger vnde al weddergekart edder na erem werde botalet 

verden vnde dat men sulkes totastes vnbesorget bliuen mochte, vnde vns sulke 

breue bij dessem vnsem jegenwardigen zenden willen, vmme de vort to benalende. 

Dat vordenen wij vmme juwe koninglike maiestad alh^wege gerne vnde bidden 

dersuluen juwe gudlike bescreuene antwerde bij dessem suluen. God spare 

juwe koninglike maiestad lauge wolmogende in salicheiden. Screuen vnder 

VDser stad ingesegele, am auende sunte Michelis, anno LXV. 

Nacli detn Concept auf Papier. 

l>€IiXI. 

Ber Bitter Erich Axelsson legf dem Bathe von Lubeck dar, dass der Bath von 
Wisby jiir einen durch Verhinderung der Fahrt nach Stockholm er- 
littenen Schaden nicht verantwortlich sei. 14()0. Sept. 29, 

Vruntlike grote mit steder derbedinge alles guden tovom. Ersamen 
leuen heren, ersamen guden vruude. Yor my sint gewesen de ersamen heren 
borgermestere van Wisbw in jegenwordieheyt rayns broders hern Ywar Axelsson 

84* 



1465. Sept. 30. 6.71 

to entholden to langen vorhapeden tieden. Geuen to Danczk, am mandage nah 

sunte Micliaelis dage, im etc. LXV^**° jare. 

Eadmanne Danczk. 

Aufschrift: Den ersamen walwisen vnd vorsichtigen — — radtraannen 
der stadt Lubeke, vnsen u, s. w. 

Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des Siegels. (angek. den 30. Dechr.) 

BCLiXIV. 

der Bath von Lubeck schreibt dem Bischof von Abo und dem Bitter Erich 
Axelsson wegen zweier LUbeckischen von Ausliegern in Abo genommenen 
Schiffe. 1465. Oct, 7. 

Domino episcopo in Abo, domino Erico Axelsson, capitaneo in 
Wiborgh, et dominis consulibus in Abo, cuilibet suam mutatis mutandis. 

Erwerdige gunstige leue here. Vnse nascreuen borger hebben vns to 
kennende gheuen, dat ze twe schipper, namliken Michel Stange vnde Andreas 
Scroder, van vnser stad na Reuele to zegelende hadden vorvrachtet, dar ze inne 
hadden desse nascreuenen gudere, beschedelken in Michel Stangen Godeman van 
Buren acht last vnde acht tunnen Lubesches medes, vnde veervndetwintigeste 
halue last Alborger heringe, Ludeke van Thunen teyn Nerdesche, twe Leydesche, 
een Amstelredammisch, viflf Lubesche, noch dre Nerdesche vnde dre Altesche 
laken, Clawes Neenstede twe olde pannen vul koppers vnde twe grote bunt 
older ketelle bereuen. Vnde in schipper Andreas Scroder Hans Buk ene balle 
zardokes, Alff Westede sostehalf last medes, Hans vamme Stade viff last medes, 
Hans by dem Zee vertich gummen Meynlanscher natelen vnde acht tunnen 
Alborger heringes. Welke erscreuenen schipper mit eren innehebbenden guderen 
juwe, des gestrengen heren Erik Axelsson vnde des ersamen rades to Abo 
vtliggere angehalet vnde gepiliget hebben, des wij billigen vnbesorget scholden 
zin, nademe wij mit juwem gnedigen heren koninge vnde den zinen nicht dan 
leue vnde vruntschopp en weten. Worumme bidden wij juwe erwerdigen 
herlicheid deger andachtigen, gi vnser erscreuenen borger vulmechtigen procura- 
toribus sulke erscreuenen guder vnvorrucket wesende deger vnde al weddervmme 
hantreken, de vorruckeden na werde betalen vnde vnse borger vorbenomed vnklag- 
aflFtich maken willen. Wo deme so nicht en beschuet, konen wij de vnse nicht recht- 
lo8 laten. Gode dem heren etc. Datum feria secnnda ante Dyonisii, anno LXV. 

Nach dem Concept auf Papier. Ohne Unterschrift 



1465. Oct. 10. 673 

DCI-XVI. 

Christian, Kdnig von Ddnemark, sendet dem Rathe von LUbeck auf dessen Wunsch 
zwei Brief e, in denen er dem Bischof von Abo und dem Erich Axelsson 
befieMty die von ihnen genommenen Lubeckischen Ghiter zurUckzugeben 
Oder zu bezafUen. 1465. Oct, 10. 

Cristiern, van Godes gnaden to Dennemarcken Sweden Xorwegen 
der Wende etc. koning, hertoge to Sleswijk, greue to Holsten 
Stormarn Oldemborg vnde Delmenhorst. 

Vnnse sundergen gunste touomn. Ersamen leuen besunderen. So gij 

vnns vnlanges touomn vnde nu vppe id nyge hebben van wegen sodaner 

genomenen guder, so gij schriuen, de vnnsen, nameliken des erwerdigen heren 

bisschoppes van Aboo vnde her Erick Axelssons dener, vnder Gotland mid 

eyner barssen van orlige twe schepe to Reuall to bus behorende scholen 

angehalet gepilget vnde erer redesten guder berouet hebben, de denne dat 

meiste deel in juwe stad scholen to bus horen, vnde darbij eyne copien des 

breues der van Eeuall juw geschicket vns senden etc. vnder andern biddende 

vnde begerende, wij id bij dem vorgenanten heren bisschoppe vnde heren Ericke 

so verfogen bestellen vnde merckliken verschriuen willen, dat den juwen vnde 

dem'e kopmanne ere genomenen guder wedder togekeret edder ock na weerde 

b^talet vrerden, vnde juw sodane breue an desuluen, vmrae de vort to benalende, 

senden willen, des wij juw, guden frunde, don weten, wo eyn solkent van den 

vnnsen, alse gij schriuen, bescheen sij, des wij doch nicht hopen, gantzliken vns 

en.tegen vnde van herten, God kenne id, leit is vnde wij darvmme den vor- 

t>enomeden heren bisschopp vnde Ericke ernsthaflftigen schriuen. Desuluen 

t>x*eue wij juw hirbij senden, se to eneme solken weten to antwardende edder 

sick ock na gebore darby to holden to schickende hebben etc. So gij ock in 

^xieme andern juwem breue begeren vrame twee juwer borger schepe, wij se 

4^ssen winter ouer in der Nigesteden wijck to liggende gunnen vnde se in 

^ixse seker velich geleyde entfangen willen, derae wy, guden frunde, juw to 

^^illen so gerne doen. Mochten wij juw worane furder to willen wesen, deden 

^ij gutwilligen gerne. Van wegen sodaner geschichte, alse gij ock in eneme 

^txderen juwem breue schriuen, dat vnse hofiFgesinde Hans Cruse an etliken den 

J^wen schole begaen hebben, dar wij densuluen Cruse vmme vor vns gehatt 

^de verhoret hebben, welkt juw alles to vorschriuende to lanck vallen wolde, 

85 



1465. Oct 15. 677 

vnder viiser stad secrete, am nesten dinxtdage na sunte Yictoirs daghe, anno 
etc. LX quinto. Borgermestere vnd raid der stad Munster. 

Aufschrift: Den — — raidmannen der stad Lubeke, vnsen w. s. w, 

Nach dem Original auf Papier. Mit als Preasel aufgedriicktem Siegd. (angek. den 26. Ocibr.) 



Der Bath von Strahund- schreibt defi in Hamburg versammdten Bathssendeboten, doss 
Herzog Wartislav sich zur Zeit im Fdde befinde, doss er aber nach der 
Buckkehr desselben versuchen wdUe, auf ihn einzumrken, 1465, Oct. 18, 

Vnse gantz fruntlike grute vnde wes wij alletijd guttes vormogen. 

Ersamen heren, groten gunner. Juwer ersamheid breff an vns gesand vnder 

andern merkliken punkten ynnehebbende juwe andacht vnde begher, dat wij by 

vnsen heren, hern Wartislaff, gudliken bearbeiden vnde vortsetten wolden, dat 

syne herlicheid Herman van Vitzen nalatenen wedewen des hofes vnde syner 

tobehoringe to Diuetze vnbehindert wolde bruken laten vnde eer darane nenen 

wedderstal don noch don laten etc. So ysset, ersamen heren vnde vrunde, dat 

vnse vorbenomede her is vns aflfhandich vpp dit mal vnde licht mijt aller macht 

vnde mit herschilde tegen syne vyende, dat wij sulkes werffes nu boqwemelik 

nicht wol bekomen konen, men dat erste wy mit synen gnaden tosamende 

werden koinende, dar id stede heft, willen wij des werflEes andachtich syn vnde 

settent vort mit gantzen vlite, wat vns denne to antwarde wardet, juwen 

ersamheiden ane sumend vort benalende, dede God de here yummer behude 

vnde bo ware in steder woluard. Screuen am dage sancti Luce, vnder vnsem 

secrete, anno etc. LX quinto. Raedmanne tom Stralessunde. 

Aufschrift: Den ersamen groter vorsichticheyd wolwisen mannen, heren 
radessendeboden der stede Lubeke Rozstok Wismar bynnen Hamborgh ver- 
gaddert vnde rade darsuluest, reuerenter. 

Nock dem Original auf Papier. Mit Resten des Secrets. 



^ Bath von Lubeck sendet dem Bathe von Luneburg Abschrift des Entwurfs zu 
eineni Biindnisse der Stddte Lubeck, Hamburg und Luneburg mit 
Konig Christian, bittet, ihn zu erwdgen urkd auf Anfcrdern des Konigs 
Abgeordnete zu weiterer Verhandlung zu senden. 1465. Oct. 18. 



^v/ Math von Bremen schreibt an mehrere LUbecker wegen einer Anleihe von 
1000 rheinischen Gtdden. 1465, Dec. 21. 

V nnsen fruntlijken gruet vnde wes wy gudes vormoghen thouom. 

Ersamen bisunderen leuen frundes. So gy vns scriuen van dren jaren renthe 

yalikes yars voftich rinsche gulden vor dusent rinsche gulden nae lude vnses 

Yorsegelden breues afgekoft hebben, vnde begheren van vns, juw den houetstol 

myt den tinsen to vornoghende mit meer word en etc., hebbe wy guetlijken 

entfanghen vnde wol vorstan. Worup wy juwer leue begheren wethen, dat vns 

Juwe bref dalling am daghe Thome apostoli wert gheantwordet. Vnde alz 

denne, leuen frundes, nv dat hilghe fest Winachten ansteyt vnde wy nicht to 

Trade en ghaen, so dat malk de hilger tijd ouer io sinen wech vnde gherne to 

Ikeroken gheit vnde ok des vridages nae Twolften de vorwandelinge vnses rades 

[heschuet, zo dat wij vor desser tijd nene vorghadderinge en hebben, noch ok 

duplike sprake, alz des to donde is, dorch sodanner vnledicheit nicht holden 

m konen. Men so drade desse vnledicheyt vorby ys, willen wij darvmme 

^Stosamende komen vnde sulkent denne, so des nae schickinghe der sake van 

^^oden is, entlijken ouersprekende. Worvmme, leuen frundes, wij degher frunt 

^iijken bidden, angheseen desse vnde andere vnse gheleghenheyt gij juw vns 

'^om besten hijr ane guetlijken entholden vnde eyn cleyne myt vns beyden. 

"^Wij denken vns mit vlijte, so de vlote vnser stad wedder anghezat sind, wel 

Ood, dar so nae tho schicken, dat wij juw houetstol vnde renthe degher al 

Xeflijken vnde vruntliken tho willen gheuen vnde desse vnse breue wol holden 

"^rillen. Vns, leuen frundes, hijrane guetwillich erschinen, willen wij bouen 

^»odanne guetlijken betalinghe vmme juw, wor wij moghen, myt gantzen vlijte 

gherne vordenen vnde vor oghen hebben. Desuluen juwe wijsheyt wij vnsem 

lieren Gode wolmoghende vnde salych beuelen. Screuen am daghe vorscreuen, 

vnder vnser stad secret, anno etc. LXV^.^ 

Consules Bremensis ciuitatis. 

Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtigen Hinrike Ebbelinge vnde vor- 
niunderen seligen hern Johans Segeborges vnde Johan Broy elinghes , vnnsen 
bisunderen leuen frundes. 

Nach dem Original auf Fapier. Mit geringen Besten des Siegela. 

*) An demselben Tage hat der Rath von Bremen wegen einer Anleihe von 1500 Gulden einen 
^rigens gleichlautenden Brief an die Rathmttnner Johann Wickede und Hermann Hitveld geschrieben. 

89 



I. Ortsregister. 



(ftie Zahten hedeuten die Nummem der Urkunden, die beigrfUgten Sterne die Ausstellungsorie). 



A. 

Aalborg, St. in Jutland, 79* 553.* 

Abo, St. in Finland, 549. 589. 623.* 

Achterslag, Distrikt in Curland, 611. 

A der, s. Oder. 

A bans, Ahus, St. im Stift Miinster, 206.* 

Ahrensboeck, Carthauserkloster in HoLstein, 

277. 681. 693. 
Akebye, Osterakerby, Df. in Schleswig, ebem. 
zum Gute Lindau geborig, 538. 
Ihorn, Df. im Stifte Miinster, 474. 478. 491. 
Itengamme, Oldengamme, Kdf. im Ham- 
burger Amte Bergedorf, 611. 
Itenkrempe, Kdf. bei Neustadt in Holstein, 

414. 
It on a, Oltena, Df in Holstein, Kfip. Siisel, 

257. 
ncona in Italien. 498. 
nklam, St in Pommem, 45. 111. 116. 

129. 405. 
OS bach, Onolzbach, St. in Bayem, 78. 
-^ ntwordskow, Sehloss and ebem., dem 
•Johanniterorden gehoriges Kloster auf der 
<ianischen Insel Seeland, 677. 
^ *• cona, Orkund, nordlicbe Spitze von Riigen, 

**^ **tlenbiirg, Ertenelxirch , Uel>erfahrt8^irt an 
• ler Elbe, 235. 
i gsbnrg, Aucspurg. 87. 258. 
rich, Anrike. .St. in O^tfriesland, 513. 518. 
^ve, Anxoi^, DLnrikt in Burgund 425. 



Bankendorf, Bouwerkendorpe, adel. Gut in 
Holstein, Ksp. Oldenburg, 456. 

Bargenstedt, Bernstede, Dorf in Suder- 
dithmarschen, 539. 

Barth, St. in Pommem, 613. 636.* 

Basel, 378. 

Baye, Buoht von Bourgneuf, 8. 121. 283 
Anm. 675. 

Bergedorf, 342. 608. 611. 

Bergen in Norwegon, 3. 139. 141. 153. 183. 

309.* 320. 322. 331. 335. 337. 341. 342. 

344.* 345. 382.* 493. 555. 624. 685. 691. 
Franciskanerkloster, 525. 

Belt, der grosse, 41. 344. 348. 401. 647.* 653. 
Berlin, 615. 

Benstaven, Ben tHta veil, Df. an der Trave, 
bei Oldenloe, 378. 379. 

Berkentbin, Parkentin, Krll in Lauenburg, 

255. 
Bernntode, s. Bargenste^lt 

Bernstorf, Henintorpe, adel. Gat in Lauen- 
burg am Sclialmje, 104. 

Bernntorppo, ehnm. I>f. im Ksp. Lass&hn 
in Me(!klenhnrg, 256. 

Be rum, in ()Htfri<!Hland, 69. 

Bethau, h. Pottau. 

Billwilrdor, KHp. im Hamburger Amte Berge- 
dorf, (ill. 

Bij^dorf, HysloriK;, Df. auf Febmam, Ki«p, 
].andkirch«;n, 58. 146. 152. 

B 1 e k i n g (Ml , l>andH<!haft im su^ilicben .Sib weden, 
381. 385. 
B. ' Boh men, 160. 251. 429. 

^Ige. St in Preua^^n. R^Kz Kon:<r-berg. 354. Boitzenhiirg, I k>y ••«*:« U>rch, ^t. in Mecklen- 
^^mberg, Bavenh^er^. -Jo?*. 3.yj. burg, 371.'^ 618. 



A 
A 
A 



I. Ortsregister. 



711 



Demrain, Demjm, St. in Pommem, 45. 111. 

116. 129. 
Denschenborg, Danischburg, Gehoft an der 

Trave bei Ltibeck, 415. 
Dertze, s. Dars. 
Deventer, St. in Holland, Prov. Oberyssel, 

369. 493. 606. 612 Anm. 
Dinkelsbiihl, Dunkelspeel, St. in Bayem, 258. 
Ditmarschen, 27. 28. 32. 39. 41. 174. 
Divitz, Df. in Pommem bei Barth, 613. 670. 
Dobbertin, Dubbertin, Kl. in Mecklenburg, 70.* 
Do be ran, Dobbraen, Kl. in Mecklenburg, 

30. 127.* 
Domitz, Dametze, St in Mecklenburg, 514.* 
Domstihl, Dometzule, Df. in Mecklenburg, 

A. Kriwitz, 97. 
I>onau, Dunow, 251. 504. 698. 
X>onauworth, Weert, St. in Bayern, 258. 
I>ordrecht, St. in Holland, 138.* 

ornum, Schl. in Ostfriesland, 513. 517. 
orpat, 19. 53* 336. 564. 591. 658. 
ortmund, 59. 60. 183. 
X>rakenburg, Drakenborch, A. Nienburg in 
Hannover, 265 S. 278. 
l>ragor, Drakoor, an der Siidostkiiste der 
Insel Amager im Sunde, 405. 646. 
Drontheim, Drunthen, Norwegen 344. 
Duvensee, Df. in Lauenburg, Ksp. Nusse, 

255. 256. 313. 481. 684. 
Duttnis, Duttenisse, in Schleswig, im ehem. 
Gute Lindau, 538. 

E. 

Eberstein, Eversteyn, Schl. im ehem Fiirsten- 
thum WoUfenbiittel, 627. 659. 

Edinburg, Eden])orch, 344. 561* u. Anm. 

Eger, Egra, St. in Bohmen, 396. 

Einsiedeln, Eensedelen, KL, 578. 

Elbagen, Ellenbogen, s. Malmoe. 

Elbe, 49. 54. 63. 126. 136. 154. 172. 207. 
234. 244. 279. 302. 372. 425. 439. 

Elbing, Elvinge, 183. 194. 311. 424. 

Eler.sdorf, Elerstorpe, adel. Gut bei Olden- 
burg in Holstein, 450. 



Emden, Emede, Emeden, St. in Ostfriesland, 
69. 513. 518. 

England, 56. 59. 124. 182. 506. 653. 

Enns, Yne, Yns, Nebenfluss der Donau, 416. 
434. 

Erfurt, 46. 119. 132. 160.* 396. 

Erteneborg, s. Artlenburg. 

Esens, Ezenzee, ira Harlinger Lande in Ost- 
friesland. 57. 511. 

Eutin, Uthin, in Holstein, 501.* 516.* 681. 

P. 

Fahretoft, V^adertoft, Df. in Schleswig, im 

ehem. Gute Lindau, 538. 
Falster, Danische Insel, 122. 
Falsterbode, Valsterbode, in Schonen, 67, 

75, 634., Falsterboderesse, 401. 
Fehmarn, Vemem, Insel, 14. 58. 146 152. 

175. 176. 178. 179. 209. 211. 229. 237. 

245. 249. 299. 300. 368. 437. 541. 563. 

570. 650. 693. 697. Fehmamscher Sund, 

245. 249. 259. 437. 
Finland, 549. 

Flandern, 56. 59. 60. 183. 593. 
Flensburg, 169.* 436. Nicolaikirche, 169. 
Florenz, 115. 
Franken, 46. 
Frankenhausen, St. in Schwarzburg-Rudol- 

stadt, 253. 284. 
Frankfurt a. d. Oder, 399. 417. 

— a. Main, 46. 112.* 119. 132. 227.* 

353. 417. 
Frauenburg, Frawenburg, St. in Preussen, 

Rgbz. Konigsberg, 545.* 
Frauweide, Schleuse am Ausfluss der Del venau 

m die Elbe, 65. 73. 
Freiburg, Vrijborch, an der Elbe im Lande 

Kedingen, 207. 244. 
Friesland, vreesch, 63. 222, s. Ostfriesland. 

Westfriesland. 
Fulenhoven, Grundstiick auf Fehmarn, 14. 

e. 

Gaartz, Gartze, adel. Gut in Holstein, Ksp. 
Oldenburg, 257. 



712 



L Ortsrefrister. 



ht%t$f\".r»U^'/nh, Kl. »ifi/J Ht. in Krauagchwcdji. 
O^iit, ft, (i*dV,ri^,, K/if, irri HiHIirfhen H^hle«wig. 
(lik/ifj Ohikow*^ Kdl. iin oHtlifhen Hobitein, 

ninffilKrrk. OlarnU;k«; H/^hl. auf Fehmam, 

rtH* I.V2.* 17(5. 209. 210. 299.* 437.* 
(ilojniii, Hi. in Hr.hU^Hicii, 230. 
(J<Mhl«ir>*«lorf, (io(l«;nHU»rf>e, adel. Gut in 

llolhtiiiii, Kh|». NiMikirchon, 257. 
(hfiiH, HI mil' Smjjaiirl, 170.* 
OiijijiMiHiin, Minnrlirif, uhcin I)i'. bei Ratzeburg, 

240. 291. 
(Jnlnnw, Hi. in Poininorn, (534.* 
(InrI/,. (inrt/.*', a«lrl. (lut in Ilolstein, K^p. 

NiMikin'JMMi, 4f)() 
OoMJfir, 14!» 1H3. 

Onthnxl, IH3. :\H\. 385. 499. 660. ()62. 
(ihillnKPn, 254. 4r»0. 473, das Land 

(inMinK<»n, 4H7. 
(ioHiir|.. Sriil. Iiri ScbloKwig, 116,* 122.* 

Vi\ ' 5H5* 697.* 
(Irabun. (Jrabow, Kdl. in Lauenbiirg, A. 

Srhwnr/.iM\biu'k. 2 (,?) 240. s. I^issalm. 
(J nnnnMM.siori, Dt. ini Kinstontbuni Liibeck, 

l\s|» K«trkM\i. 156. 
{\\'iy . {\vv\ , St. ii\ Striornmrk. 40.* 72.* 

8, ♦ IS2 • 2V*2. 33v> 4 70. 
iJ v\M I *.» mM. (OMpr>i\\o!di\ 45. 66. 111.* 116. 

\':\^ ' i:u> is:^ 397 * 39v^ 467. 

i;mv-.s\oI. Hilton n\ i^^t trio-land, 69. 513. 518. 

^;tr\»vvon. iJvU'-^ion, iiivot.on. St. in Sihwarz- 
N\no Kusu<>t.Mdt, S9 10:> 114. 140 251. 
^\-:^ VSl vVruuo. 3oS .Sr^T 

i; \^'\ o-^nwiir.ov.. S: '.V. Nbvkli r.burv: . 57. 

V».«»««. \* .■ .»*> l^.J*»,« 4\i»»*^ ;*»»«v»»« %*■» 

v.-,v vo^^ s; •• U.«.:,irvv ^> 4:;> 5:::^* 



Gronsand. MeereD^ zwischen den Inseln 

Moen ond FaL«ter, 401. 
Gross-Kanzendorf, Schl. in Schlesi^ 2(^8. 
Grnbe, Grobe. Kdl. im ostlichen HdsleiiL 

257. 
Gudow, Gudouw, adel. Gut in Lauenbtug, 

Kfip. Maudorf, 580. 
Giilzow, Gultzouw, adel. Gut und Edf. in 

I^uenburg, 580. 
Gurk, Kork, Bisth. in Kamthen, 222. S. 231 

268. 
Giiijtrow, St. in Mecklenburg, 581 Anm. 630. 
! (iuderott, Gudevdt, Ortschaft in Schleswie. 
I im ehem. Gute Lindau, 538. 
I Guernsey, Gernesey, Insel im KanaL ^. 
Gwoeltze, s. Qualse. 

H. 

llahnenburg, Schleuse bei MoUn, 189. 6» 

Halberstadt, Bisth., 186. 

Hamburg, 22. 28. 42. 45. 49.* 59. 6a 63.* 
98.* 99. 103.* 113. 115. 118. 120. 126.* 
137.* 145.* 154. 162 Anm. 166. 168. HI. 
174. 176. 183. 187. 207.* 213. 224. 233. 
235. 239. 244* 246.* 250.* 265. 2il- 2T4. 
279. 282.* 289. 296.* 302 310.* 31t* 
318. 331. 342. 343. 348.* 367. 372* 3T7.* 
421. 422* 425* 433.* 439. 463. 47S 4ii 
479.* 483. 505 Anm. 507. 509. 513. MT- 
521. 542* 550. 551.* 552.* 557. 5* 
559.* 578. 594. 597. 603. 605. 6C«.* 609.* 
616* 631. 643. 647. 648. 650. 653.* i^ 
665.* 667. 668. 670. 671. 67S.* 679. 7(4. 

Hanerau, Hanrouwe, Ort^-hjin un^i «iicsilZcD- 
statte in Holstein. fcp. Had<anarscfceo. ^ 

Hannover, 451. 455. 4<5. 4S$ * 

Harken.lorf. ehem. Df in Ho:s:fis. fc^ 
t S ^.^>- e r: ■ ^n> ie, 456. 

H.ST...- : r:. Htrmtr.?:. n-e. I't i^ Li:xc:*2«. 
L\\ E:-.-l.ivr. 47'* 



t^"^. 









::4 






rcj. 



Kiel 



I. Ortsregister. 



713 



Hassendorppe, ehem. Df. in Holstein, Ksp. 

Oldenburg, 257. 
Hassenwold, Holzung bei Kiel, 120. 
Haven, s. Heiligenhafen. 
H&ven, Wedole, Df. im Fiirstenthum Liibeck, 
Ksp. Travemiinde, ehem. Burg der Buch- 
wald, 456. 
Heide, Flck. in Dithmarsehen, 39. 
Heiligenberg, Hilligenberge, ehem. KI. in 

der Grafscbaft Bruchhausen, 319. 
Heiligenhafen, Haven, 574. 
Heilshoop, Heylsbope, Df. in Holstein bei 

Reinfeld, 56. 
iiela, Df. in Preussen, Rgbz. Danzig, auf der 

gleichnamigen Haibinsel, 311. 
J-Lelgoland, Hilgenlande, 250. 

enstederholt, bei Henstedt, Ksp. Kalten- 
kirchen in Holstein, 474. 
erford, St in Westfalen, 612 Anm. 637. 
erzogenbusch, Hertogenbosch, St. in Nord- 
brabant, 43 * 
H essen, 112. 

iddensee, Insel an der Westkiiste von 
Riigen, 48. 
■lildesheim, 128. 

1 intzegavei, Schl. auf der Insel Ftinen, 194. 
^oborch, Hafen an der Siidspitze von Got- 
- land, 385. 

lolland, 59. 60. 89. 114. 490. 
^olm, 34. 8. Stockholm, 
olstein, 174. 297. 474. 477. 479. 483. 
547. 558. 559. 569. 585. 650. 704. 
oltorp, Df. in Hannover bei Liineburg, 265. 
omburg. St. im Bisth. Metz, 445.* 
— ehem. Grafeehaft und Schl. im Fiirsten- 
thum Wolffenbuttel, 150. 627. 
rnsmiihlen, Df. im Gute Hornstorf, Ksp. 
♦chlamersdorf, in Holntein, 539. 
rnstorf, adel. Gut in Holstein, bei 
Segeberg, 539. 

Df. in Laucnburg, bei Liibeck, 104. 
^tmar, St. im Bisth. Miinster, 500.* 

rup, Hostorp, Df. in Schleswig, Ksp. 
vetoft, 538. 



Hojm, St und ehem. Burg im Harz an der 

Selke, 582. 583. 
Hunteburg, Hunteborcb, Schl. des Bischofs 

von Osnabriick, 461.* 
Hunderbye, Gunnebye (?), Theil des ehem. 

Gutes Lindau in Schleswig, 538. 
Husum, Huseme, St in Schleswig, 27. 

I J. 

Jasmund, Haibinsel der Insel Rugen, 260. 
401. 

Ingolstad, Ingelstede, St in Bayern, 87. 

Johannisdorf, Johanstorpe, Df. im Gute 
Ehlersdorf im ostlichen Holstein, 456. 

Johannsdorf, Johanstorpe, Df. in Mecklen- 
burg, A. Grevesmiihlen, 101. 

Israelsdorf, Df. in der Liibecker Landwehr, 
147. 560. 

Itzehoe, Idseho, St. in Holstein, 28. 

Jiitland, Jutlande, 700. 704. 

K. 

Kalkhorst, Kdf. in Mecklenburg, A. Greves- 
miihlen, 106. 241. 

Kallundborch, St auf der Insel Seeland, 
426. 

Kalmar, St in Schweden, 173. 499.* Kalmer- 
sunt, Meerenge zwischen Schweden und der 
Insel Oeland, 385. 

K amp en, St in Holland, Prov. Oberyssel, 
204. 212* 335. 691. 

Karlso, Karleso, kleine Insel zwischen Got- 
land und Oeland, 385. 

Karnthen, Kernten, 182. 504. 

Kerseborch, s. Casseburg. 

Ketelsbye, Df. in Schleswig, im ehem. Gute 
Lindau, 538. 

Ketteize, s. Kittlitz. 

Kiel. 26. 55. 83. 120. 257.* 585. 

Kiesbye, Kysbv, Df. in Schleswig, im ehem. 
Gute Lindau, 538 

Kittlitz, Ketteize, Kittelze, Df. in Lauenburg, 
Ksp, Mustin, 104. 580. 

Kys, Holzung bei Seretz, 415. 

90 



L Ortsregister. 



715 



Lubicke, 112. 279. 372. 422. 518. 
Lubik, 239. 
Lubike, 101. 115 486. 
Lubijk, 90. 
Labijke, 61. 
Lubyk, 13. 107. 587. 
Lubk, 642. 

Lubke. 27. 48. 193. 241. 245. 370. 475. 641. 
Lapke, 467. 

KircbeD, geistliche Stiftungen und 
Briiderschaften, Schulen: 

Aegidienkircbe, 2. 106. 390. 440. 
KatbarineDkirche und Kloster, 165. 
Marienkircbe, 200. 267. 307. 410. 574, 
Sangerkapelle: 238. 533. 547. Kapelle 
boven den Vifhusen, 680. 
Petrikirche, 94. 307. 418. 537. 
St. Jtirgen-Hospital und Kirche, 29. 

151. 186. 386. Vikare daselbst, 257. 
Heil. Geist-Hospital, 71. 186. 257. 386. 
M8. 536. 538. 539. 636. 650. 680. 
^egidien-Kaland, 106. 
Clemens-Kaland, 257. 
^arien-Kaland zu St. Johannie, 257. 
-Burg-Kloster, 402. 579. 
St. Jobannis-Kloster, 71. 257. 456. 650. 
-Antonius-Briiderscbaft, 402. 
Michaelis-Convent, 2. 390. 440. 
Scbulen am Dom und bei der Jakobi- 
kirche, 307. 
^"trassen: 

Beckergrube, beckergrove, 155. S. 162. 

S. 164. 566. 
freitestrasse, bredenstrate, 155. 8. 162. 
l^lockesdwerstrate, 290. 
Coppers leger, dwerstrate, 579. 
Fiscbstrasse, visckstrate, 39. 305. 
Fleischhauerstrasse, vleecbhouwerstrate, 

554. 
Puttermarkt, vodermarkede, 155. S. 162. 
Loberg, 536. 

Marlesgrube, Marlevesgrove, 39 
Miiblenstrasse, Molenstrate, 286. 
Pfaffenstrasse, papenstrate, 155. S. 162 



Pferdemarkt, perdemarkede, 155. S. 160. 
Poggenpol, 536. 
Ritterstrasse, ridderstrate, 286. 
Schtisselbuden, schotelboden, 155. S. 162. 
Scbmiedestrasse, smedestrate, 39. 
bi der Traven, 566. 
Weberstrasse, weverstrate, 2. 

Tbore: Burgthor, Holstentbor, Hiixterthor, 
Miihlentbor, 155. S. 161. 

Holstenbrucke, 433. 
Einzelne Gebaude: 

Absalonstburm, de nye torn, bei dem 
Hiixterthor, 155. 8. 162. 

Bauhof, 688. 

buddentorn, ein Thurm beim Mtihlen- 
damm. 155. S. 163. 

Biittelei, bodelige, 109. 

Gasthaus in der Muhienstrasee, 286. 

dat bus, dat to der vogedie denet, bi 
sunte Jacobe, 565. 

Lacbswehr, 384. 

Marstall, 155. S. 163. 

wanthus, 155. S. 163. 
Beamte des Rathes: 

husdener, 155. 8. 165. 

hussluter, 155. S. 161. 

marktvoghet, 155. S. 161. 

ricbteschriver, 155. S. 164. 

schaffer, 155. S. 161. 

scbenke, 155. S. 160. 

vischmester, 155. S. 160. 
Liidershausen, Ludershusen, Df . in Hannover, 

81. 
Liineburg, 84.* 99.* 172.* 183. 187. 188. 

222. 234. 235. 268. 282. 288. 289. 302. 

303. 306.* 310. 318. 331. 332. 343. 347. 

353. 356.* 358. 372. 391. 421.* 424. 428* 

430. 434. 441. 446. 449. 455. 457. 485. 

495. 504. 505.* 543. 553. 556. 557. 603 

u. Anm. 618.* 619. 648.* 649. 653. 655. 

671. 674. 676. 699. 700. 704. Liineburger 

Markt, 234. 
Liischendorf, Lossendorpe, Df. im Fursten- 

thum Lul)eck, Ksp. Ratekau, 456. 

90* 



I. Ortsregister. 



719 



Sierhagen, Cyrawe, adel. Gut im ostlichen 

Uolstein, 537. 
Sirksfelde, Tzirkesuelde , Df. in Lauenburg, 

Ksp. Nusse, 684. 
Sillendorpe, ehem. Df. in Lauenburg, 684. 

8. Coberg. 
Slamerstorpe, s. Schlamersdorf. 
Sondershausen, 89* 
Soveneken, 8. Siebeneichen. 
Speier, 227 Anm. 
Stade, St. in Hannover, 54.* 59. 60. 154. 

183. 265. 502. 507. 653. 
Stampe, Df. bei Kiel, 120. 
Stargard, St. in Pommem, 216. 

— Neu-, St. in Pommern, 45.* 123* 
Steckriitz, 56 Anm. 73. 93. 

Stege, Steke, St. auf der Insel Mon, 122. 
Steiermark, Stire, Stirmarken, 182. 504. 698. 
S tie in burg, Amt in Holstein, 94. 
^tendal, St. in der Altmark, 359. 
^tenfforde, in Lauenburg, 65. 
^"teriey, Sterlige, Kdf. in Lauenburg, 256. 
Stestorp, in Ostfriesland, 517. 
Stettin, 59. 60. 75.* 123. 130. 215.* 634. 
S tintenburg, Styntborg, adel. Gut in Lauen- 
burg, am Schallsee, 104. 255. 256. 
Stockholm, Holm, 8. 34. 35. 38. 198.* 621. 

632. 
Stolpe, St. in Pommem, 63.* 185.* 467.* 

482. 

— Df . in Holstein, Ksp. Altenkrempe, 414.* 
Stralsund, Sund, 45. 48.* 66. 67.* 180. 

153. 157. 183. 196. 197.* 204. 222. 260.* 
262.* 331. 335. 344. 373.* 397. 398.* 410 
Anm. 466. 473. 488.* 490. 499. 519. 532.* 
557.* 599.* 605. 629.* 641.* 670.* 
^trassburg, 87. 227. 

Struckdorf, Strucktorppe, Df. in Holstein 
bei Segeberg, 113. 153. S. 159. 638. 639. 
641. 645. 
Suanenbeke, ? = Schwanenbuch bei Har- 

burg am linken Elbufer, 137. 
.'^uderscesche Stadte, 344. 

*Su sel, Zuzel, Kdf. im Fiirstenthum Liibeck, 257. 



Siissau, Sussow, adel. Gut in Holstein bei 

Oldenburg, 456. 
Swentine, Fluss im ostlichen Holstein, in 

die Kieler Bucht miindend, 120. 
Swinekamcp, Zwynek, Grundstiick auf Feh- 

marn, 14. 
Szadek, Schadek, St. in Polen, 413.* 

T. 

Tangermiinde, St. im Rgbz. Magdeburg, 

614.* 615.* 
Tankenhagen, Tanhagen, Df. bei Dassow, 

106. 
Tempzin, Ort in Mecklenburg, ehem. Antonius- 

Praceptorei, 590 u. Anm. 
Terschelling, Insel in der Nordsee, Pro v. 

Nord-Holland, 272.* 
Teutendorf, Todendorpe, Df. im Liib. Gebiet, 

456. 
Thiiringen, Doringen, 46. 
Thurow, adel. Gut in Lauenburg, 240. 
Todendorpe, s. Teutendorf. 
Torgelow, Schl. in Pommem, 197. 629. 
Tramm, Df. in Lauenburg, Liib. Enklave, 

580. 684. 
Trave, 155. 381. 506. 577. 648. 
Travemiinde, 248. 249. 346. 466. 
Triest, 416. 

Trittau, Trittowe, Kdf. in Holstein, 539. 
Tuschenbeck, Tuskenbeke, adel. (Jut in 

Lauenburg bei Liibeck, 104. 
Tzarrentin, s. Zarrentin. 
Tzirkesvelde, s. Sirksfelde. 
Tziretze, s. Seeretz. 

U. 

Ulm, 258. 

Ulsenisse, Df. in Schleswig, 538. 

Uelzen, Ulessen, St. in Hannover, 80.* 288. 

Ungarn, 182. 

Uplengen, 69. 

Usedom, Yysdem, St. auf der gleichnamigen 

Insel an der Odermiindung, 405. 
Uslar, St. in Hannover, 150. 
Uthin, 8. Eutin. 



I. Ortsregister. 



721 



Z. 

zow, s. Salzau. 

rentin, Flck. in Mecklenburg amSchallsee, 

k 

thusen, s. Zieriksee, 

riksee, Zickhusen, St. in Holland, 121. 



Ziidersee, Bucht der Nordsee in Holland, 

335. 
Ziitphen, St. in Holland, 204. 
Zuzel, s, Siisel. 
Zyerzouwe, 291. 



11. Personenregister. 



Die den Zahlen beigesetzten Kreuze bezeichnen die betreffenden Personen als Attsateller der Urkunden.) 



A. 

), Bischof von, 662. 664. 666. 

Achem, Bnm, 8.* 
dph Vni., Herzog von Schleswig, 27. 28. 
I 174 u. Anm. 220. 
:, Peter, Schiffer, 124. 
t soen, Henrik, Rm. in Kampen, 212. 

Ahlefeld. 

- Glaus, I 

Heinrich Johanns Sohne, 9. 539. 

- Benedict, 155. S. 159. 

- Gottschalk, 456. 508. Goslik, 680. 

- Peter, 644. 

rts soen, Dode, Burger in Kampen, 212. 

ert, 650. 

reoht, Abt zu St Martin in Glanders, 445. 

- Erzherzog von Oesterreich, 78. 87. 182. 

223. 258. 315. 396. 416 S. 442. 

- Sohn de« Herzog Heinrich des Dicken 

von Mecklenburg, 81. 578. 581. 

- Achilles, Markgraf von Brandenljurg, 

57. 72. 78.* 160. 222. 258. 315. 
434. 435. 

- Graf von Hova, Bischof von Minden, 

265. 



Almenstede, Herm., Schmidt in Liibeck, 

579. 
von Aire, Heinr., Biirger in Liibeck, 159. 
Alvedissen, Herm., Kleriker, 186. 
Amelung, 332. 470. 
Amesvord, Meinhard, Rm. in Wismat, 59. 

60. 
Anders, Nicol, Rm. in Kopenhagen, 654. 
Andreas, Sekretar des Herzogs Johann von 

Lauenburg, 695. 
Arnd, de dreger, 383. 
Am des, Joh., Rathsschreiber in Liibeck, 355. 

439. 508. 650. 
Arnold, (Westfal) Bischof von Liibeck, 92.* 

102* 113. 142. 147. 155 (S. 159.) 156. 

157. 176. 186. 200.* 233. 307.* 342.* 

390.* 415.* 420.* 421. 426. 440. 601.* 

516.* 615. 647. 667. 681.* 704. 
Arnoldi, Joh., Notar, 350. 
Arnsberg, Bernd, 298. 

Axelsson, Erich, Ritter, Hauptmann in 
Wiborg, 52. 632. 660. 661.* 664. 666. 

— Olav, Ritter, 74.* 211.* 243. 604. 621. 
632. 
Anna, seine Wittwe, 632, Briider: Age, 
243. 

91 



II. Personenregister. 



723 



oekmast, Job., Kirchherr in Landkirchen, 
175. 210. 
olt, Hans, 106. 
ogels, Geseke, 497. 
Boitzenborg, Jacob, Burger in Liibeck, 554. 

— Kereten, Burger in Liibeck, 295. 
Bokwolde, s. Buchwald. 
Bole, Jacob, 359. 

Bollan, Heinrich, Rm, in MoUn, 580. 
Bolze. Heyne, 115. 202. 304. 359. 402. 427. 584. 
Bom, Magnus, Vicerector der Pfarrkirche in 

Plon, 94. 
Bomhouwer, Hans, 336. 
Bor, Job., Kapellan in Liineburg, 172. 
Borg, Hans, Burger in Liibeck, 252. 566. 
Bormester, Borgermester, Tideke, Burger in 

Liibeck, 252. 566. 
Bornssen, Erick, Danischer Vogt in Bergen, 

344. 
Borthwie, dominus, Wilbelm, 561. 
^andemBoscb, Wilbelm, Biirger in Herzogen- 
busch, 43, Hermann, dess. Sobn. 43. 
ostede, Heinrich, Burger in Liibeck, 295. 
ot, Timme, 540. 
"^"^n Bothemer, Roleff, 478. 
otzscbow, Jacob, 405. 
oye, Dietrich, Johann, Marquard, Briider, 39. 
oyge, Kersten, Kammerer auf Febmam, 570. 
ozejan, Heinrich, 476. 
^racht, Johann, Sekretar des Raths in Liibeck, 
239. 311. 355. 403. 404. 412. 413. 416. 
Brachvogel, Johann, Vicar, 410. 
^rakel, Johann, Apotheker, 575. 
^tand, Daniel, Biirgermeister in Bremen, 

400.* 474. 631. 
Brand, Johann, 49:^. 
Brandenburg, Kurfiirst und Markgrafen von, 

8. Albrecht, Friedrich, Johann. 
Brandes, Hermann, Biirger in Liibeck, 510. 

JSraunschweig-Luneburg, Herzoge von, s. 
fiemhard, Friedrich d. Aeltere, d. Fromme, 
Friedrich d. Unruhige, Heinrich der Fried- 
iertige, Otto d. Einaugige, Otto d. Jiingere, 
Wilhelm d. Aeltere, Wilbelm d. Jiingere. 



Brawe, Hans, Burger in Liibeck, 66. 
Brede, Eler, Rm. in Bremen, 474. 631. 
von Breide, Brede, Heinr., Joh.'s Sohn, 538. 

— Jachim, Ritter, 142. 147. 157. 176. 

— Johann, 199. 203. 205.* 206. 
Brekelvelt, Hans, Biirger in Liibeck, 295. 
Brekewold, Cord, Amtmann in Riepenburg, 

155 S. 162. 187. 611.* 
von Bremen, Arnold, Dekan in Schwerin, 

317. 578. 
Bremer, Detlef, Bgrmstr. in Hamburg, 69. 

60. 207. 289. 
Brennboke, Albert, Biirger in Danzig, 407. 
de Brigegni, 364. 
von dem Brincke, Johann, 478. 
Brzesze. Johann, Vicekanzler in Polen, 192. 

236. 
ton Brockhusen, Gerd, 493. 
Broderstorp, Thomas, Kirchgeschwomer auf 

Febmam, 570. 
ten Broke de Borken, Hermann, Notar, 186. 

Broling, Broyelingh, Johann, Rm. in Liibeck, 
66. 92. 186. 190. 439. 496. 544. 548. 702. 

Bron, Johann, 561. 

Brosem, Jacob, Bgrmstr. in Braunschweig, 
128. 

Bruggemann, Ludeke, 388. in Travemiinde 
248. 

von Bruggen, Hans, 88. 

Bruker, Glaus, Rm. in Rostock, 06. 

Brun, Johann, Prior in Antwordskow, 677. 

— Nisse, Rm. in Flensburg, 436. 

— Olav, Biirger in Kopenhagen, 654. 
Bruns, Glaus, 305. 

— Hans, Biirger in Liibeck, 202. 427 u. 

Anra. 584. 
Brunwardendorp, Heinrich, 454. 

Br use, Tideke, Biirger in Liibeck, 252. 

Brusehaver,Hans,Eingese8senerinSeverin,97. 

Buchwald, Lemmeke, 456. 

von Buchwald, Detlev, Detiev's Sohn, 32. 
36.* 106. 155. Amtmann in Segeberg, 
168. 297.* 342. 357.* 378. 456. 477. 

91* 



n. Personenregister. 



727 



iseke, Reymer, Knochenhauer in Kiel, 26. 
^'on Gleichen, Gelichen, Hans, Graf, ?42.* 

311. 
Tode, Thomas, 379. 
Toddeman, van Buren, 20. 
oritz, Andreas, Burger in Stargard, 123. 
Crornow, Peter, Burger in Liibeck, 56. 
de Gorries, Liib. Unterthan, 476. 
Crosens, Glaus, Burger in Kampen, 212. 
<jottingen, Johann, Vicar der Petrikirche in 

Liibeck, 418. 
von Gottingen, Rabe, 112. 
Grabow, Achim, Jiirgen, Luder, Mathias, 97. 
Grambeke, Bemd, 66 Anm. 
Graveneker, Kaiserlicher Hauptmann, 315. 
Gravenliorst, Busse, Burger in Liibeck, 295. 
Grawert, Fritz, Rm. in Liibeck, 88. 295. 

439. 566. 
Green, Magnus, 198.* 295. 
Gregor, Prior in Ahrensboeck, 277. 
Gremmolt, s (Trimmolt. 
(ireve. Hermann, Biirger in Reval, 5. 
Grevenstein, Heinrich, Sekretar des Kauf- 

mannee in Loudon, 605. 
Greverode, AlfF, Rm. in Liibeck, 95. 247. 
295. 506. 

— Heinrich, 238. 533. 677. 

— Tidemann, i:58. 
Griis, Jochim, Ritter, 405. 

Grimme, Jacob, Biirger in Deventer, 369. 
Grimmoit, Gremmolt, Heinrich, Biirger in 

Liibeck, 471. 495. 508. 680. 
Gripeshorn, Michael, Biirger in Liibeck, 295. 
Grivel, Nicolaus, Monch in Reinfeld, 108. 
G rone wo Id, Hermann und Jacob, 56 Anm. 
(rronow, Jacob, Schreiber des Raths in 

Stettin, 59. 
Grope, Hermann, 377. 
Grope ling, Hermann, Bgnnstr. in Bremen, 

59. 60. 400.* 
Grote, Johann, Vicar der Petrikirche in 
Liibeck, 214. 

— Kersten, auf Fehmarn, 570. 

(iron we, Johann, Prior in Heiligenberg, 319. 



Grnbe, Marquard, Biirger in Liibeck, 690. 
Grund, Friedrich, Rm. in Bremen, 59. 60. 
Gudealbert, Johann, Apotheker in Liibeck, 

95. 
Guilow, Henning, Schiffer, 499. 
Gustrow, Hans, Schiffer, 280. 283 u. Anm. 
Gysbertssoen, Henrik, Biirger in Kampen, 

212. 

H. 

von Hacheden, Heinr., Rm. in Liibeck, 125.* 

128.* 255. 256. 298. 313. 434. 439. 466. 

536. 689. 
Hagemeister, Tile, 626. 
vamme Hagen, Bernd, 540. 
tor Hake, Arnd, 367. 571. Johann dessen 

Bruder ebend. 
Hake, Gottschalk, 74. 
Halverstadt, Hermann, 360. 
van Hamelen, Borchard, Bgrmstr. in Kopen- 

hagen, 91. 163. 
vam Hamme, Cord, Biirger in Liibeck, 532. 

— Curd, 196. 
Hane, Heinrich, 557. 

Hannemann, Peter, Bgrmstr. in Rostock, 66. 
Harder, Peter, Biirger in Danzig, 407. 
Hauweschilt, Peter und Catharina, dessen 

Wittwe, 364. 
Havemann, Bemd, Rm. in Rostock, 66. 
Haverbeke, Johann, 273. 
Heest, Dionys, Domherr in Liibeck, 186.* 

278. 684. 696* 

Heinrich II, Erzbischof von Bremen, 54. 
367. 372. 

— Graf von Schwarzburg, 89. 103.* 114. 

140. 270. 303. 338. 339. 351. 352. 
367. 626 (?). 

— der Friedfertige, Herzog von Braun- 

schweig -Liineburg, 149. 150. 222. 
352. 434. 

— der Aeltere, Herzog von Mecklenburg- 

Stargard, 134.* 557. 

— IV., der Dicke, (der junge), Herzog 

von Mecklenburg- Schwerin, 16. 21. 



n. Fersonenregister. 



729 



J, 

achim, 501. 

an eke, Glaus, Burger in.Golnow, 634. 

egher, Jeger, Hans, 82. 

— Hinrik, 689. 

«J ens sen, Jey]i, Domherr in Roeskilde, 405. 
«Jerre, Laverenz, auf Fehmarn, 570. 
Joffrason, David, 561 Anm. 
Johann, Bischof von Breslau, 419. 

(— ) Bischof von Munster, 203. 206. 213. 
500.* 

— Preen, Bischof von Ratzeburg, 484 Anm. 

— Graf von Hoya, 265. 271. 442. 701. 

— Herzog von Bayem, 396. 

— IV., Herzog von Saclisen - Lauenburg, 

125. 177. 302.* 306. 406.* 430. 
464.* 476* 484. 492. 514. 600.* 
610.* 625.* 695.* 

— (d. Alchymist), Markgraf von Branden- 

burg. 264. 

— Markgraf von Brandenburg, 57 Anm. 

— Sohn des Konigs Christian, 155. 

— de Haze, Burger in Nymwegen, 365. 

— de veger, 478. 
Johannes, Prior in Ratzeburg, 44.* 
Johannis, Matthias, Monch im St. Knuts- 

kloster in Odense, 108. 
Johanssen, Dietrich, 493. 624. 

— Heinrich, auf Fehmam, 14. 

J on 8 on, Jesse, Vogt in Jutland, 555. 
Isgraw, Giskra von Brandeis, polnischer 

Heerfuhrer, 87. S. 91. 
Junge, Glaus, Burger in Golnow, 634. 

— Eberd, (Ebert), Burger in Liibeck, 173. 

218. 374. 621.* 632. 

— Hans, 56 Anm. 
Iwen, Johann, 612. 656.* 

R. 

Kabel, Hans, Burger in Liibeck, 56. 

Kale, Johann, Rathsschreiber in Wesel, 59. 

— Martin, Propst in Bordesholm, 534.* 
Kalow, Asmus, Schiffer, 121. 

von der Kaltenherberge, Heinrich, 394. 



von Kampen, Johann, 644. 

Kampow, Heinrich, 377. 

Kanut, Bischof von Wiborg in Jutland, 194. 

213. 
Kastorp, s. Gastorp. 

— Gerd, Burger in Lul)eck, 568. 
Knut, s. Kanut 
(Karl der Kiihne), Herzog von Burgund, 

333. 

— IV., Romischer Kaiser, 155. S. 159. 

— Knutson, Konig von Schweden, 632. 
Karlow, Vicke, Knappe, 104.* 
Karvelges, (1. Kamelges), Ulrich, Liibscher 

SchifFsfuhrer, 381.* 385.* Die beiden er- 

wahnten Flottenfiihrer sind vermuthlich die 

beiden Rmn. Heinrich von Stiten und 

Ulrich Cornelius. 
Kasimir, Konig von Polen, 20. 40. 142. 158. 

162. 180. 191. 192.* 194. 218.* 236* 242. 

281.* 393. 411.* 412.* 413.* 419.* 424. 

441. 448. 466. 545. 
Keding, Hans, 56 Anm. 

— Matthias, Priester, 56 Anm. 
de Keller, Hermann, Rm. in Wisby, 621. 

632. 
Kelner, Johann, Burger in Liibeck, 411. 595. 
von Kempen, Eggerd, 568. 
Kentzeler, Hans, Biirger in Liibeck, 402. 
Kepken, Daniel, von Nulande, Kanzler dee 

KonigfcJ Christian, 194. 
Kerkhof, Tilemann, 29. 
Kerh<ten, mester, Augenarzt, 80. 652 Anm. 
686. 

— Tim me, Bgrmstr. in Plon, 64. 
Kik, Heinrich, Biirger in Liibeck, 22. 
Kilekanne, Hans, 407. 
Kirlefei, Eccard, Priester, Heinrich dessen 

Bruder, 618. 
Kleneveld, Jacob, 277. 

Klingenberg, Peter, Biirger in Stralsund, 

532. 
Klot, Peter, 540. 
Kiumpe, Biirger in Liibeck, 107. 
Kluwer, Ludeke, 29. 

92 



n. Personenregister. 



733 



>kene, Otto, 380. 

^lavi, Johann, Bgrmstr. in Linkoping, 219. 
^IDlde, Jacob, Bgrmstr. in Bremen, 400.* 
<Z)ldenburg, Franciscus, Priester, 636. 
AT. — Bemd, Komthur in Wietershein, 90. 

— Graf en* v., 171, s. Gerhard, Moritz. 
Oldevelde, Henning, Ziegelbrenner, 247. 
Oldorp, Hans, Burger in Dassow, 628. 
Oleffson, Heinrich, Rm. in Malmoe, 86. 
Oliesleger, Godeke, 589. 

von Oren, Heinrich, Rm. in Stralsund, 60. 
Orfast, Peter, Burger in Aalborg, 665. 
von der Ost, Magnus, 66 Anm. 
von der Osten, Dinnies, 429. 
Otteson, Erich, Ritter, 613.* 
Otto, Graf von Schauenburg, 573. 

— Hans, in Liibeck, 144. 

— der Jiingere, Sohn Friedrich des Aeltem, 

Herzog von Braunschweig-Liineburg, 
160. 653. 

— in., Herzog von Pommem, 25. 
von der Ouwe, Bertold, Vicar, 71. 186. 
Overscherer, Owerskerere, Hans, Burger in 

Aalborg, 79. 

— Niels, 405. 
Oxe, Johann, Ritter, 632. 

P. 

Pakebusch, Hans, 56 Anm. 

Panton, Dionys, Kaufmann in England, 86. 

Pa re ham, Thomas, Bgrmstr. in Neu-Stargard, 

45. 
Parkcntin, Detlev, 106.* 248.* 

— Hartwich, 580. 

Pasche, Anders, Burger in Randers, 632. 

Paul n., Papst, 561. 

Payesson, Hage, Bgrmstr. in Flensburg, 169. 

— Hans, SchifEer, 555. 
Penning, Glaus, Lanste, 64. 

— Johann, in Koln, 598. 

Pentz, Nicolaus. Propst in Rehna, 193.* 
Pent z in, Heinrich, 190. 
Pepers, Rixe, 552. 
Pepersack, Hermami, 95. 



Peppe, Heinrich, Burger in Liibeck, 568. 
Petersen, Hans, Domherr in Roeskilde, 405. 

— Nicolaus, 403. 404. 
Petershagen, Gerhard, Vicar der Petrikirche 

in Liibeck. 214. 218. 

— Heinrich, 148. 402. 540. 549. 
von Peynen, Hanneke, Schiflfer, 243. 
Philipp, der Gute, Herzog von Burgund, 

364.* 490. 542.* 
Piksleff, Drewes, in Mecklenburg, 371. 

— Hans, in Liibeck, 371. 
Piritz, Nicolaus, 602. 

Pius n., Papst, 30.* 31.* 94. 186. 214. 

242. 366. 356. 439. 498. 
Plate, Geseke, Hans, 56. 
von Plessen, Hans, 96. 127. 

— Heinrich, 21. 47. 

— Reimar, 290.* 

Georg Podiebrad, Konig von Bohmen, 160. 

268. 315. 392.* 396. 
Pogwisch, Wulf, Wulfs Sohn, 466. 694. 
Pomert, Heinrich, Domherr in Liibeck, 116. 
Poppe, Reyner, Hauptling auf Terschelling 

272* 
Poppendik, Bruno, 385. 676. 
Porsenberg, Reymer, 478. 
Potmann, Heinrich, Biirger in Liibeck, 

Marquard, dessen Sohn, Priester, 266. 
Pralstorp, Jachim, 478. 
Preen, Volrad, Vogt in Gadebusch, 317. 
Presse, Henning, Schiffer, 499. 
Procopius, Kanzler des Konigs von Bohmen 

223. 
Prume, Heinrich, Biirger in Liibeck, 283. 296 
Pustenbrade, 651. 
von. Putlitz, Gans, Jaspar, 37. 
Pynnow, Wittwe in Liibeck, 278. 

ft. 

von Qualen, Bemd, 450.* 
Quitzow, Eccard, 196. 

— Heinrich, 106. 

— Kone, 106. 

Qwant, Cort, Biirger in Liibeck, 690. 



n. Fersonenregister. 



735 



Rudesheym, Rudolf, 258. 

Rugese, Nicolaus, Goldschmied in Liibeck, 

672. 
Rugewold, Claus, 601. 
Ruk, Hans, 467. 

Rumohr, Luder, Knappe, 9.* 10. 456. 594. 
Ruscelai, Francesco, in Rom: 108. 223., in 

Liibeck: 576. 
Rusleger, Jacob, Burger in Liibeck, 690. 
Ruting, Walter, Biirger in Liibeck, 50. 
Rychardes, s. Richerdes. 
Ryfor, Bertolt, Schiffer, 20. 
Ryman, Claus, Liibscher Auslieger, 401. 

S. 

Sachsen-Lauenburg, s. Lauenburg. 

Saffran, Johann, Kleriker, 95. 

Sager, Heyne, 371. 

Sagge, Peter, auf Fehmam, 14. 

Saltrump, Soltrump, Rm. in Riga, 598. 

vamme Sande, Hans, Biirger in Liibeck, 

295. 
Sankenstede, Claus, Rm. in Liineburg, 543. 

699. 
Sarbens, Sabens, Nicolaus, Telseke dessen 

Wittwe, 30. 31. 
Sasse, Franz, Priester, 672. 

— Heinrich, 340. 472. 

— Luder, 198. 
Schacke, Heinrich, 476. 

— Otto und dessen Wittwe, 255. 256.* 

291.* 

— LudeloiT in Giilzow, 580. 
Schalentin, Claus, 97. 
Schapeshus, Hans, 260. 
Scharpenberg, Hartmann, Rathsschenk in 

Lubeck, 1. 100. 684. 

— Hermann, 104. 255. 256. 291.* 

— Volrad, 104. 255.* 256.* 291.* 
Schauenburg, Grafen von, s. Erich, Otto. 
Scheie, Marquard, Rm. in Kiel, 26. 

von Schenen, Peter, Biirger in Liibeck, 295. 

305. 
Schepol, Claus. 56 Anm. 



Scherff, Scherves, Marquard, Biirger in 
Liibeck, 29. 593. 

Scheyle, Hans, 626. 

Schickelmann, Cord, Biirger in Braun- 
schweig, 171. 

Schilling, Albert, Rm. in Hamburg, 59. 60. 
207. 

— Hans, 540. 

— Hermann, Biirger in Molln, 285. 
Schiltknecht, Heinrich, Biirger in Liibeck, 

151. 652. 
Schoders, Hannes, Dekan in Hamburg, 445. 
Schomaker, Hart wig, Bgrmstr. in Liineburg, 

289. 434. 543. 674. 699. 
Schoneberg, Gerd, Biirger in Liibeck, dessen 
Briider Godeke, Hans, Rm. in Abo, 
Catharina, Ehefrau des Gerd, 623. 

— Hans, 589. 
Schoneberger, aus Wien, 504. 
Schonenberg, Vicke, 241. 
Schorleke, Heinrich, 377. 
Schorsten, Borcherd, 208. 295. 
Schotteler, Hermann, 493. 624. 685. 691. 
Schroder, Thomas, Biirger in Liibeck, 189. 
Schulte, Beutler in Liibeck, Hermann, dessen 

Sohn, 366. 

— Schiffer, 245. 

— Dietrich, Biirger in Liibeck, 654. 

— Hermann, Kleriker und Notar, 95. 

Schun, Nesse, Biirger in Randers, 652. 
Schurstack, in Niimberg, 332. 
Schutize, Hans, Biirger in Liibeck, 6. 
Schutte, Claus, 501. 

— Hans, 388. 
Schuttorp, Hans, 493. 
Schwarzburg, Graf von, s. Heinrich. 
Scot, Albert, s. Richardson. 
Scroder, Andreas, Schiffer, 664. 

— Claus, Biirger in Aalborg, 79. 

— Heinrich, in Liibeck, 144. 
Schulte, Heinrich, Rm. in Stolpe, 467. 
Seberhusen, Hermann, Biirger in Liibeck, 

399 Anm. 015. 
See, s. Zee. 



n. Fersonenregister. 



739 



Wartislav X., Herzog von Pominem-Wolgast, 

197. 260. 613. 629. 636.* 
Wartzleve, Hermann, Vicar, 151. 
Waschow, Martin, 612. 
Wedege, Dietrich, Burger in Liibeck, 548. 
We del, Mathias, messer, 698. 
Wedige, Hans, 379. 
Wegener, Volkmar, 115. 
Weldige, Gerd, 496. 601, Wibeke seine 

Schwester, 496. 
Weltzli, Ulrich, Reichskanzler, 40.* 
Wentsteen, Ludeke, 121 Anm. 
von Werben, Hans, 39. 
Werde, Johann, 115. 
von Werle, Cord, Burger in Braunschweig, 

171. 
Werlemann, Nicolaus, 276. 
de Werstede, Grube, Kleriker und Notar, 

94. 
Wesenberg, Hermann, Vicar der Aegidien- 

kirche in Liibeck, 214. 
Westede, Alf, Burger in Liibeck, 124. 664. 
Westfael, Gottschalk, Schiffer, 632. 
Westfal, 8. Arnold, Bischof von Liibeck. 
Westfal, Johann, Bgrmstr. in Liibeck, 66. 

92. 186. 257. 342. 354. 355. 386. 400. 434. 

439. 508. 631. 649. 680. 
Westranse, Eccard, Westerhans, 40. 87. 

182. 276. 315. 332. 470. 
de Westvale, Johann, 115. 162. 538. 539.. 

Weytendorp, Hans, Diener des Raths in 

Liibeck, 416. 520. 
Wichardes, Burger in Stralsimd, Taleke, 

seine Wittwe, 519. 
von Wickede, Johann, Rm. in Liibeck, 286. 

439. 506. 702 Anm. 
Wigge, Eggerd, Schiifer, 511. 
Wildung, Wildunghen, Johann, Kapellan des 

Bischofs von LuV>eck, 36. 186. 681. 693, 

des Konigs Christian, 667. 
Wilhelm, der Aeltere, Herzog von Braun- 
schweig, 149. 150. 222. 265. 353. 434. 

451.* 455.* 460. 485.* 486. 487. 489. 

626. 627. 



Wilhelm, der jiingere, Herxog von BrauD- 

schweig-Luneburg, 150. 265. 442. 622. 
Wilhelm HL, Landgraf von ThUringen, 164. 
Wilmers, Marquard, Burger in LUbock, 104. 
Wilrades, Hermann, Vicar, 151. 
von Wilsen, Glaus, 399. 
Windel, Wendele, Wittwo, ihr 8ohn Simon, 

445. 
Wise, Hans, Biirger in Liibeck, 104. 
Witeke, Hans, 616. 
Witik, Bertold, Bgrmstr. in Liibeck, 2 u. 

Anm. 34. 35. 38. 92. 132. 186. 200 

(Telseke Ehefrau). 257. 295. 342. 

355. 358. 386. 400. 439. 508. 638. 

539. 562. 575. 578. 681. 649. 680. 

681. 

— Heinr., Rm. in Luneburg, 289. 529. 
Witinghof, Lambert. Biirger in Liibook, 

14. 
Witte, Gereke, Biirger in Braunsc^hweig, 171. 

— Gregor, 589. 

— Jacol), iiiirger in Al)0, 549. 
Wobelson, Gerd, SchiiTor, 493. 
Wod, Robert, 561. 

Woge, Tymme, Knochonhaucr in Kiel, 26. 
vom Wolde, Hildebrandt, Biirger in Danzig, 

42. 
von dem Wolde, Johann, Bgrmstr. in Danzig, 

649. 653.* 663. 
Wolff, Jacob, BUrger in Danzig, 20. 218. 
Wolgemid, Hans, Biirger in Liibe<;k, 28. 

32. 36 
Wollenweber. in MoIIn, 232. 
Wolmersen, Wolmar, i^omherr in LUbeck, 

186.* 
WoJter, Hans, ZoJlner in Liineburg, *'4* 

— Joharm, 654. 

Wolteri, Johann, Domherr in LUbeck, 186.* 

von Worms, Johann, Biirger in Nymwegen, 

18. 
Wulf, Hans, H<;hifTer, 260. 

— Ja/ob, Biirg^jr in I^ozig, 374. 

— .NisHe, 148. 

— Marquard, 478. 491. 50(J. 



ffA* 



im 



III. Wort- und Sachregister. 



741 



Bierprobe in Hamburg, 619. 
Bigamie, 552. 

Blei, Ausfuhr nach Danemark, 148. 
Bote, gefangen genommen, 535. 
Bote, seiner Brief e beraubt, 547. 

— zu Fuss nach Danzig, 216. 
Bottcherholz wird den Schiffem nicht zu- 

gezahlt, 143. 
Brauerei, Verbot der Anlage in einem Hause, 

50 Anna. 
Briiderschaften, geistlichen, diirfen Renten nicht 
zugeschrieben werden, 579. 

— Antonius B., 402. 679. 

— Jacobi-, Valentin- und Christof B., 554. 

— Leichnams B., 330. 

Biindniss, zwischen Liibeck, Hamburg und 
Liineburg, 648. 678, und mit Konig Christian, 
679, zwischen Liibeck und Wismar, 37. 

Burgen, borgen vnde geloven hat ein Kauf- 
mann gesat vnde gedaen, dass er seine 
Schuld bezahlen werde, 567. 

Biirgermeister, correspondiren in Sachen, die 
nicht dem ganzen Rath bekannt sein sollen, 
um nicht in die OefFentlichkeit zu kommen, 
435. 

Biirgerversammlung in Wismar, vom Rathe 
berufen, 220 

Bussenkrut, Stralsund bittet Liibeck darum, 197. 

bysake, Nebensache, 668. 

Certification, der Priester bezeugt bei seinem 
Gewissen, der Rathmann bei seinem Raths- 
eide, der Burger beschwort seine Aussage, 
399 Anm. 496. 

Danzig, ein zu rechtlicher Erkenntniss stehender 
Fall kann nicht zugleich Gegenstand einer 
Verhandlung sein, 663. 

Deutscher Orden, Liibeck Mitstifterin, 216. 

Ehelicher Zwist, 231. 

Eichbaume in der Landwehr, Eigenthum der 
Stadt, 117. 

— im Reinf elder Klostergebiet, 529. 
Eidbruch eines Gefangenen, 185. 
Eideshand mag Eideshand losen, 359. 497. 



EidesheKer, 589. 

Eidesleistung einer Frau, 497. 519. 

Eimbecker Bier, 650. 

Eis auf der Elbe, 302. 

enes hand = edes hant, 467. 

Englisches Tuch, in Liibeck beschlagnahmt, 283. 

Erbrecht, Vaters Halbsch wester, naher als 
Mutter Vollschwester Tochter Kinder, 601, 
Mutter Bruder naher als Vater Schwester 
Kmder, 620. 

Fahrgeld bei Artlenburg, 137. 235. 302. 306. 
Familiennamen, kommen in der Fremde oft 

nicht zur Geltung, sondern wandeln sich in 

Namen des Ortes oder Landes der Herkunft, 

561. 
Fehde mit dem Herzog Friedrich dem Un- 

ruhigen von Braunschweig, 149. 150. 164. 

270. 
Fehdebrief des Raths Liibeck an den Herzog 

Friedrich den Jiingeren von Braunschweig, 

659. 
Feindlich Schiff, feindlich Gut, feindlich Gut, 

feindlich Schiff, 15. 
Fenster, Holzfenster und Glasfenster, 226. 248. 
Fische, als Geschenk, 701. 
Fischmeister des Raths von Liibeck, 155 S. 

160. 
Fracht, 283. 506. 
Frachtstrasse nach Hamburg, 168. 

Frei Schiff, frei Gut, nicht Grundsatz des 

Mittelalters, 452. 
Gebiihrentarif des Gerichtsschreibers, 447. 
Geistliche Giiter, Kirchen, in Wismar nicht 

abgabenfrei, 562. 
Geistliche Jurisdiction auf Fehmarn: 58. 146. 

152. 175. 178. 179. 209. 210. 229. 237. 
Geleite, erworbenes, als Schutz personlicher 

Freiheit, 472. 

— — sichert gegen Verhaftung 

durch das Gericht, 
340. 367 S. 392. 

— fiir einen Schuldner zur Ordnung seiner 

Verhaltnisse, 387. 



III. Wort- und Sachregister. 



743 



Mattenschreiber, 546. 

mede, lubesche, 664. 

Meyiilansche natelen, 664. 

Mlinze: 244. 246. 282. 316. 318, Rigaische 

.Mark, 88, Gulden, Rheinische, 98. 99. 

202. 347. 588. 603 u. Anm. 607. 619. 

683. Ungarische 244. Nobeln, 102. 683. 
Munzrecess, 289. 

Nachbarrechte, 50. 

Novgorodfahrer in Liibeck, 4. 5. 

Niimberger, de Niu-enberger, de doch in alien 

enden de kopenscop sere vorderven, 

564. 

— ( Terechtsame in Liibeck, 7. 161. 292. 308. 
Ochsen, aus Jiitland und Bomholm gekauft, 

652 u. Anni. 
Offene Keller, als Verkaufslocal, 7. 161. 
Orgel in der Petrikirche, 418. 
Ostem, die vier heiligen Tage, 310. 
Overkopen, 5. 

Pachthuhn, 684. 

Pa])Stliche8 Legat, 584 u. Anm. 

Patemostermakcr. 533. 

Patronat iiber Vioarien, 200. 307. 

— iiber die Kii'che in Molln, 484. 514. 
Pest, 251. 396 S. 421. 416 S. 442. 448. 505. 

515. 553. 
Pfable in der Trave, 379. 
Pferderaub, 478. 
Pilger, 357. 578. 581. 
pliehtgarden, 578 S. 588. 
Pralatenkrieg, 267. 303 S. 314. 315. 
pret<:>rium, das Ratbhaus (in Edinburg), 561. 
I^eise: eines Hauses, 163. 

— eines Schiffes, 121. 

— s. Ochsen. 
Preussische Stiidte, 647. 

Priester, Schulden halber verfolgt, 672. 

Primgeld, 593. 

Privilegium, wegen Verkehrs mit Geiichteten, 

heimlieh vom Kaiser erworben, 87 S. 92. 
Procuratoren in Rom, 386, Liib. 635. 
proueleye = i)rivilegia, 299. 



radeswise etwas mittheilen, d. h. im Ver- 
trauen, 430. 578. 

Rathm&nner, ihr Zeugniss iiber die Aussage 
eines nicht mehr Lebenden ist beweiskraftig, 
566. 

Ratzeburger See, Aufstauung, 600. 

Rauchhuhn, 456 S. 482. 684. 

Reichsacht, 362, s. Liineburg. 

Reichskammergericht s. Hofgericht. 

Reichssteuer, 268. 332 S. 349. 432. 
Reisepass, 211. 

Renten, zahlbar von Konig Christian an 

Liibeck, 574. 592. 
Rheinwein, von Liibeck nach Stralsund ge- 

schickt, 262. 
richebere, 39. 

roff sturman, beide sturmans, 683. 
Riickkaufsrecht, dem Landesherm vorbehalten, 

256 Anm. 257. 414. 
Saline in Oldesloe, 427 u. Anm., s. Liineburg. 
Salpeter, als Geschenk, 701. 
Salz, 144. 201. 283. 632. 
Sammlung fiir ein abgebranntes Kloster, 524. 

525, fiir die St. (leorgs-Kirche in Wismar, 

527, s. Uaussammlung. 
Sangerkapelle in der Marienkirche in Liibeck, 

Marien-Gottesdienst, 238. 
Schatzungen, 171. 

Schenke des Liibecker Raths, 155 S. 160. 
Schiedsspruch abgelehnt, weil nicht in be- 

stimmter Frist gegeben, 270. 

SchifFe: Namen: Mariendrake, 539, Marien- 

knecht, 121, Margeflour, 85. 

Verkauf eines Schiffes: 121 u. Anm. 298. 

689, einer Halfte: 360, Fracht: 124. 

Fracht und Primgeld, 593, Certifikat, 407. 

Fahrt eines beschlagnahmten, 577. 
— Fahrt durch den Belt, 633, im Spat- 
herbst, 19, nach Schonen, 699. 
Schiffer, Sturmes wegen in Stralsund ein- 

gelaufen, 499^ 
Schonen, Abgaben, 204. 
Schonenfahrer in Liibeck, 75. 



IV. Verzeichniss der Siegelbeschreibnngen. 



A. Geistliche Siegel. 

rt, Abt von (xlanders, 445. 

ad, Archidiacon zu Schleswig, 156. 

:h, Abt von Nabor, (St. Avoid) 445. 

B. Weltliche Siegel. 

sson, Olaf, Ritter, 211. 

. Simon, (Ringsiegel) 87. 396. 416. 

itian I., Konig von Danemark, 10. 

c-khusen, Hermann, 2. 

■?marken, 417. 508. 579. 

iiesad, Dietrich, 508. 680. 

mir, Konig von Polen, 192. 

ng, (iodeke, 579. 

ler, Engelbert, 596. 

pj), Herzog von Burgund, 364. 

erdes, Jacob, 508. * 



Stadtcsiegel: Aalborg, 79. 555. 

Abo, 623. 

Bergen, Hansisches Komtoir, 493. 
Bremen, 190. 
Burg auf Fehmarn, 259. 
Danzig, 191. 
Deventcr, 369. 
Edinburg, 561. 
Flcnsburg, 436. 
Goes auf Seeland, 170. 
Cfolnow, 634. 
Heide, in DithmarHchen, (Weich- 

bild) 39. 
Kopenhagen, 654. 
Liineburg, 619. Schmiedeamt, 

428. 
Nymwegen, 365. 



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